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"Quote heißt auch Verantwortung"

Der 1. Ordentliche Bundesfrauenrat 2011 tagte dieses Jahr im wahlkämpfenden Bremen. Im Zentrum der Beratungen stand die Frage nach der gleichen Teilhabe und Repräsentanz von Frauen und Männern, die unter verschiedenen Gesichtspunkten diskutiert und beantwortet wurde.

Demo im Stil der 60er Jahre zu Einkommensunterschieden von Frauen und Männern am Rand des Bundesfrauenrats.

Karoline Linnert, Finanzsenatorin und grüne Spitzenkandidatin in Bremen, eröffnete den inhaltlichen Part mit einer Rede, die jedoch deutlich zeigte, Gleichstellung verwirklicht sich nicht von selbst. Dazu gehört auch ein klarer politischer Gestaltungs- und Durchsetzungswille. Trotz großer Schulden des Stadtstaates ist es der Finanzsenatorin gelungen, im Bereich Gleichstellung von Frauen und Männern deutliche Fortschritte zu erzielen. Und sie machte deutlich, wie groß die Aufgabe ist, die noch vor uns liegt, soll das fortschrittliche Landesgleichstellungsgesetz Bremens konsequent umgesetzt werden.

In dem anschließenden Generationengespräch mit Linda Neddermann, Doris Hoch und Karoline Linnert, die alle auf der Liste für die neue bremische Bürgerschaft kandidieren, wurde die Frauenquote von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einstimmig als Erfolgsmodell gewürdigt. "Wir können sehr stolz auf unsere Quote und unseren Erfolg sein. Die Quote gehört einfach zu den Grünen und wir sind gut damit gefahren", so Karoline Linnert. Gleichzeitig mahnte sie jedoch auch an, dass die Chancen, die die Frauen durch das Frauenstatut haben, auch konsequent genutzt werden sollten. "Quote heißt auch Verantwortung."

Karoline Linnert und Astrid Rothe-Beinlich, frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

 

 

 

 

 

Mit dem Film "Football under Cover", der die Entstehungsgeschichte eines Freundschaftsspiels der iranischen Frauenfußballnationalmannschaft gegen ein Team aus Berlin Kreuzberg zeigt, wurde bereits auf ein Thema des nächsten Tages übergeleitet, nämlich die Situation und die Rolle der Frauen in den arabischen Ländern.

Eröffnet wurde die Sitzung am Samstag von Astrid Rothe-Beinlich, die einen Bericht über die Arbeit des Bundesvorstands gab. Nach der Gratulation an die erfolgreichen Landesverbände Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg legte sie den Delegierten vor allem nahe, mit dem umfänglichen Beschluss des Länderrates zur Frauenquote in der Wirtschaft und innerhalb der Grünen weiterzuarbeiten und ihn in die Landes- und Kreisverbände sowie Landesarbeitsgemeinschaften zu kommunizieren.

Generationengespräch mit Linda Neddermann, Doris Hoch, Karoline Linnert und Astrid Rothe-Beinlich über das Erfolgsmodell der grünen Frauenquote.

 

 

 

 

 

Claudia Roth griff in ihrer politischen Rede einige aktuelle Themen auf. Unter anderem die antifeministische Politik der Bundesministerin Schröder oder die Probleme, die mit den ungelösten Problemen der Pflegepolitik auf uns zukommen werden. Zudem berichtete sie von ihrer Delegationsreise in Tunesien, auf der sie sich auch mit der tunesischen Frauenministerin traf. Sie regte an, die Zivilgesellschaft dort durch einen intensiven Austausch, etwa durch Städtepartnerschaften, zu stärken.

Wie durch eine kluge Zeitpolitik die Partizipation von Frauen innerhalb der Grünen erhöht werden kann, war Gegenstand des Tagesordnungspunkts, der von Frau Dr. Ulrike Schraps von der FU Berlin und Sandra Hildebrandt sehr partizipativ geleitet wurde. Dabei ging es auch darum, welches Zeitbudget Mitglieder mitbringen müssen, die bei den Grünen aktiv werden wollen und wie diese Arbeit gestaltet werden kann.

Monika Lazar, grüne Bundestagsabgeordnete, berichtete in ihrem Beitrag aus der Arbeit der Bundestagsfraktion und ging dabei ausführlich auf den Diskussionsstand bezüglich eines Paritégesetzes ein. Die Einschätzungen der JuristInnen diesbezüglich sind sehr unterschiedlich, und es müssen weitere Modelle überlegt und geprüft werden.

Hoda Salah, wissenschaftliche Mitarbeiterin der FU Berlin.

Vortrag von Hoda Salah: Die Revolution in Ägypten als Bruch mit den patriarchalischen Strukturen vom Staat bis in die Familie (PDF)

 

 

 

Hoda Salah, wissenschaftliche Mitarbeiterin der FU Berlin, berichtete anschließend über die Situation der Frauen in den nordafrikanischen Ländern und erläuterte die Hintergründe der politischen Umwälzungen und die Rolle, die die Frauen dabei spielen. Mit den politischen gehen auch soziale Umbrüche einher, vor allem auch ein Wandel in den Familienstrukturen. Auch den Geschlechterverhältnissen stehe nach Salahs Einschätzung ein Wandel bevor. Es würde aber noch einige Zeit brauchen, bis dieser Wandel spürbar würde.

Nach dem Ende des offiziellen Teils des Frauenrates, machten die Delegierten gemeinsam mit dem Landesverband Bremen durch eine bunte und laute Aktion im Stil der 60er Jahre auf die nach wie vor ungerechten Einkommensunterschiede von Frauen und Männern von über 23 Prozent aufmerksam.

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Bericht zum Bundesfrauenrat 2010

Der Bundesfrauenrat tagte am 1. und 2. Oktober 2010 in Berlin.

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Bundesfrauenkonferenz 2010 - Die Referentinnen

Die grüne Bundesfrauenkonferenz am 17. und 18. April in Bonn unter dem Motto: Der Green New Deal – ein guter Deal für Frauen!

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Die antifeministische Politik der Frau Schröder

Zwei Tage lang wurde in Berlin über Gleichstellung, die frauenpolitische Dimension der Finanzkrise und die Quote diskutiert.

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Männerdominanz ist Innovationshemmnis

Astrid Rothe-Beinlich fordert, das Missverhältnis zwischen Frauen und Männern in deutschen Führungsetagen zu beseitigen.

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Bundesfrauenkonferenz 2010 - Aktuelles Programm

Die grüne Bundesfrauenkonferenz am 17. und 18. April in Bonn unter dem Motto: Der Green New Deal – ein guter Deal für Frauen!

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