Luftangriff ohne Folgen?

Dutzende Menschen starben, unter ihnen vermutlich auch viele Zivilisten. EU, Nato und die Vereinten Nationen sind verärgert, weil die Bundeswehr zwei Laster bombardieren ließ. Frankreichs Außenminister nannte den Angriff einen "schweren Fehler". Und was tut die Bundesregierung? Nichts, sie informiert nicht einmal.

Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung uns nicht informiert und keine Transparenz über das geschehene schafft. Wir verlangen lückenlose Aufklärung.

Man muss sich das mal vorstellen: Die NATO verlangt von der Bundesregierung Aufklärung durch das Verteidigungsministerium, weil nicht einmal die Militärs dort das Gefühl haben, dass sie von Deutschland alle Informationen bekommen. Die Vereinten Nationen schicken einen Beauftragten, um vor Ort zu überprüfen, was passiert ist.

Gefährliche Tragödie

Ich möchte wissen: Wer hat die Luftangriffe auf die zwei Tanklastzüge in Auftrag gegeben? Wie kann unser Bundesverteidigungsminister sagen, dass es keine zivilen Opfer gegeben hätte? Die Angaben, die wir aus Afghanistan bekommen, hören sich ganz anders an.

Strategiewechsel jetzt

Das wirklich gefährliche an dieser grauenhaften Tragödie ist, dass sie in einer Zeit geschah, in der USA sich wirklich bemühen, es besser zu machen. Weg vom Krieg gegen Afghanistan, hin zum Schutz der Zivilbevölkerung. Und ausgerechnet dann lässt die Bundeswehr einen Luftangriff fliegen, der offensichtlich sehr, sehr viele zivile Opfer gefordert hat.

Wann - wenn nicht jetzt - kommen wir zu einem wirklichen Strategiewechsel? Es darf keine weitere militärische Eskalation mehr geben, sondern eine zivile Offensive. Alles andere birgt die Gefahr, dass die Bundeswehrsoldaten nicht mehr als Hilfe beim Wiederaufbau gesehen werden, sondern als Besatzer, die gegen die Regierung Krieg führen.

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Kommentare

Rolf Siegen
06-09-09 07:13
Gruene, Eure Aufregung ueber den in Rede stehenden Angriff wirkt unehrlich, denn Ihr habt die Politik, die dazu fuehrte, willig mitgetragen. Zivile Offensive? Das ist, wie ein bisschen schwanger zu sein.
Kommentar

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