Männerbünde in den Redaktionen aufbrechen

Die Forderungen nach einer Frauenquote werden immer mehr und immer lauter. Was wir Grünen schon seit über 25 Jahren erfolgreich praktizieren damit Frauen gleichen Anteil an der Gestaltung und Mitsprache in der Partei haben, ist auch in anderen Bereichen längst überfällig.

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Die Forderungen nach einer Frauenquote werden immer mehr und immer lauter. Was wir Grünen schon seit über 25 Jahren erfolgreich praktizieren damit Frauen gleichen Anteil an der Gestaltung und Mitsprache in der Partei haben, ist auch in anderen Bereichen längst überfällig. Deshalb untersützen wir die Initiaive www.pro-quote.de außerordentlich, auch wenn wir in den geforderten 30 Prozent nur einen ersten Schritt sehen.

Denn es kann nicht sein, dass zu 98 Prozent von Männern bestimmt wird, was in der Zeitung steht oder was im Radio und im Fernsehen läuft. In den Chefetagen und Leitungsebenen deutscher Redaktionen sind Frauen eine Rarität - wie sollen sie also ausgewogen über alle Themen berichten? Man merkt es den Zeitungen an, oft fehlt eine weibliche Perspektive. Das heißt nicht, dass wir mehr Frauen für mehr 'Frauenthemen' brauchen, sondern dass durch mehr Gleichberechtigung in den Redaktionen, besonders in den Chefredaktionen und Redaktionsleitungen ein Perspektivwechsel gelingen kann. So wird der Blick auf das 'Ganze' und nicht nur die typisch männlichen Teilaspekte geschärft.

Es liegt sicherlich nicht an einem Mangel an qualifizierten Journalistinnen. Die Redaktionen in Deutschland stellen in der Regel einen hohen Anteil weiblicher Redakteurinnen und Volontärinnen. Dass es davon aber so wenige in die Chefetagen und in leitende Positionen der Medien- und Verlagshäuser schaffen, zeugt von längst überkommenen Strukturen und Männerbünden, die es aufzubrechen gilt. Dazu brauchen wir auch in der Leitungsebene des Journalismus familienfreundliche Arbeitsplätze.

Wir Grünen haben schon lange Erfahrung mit Quoten für Frauen und sind damit äußerst erfolgreich. Warum also sollte das, was für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gilt, nämlich, dass gemischte Führungsteams erfolgreicher sind, ausgerechnet für den Journalismus nicht gelten? Wir freuen uns über die Initiative und auf die Zusammenarbeit mit vielen fähigen (Chef-)Redakteurinnen und Redaktionsleiterinnen."

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Kommentare

hr
19-10-12 20:00
ich wuerde mich freuen, wenn in diese diskussion eine rangfolge eingefuehrt wuerde.

meiner meinung nach zuerst:
gleicher lohn fuer frau und mann
danach meinetwegen die frauenquote

ich verstehe nicht, wieso soviel aufwand fuer die frauenquote und so wenig fuer gleichen lohn aufgewandt wird.
oder will man ehemaligen mit-studentinnen eine chance geben)
Claudia
25-09-12 23:03
Ich finde eine Frauenquote richtig! Allerdings muss auch totale Gleichberechtigung bei den Frauen herrschen. Insofern sollte auch eine Rothaarigen, Blondinen oder Brünettenquote eingeführt werden. Ich kenne zum Beispiel keine rothaarige Frau in einer Chefetage. Das muss sich ändern.
pelayo
25-04-12 13:14
@ h.g.: ganz Ihrer Meinung. Klar zum entern!
h.g.
24-03-12 09:52
Interessant was Paula schrieb, heisst es doch dann logischerweise, dass wohl zwei Frauen nötig sind, um die Arbeit eines Mannes zu erledigen.
Wenn man die reichlich albernen Aktionen der Grünen, insbesondere die Aussagen von den Damen Roth und Lemke in letzter Zeit so betrachtet, gewinnt man den Eindruck, dass die Grünen auf dem Wege zur Feministinnnenpartei sind.
Die Praxis, dass Listenplatz eins bei Wahlen immer von einer Frau besetzt werden muss dürfte zudem als verfassungswidrig eingestuft werden.
Mit was für einer Quotenforderung kommen die Grünen eigentlich als nächstes ?
Wie erfolgreich die Grünen mit ihren Frauen sind, hat Frau Künast in Berlin ja so eindrucksvoll bewiesen, und Frau Roth ist mit ihren Lachnummern auf youtube zu bewundern.
Gast
10-03-12 21:01
Sollen die Unternehmen die ganzen Männer entlassen um die Frauen gemäß Zwangsquote einzustellen?

Wer als Mann noch die Grünen wählt ist selber schuld. Unter dem Vorwand angeblicher Benachteilung bestimmter Gruppen sollen wohl die Anderen, die nicht ins Raster der Grünen passen wohl verdrängt werden? Als Mann, Heterosexueller, Einheimischer hat man wohl bald nichts mehr zu lachen.

In meiner Abteilung arbeiten mehr Frauen als Männer (80 Prozent). Ich kann ja mal einige Personalmaßnahmen ergreifen um auf die Soll Quote der Grünen (Fifty Fifty) zu kommen.
Paula
06-03-12 11:22
Eine interessante Idee zu diesem Thema kam von Ulrike Hermann (TAZ, Presseclub). Sie berichtete, dass es auch bei der TAZ die Ermunterung von frauen gab, verstärkt die Leitung eines Ressorts zu übernehmen. Dennoch tat sich nicht viel, bis das Konzept der weiblichen Doppelspitze gefunden wurde: zwei Frauen leiten gemeinsam ein Ressort und stärken sich wechselseitig. Damit konnte der Anteil von Frauen in Führungsteams deutlich gesteigert werden.
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