Flüchtlingen zu helfen, ist humanitäre Verpflichtung

Claudia Roth über den Umgang mit Flüchtlingen aus Nordafrika.

"Auch für das, was sich jenseits der europäischen Grenzen abspielt, gibt es eine Mitverantwortung. Wer lange Jahre Despoten hofierte, stützte und dazu beitrug, dass sie ihre Länder ausplündern und den Menschen Demokratie und Zukunftsperspektiven vorenthalten konnten, der hat auch die aktuelle Flüchtlingsproblematik mitzuverantworten.

Deshalb reicht es nicht aus, einer siegreichen Demokratiebewegungen wie der in Tunesien im Nachhinein zu gratulieren, ohne die eigene falsche Politik grundlegend zu korrigieren. Statt länger Despoten und ihre Politik der Ausplünderung zu stützen, müssen sie sich konsequent für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und nachhaltige Entwicklung engagieren. Das ist der Weg, den Flüchtlingsstrom an seiner Wurzel zu packen. Im Innern müssen die EU und die Bundesrepublik zurückfinden zu einer humanen Flüchtlingspolitik, die EU-weit harmonisiert ist und die Lasten zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten fair verteilt.

Es ist bodenlose Heuchelei, wenn Angela Merkel und ihre Hintersassen Uhl und Mißfelder von Menschenrechten reden und ihre Politik als ,christlich‘ ausgeben, gleichzeitig aber eine reine Flüchtlingsabwehrpolitik betreiben. In der Flüchtlingsfrage gibt es einen europäischen Verantwortungszusammenhang, der tiefe Begründungen aus christlichen und humanitären Leitbildern und auch der jüngeren deutschen Geschichte bezieht.

Auch die Bundesrepublik trägt Verantwortung für das, was sich an den Grenzen des gemeinsamen Europa abspielt. Auch unser Land muss Flüchtlinge aus Nordafrika aufnehmen."

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Schwarz-gelber_Beitrag_Plakat225x130_01.JPG

Aufrüstung ist keine Stabilisierung

Claudia Roth im Interview über Rüstungsexportrichtlinien und die Bundesregierung.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/FluechtlingeBoot_NoBorderNetwork_Flickr_CC-BY_20_225x130.jpg

Die Menschenwürde schützen

Auf dem Festakt zum 25-jährigen Bestehen lobt Claudia Roth die Arbeit von Pro Asyl und betont deren aktuelle Wichtigkeit.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Backdrop_Demokratie_225.jpg

Blog vom Demokratiekongress

Unsere Berichterstattung vom grünen Demokratiekongress in Mainz zum Nachlesen.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/claudia-roth-225_01.jpg

Wettlauf der Schäbigkeit

Claudia Roth zum Prozess gegen Seeleute, die Flüchtlinge vor der italienischen Küste aufnahmen

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/LibyenProtest_CrethiPlethi_flickr_CC_BY-NC-SA_20_225x130.jpg

Verhältnismäßiger Einsatz der Mittel

Die Maßnahmen der UN zu Libyen sind insgesamt politisch notwendig, um die Bevölkerung vor schwersten Menschenrechtsverletzungen zu schützen.

Kommentare

Bartemann
01-03-11 23:32
Haben Sie Frau Roth nicht in ihrer Regierungszeit die Waffen mit deutschen Steuermitteln, nach Lybien und Ägypten geschickt, vor denen jetzt die Bevölkerung fliehen muss ?
Nun bestrafen sie das deutsche Volk nicht noch einmal.
Friedrich
01-03-11 23:28
Genau. Holen wir die ganzen Afrikaner, die rein wollen, zu uns. Sie setzen dann vielleicht mal ihr Anliegen durch, dass alle Menschen, die drei Jahre hier sind, das Wahlrecht bekommen, und weil Sie sich so vorbildlich für die Rechte der Migranten einsetzen, werden Sie auch noch von denen gewählt. Sie gewinnen also letzten Endes Stimmen. Was interessieren da, was aus Deutschland wird? Wir sind ja sowieso schon fast bankrott, aber wir nehmen doch noch gern noch mehr Migranten auf, die, wenn sie überhaupt arbeiten, so wenig verdienen, dass sie kaum Steuer zahlen oder sogar noch vom Staat mit Teil-HartzIV subventioniert werden müssen.

Man muss aufpassen nicht darauf reinzufallen, dass die Grüne eine ökologische Partei ist. In erster Linie ist sie eine Multikulti-Partei, die den deutschen Nationalstaat lieber heute als morgen abgeschafft sehen möchte.
frustrierter Demokrat
01-03-11 23:23
Selters predigen, Sekt saufen,
so kennen wir Euch. Die eigenen Blagen auf die Privatschule schicken, das Praekariat bekommt waehrenddessen an der Gesamtschule von Murat und Erkan was auf's Maul.
Klar, alle Fluechtlinge nach D, solange sie nicht im Rotweinguertel rumlungern.
Eines Tages wird es Euch aehnlich ergehen wie dem ganzen Diktatorenpack in der arabischen Welt. Man wird Euch aus dem Land jagen.
Frau Roth, realisieren Sie eigentlch, was Sie oder Ihre Ghostwriter da fuer eine gequirlte Kacke von sich geben?
Warum ist es unsere Schuld, wenn in Aegypten ein Diktator herrscht, der jetzt gegen einen islamischen Gottesstaat getauscht wird. Waren die Aegypter schuld, das es bei uns einen A.Hitler gab? Nein, das waren wir selber Schuld. Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Ich kreide es niemanden an, auch nicht den Tunesiern, das bei uns "Die Gruenen" zweistellig sind, das sind wir selber Schuld.

Manchmal habe ich das Gefuehl, "Die Gruenen" geben erst Ruhe, wenn Deutschland auf dritte Welt Niveau angekommen ist.
Jürgen
01-03-11 23:00
"... und auch der jüngeren deutschen Geschichte bezieht."

Natürlich. Wie konnten wir das als junge Bürger vergessen das wir voller Erbsünde sind.
Diesen Sachverhalt mussten Sie, Frau Roth, unbedingt in diesem Kontext klarstellen.

Ganz toll. Großes Kino. Weiter so.
01-03-11 23:00
Wir sollen uns für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung einsetzen? Wir sollen uns in die inneren Angelegenheiten eines Staates einmischen, und aktiv werden, wie soll das gehen? Wir können höchstens fordern, bei den Staatschefs an ihre Moral und Gewissen appellieren, ansonsten ist das Sache der eigenen Bevölkerung.

wieviele Milliarden hat der Westen in die Entwicklungshilfe gepumpt, was ist daraus an nachhaltiger Entwicklung entstanden? Fast nichts! Was erwarten die Grünen?

Ihr seid weltfremd, Traumtänzer.
MARDA
01-03-11 22:42
Frau Roth,

wenn Sie genügend Platz in Ihren Garten haben, und das nötige private Geld. Gerne nehmen Sie und Herr Trittin ein paar tausend Flüchtlinge auf.
Bülent
01-03-11 22:42
Frau Roth, fragen Sie Mal die reichen Ölstaaten der Araber, warum sie ihre Brüder nicht aufnehmen wollen. Die wollen keinen Ärger!!! Ihre Forderungen sind parteischädigend! Mit Ihren Einstellungen wären Sie bei den Linken gut aufgehoben!
Dirk
01-03-11 22:34
Das ist aber nett, dass die rechtspopulistische "Die Freiheit" einen Link zu dem Beitrag plaziert hat. Das sind nette! Aber wollen wir so zusammen leben? Lest Claudia Roths Worte und Stéphane Hessels Buch "Empört Euch!", mißachtet die niederträchtigen Kommentare von Menschenfeinden!
Guido Theobald
01-03-11 22:09
Verbessern Sie mich bitte Frau Roth, aber haben die Grünen, Ihre Person eingeschlossen in Ihrer Regierungszeit eben diese Schlächter nicht genauso hofiert?
Gregor
01-03-11 21:57
Wie weit kann man noch von der Realität entfernt sein? DAS ist ihre Lösung? Anderen ein besseres Leben zu bieten zum Preis von unserem?! Wie stellt sie sich das vor, wenn wir millionen Männer völlig anderer Mentalität hier aufnehmen? Wurde es letztes Jahr nicht klar genug für sie?!
Völlig verblendet. Nur moralische Predigten ohne irgendeine Lösung. Für sowas braucht man keine Staatsdiener!
Kommentar

Wir freuen uns auf Meinungen zu diesem Artikel. Bitte beachtet unsere Nutzungsbedingungen.
Die Kommentarfunktion dient nicht dazu, direkt mit uns Kontakt aufzunehmen oder Fragen zu stellen. Dafür haben wir ein Kontaktformular.



CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.