AKW-Ausbau in Temelin stoppen
Bis zum 5. Juni können auch deutsche Bürgerinnen und Bürger noch Einspruch gegen den Neubau zweier Atomreaktoren im tschechischen Grenzgebiet einlegen. MEHR
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Ein neuer Report des Club of Rome zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft unseres Planeten. Dennoch lohnt es sich, für ein Umdenken zu kämpfen. MEHR
Bundesrat beschließt mit einer Zweidrittelmehrheit eine grundlegende Überarbeitung der schwarz-gelben Solarkürzung. Eine Schlappe für Röttgen. MEHR
Der Bund hätte nie komplett aus der Verantwortung bei der Bildung entlassen werden dürfen, sagen Sylvia Löhrmann und Cem Özdemir. MEHR
Wie viel Basisdemokratie steckt im grünen Delegiertenprinzip? Ein Gastbeitrag von Till Westermayer. MEHR
Der Entzug der Eishockey-WM 2014 wäre ein Zeichen gegen das Lukaschenko-Regime. MEHR
20 Jahre nach dem ersten Erdgipfel trifft sich die Weltgemeinschaft erneut in Brasilien. Ein Dossier der Böll-Stiftung. MEHR
Bei der Energiewende agiert die Bundesregierung planlos und bremst die Entwicklung mit falschen Entscheidungen aus. MEHR
Das Betreuungsgeld hilft niemandem wirklich weiter. MEHR
Im Mai 1986 hat der Grüne Bundesparteitag das Frauenstatut zum universalen Bestandteil unserer Satzung gemacht. Die darin manifestierte Mindestquotierung zeigt, dass wir es ernst meinen mit der Gleichstellung – auch in unseren eigenen Strukturen.

Der Erfolg gab und gibt uns recht: In keiner anderen Partei gestalten so viele Frauen aktiv Politik auf allen Ebenen mit. In der aktuellen Debatte um Frauenquoten in der Wirtschaft sind wir deshalb am glaubwürdigsten.
Aber: Eine Quote alleine macht die Welt und auch uns nicht zwingend besser. Tradierte Rollenbilder und diskriminierende Strukturen sind nach wie vor spürbar und stehen echter Gleichberechtigung und somit einer demokratischen Gesellschaft im Weg. Unsere Quote ist mehr als eine formale Vorschrift, sie ist das Versprechen, dass wir für solidarisch geteilte Macht und Verantwortung stehen. Leider ist das mitunter auch in grünen Fraktionen und Gremien nicht selbstverständlich. Wir müssen Frauen ermutigen, sich zu engagieren und Führungspositionen zu übernehmen. Und wir müssen Rahmenbedingungen bieten, die Engagement von Frauen fördern. Überall dort, wo die Quote nicht greift oder übergangen wird, herrscht schnell wieder Männerdominanz und gerade auf kommunaler Ebene ist es schwer, Frauen zu gewinnen. Das muss für uns Ansporn sein, über unsere Strukturen, Unterstützungsangebote, die Gesprächs- und Sitzungskultur nachzudenken. Fakt ist: Wir brauchen Mentoring und Frauenförderung, aber auch gelebte Emanzipation von Frauen und Männern, denen Geschlechterdemokratie am Herzen liegt. Die Quote ist gewiss nicht charmant, aber effektiv. Die Verantwortung, für umfassende Gleichberechtigung auch jenseits der Quote zu streiten, liegt bei uns.
Astrid Rothe-Beinlich,
frauenpolitische Sprecherin im Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN