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Klage gegen geheimen Panzerdeal

Anfang Juli wurde bekannt, dass die Bundesregierung angeblich 200 Leopard-Panzer an Saudi-Arabien verkaufen will. Auf Nachfrage von Bundestagsabgeordneten, ob es diesen Deal wirklich gebe, wurde auf die Zuständigkeit des Bundessicherheitsrates und dessen Geheimhaltungspflicht verwiesen. Jetzt haben die drei grünen Bundestagsabgeordneten Claudia Roth, Katja Keul und Hans-Christian Ströbele vor dem Bundesverfassungsgericht Klage eingereicht.

200 Leopard-Panzer sollen angeblich an Saudi-Arabien verkauft werden. Foto: rikdom/Flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

Die grünen Parlamentarier schreiben in ihrer Klage, dass die Geheimhaltung über die Panzerlieferung gegen das Grundgesetz verstoße. In Artikel 26 heiße es, dass Waffen "nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden" dürfen. Waffengeschäfte müsse die Regierung deswegen auch vor dem Parlament begründen.

"Es ist in hohem Maße besorgniserregend, wie diese Bundesregierung glaubt, mit den für jede Bundesregierung bindenden Exportrichtlinien umgehen zu können", sagte die grüne Bundesvorsitzende Claudia Roth. "Sie werden systematisch verletzt und aufgeweicht, denn es ist einer der wichtigsten Punkte dieser Richtlinien, dass keine Rüstungsexporte in Spannungsgebiete erfolgen."

Wenn eine Geheimhaltung gegenüber der Öffentlichkeit wirklich erforderlich ist, könne das Parlament immerhin vertraulich informiert werden, fordern die grünen Bundestagsabgeordneten in ihrer Klage. Außerdem beziehe sich diese Geheimhaltungspflicht nur auf den Ablauf der Sitzungen und das Abstimmungsverhalten der Teilnehmer. Das Ergebnis werde ohnehin im jährlichen Exportbericht veröffentlicht.


Mit der Aktion "Keine Panzer für Diktatoren" kannst Du persönlich gegen die Rüstungsexport-Politik der Bundesregierung protestieren.

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Aufrüstung ist keine Stabilisierung

Claudia Roth im Interview über Rüstungsexportrichtlinien und die Bundesregierung.

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Rückt die Daten raus!

Wir haben ein Recht zu wissen, welche Daten die deutschen Mobilfunkbetreiber über uns speichern. Malte Spitz und Sönke Hilbrans erklären die Klage gegen T-Mobile

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Exportmeister

Deutschland exportiert Waffen - nicht selten in Staaten, die diese zur Repression ihrer Bevölkerung einsetzen

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Was wurde entschieden?

Hier geht es zu den Beschlüssen und ausgewählten Reden des grünen Parteitags.

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Verhältnismäßiger Einsatz der Mittel

Die Maßnahmen der UN zu Libyen sind insgesamt politisch notwendig, um die Bevölkerung vor schwersten Menschenrechtsverletzungen zu schützen.

Kommentare

Bjarne
19-08-11 10:48
Dies sehe ich etwas anders, denn es ist ja nicht so, das generell der Deal abgelehnt wird, auch wenn ich dies begrüssen würde, sondern wird vielmehr nach Aufklärung verlangt.
Man kann auch nicht einem Land Waffen geben, welche definitiv zur bekämpfung von Volksaufständen sind, um angeblich das land zu schützen und eine "ach so gute" Einheit aufzubauen welche dann doch nur gegen das eigene Volk eingesetzt wird welches für Demokratie demonstriert.
Nun frage ich mich auch Herr Steffen, kann man einen Konflikt lösen indem man einem land Waffen gibt nur damit die Waffen gewalt wieder im Lot mit dem iran ist. Kommt es dann nicht wieder dazu das der Iran sich bedroht fühlt und neu aufrüstet?
dumm, konzeptlos - grün!
05-08-11 21:46
soso - die dagegenpartei ist mal wieder voll in ihrem element ...
Steffen
03-08-11 18:08
Habt ihr eigentlich eine Ahnung welchen Hintergrund diese Waffenlieferung hat? Es ist also ein Unding sich gegen den Iran schützen zu wollen der ständig seine dicken Muckies zeigt. Die Panzerlieferung hat seinen Anteil daran, das noch friedliche Gleichgewicht im nahen Osten zu gewährleisten.

Und wenn ihr schon auf Pazifisten macht, dann solltet ihr Grünen mal überlegen, welche Koalition die Soldaten nach Afghanistan geschickt hat. Ganz zu Schweigen von den Waffenlieferungen in die Türkei. Alles nicht ihr gewesen oder?
02-08-11 18:43
ich finde es seltsam,dass jemand gegen den deal klagt,
der in den 70er /80er moerder und terroristen verteidigt hat
und den kampf als legitimes mittel verteidigt hat.
wurde der kampf ohne waffen mit pfeil und bogen durchgefuehrt.
Kommentar

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