Aktive Frauen auf allen Ebenen

Im Mai 1986 hat der Grüne Bundesparteitag das Frauenstatut zum universalen Bestandteil unserer Satzung gemacht. Die darin manifestierte Mindestquotierung zeigt, dass wir es ernst meinen mit der Gleichstellung – auch in unseren eigenen Strukturen.

Astrid Rothe-Beinlich, frauenpolitische Sprecherin im Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Der Erfolg gab und gibt uns recht: In keiner anderen Partei gestalten so viele Frauen aktiv Politik auf allen Ebenen mit. In der aktuellen Debatte um Frauenquoten in der Wirtschaft sind wir deshalb am glaubwürdigsten.

Aber: Eine Quote alleine macht die Welt und auch uns nicht zwingend besser. Tradierte Rollenbilder und diskriminierende Strukturen sind nach wie vor spürbar und stehen echter Gleichberechtigung und somit einer demokratischen Gesellschaft im Weg. Unsere Quote ist mehr als eine formale Vorschrift, sie ist das Versprechen, dass wir für solidarisch geteilte Macht und Verantwortung stehen. Leider ist das mitunter auch in grünen Fraktionen und Gremien nicht selbstverständlich. Wir müssen Frauen ermutigen, sich zu engagieren und Führungspositionen zu übernehmen. Und wir müssen Rahmenbedingungen bieten, die Engagement von Frauen fördern. Überall dort, wo die Quote nicht greift oder übergangen wird, herrscht schnell wieder Männerdominanz und gerade auf kommunaler Ebene ist es schwer, Frauen zu gewinnen. Das muss für uns Ansporn sein, über unsere Strukturen, Unterstützungsangebote, die Gesprächs- und Sitzungskultur nachzudenken. Fakt ist: Wir brauchen Mentoring und Frauenförderung, aber auch gelebte Emanzipation von Frauen und Männern, denen Geschlechterdemokratie am Herzen liegt. Die Quote ist gewiss nicht charmant, aber effektiv. Die Verantwortung, für umfassende Gleichberechtigung auch jenseits der Quote zu streiten, liegt bei uns.

Astrid Rothe-Beinlich,
frauenpolitische Sprecherin im Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Wir sind noch zu wenig Frauen

Am Frauentag startet eine Mitgliederkampagne speziell für Frauen. Astrid Rothe-Beinlich im Interview über Politik machen, Quote und Macht.

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Frauen aktivieren

Bei einer eintägigen Konferenz wurden Projektideen erarbeitet, wie Frauen zur Übernahme von Ämtern motiviert werden können.

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83 Tage länger arbeiten fürs gleiche Geld

Gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit von Frauen und Männern ist immer noch nicht erreicht. Daran erinnert wieder der Equal Pay Day.

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"Quote heißt auch Verantwortung"

Beim Bundesfrauenrat in Bremen wurde über die grüne Quote, Zeitpolitik und Frauen in der arabischen Welt diskutiert.

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♀ = ♂ - 23 Prozent

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und eine eigenständige Existenzsicherung. Die Grünen fordern effektiven Schutz vor Lohndiskriminierung bei Frauen.

Kommentare

Ute
20-03-11 20:25
Hallo Frau Rothe-Beinlich,
ihren Worten stimme ich zu, möchte jedoch noch bemerken, dass nicht nur die Quote der Frauen im Geschlechterkampf wichtig ist, sondern generell eine Gleichberechtigung, die immer mehr zu verzerren scheint. Wir leben in einer Demokratie und doch bekommen manche ein tausendfaches mehr an Geld-Gehalt-Tantiemen, die andere trotz guter Arbeit nie erreichen werden. Ich selbst als Frau und Selbständige erfahre immer wieder, dass ich dreimal besser sein muss, um die gleiche Akzeptanz zu erreichen. Ja wir sind eine Männer dominierende Welt und dass wird so schnell sich wohl auch nicht ändern, denn gerade in den letzten Jahren lassen sich immer mehr junge Frauen als "Ehefrau" bestimmen und im Glanze des Mannes leben. Doch wo haben sie das her? Funk und Fernsehen sind hier sehr bestimmend und zeigen ein Bild, dass so nicht unserem Gedanken dient. Frauen in Führungsrollen werden immer als hart und oft unmenschlich dargestellt. So sollte das nicht sein. So sind wir auch nicht. Ich würde gerne etwas dazu beitragen um mehr Gleichberechtigung zu fördern. Wir sind noch am Anfang, wir haben erst einen "Fuß in der Tür". Doch schön einen Zeh nach dem anderen.

herzliche Grüße aus Chemnitz

Ute Friedl
Kommentar

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