Auf grünem Hintergrund steht zwischen zwei Balken "Es ist genug für alle da", darunter "Grüner Gerechtigkeitskongress" und am unteren Rand auf gelbem Hintergrund "17. - 18. Juni in Berlin". Daneben ein Icon mit mehreren Menschen.
Links ein rauchender Kohleschlot, aus dessen Qualm zwei Hände Geldmünzen in Richtung einer Photovoltaikanlage fallen lassen.
Foto: © dpa

Kein Geld für dreckige Kohle

Die Carbon Divestment Bewegung bringt neuen Schwung für die Klimabewegung. Ob Versicherungsgesellschaft oder Kommune – alle sind aufgefordert, ihre Einlagen aus klimaschädlichen Bereichen abzuziehen und in nachhaltige Sektoren zu investieren. Wir unterstützen diese Forderung und den „Global Divestment Day“ am 13.2.

  • Engl. to divest bedeutet entziehen – der „Global Divestment Day“ fordert alle Anleger auf, ihre Einlagen klimaschädlichen Unternehmen zu entziehen und klimafreundlich zu investieren.
  • Eine aktuelle Studie in der Nature zeigt: Mehr als zwei Drittel der globalen Reserven aus Kohle, Gas und Öl dürfen nicht verbrannt werden, um nicht beherrschbare Klimaschäden zu verhindern.

Am 13. Februar ist „Global Divestment Day“ mit zahlreichen Veranstaltungen weltweit: Die junge Carbon Divestment Bewegung hat sich vorgenommen, entscheidend zur Klimarettung beizutragen. Ihr Ziel ist es, Kapital aus Unternehmen abzuziehen, die noch in Energieerzeugung aus Kohle, Gas und Öl investieren. Diese fossilen Energieträger sind maßgeblich für die globale Erwärmung verantwortlich. Um das Ziel zu erreichen, werden finanzkräftige Investoren wie Versicherer, Zentralbanken, öffentliche und private Einrichtungen bis hin zu Kommunen aufgefordert, ihre Einlagen aus fossilen Energieerzeugern abzuziehen und in andere, nachhaltige Sektoren zu investieren.

Reinhard Bütikofer, Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei, freut sich über neuen Schwung für die Klimabewegung: "Unsere Erfahrung auf europäischer und internationaler Ebene zeigt: Der Kampf für eine starke Klimapolitik kann nicht allein der internationalen Klimadiplomatie überlassen werden. Wir brauchen eine aktive gesellschaftliche Bewegung - und die Carbon Divestment Kampagne ist dafür zentral!"

Der Schwung kommt zur rechten Zeit: In weniger als zehn Monaten geht es auf der UN-Klimakonferenz in Paris um's Ganze. Wir brauchen einen neuen Klimavertrag um die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu halten. Ansonsten drohen nicht beherrschbare Klimaschäden und Katastrophen.

Simone Peter fasst zusammen: „Investitionen in fossile Energien führen uns in eine Sackgasse, denn sie zementieren die Erzeugung schmutziger Energie auf Jahrzehnte - deshalb dürfen sie sich in Zukunft nicht mehr lohnen. Ich fordere die Bundesregierung daher auf, auch aus der internationalen Finanzierung von Kohlekraftwerken vollständig auszusteigen. Wir müssen Finanzmittel dort investieren, wo nachhaltige Innovationen stattfinden.

Ausführliche Informationen zum „Global Divestment Day“ finden sich hier.

Infografik "Geld raus aus fossiler Energie"

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Parteitagsbeschluss „Keine Kohle für die Kohle – Divestment jetzt!“ (2014).

Antrag der Abgeordneten Annalena Baerbock u.a. „Internationale Förderung von Kohlekraftwerken beenden“ (Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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