Fleischeslust
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Das Betreuungsgeld schafft Anreize für Berufsunterbrechungen, die fast ausschließlich von Frauen genutzt werden. Das führt bereits heute schon zu Karriere- und Einkommensverlusten, die im weiteren Lebensverlauf nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Der eigenständigen Existenzsicherung von Frauen steht diese Maßnahme also diametral entgegen.

Es ist bildungs- und kinderpolitischer Irrsinn, gerade Kinder aus einkommensschwachen Familien von öffentlichen Kindertagesstätten fern zu halten, indem Direktzahlungen gegen institutionelle frühkindliche Bildung ausgespielt werden.
Hinzu kommt, dass mit dem Betreuungsgeld ein Anreiz geschaffen wird, länger aus dem Berufsleben auszusteigen. Diese Berufsunterbrechungen werden nach wie vor fast ausschließlich von Frauen vorgenommen und führen bereits heute schon zu Karriere- und Einkommensverlusten, die im weiteren Lebensverlauf nicht mehr rückgängig gemacht werden können.
Das hat auch das Gutachten zum Gleichstellungsbericht der Bundesregierung deutlich hervorgehoben. Je länger der familienbedingte Ausstieg aus dem Berufsleben dauert, desto schwieriger ist ein Wiedereinstieg und desto höher sind die Einbrüche im Einkommen aber auch in der sozialen Absicherung. Der eigenständigen Existenzsicherung von Frauen steht diese Maßnahme also diametral entgegen. Dass diese Politik zur Armutsfalle für viele werden kann, wird durch die Änderungen des Unterhaltsrechts deutlich, durch die die Eigenverantwortlichkeit der Ehepartner, nach der Scheidung dann plötzlich zügig eingefordert wird. Die Folgen für die Frauen sind oft prekäre Lebenslagen und ein erhöhtes Armutsrisiko - vor allem im Alter.
Um Eltern wirklich zu unterstützen und jedem Kind gleiche Bildungschancen zu ermöglichen, müssen die vorgesehenen Milliardenbeträge in eine verlässliche, qualitativ hochwertige Infrastruktur in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gesteckt werden. Das nützt den Kindern aber auch den Eltern, die sich mehrheitlich eine gleichberechtigte PartnerInnenschaft, in der beide Eltern Beruf und Familiensorge miteinander vereinbaren können, wünschen.
Und letztlich hilft jeder Euro Investition in frühkindliche Bildung und Erziehung nachhaltig Kinderarmut und Altersarmut von Frauen zu vermeiden.