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Astrid Rothe-Beinlich, Frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, über die UN-Resolution 1325 und die Porträtserie "Frauen im Krieg".

Frauen und Mädchen sind von Krisen und Konflikten - ganz besonders im Krieg - immer wieder in besonderem Maße betroffen. Astrid Rothe-Beinlich bringt die Situation wie folgt auf den Punkt: "Im Krisen- und Konfliktfall konzentriert sich die Außenpolitik allerdings häufig allein auf die klassischen Maßnahmen und lenkt daher den Fokus auf die militärischen Auseinandersetzungen. Die Rolle der Zivilgesellschaft und die besondere Situation von Frauen als Akteurinnen wie auch als Opfern spezifischer Gewalt bleiben dabei häufig unbeachtet. Dabei ist die Einbeziehung der Geschlechterperspektive wichtig und nötig, um Konflikte zu verstehen und ihnen dauerhaft begegnen zu können."
Ein erster, längst überfälliger Schritt war die Verabschiedung der Resolution 1325 vor zehn Jahren, welche endlich auch die Geschlechterperspektive aus außenpolitischer Sicht in den Blick nimmt und sich auf die Rolle von Frauen bei der Partizipation, Prävention und beim Schutz in Krisen- und Konfliktsituationen konzentriert. Ein internationaler Beschluss lebt allerdings erst mit der Umsetzung auf nationaler Ebene. Die deutsche Bundesregierung hat bislang immer noch keinen nationalen Aktionsplan vorlegt, der auf die stärkere Beteiligung von Frauen in Konfliktsituationen abzielt. Erschütternd sind auch die Zahlen, die in einer Studie von UNIFEM, dem Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für Frauen, vorgelegt wurden: Nur acht Prozent der Verhandelnden in Krisengebieten sind Frauen.
"Wir sind davon überzeugt, dass es auch und gerade Frauen als aktive Akteurinnen braucht, um Konflikte zu verstehen, ihnen begegnen zu können und Akzeptanz wie Sensibilität für deren besondere Situation zu erlangen. Solange Frauen hier nicht gleichberechtigt zum Einsatz kommen, werden Potenziale verspielt und verfestigen sich patriarchale Strukturen, die in Konfliktsituationen oftmals zugespitzt wirken und tradierte Rollenbilder noch verstärken. Daher sagen wir ganz deutlich: Es ist höchste Zeit für den gleichberechtigen Einsatz von Frauen."
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben in den letzten Jahren durch öffentliche Veranstaltungen, Aktionen und mit Beschlüssen die Bundesregierung immer wieder aufgefordert, aktiv zu werden und sich endlich um einen nationalen Aktionsplan zu bemühen. Eine weitere Forderung ist die Einsetzung einer Monitoring-Stelle, welche die Einbeziehung aller gender-relevanten Aspekte in der internationalen Politik überwacht.
Antrag der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
10 Jahre UN-Resolution 1325 – Frauen, Frieden und Sicherheit – Nationaler Aktionsplan für eine gezielte Umsetzung (PDF)
Mit der Veröffentlichung der Brief-Serie "Frauen im Krieg" zum 10-Jahres-Tag der Resolution soll den Frauen aus Kriegs- und Krisenregionen nunmehr eine Plattform gegeben werden, damit sie über die Probleme vor Ort und ihre eigene Rolle beim Wiederaufbau sprechen können. "Wir wollen den politisch engagierten Frauen damit die Möglichkeit geben, über ihre Situation zu berichten und den recht abstrakten Forderungen der Resolution Gesichter zu verleihen. Es ist beeindruckend, wie sich die Frauen in ihren Ländern für ein besseres Leben kämpfen. Ein nationaler Aktionsplan würde diese Bemühungen von deutscher Seite aus unterstützen und fördern. Die Bundesregierung muss hier endlich aktiv werden", fordert Astrid Rothe-Beinlich.