AKW-Ausbau in Temelin stoppen
Bis zum 5. Juni können auch deutsche Bürgerinnen und Bürger noch Einspruch gegen den Neubau zweier Atomreaktoren im tschechischen Grenzgebiet einlegen. MEHR
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Ein neuer Report des Club of Rome zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft unseres Planeten. Dennoch lohnt es sich, für ein Umdenken zu kämpfen. MEHR
Bundesrat beschließt mit einer Zweidrittelmehrheit eine grundlegende Überarbeitung der schwarz-gelben Solarkürzung. Eine Schlappe für Röttgen. MEHR
Der Bund hätte nie komplett aus der Verantwortung bei der Bildung entlassen werden dürfen, sagen Sylvia Löhrmann und Cem Özdemir. MEHR
Wie viel Basisdemokratie steckt im grünen Delegiertenprinzip? Ein Gastbeitrag von Till Westermayer. MEHR
Der Entzug der Eishockey-WM 2014 wäre ein Zeichen gegen das Lukaschenko-Regime. MEHR
20 Jahre nach dem ersten Erdgipfel trifft sich die Weltgemeinschaft erneut in Brasilien. Ein Dossier der Böll-Stiftung. MEHR
Bei der Energiewende agiert die Bundesregierung planlos und bremst die Entwicklung mit falschen Entscheidungen aus. MEHR
Das Betreuungsgeld hilft niemandem wirklich weiter. MEHR
Grüne gratulieren attac zum zehnten Geburtstag.
Liebe Freundinnen und Freunde bei Attac,
Herzlichen Glückwunsch zum Zehnjährigen vom gesamten Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen!
In eurem ersten Jahrzehnt habt ihr Vieles verändert und bewegt. So wie wir Grüne einst ein einsamer Mahner beim Klimawandel waren, so ist es das große Verdienst von Attac, die Folgen entfesselter Märkte öffentlich thematisiert zu haben, lange bevor das – zumindest rhetorischer – Mainstream war. Das war unbequem, manchmal auch für uns Grüne, aber es war und ist eine große Bereicherung der politischen Landschaft.
Wie ihr vor 10, so sind wir vor inzwischen 30 Jahren aus unterschiedlichsten Gruppen entstanden – aus Umweltbewegten, GlobalisierungskritikerInnen, für Demokratie und soziale Gerechtigkeit Engagierten und Vordenkern für eine bessere Welt.
Gemeinsamkeiten zwischen euch und uns zeigen sich auch im Einsatz für politische und gesellschaftliche Veränderungen. Wir verfolgen gleiche Ziele. Wir geben uns nicht mit dem Status Quo zufrieden, prangern Missstände an und tragen unseren Protest auch auf die Straße.
Gerade weil die Gemeinsamkeiten bei den Zielen so groß sind, ist der Streit über den besten Weg dorthin vorprogrammiert. Besonders während der grünen Regierungsbeteiligung zwischen 1998 und 2005 ist es zu Auseinandersetzungen gekommen.
Rückblickend geben wir heute gerne zu, dass uns die Auseinandersetzungen mit euch gut getan haben. Wir wissen, dass wir ohne die Ideen, das Engagement und auch die Kritik aus den Initiativen und NGOs als Partei ziemlich alleine dastünden.
Natürlich gab es Auseinandersetzungen – sei es etwa um die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik der rot-grünen Bundesregierung oder darum, wie der Finanzwirtschaft Grenzen aufgezeigt werden können. Doch im Kern überwiegen unsere gemeinsamen Anliegen.
Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind nicht kleiner geworden. Sie sind gewachsen. In den kommenden Jahren kommt es darauf an, unser gemeinsames Ziel einer ökologisch-solidarischen Wende sowohl in der Wirtschaft als auch in der Gesellschaft durchzusetzen. Es geht darum, den Ausverkauf des Öffentlichen, der unter Schwarz-Gelb gerade stattfindet, zu verhindern. Es geht darum, dass die Lehren aus der Finanzkrise nicht einfach vergessen und ihre Kosten auf die Schwächsten abgewälzt werden. Die blinde Fokussierung auf pures Wachstum und das Auseinanderdriften unserer Gesellschaft müssen wir dringend beenden, das Verhältnis zwischen Nord und Süd neu gestalten.
Das Motto von Attac lautet: Eine andere Welt ist möglich. Für die Zukunft wünschen wir uns und euch, dass wir gemeinsam eine andere Welt Wirklichkeit werden lassen.
Dazu freuen wir uns auf eine weiterhin gute, offene und kritische Zusammenarbeit – mit allen Unterschieden und dem, was uns verbindet. Von einem konstruktiven Dialog können wir alle profitieren. Gerade in der Europapolitik. Dort gilt es nun, gemeinsam vorzudenken und Instrumente wie die European Citizen Initiative zu nutzen, um eine kritische Begleitung der neuen europäischen Kommission sicherzustellen.
Wir wünschen euch alles Gute. Auf eine weiterhin konstruktive Zusammenarbeit, die uns auf unserem Weg voranbringt. Wir freuen uns, dass es euch gibt.
Wir freuen uns, dass es Euch gibt.
Claudia Roth & Cem Özdemir