Frauenpolitik

Die Gründung der grünen Partei und die Frauenbewegung sind untrennbar miteinander verbunden. Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist ein Kernziel grüner Politik.

Eine Frau zeigt ihre Oberarmmuskeln., Foto: Morning Theft/flickr.com (CC BY 2.0)
Eine Frau zeigt ihre Muskeln. Foto: Morning theft/flickr.com (CC BY 2.0) Foto: Morning Theft/flickr.com (CC BY 2.0)

Mit der Frauenquote und der Mindestparität ist unsere Partei einen wichtigen Schritt vorausgegangen. Frauen sind längst erfolgreich in allen Ebenen etabliert. Wir stehen dafür, dass Frauen die Hälfte der Macht und die Hälfte der Verantwortung bekommen.

Geschlechterpolitik betrachten wir als hartes Politikfeld und als Querschnittsthema: Geschlechtergerechtigkeit muss Grundlage aller Anstrengungen in allen Politikfeldern sein. Noch immer tragen Frauen die Hauptlast, wenn sie Beruf und Familie vereinbaren wollen. Eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen würde für mehr wirtschaftliche Dynamik und mehr Stabilität der sozialen Sicherungssysteme sorgen. Besonderes Augenmerk legen wir darauf, endlich der Forderung von gleichwertigem Lohn für gleichwertige Arbeit zu entsprechen. Wir setzen uns für eine eigenständige Existenzsicherung jenseits des überholten Familienernährer-Modells ein und lehnen das Ehegattensplitting ab.

Wir treten konsequent für den Schutz von Frauen vor Gewalt ein und engagieren uns für professionelle Maßnahmen, die für den Schutz von Opfern sexueller, physischer uns psychischer Gewalt unerlässlich sind. Den Grundsatz, dass Frauenrecht Menschenrecht ist, betrachten wir als universell und grenzübergreifend.

Auch die sich wandelnden Rollenbilder von Jungen, Männern und Vätern wollen wir Grünen stärker in den Blick nehmen.

 

Hintergrundinformationen als PDF:

Dokumentation der Bundesfrauenkonferenz 2010

Für eine starke grüne Frauenpolitik in der Opposition - Frauenratsbeschluss 2009

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Wecando_MorningTheft_flickr_CC_BY_20_225x130_04.jpg

Frauenrechte sind Menschenrechte

Bereits 30 Jahre existiert die UN-Konvention zur Stärkung der Frauenrechte.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/IMG_7860_Bundesfrauenrat-2012_225x130.jpg

Frauenrat tagte zum Thema Rente

Schwerpunkt des Bundsfrauenrates am 20. & 21. Oktober 2012 in Berlin war die eigenständige Existenzsicherung von Frauen.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Bundesfrauenkonferenz2012_225x130.jpg

Wir müssen jetzt handeln

Auf der Bundesfrauenkonferenz wurde zwei Tage über einen geschlechtergerechten Arbeitsmarkt diskutiert.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/ACTA_Aktion_02_10_2012_225x130_02.JPG

Warum wir ACTA ablehnen

Das Anti-Piraterie-Abkommen erschwert den Zugang zu günstigen Medikamenten und macht Internetzugangsanbieter zu Hilfssheriffs.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Slutwalk_London_2011_garryknight_Flickr_CC_BY-SA_20_225x130.jpg

Für sexuelle Selbstbestimmung

Ein nachdrücklicher Protest gegen Sexismus, sexuelle Gewalt und Vergewaltigungsmythen.

Kommentare

Marek
23-04-12 08:51
Die frauenquote würde extrem einfluss auf die wirtschaft nehmen und zwar in eine falsche richtung denn nehmen wir mal an eine Gerüstbau-firma soll bei 10 mitarbeitern mindestens 4 frauen anstellen das ist praktisch einfach nicht durchfürbar
Alex
10-08-11 12:08
@Gonzo: Eine Männerquote würde nur in Berufsgruppen Sinn machen, in denen das Gehalt mies ist, zum Beispiel KindergärtnerIN oder BuchhändlerIN - dass die Männer diese Berufe gerne machen würden und nur durch Frauen davon abgehalten werden, kannst du mir nicht erzählen. Außerdem ist es in den beiden von mir genannten Berufsgruppen so, dass Männer bei Bewerbungen bevorzugt werden, weil sie eher "Exoten" sind. Und haben sie einmal in der Buchhandelsbranche oder im Kindergarten Fuß gefasst, ist es auch ziemlich wahrscheinlich, dass sie mit einem Führungsposten (Filialleiter/Kindergartenleiter) hervorgehen, jedenfalls kenne ich persönlich zwei Kindergärten, in denen lediglich ein Mann arbeitet und eine Buchhandlung, in der ebenfalls nur ein Mann arbeitet - wer dort die Leitung innehat, muss nicht weiter diskutiert werden...
Gonzo
09-08-11 21:36
Wenn es um Gleichberechtigung geht, wo ist dann die Männerquote?
oje
14-03-11 17:35
Wer will schon der Frauenquote wegen eine Führungsposition ergattern? Meiner Meinung nach schadet eine solche Quote den Frauen eher, als sie überhaupt nützen kann. Also wenn ich mir unterstellen lassen müsste, ich wäre nur der Quote wegen in führender Position, und das möglicherweise, obwohl ich den Posten wirklich verdiene... nee danke. Wer meint, wir Frauen bräuchten eine solche Quote, unterschätzt uns. Wie soll eine solche Unterschätzung zur Emanzipation beitragen? Was kommt als Nächstes? Eine Blondinenquote innerhalb der Frauenquote?
Antigruen
02-01-11 17:06
Eine Frauenquote ist völliger Schwachsinn. Etwas anderes habe ich auch nicht von den Grünen erwartet. Eine Frauenquote in Führungspositionen würde dazu führen, dass oft nicht der qualifiziertere für eine Stelle genommen wird, sondern der \"politisch Korrektere\". Die Frauen sollten sich Führungspositionen genauso erarbeiten müssen wie die Männer. Alles andere ist Schwachsinn.
badhofer
19-03-10 17:00
"Die Frau sei dem Manne untertan" dürfte wohl aus einer Zeit stammen, wo es noch Männer gegeben hat, die es Wert waren, sich ihnen zu unterwerfen.

Wobei das Dilemma der damaligen Frauen jenes war, dass Männer, die es Wert waren es gar nicht wollten, weil sie es gar nicht nötig hatten, dass sich die Frauen ihnen unterwerfen.

Auszug aus: http://www.physik.as
peter
19-03-10 10:04
Ich denke wir leben heute in einer Zeit, in der die joviale Ehrlosigkeit allgemein geworden und die staatliche Führung zum Lumpenpack verkommen ist.


peter
Peter
19-03-10 10:01
« Noch ein Mossad-Thriller? —
Jemen: Jede zweite Braut minderjährigFernab von der Unterstützung durch besorgte MenschenrechtlerInnen kämpfen kleine Mädchen Im Jemen einen einsamen Kampf. Denn während Kindesmissbrauch durch katholische Geistliche LinkInnen und GrünInnen die Schamesröte ins Gesicht treibt, ist derselbe Kindesmissbrauch legitim, wenn er im Dunstkreis des Propheten geschieht.

Kleine Mädchen kämpfen um ein fundamentales Menschenrecht: Sie wollen nicht verheiratet und von pädophilen Männern vergewaltigt werden, sondern einfach nur Kind sein.

Die WELT berichtet:

Jede zweite Braut im Jemen ist minderjährig, viele Mädchen sind nicht älter als 12 Jahre. Das Gesetz im Jemen lässt diese Ehen zu. Niemand sprach bisher darüber, niemand tat etwas dagegen, bis eines der Kinder die Scheidung forderte – und damit ein Tabu brach.

Sally trägt einen englischen Namen, weil das zurzeit sehr modern ist unter den Armen im Jemen. Sie ist zwölf Jahre alt und ein bisschen pummelig. „Ich sah, dass sie weiter entwickelt war als andere Kinder“, sagt Mabchut al-Sabahi, ihr Vater. „Also dachte ich: Es ist Zeit, sie zu verheiraten.“ Damals war seine Tochter zehn Jahre alt. „Ich habe mich auf die Hochzeit gefreut“, sagt Sally heute. „Ich dachte, wir feiern ein großes Fest, und ich kriege neue Kleider und Spielzeug.“

Sie lebt jetzt wieder bei ihren Eltern. Durch eine Holztür tritt sie in einen engen, fensterlosen Verschlag. Sally kauert sich in eine Ecke, schlägt geistesabwesend nach einem der Insekten an der Wand. „Ich hatte keine Angst“, sagt sie dann, „weil ich nicht wusste, was mich erwartet.“ Sie war nicht aufgeklärt damals. Noch ist sie nicht offiziell geschieden von ihrem 27-jährigen Ehemann, weil der Streit um das Brautgeld noch andauert. 1000 US-Dollar hatte der Mann der Familie gezahlt, und nun will er sie zurück. Aber der Vater hat sie längst ausgegeben.

So hat Sallys Geschichte ein vorläufiges Ende. Aber sie wiederholt sich ständig in den Städten und Dörfern des Jemen. Dort wird etwa jedes zweite Mädchen als Minderjährige verheiratet, schätzen die UN. Doch Sally ist auch ein Beispiel dafür, dass es nicht so bleiben muss. Vier, fünf Mädchen haben in den vergangenen Jahren ihre Scheidung beantragt – und damit ein Tabu gebrochen. Die Anwältin Schada Nasser hat sie alle vertreten. „Diese kleinen Mädchen haben ganz schön was in Bewegung gesetzt“, sagt sie. Sie sitzt in ihrem Wohnzimmer und lächelt fein. „Jetzt redet man offen über das Thema. Zum ersten Mal.“

Ein Mädchen kann im Jemen verheiratet werden, „wenn es dazu bereit ist“. So steht es im Familiengesetz. „Dieser Artikel“, sagt Schada Nasser, „macht mir als Anwältin die Arbeit sehr schwer.“ Denn eigentlich ist es nach dem jemenitischen Familienrecht ausgeschlossen, dass ein Mädchen sich scheiden lässt. Das Gesetz kennt kein Mindestalter für eine Ehe, denn ein solches gibt es auch im Koran nicht
Bla und Blubb
19-03-10 09:21
Wenn die Grünen nicht immer den bequemsten Weg gehen würden und auch mal was anderes als heiße Luft quatschen würden...ja dann würden sie mal sich um folgendes kümmern:

http://www.welt.de/politik/ausland/article6768158/Minderjaehrige-Kinderbraeute-brechen-ein-Tabu.html

Stattdessen brauchen sie die Türkei in der EU um deren Demokratisierung zu fördern. Ein Land das in die EU will muss ERST DEMOKRATISCH sein und kann DANN IN DIE EU!

Mein Gott mir wird Angst und Bange....
Max
07-12-09 00:48
Gleichberechtigung in allen Ehren, aber ich glaube, dass eine "Frauenquote" der falsche Ansatz ist.
Gleichberechtigung muss immer in den Köpfen der Menschen geschehen. Solche Regelungen unterstellen dem Menschen unfähig zu sein, gleichwertig miteinander umzugehen. Es ist wichtig die Gründe, die solche Sachen hervorrufen zu bekämpfen, sodass wir eine Gesellschaft schaffen, in der der Erfolg nicht vom Geschlecht abhängt.

Diese Regelung sagt nur aus, dass weniger als 50% Männer die Spitzenpositionen einnehmen dürfen. Was soll daran demokratisch sein? Dadurch ist die Besetzung politscher Position doch wieder vom Geschlecht abhängig und eine Ungleichheit vorprogrammiert. Auch wenn so etwas bei den Grünen vllt keiner hören will, aber so eine Regelung produziert Geschlechterungleichheit, auf Seiten der Männer!

Nun frage ich Sie als potenzieller Wähler, wie wollen Sie solch Ungerechtigkeit in einem demokratischen Staat rechtfertigen?...
Kommentar

Wir freuen uns auf Meinungen zu diesem Artikel. Bitte beachtet unsere Nutzungsbedingungen.
Die Kommentarfunktion dient nicht dazu, direkt mit uns Kontakt aufzunehmen oder Fragen zu stellen. Dafür haben wir ein Kontaktformular.



CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.