Gleicher Lohn, gleiche Arbeit

Am Wochenende tagte der grüne Bundesfrauenrat. Zu diskutieren gab es genug, denn noch immer werden Frauen diskriminiert. Lest hier, mit welchen Ergebnissen unsere Spitzenfrauen die Tagung verließen

  • 01.01.1970
    Was muss passieren, damit die Lohngleichheit überall in Europa durchgesetzt wird?<br/>Es gibt nur eine Möglichkeit: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Gleicher Lohn für gleiche Qualifikation. Wenn man das nicht verwirklicht, gibt es keine Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen.
     
  • 01.01.1970
    Frauen und Wirtschaftskrise – Welcher Zusammenhang besteht da? <br/>Frauen laufen Gefahr zu allererst ihren Arbeitsplatz zu verlieren, weil sie in der Regel in Niedriglohnbereichen und Teilzeitbereichen arbeiten. Deshalb müssen wir diese Krise auch als Chance nutzen endlich Mindestlöhne durchzusetzen.
     
  • 01.01.1970
    Wie es ist um die Gleichheit zwischen Frau und Mann bei der Rente bestellt? <br/>Wir brauchen eine eigenständige, existenzsicherende Alterssicherung für Frauen. Die Rente von Frauen beträgt heute gerade mal etwas mehr als die Hälfte der Rente von Männern. Das liegt daran, dass Frauen für gleichwertige Arbeit fast ein Viertel weniger verdienen. Hinzu kommen die längeren Auszeiten wegen Kindererziehung und Pflege Älterer.
     
  • 01.01.1970
    Welche Fortschritte fordert der Grüne Neue Gesellschaftsvertrag? <br/>Wir haben viele rechtliche Regelungen, aber in der Realität sind Frauen und Männer noch lange nicht gleichgestellt. Frauen haben noch immer durchschnittlich 23 Prozent weniger Lohn. Wir brauchen zwei Regeln. Als erstes ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft. Zweitens ein Gesetz wie in Norwegen: 40 Prozent der Stühle in den Aufsichtsräten sollen von Frauen besetzt sein.
     
  • 01.01.1970
    Wie wird das Thema Gleichberechtigung im Wahlprogramm widergespiegelt? <br/>Echte Gleichstellung ist noch immer uneingelöstes Versprechen. Unser Grüner Neuer Gesellschaftsvertrag fordert eine neue Solidarität zwischen den Geschlechtern, die Eigenständigkeit und Wahlfreiheit für alle ermöglicht. Dafür braucht es Rahmenbedingungen: an Gleichberechtung orientierte Gesetzgebung und sichere Sozialsysteme. Und: Wir stehen für die eigenständige Existenzsicherung von Frauen - unabhängig davon, in welcher Konstellation sie leben.
     
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Unser Team für Europa

Der Überblick über unsere neuen Abgeordneten

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♀ = ♂ - 23 Prozent

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und eine eigenständige Existenzsicherung. Die Grünen fordern effektiven Schutz vor Lohndiskriminierung bei Frauen.

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Sie sind mit uns

Von Barack Obama bis Ban Ki-moon: Die ökologische Wirtschaftswende hat Anhänger auf der ganzen Welt. Wir zeigen, wer sich für den Green New Deal ausgesprochen hat

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Der Green New Deal: Ein guter Deal für Frauen!

Die grüne Bundesfrauenkonferenz am 17. und 18. April in Bonn unter dem Motto: Der Green New Deal – ein guter Deal für Frauen!

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Bundesfrauenkonferenz 2010 - Podium III

Die grüne Bundesfrauenkonferenz am 17. und 18. April in Bonn unter dem Motto: Der Green New Deal – ein guter Deal für Frauen!

Kommentare

arbeiter
09-02-10 16:53
erstens gleichberechtigung:die frauen sollten die gleichen
arbeiten machen wie maenner. im bergwerk unter tage,im hoch
und tiefbau,im maschinenbau,am hochofen,im stahlwerk,im
strassenbau. ohne einschraenkung. in tag und nachtschichten.
dann koennen wir ueber gleichen lohn sprechen.
ich z.b habe im maschinenbau gearbeitet ( 35 jahre )
ich habe anlagen aufgestellt,instandgesetzt. bei minus 35 grad, bei 50 grad plus. in sibirien,in arabischen wuesten
im dschungel brasiliens, im outback australiens.
wenn frauen diese arbeiten tun bin, ich bereit den gleichen lohn zu akzeptieren.
claude
10-12-09 01:46
...an ganz gewissen Behauptungen, wie der sog. "Lohndiskriminierung" muss natürlich zwanghaft festgehalten werden, ganz egal wie die Wirklichkeit aussieht.
Wie User Tawa weiter oben geschrieben hat, steckt der Betrug schon in der Berechnungsmethode.
Eine detaillierte Analyse der letzten sog. "Studie" hier:

http://manndat.de/fileadmin/Dokumente/Studien/MANNdat_Kommentar_Lohnstudie.pdf

Erhellend!
anna
12-11-09 21:04
Wer bitte schön sagt denn, dass Frauen das alles wollen: mehr Karriere, mehr Geld, mehr Job, Ganztagsbetreuung für ihre Kinder?
Ich bin genau in der Traumposition, die all jene herbeiwünschen, die immer laut nach Gleichberechtigung von Frauen im Job rufen. Ich bin Mitte dreißig, habe einen gut bezahlten Job mit interessanten Karriere-Angeboten (auch noch nach der Geburt meiner Kinder) und das, obwohl in meinem Beruf fast nur Männer arbeiten. Ich habe einen Ehemann, der nach der Geburt unserer Kinder die Erziehungszeit übernommen hat und einen Arbeitgeber, der mir viel Flexibilität geboten hat, um Kinder und Job zusammen zu bringen (Teilzeitarbeit, flexible Arbeitszeiten etc.). Und wir haben trotz Mangel an Einrichtungen inzwischen einen Betreuungsplatz für unsere jüngere Tochter (1,5 Jahre alt), den wir aber nicht voll ausnutzen.
Ich fühle mich also in keinster Weise diskrimiert oder benachteiligt gegenüber Männern - weder persönlich noch von der Gesellschaft.
Aber von genau jenen Frauen, die immer laut nach Gleichberechtigung rufen, fühle ich mich unter Druck gesetzt!
Jeder Karriereschritt ist nicht nur mit mehr Geld und Anerkennung verbunden, sondern auch mit weniger Freizeit, weniger Urlaub, mehr Verantwortung... Irgendwann fragt man sich, ob es das Wert ist.
Ich kann dieses Bild der taffen, gebildeten, jungen Frau nicht mehr sehen, die spielend Job und Kinder unter einen Hut bringen würde, wenn die Gesellschaft sie nur ließe und ihr die entsprechende Kinderbetreuung bieten würde.
Ich bin immer wieder überrascht wie selbstverständlich viele Männer für die Karriere weit weg von ihrer Familie ziehen oder immer mehr Freizeit opfern. Ich denke, sie erfüllen damit eine gesellschaftliche Erwartung, der es schwer ist, sich zu wiedersetzen. Wenn auch vielleicht nicht bewusst. Aber man stelle sich vor, ein Mann würde eine Karrierechance nicht annehmen, einfach so, weil er nicht möchte. Würde er dann noch die gleiche Akzeptanz in seinem bisherigen Job bekommen? Ich denk nicht. Bei einer Frau hätte jeder Verständnis - ihrem Image würde weder die Karriere noch die Entscheidung dagegen schaden...
Ich will nicht sagen, dass es keine Ungleichbehandlung von Frauen gibt. Da gibt es bestimmt noch viel zu verbessern! Aber die Behauptung, wir wären alle scharf auf Vorstandsposten, würden sie aber nur nicht kriegen, halte ich für Quatsch! Vielleicht sind wir am Ende nur schlauer als unsere blind-eifrigen Männer ;-)
Christian Egermann
24-09-09 03:42
Kennt jemand eine Frau, die für die identische Tätigkeit weniger Geld bekommt? Ich bin Anwalt und die Gebührenordnung ist eindeutig. Auch die Angestellten in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften verdienen alle dasselbe.
Таша
16-09-09 15:31
Für gleiche Arbeit sollte eine Frau natürlich gleichen Lohn bekommen. Ihr, je nach Alter, höheres "Ausfallrisiko" (im Falle des Kinderbekommens) darf nicht sich zu ihrem Nachteil auswirken. Hier muss man ggf regulierend politisch eingreifen.

Die 22% weniger Lohn der Frauen vergleichen aber nicht eine Frau und einen Mann im gleichen Job, sondern den Durchschnittslohn /aller/ Frauen mit dem /aller/ Männer. Viele denken, wenn sie diese plakativen "Fakten" präsentiert bekommen, die Kollegin bekäme um ein Viertel oder Fünftel weniger Lohn als der Kollege. Der Eindruck, der mit Absicht(!) genährt wird, ist falsch.

Vielmehr arbeiten mehr Frauen als Männer in Teilzeitanstellungsverhältnissen und mehr Frauen als Männer arbeiten an weniger anspruchsvollen, weniger bezahlten Stellen. Da mag man Unterstützungsbedarf für die Frau sehen, aber man kann das nicht anhand der Zahl "22%" festmachen.
Arnulf
14-08-09 10:48
Das Thema ist ziemlich unglücklich aufgegriffen. Tatsächlich sind Frauen in der Lage genauso wie Männer zu leisten. Zumindest theoretisch. Was dem entgegensteht ist ein privates wie gesellschaftliches Anliegen besonderer Art: Kinder. Eine Frau im entsprechenden Alter kann jederzeit ausfallen, durch Schwangerschaft, durch Geburt und die Erziehung der Kinder. Es entstehen für Arbeitgeber Kosten für Neubesetzungen von Stellen, das Vorhalten von weiteren Personalkapazitäten für den Fall des Ausfalls. Dies muss wirtschaftlich berücksichtigt werden. Die Wirtschaft soll das nicht puffern oder einen Ausgleich schaffen müssen. Soll sie auch gar nicht.Hier geht es um Effizienz. Die Gleichberechtigung ist ein gesellschaftliches Anliegen und nach Verursacherprinzip staatliche Aufgabe. Frauen sollen für Kindererziehung in degressiver Funktion zur Kinderanzahl ein Mutterschaftsgeld und die Unternehmen bei Neueinstellung von Frauen mit Kindern eine Prämie erhalten. Gut, das Verfahren ist nicht ganz ausgegoren. Frauen die keine Kinder bekommen können, wären noch benachteiligt. Vielleicht hilft auch eine versicherungsähnliche Prämie die Unternehmer bei Ausfall der Frau durch den Staat bekommen. Um Mißbrauch vorzubeugen, muss dass wenig geringer als der tatsächliche Ausfallverlust sein. Unternehmen können sich zudem auch selbst versichern.
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