Fleischeslust
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Samstag, den 17. April 2010
17.00 – 19.00 Uhr: Panel II: Bildung macht mehr möglich
Im Zeitalter der Information nehmen Bildung und Wissen eine zentrale Positionen ein. Während andere Länder in den Bildungssektor investiert und ihn modernisiert haben, hält Deutschland aber hartnäckig an einem Schulsystem fest, das auf Ausgrenzung und frühe Trennung von Kindern setzt. Vor allem bildungsfernere Schichten haben so weniger Chancen eine erfolgreiche Bildungskarriere zu machen.
In kaum einem anderen europäischen Land sind die Bildungschancen so sehr vom sozialen Status abhängig wie in Deutschland. Unserer Wirtschaft gehen dadurch enorme Potenziale verloren und es gelingt immer weniger den Vorsprung in Forschung und Entwicklung zu sichern.
Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist Bildung ein zentrales Politikfeld, weil sie sich unmittelbar auf die Zukunftschancen unserer Gesellschaft auswirkt. Für uns ist der Bildungssektor Grundlage für Wirtschaftswachstum und Innovation, in den es massiv zu investieren und den es zu modernisieren gilt. Das Potenzial aller Kinder muss dabei erkannt und gefördert werden und auch hierbei gilt es die Belange und Herausforderungen kenntlich zu machen, denen wir uns stellen müssen, um eine gerechtere Gesellschaft auch im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit zu bekommen.
Dabei spielen Fragen um die Ausbildung und bessere gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung der Erzieherinnen und Lehrerinnen eine große Rolle. Denn wenn wir es ernst meinen mit einer Bildungsoffensive, liegt hier auch ein großes Potenzial für neue Arbeitsplätze, die es zu gestalten gilt. Doch ebenso die Bildungsinhalte und Fragen nach einer geschlechtersensiblen Erziehung, die Mädchen und Jungen optimale Möglichkeiten bietet, zum Beispiel im Hinblick auf das Berufswahlverhalten, werden Bestandteil dieser Debatte sein. Und nicht zuletzt fragen wir auch nach den Geschlechterbildern hinter unserer Schul- und Bildungsstruktur.
Deshalb möchten wir gerne mit den Teilnehmerinnen darüber diskutieren, welche Rahmenbedingungen der Staat dafür schaffen muss und wie Eltern besser dabei unterstützt werden können, ihren Kindern gute Bildung zu ermöglichen. Besondere Beachtung muss hierbei die wachsende Zahl an Alleinerziehenden finden. Es muss auch darüber gesprochen werden, welche Rollen- und Lebensentwürfe unser bestehendes Bildungssystem vermittelt und wie stark es damit die gängige Einteilung in Männer- und Frauenberufe mitbestimmt.
Besonders Frauen werden oft für den Bildungserfolg ihrer Kinder verantwortlich gemacht, denn zumeist sind sie es, die die Lücken des Bildungssystems nachmittags mit Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe füllen müssen. Wir meinen: auch deshalb braucht es gute Ganztagsschulangebote und individuelle Förderung von Anfang an, statt privatisierten Nachteilsausgleich. Gerade bei der starken Koppelung von sozialem Status und Bildung müssen Beruf und Familie vereinbar sein, weswegen eine Anpassung des Schulsystems an diese Aufgabe wichtiger Bestandteil dieser Diskussion sein wird.
Auf dem Podium diskutieren:
Sylvia Löhrmann (MdL, Franktionsvorsitzende NRW)
Julia Karnick (BRIGITTE-Kolumnistin und Autorin)
Verena Schäffer (Sprecherin der Grünen Jugend NRW)
Moderation: Steffi Lemke (Politische Bundesgeschäftsführerin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)