Flüchtlingen zu helfen, ist humanitäre Verpflichtung

Claudia Roth über den Umgang mit Flüchtlingen aus Nordafrika.

"Auch für das, was sich jenseits der europäischen Grenzen abspielt, gibt es eine Mitverantwortung. Wer lange Jahre Despoten hofierte, stützte und dazu beitrug, dass sie ihre Länder ausplündern und den Menschen Demokratie und Zukunftsperspektiven vorenthalten konnten, der hat auch die aktuelle Flüchtlingsproblematik mitzuverantworten.

Deshalb reicht es nicht aus, einer siegreichen Demokratiebewegungen wie der in Tunesien im Nachhinein zu gratulieren, ohne die eigene falsche Politik grundlegend zu korrigieren. Statt länger Despoten und ihre Politik der Ausplünderung zu stützen, müssen sie sich konsequent für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und nachhaltige Entwicklung engagieren. Das ist der Weg, den Flüchtlingsstrom an seiner Wurzel zu packen. Im Innern müssen die EU und die Bundesrepublik zurückfinden zu einer humanen Flüchtlingspolitik, die EU-weit harmonisiert ist und die Lasten zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten fair verteilt.

Es ist bodenlose Heuchelei, wenn Angela Merkel und ihre Hintersassen Uhl und Mißfelder von Menschenrechten reden und ihre Politik als ,christlich‘ ausgeben, gleichzeitig aber eine reine Flüchtlingsabwehrpolitik betreiben. In der Flüchtlingsfrage gibt es einen europäischen Verantwortungszusammenhang, der tiefe Begründungen aus christlichen und humanitären Leitbildern und auch der jüngeren deutschen Geschichte bezieht.

Auch die Bundesrepublik trägt Verantwortung für das, was sich an den Grenzen des gemeinsamen Europa abspielt. Auch unser Land muss Flüchtlinge aus Nordafrika aufnehmen."

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Aufrüstung ist keine Stabilisierung

Claudia Roth im Interview über Rüstungsexportrichtlinien und die Bundesregierung.

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Die Menschenwürde schützen

Auf dem Festakt zum 25-jährigen Bestehen lobt Claudia Roth die Arbeit von Pro Asyl und betont deren aktuelle Wichtigkeit.

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Blog vom Demokratiekongress

Unsere Berichterstattung vom grünen Demokratiekongress in Mainz zum Nachlesen.

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Wettlauf der Schäbigkeit

Claudia Roth zum Prozess gegen Seeleute, die Flüchtlinge vor der italienischen Küste aufnahmen

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Verhältnismäßiger Einsatz der Mittel

Die Maßnahmen der UN zu Libyen sind insgesamt politisch notwendig, um die Bevölkerung vor schwersten Menschenrechtsverletzungen zu schützen.

Kommentare

Krischan
02-03-11 11:16
Frau Roth ist wirklich das allerbeste Aushängeschild der Grünen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Politikerin! Erst sorgt diese "Partei" dafür, daß durch Proletarisieren und Herunterwirtschaften des Schul- und Bildungswesens in Deutschland die Nachkommen dieses Landes, so nicht verantwortungsvolle Eltern gegensteuern, immer mehr verblendet und verblödet werden und dann kommt Frau Roth, die diese Clientel mit ihren Weisheiten paßgerecht bedient. Allerdings muß man bei dieser Frau schon schon ein fast fanatisches Vertrauen in den geglückten Bildungsnotstand dieses Landes haben, wenn man der Meinung ist, diese Rechnung würde aufgehen. Ich behaupte, daß das Eintrichtern derartiger Weisheiten nur bei einer Minderheit gelingen wird. So war es übrigens auch in der DDR. Und da waren qualifiziertere Leute am Werke. Machen Sie weiter so, Frau Roth! So und nun können Sie zensieren!
Laura
02-03-11 11:07
liebe Redaktion

ich kann ihnen versichern, dass ich aus freien Stücken hier meine Meinung äussere und mich keiner Kampagne gegen sie angeschlossen habe!!

Schon lange möchte ich meinen Mißmut zum Ausdruck bringen,
darum bin ich froh, über einen link auf diese Seite gestoßen zu sein und ich denke, so ergeht es vielen anderen Bürgern hier auch!!

Fr. Roth wurde gewählt, im Interesse des Wählers zu handeln und nicht im Sinne ihrer eigenen Wünsche und Vorstellungen zu agieren.... sie soll sich einmal unter das Volk mischen, für das sie wirklich Verantwortung trägt und sich über die Stimmung informieren...

Fr. Roth ist weitab von Bürgernähe und Weitsicht, was für einen wirklichen Politiker unabdingbar ist...
Redaktion gruene.de
02-03-11 10:56
Liebe Besucher/innen von gruene.de,

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Marc
02-03-11 10:30
Wir "müssen" überhaupt nichts. Man kann die Meinung vertreten das aus humanen Gründen usw...usw... Nur Frage ich mich als Berliner ob es nicht wichtiger wäre erstmal dafür zu sorgen daß hier in unserem Land nicht Schulkinder aus Hunger gezwungen sind zu privat organisierten Suppenküchen zu gehen. Aber mit dem Elend im eigenen Land läßt sich natürlich keine medienwirksame Politik machen....
frustrierter Demokrat
02-03-11 09:14
Ich glaube es nicht, "Die Gruenen" zensieren Ihr Forum.
Waren es nicht mal "Die Gruenen", die sich fuer Meinungsfreiheit stark gemacht haben?
Waren es nicht "Die Gruenen", die sich am lautesten ueber Ungarn empoert haben?

Ja, Ja, ich weis, der Forenbetreiber ist verantwortlich etc. bla bla.

Anstatt jede Menge Geld in eine Forenstasi zu investieren sollte man lieber mal hin und wieder einen Prozess riskieren. Das sind eben die Kollataralschaeden der eigenen Ueberzeugung.

Es war schon oft so in der Geschichte, ehemalige Protesbewegungen mit Idealen und guten Ideen entwickeln sich, einmal an die Macht gekommen, zu einer echten Plage, gegen die das Vorgaengersystem im nachhinein moderat erschien.
Thomas
02-03-11 08:09
Liebe Frau Roth!

Das mit dem Genitiv üben wir aber noch einmal, bitte!
Laura
02-03-11 08:01
noch eine Anmerkung..

WARUM ist Deutschland ein Einwanderungsland...

hat sich Fr. Roth schon einmal mit Zahlen befasst? Wir sind eines der bevölkerungsreichsten Länder der Erde, nämlich
231 Menschen pro qm Kilometer..

zum Vergleich haben Tunesien, Ägypten, Algerien und andere nordafrikanische Staaten ca. 60 Einwohner pro qm Kilometer...

Ich hätte diesbezüglich gerne eine Erklärung von Fr. Roth!
Cui bono?
02-03-11 04:34
Frau Roth, es ist eine bodenlose Heuchelei von Ihnen, jetzt die mitleidsbewegte Moralistin zu geben! Ihre Partei hat Gaddafi und Konsorten hofiert, erinnern Sie sich mal an Ihren Parteikollegen Fischer!

Und nun reden Sie sogar noch einem Neokolonialismus das Wort?
Warum in aller Welt sollen wir gut ausgebildete junge Männer als "Flüchtlinge" nach Europa einschleusen und hier in Billigjobs oder gar die Arbeitslosigkeit verbannen, wenn sie in ihren Heimatländern beim gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aufbau dringend gebraucht werden?
Das hat ein Geschmäckle, Frau Roth!
Frank
02-03-11 01:46
Liebe Frau Roth,
glauben sie wirklich was sie da von sich geben?
Ich kann mich erinnern, dass auch die Grünen mehrere Jahre Regierungsverantwortung getragen haben. Wo waren Sie da mit ihren schlauen Kommentaren. Wo ist Ihre Initiative im Zusammenhang mit der Islamischen Diktatur im Iran. Die Leute werden da ebenfalls umgebracht und gefoltert. Es gibt Länder da wird man zum Tode verurteilt, wenn man nur sagt dass Christus wichtiger als Mohammed ist. Welcher gläubige Christ könnte etwas anderes behaupten. Wo ist da ihr Aufschrei der Empörung.
Wenn man sich die aktuelle weltpolitische Lage anschaut, dann müsste Deutschland die diplomatischen Beziehungen zu mehr als der Hälfte aller Länder dieser Welt abbrechen, um ihre völlig unrealistische Vorgabe umzusetzen und wirklich nicht mit Dikatoren/Despoten zusammenzuarbeiten. Um möglichst vielen Menschen Freiheit zu bringen würde sich da doch als erstes China anbieten. Wenn man ihnen zuhört, könnte man meinen es sei kein großes Problem für Deutschland die Chinesen zu befreien - wenn man nur wollte. Nach Ihrer schrägen Logik ist Deutschland sicher auch Schuld an der Unterdrückung der Chinesen. Falls es die Chinesen irgendwann schaffen sich zu befreien (was ich ihnen von ganzem Herzen wünsche), müssten wir dann nach ihrer Logik im Falle eines Falles nur ein paar hundert Millionen Chinesen auf Europa verteilen.
Das wäre sicher kein Problem für uns.
Ich sehe keinen Grund wieso die EU Flüchtlinge aus Tunesien aufnehmen sollte, nachdem dort sämtlich politischen Gefangenen aus den Gefängnissen entlassen wurden. Es handelt sich definitiv um Wirtschaftsflüchtlinge.
Wir können nicht alle Menschen bei uns aufnehmen, denen es in ihrem eigenen Land wirtschaftlich schlechter geht. Eigentlich können wir gar niemand aufnehmen - wir haben nämlich selber kein Geld mehr. Sowohl der Bundes- als auch sämtliche Landeshaushalte in Deutschland werden mittlerweile mithilfe von Schulden finanziert. Keine Ahnung wo der große Topf ist aus dem Sie das Geld nehmen wollen.
Ihre eigenen Leute erzählen doch die ganze Zeit, dass wir für die Integration Geld in die Hand nehmen müssen.
Also wo soll das Geld dafür herkommen? Deutschland hat mittlerweile fast 2 Billionen Euro Schulden.
Ich würde daher vorschlagen, dass Sie und sämtliche andere Gutmenschen in Deutschland zuerst mal zusammenlegen, um die ganzen Integrationskurse, Sozialarbeiter... zu bezahlen, die wir für die Integration der bereits in Deutschland befindlichen Migranten benötigen. Wenn Sie dann noch Geld übrig haben, können Sie gerne so viele weitere Menschen aufnehmen für deren Unterhalt,Integration.. sie aufkommen können. Sprechen Sie doch mal mit ihren Wählern und den Genossen von den Linken und der SPD. Die würden Sie bestimmt begeistert unterstützen.
Das Geld dass dann frei wird, könnte dann z.B. für die Anstellung von Lehrern verwendet werden. Dann müsste vielleicht nicht auf dem Rücken unserer Kinder auf den Gymnasien das G8 eingeführt werden, damit die Schüler früher fertig sind und weniger Lehrer benötigt werden.
Denken Sie doch mal über meinen Vorschlag nach.
Aber hören Sie bitte auf Geld zu verteilen, dass ihnen nicht gehört und das wir zwischenzeitlich nicht mehr haben.
Mit freundlichen Grüßen
Frank
Karl Wilhelm
02-03-11 00:15
Irgendetwas stimmt in der Wahrnehmung der sog. Demokratie oder Jugendbewegung in Nordafrika nicht. Auf der einen Seite meint man hier glauben zu müssen, dass die Menschen nach Freiheit streben und die Unterdrückung abstreifen wollen und auf der anderen Seite haben die Menschen nach Erreichung ihrer Ziele nichts besseres zu tun, als ihr Land fluchtartig zu verlassen.

Wäre es nicht angebracht und logisch, dass die Menschen in Nordafrika nun in die Hände spucken und nach Beseitigung der Diktaturen ihre Länder aufbauen? Oder reicht der Mumm dieser Freiheitskämpfer nur für ein paar Tage Randale und dann auf nach Alemanya und die verlockenden sozialen Wohltaten? Stellen Sie sich vor Frau Roth, die deutsche Nachkriegsgeneration hätte 1945 auch sofort Deutschland verlassen. Sie hätten dann mit Sicherheit nicht noch heute genug Geld in diesem Land, welches Sie leichtfertig für ihre Nordafrika-Hobbys zum Fenster rauswerfen könnten.
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