Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
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Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
Eine Geschichte über unfaire Ausnahmen, die Schwarz-Gelb der Industrie gewährt. MEHR
Wie wir bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern werden können. MEHR
Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist. MEHR
Alle Infos rund um EU-Fiskalvertrag, ESM und die Position der Grünen. MEHR
Grüne Mitglieder können zehn Projekte für die Bundestagswahl 2013 auswählen. MEHR
Wie ihr seht, wurde in den letzten 146 Jahren viel erreicht. Aber es gibt immer noch viel zu tun. Welche Aufgaben es in Zukunft noch zu lösen gibt, lest ihr hier.
Der Mangel an verlässlichen Angeboten für Pflege, Betreuung und Bildung, die ungleiche Bewertung und Bezahlung vergleichbarer Tätigkeiten, die geringere Wertschätzung von „Frauenberufen“ sind eine gefährliche Mischung. Wir brauchen gerechte und transparente Arbeitsbewertungen und ein Aufbrechen der geschlechtsspezifischen Berufswahl. Deutschland darf mit einer Lohndifferenz von 23% nicht länger Schlusslicht in Europa bleiben.
Frauen sind insbesondere im Alter von einem höheren Armutsrisiko betroffen, da sie aufgrund von niedrigeren Löhnen und familienbedingten Ausfallzeiten geringere Rentenansprüche als Männer erwerben. Besonders hart trifft dies alleinerziehende Frauen. Wir wollen endlich ausreichende und gute Angebote für Betreuung und Bildung damit Frauen und Männer Erwerbsarbeit und Familie miteinander vereinbaren können.
Bis zum heutigen Tag wird das altbackene Alleinerzieher-Modell vom Staat subventioniert – durch das Ehegattensplitting, die beitragsfreie Mitversicherung oder die Berechnung von Ansprüchen über Bedarfsgemeinschaften beim Arbeitslosengeld II. Frauen sollen unabhängig von Partnereinkommen und öffentlicher Fürsorge leben können. Deshalb gehören diese Hürden für eine gleichberechtigte Lebens- und Arbeitswelt abgeschafft.
Die Qualifikationen von Frauen mit Migrationshintergrund müssen besser und schneller anerkannt werden, um den Frauen zu ermöglichen, auf eigenen Füßen zu stehen. Diskriminierungen aufgrund von Vorurteilen schaden nicht nur unserem friedlichen Zusammenleben, sondern auch unserer Wirtschaft.
Frauen in Führungspositionen sind in Deutschland nach wie vor Mangelware. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft haben bis jetzt wenig bewirkt. Wir wollen eine Frauenquote von 50% für Führungspositionen, Aufsichtsräte und Vorstände, denn Vielfalt in Entscheidungsgremien zahlt sich aus – in der Wirtschaft ebenso wie in der Gesellschaft.
Die grüne Quote hat es vorgemacht: Frauen sind ein Gewinn für die Politik. Wir werden gesetzliche Regelungen prüfen, die eine bessere Beteiligung von Frauen in der Politik gewährleisten – vom Kommunalmandat bis hin zur Bundestagsabgeordneten. Wir wollen dafür auch die anderen Parteien in die Verantwortung nehmen.
Eine längere berufliche Auszeit, die vor allem Frauen wahrnehmen, bedeutet oft schlechtere Bedingungen am Arbeitsplatz, eingeschränkte Aufstiegschancen und niedrigere Bezahlung. Wir brauchen flexible und familienfreundliche Strukturen am Arbeitsplatz, in der Betreuung und Bildung von Kindern, in der Pflege von Familienangehörigen. Und zwar für Frauen und Männer. Vor allem aber brauchen wir endlich Modelle für eine vernünftige Zeitpolitik, die die Rushhour des Lebens entzerrt.
Gerade in Kriegs- und Krisengebieten sind Frauen besonderen Gefahren wie Vergewaltigung und verstärkter häuslicher Gewalt ausgesetzt. Dabei kommt ihnen meist die Hauptlast beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur zu. Die UN-Resolution 1325 muss endlich ernst genommen und mit einem nationalen Aktionsplan auch bei uns umgesetzt werden. Außerdem müssen Genitalverstümmelung, Zwangsheiraten, Heiratsverschleppung und Menschenhandel konsequent bekämpft und verfolgt werden. Die Opfer brauchen Schutz und ein verlässliches Bleiberecht, auch bei uns in Deutschland.
Geschlechterdemokratie bedeutet für uns auch, dass wir Frauen und Männern ermöglichen, ihr Leben unabhängig von überkommenen Rollenvorbildern zu gestalten. Ingenieurinnen, die Solarflugzeuge bauen, sind für uns ebenso selbstverständlich wie Söhne,die ihre Eltern pflegen. Wir wollen eine Gesellschaft, in der alle sich auf Augenhöhe begegnen können und alle Aufgaben zwischen den Geschlechtern gerecht verteilt werden.