Viele Container und ein Gabelstapler im Sonnenuntergang.
Wir wollen die Globalisierung sozial gerecht und ökologisch nachhaltig gestalten. Foto: © iStock/gyn9038

Globalisierung

Wir wollen die Globalisierung sozial gerecht und ökologisch nachhaltig gestalten – mit einer starken Entwicklungszusammenarbeit und mehr Klimaschutz, mit einem fairen Welthandel und starken internationalen Organisationen und mit Friedensmaßnahmen statt Aufrüstung.

  • 900 Millionen Menschen leben von weniger als zwei US-Dollar pro Tag.
  • 800 Millionen Menschen hungern.
  • Aber: 20 Prozent der Menschheit verbrauchen rund 80 Prozent der Ressourcen.

Arm und Reich driften weltweit immer weiter auseinander. Dabei verfügt die Menschheit über die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Mittel, faire Chancen für alle zu eröffnen und sie im Einklang mit der Natur zu nutzen. Wir müssen unsere Mittel nur besser einsetzen.

Starke Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland muss endlich sein Versprechen einhalten, 0,7 Prozent seines Bruttonationaleinkommens für Entwicklung einzusetzen. Wir GRÜNE wollen mehr Geld für die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe bereitstellen, um das 0,7-Prozentziel bis 2020 zu erreichen. Gelder für den internationalen Klimaschutz wollen wir zusätzlich bereitstellen um die Zusage von Kopenhagen zum internationalen Klimaschutz zu erfüllen. Die Mittel müssen immer auch demokratisches Regieren fördern und dürfen nicht korrupte Machthaber bereichern oder Rüstungsausgaben subventionieren. Eingesetzt werden soll das Geld vor allem für:

  • die globale Energie- und Agrarwende,
  • den Aufbau sozialer Sicherungssysteme und
  • die Friedensentwicklung.

Richtlinien für fairen Welthandel

Die dramatische Hungerkrise stellt eine der weltweiten Herausforderungen dar, die durch die Folgen des Klimawandels noch verschärft wird. Wir kämpfen für eine klimaneutrale und ressourcenschonende Wirtschaftsweise, ohne die es kein Wohlstandsversprechen für alle geben kann. Deshalb tragen wir dazu bei, den Welthandel fair zu organisieren. Wir setzen uns für die Einführung globaler Sozial-, Menschenrechts- und Umweltstandards ein und fordern unter anderem Maßnahmen gegen

  • skrupellose Spekulationen mit Nahrungsmitteln und
  • Land Grabbing“.

Die EU-Exportsubventionen wollen wir abschaffen und die EU-Agrarpolitik so gestalten, dass durch Dumpingpreise bei Lebensmitteln die Märkte in Entwicklungsländern nicht ruiniert werden.

Starke internationale Organisationen für starke Menschenrechte

Für starke Menschenrechte braucht es eine Stärkung der internationalen Organisationen, allen voran der Vereinten Nationen. Auch eine Reform von Institutionen wie der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation ist nötig. Es müssen auch neue Organisationen geschaffen werden, wie zum Beispiel eine globale Umweltorganisation unter dem Dach der Vereinten Nationen.

Schluss mit der globalen Aufrüstung

Außerdem wollen wir weniger Waffen auf dieser Welt und ein Ende der globalen Aufrüstung, die auch mit deutscher Waffentechnologie vorangetrieben wird: Der Handel mit Kleinwaffen muss massiv begrenzt und kontrolliert werden, die internationale Ächtung von Streumunition sowie Landminen muss weltweit und konsequent umgesetzt werden. Wir treten auch für eine Welt ohne Atomwaffen ein.

Mehr Informationen

Parteitags-Beschluss "Lokal und global: Fluchtursachen statt Symptome bekämpfen" (2015)

Länderrats-Beschluss "G7-Gipfel: Kritisch begleiten, verantwortlich handeln" (2015)

Parteitags-Beschluss "Europäische Friedenspolitik - Warum wir europäisches Engagement in der Welt brauchen" (2014)

Parteitags-Beschluss "TTIP, CETA, TISA - So nicht!" (2014)

Parteitags-Beschluss "Echte Kursänderung jetzt - für eine restriktive Rüstungsexportpolitik" (2014)

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