Frauenpolitik

Frauen brauchen eine eigenständige Existenzsicherung, in allen gesellschaftlichen Bereichen muss die Macht besser verteilt werden: Es gibt noch viel zu tun, bis Frauen so teilhaben können, wie es ihnen zusteht. Dafür setzt sich grüne Politik ein.

Eine Frau zeigt ihre Oberarmmuskeln.
Es gibt noch viel zu tun, bis Frauen so teilhaben können, wie es ihnen zusteht. Dafür setzt sich grüne Politik ein. Foto: Morning Theft/flickr.com (CC BY 2.0)

Erst wenn Frauen und Männern alle Wege gleichermaßen offenstehen, ist echte Gleichberechtigung erreicht. Konkret bedeutet das für uns, die Einführung von

  • einem Entgeltgleichheitsgesetz für Lohngleichheit von Mann und Frau,
  • Regelungen für die Privatwirtschaft,
  • der Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände,
  • einem Mindestlohn – sind doch zwei Drittel der Beschäftigten im Niedriglohnbereich weiblich.

Frauenquote – Jetzt!

Wir stehen dafür, dass Frauen die Hälfte der Macht und die Hälfte der Verantwortung bekommen. Mit der Frauenquote und der Mindestparität macht es unsere Partei vor: Frauen sind bei uns längst erfolgreich in allen Ebenen etabliert. Gesetzliche Frauenquoten für Aufsichtsräte und Vorstände werden die Männerclubs in den Führungsetagen aufbrechen und zu mehr Qualität und Vielfalt führen. Weibliche Vorbilder werden sich positiv auswirken und andere Frauen nachziehen. Damit schaffen wir eine bessere Basis für eine geschlechtergerechte Gesellschaft.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wir wollen Frauen mit Kindern die Möglichkeit geben, erwerbstätig zu sein. Wir GRÜNE fordern und fördern unter anderem:

  • den Ausbau von ganztägigen Kita-Plätzen,
  • den Ausbau von Ganztagsschulen,
  • ein Recht auf Rückkehr zu Vollzeit,
  • qualifizierte Angebote nach einer Familienzeit für Erwerbslose und WiedereinsteigerInnen,
  • flexible Arbeitszeitmodelle und
  • mehr Akzeptanz von Vätern in Eltern- und Teilzeit.

Eigenständige Existenzsicherung

Ebenso wichtig ist es, das Ehegattensplitting schrittweise abzubauen zugunsten einer neu ausgerichteten Familienförderung mit der Kindergrundsicherung. Denn das Alleinverdiener-Steuermodell bringt vor allem Frauen dazu, schlecht bezahlte Jobs in Teilzeit anzunehmen, was ihre finanzielle Absicherung im Alter gefährdet. Wir wollen außerdem verhindern, dass Frauen vom Geldbeutel ihres Ehemannes abhängig sind. Deshalb soll nach unseren Plänen auch das Partnereinkommen beim Arbeitslosengeld II nicht mehr angerechnet werden. Mit unserem Konzept der Garantierente schlagen wir zudem ein Rentenkonzept vor, das insbesondere Frauen vor Altersarmut schützt.

Schutz von Frauen

Wir treten konsequent für den Schutz von Frauen vor Gewalt ein und engagieren uns für professionelle Maßnahmen, die für den Schutz von Opfern sexueller, physischer und psychischer Gewalt unerlässlich sind. Frauenrecht ist Menschenrecht – diesen Grundsatz betrachten wir als universell und grenzübergreifend.

Bundesfrauenrat

Der Bundesfrauenrat koordiniert die frauenpolitische Arbeit zwischen den Gremien der Bundespartei, den Fraktionen und den Landesverbänden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Hintergrundinformationen als PDF:

Fachgespräch Prostitutionsgesetz, 15. März 2014

Frauenpolitik in der Opposition, Beschluss des Bundesfrauenrates, 23.-24. November 2013

Gleichberechtigung schaffen, Kapitel O des Bundestagswahlprogramms 2013

Die Hälfte der Macht – für eine verbindliche Quote in der Wirtschaft – Länderratsbeschluss 2011

Dokumentation der Bundesfrauenkonferenz 2010

Für eine starke grüne Frauenpolitik in der Opposition - Frauenratsbeschluss 2009

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