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Hauptinhalte

Ein junges Mädchen steht breitbeinig auf einem hohen Mauervorsprung, hat einen wehenden roten Umhang um und blickt auf eine Großstadt mit vielen Hochhäusern.
Hoch hinaus: Mit grüner Frauenpolitik ist für Frauen (fast) alles möglich. Foto: © iStock/Choreograph

Because it's 2016!

Wir fordern gleiche Rechte für Frauen: Jetzt. Darüber und noch über viel mehr wollen wir gemeinsam mit allen interessierten Frauen am 7. und 8. Oktober 2016 in Hannover auf der grünen Bundesfrauenkonferenz diskutieren. Außerdem gilt es, ein besonderes Jubiläum zu feiern!

"Von Karrierefrauen und Powermännern", Bericht zur Bundesfrauenkonferenz 2016.

"Sie haben ein Kabinett aufgestellt, das eine gerechte Geschlechter-Verteilung aufweist. Warum war Ihnen das so wichtig?" wurde Kanadas neuer Premierminister Justin Trudeau bei seinem Amtsantritt im November 2015 gefragt. Seine einfache wie klare Antwort: "Weil es 2015 ist."

Bundesfrauenkonferenz 2016

Die diesjährige Frauenkonferenz steht unter dem Motto "Because it's 2016!" und soll Freiräume schaffen, um verschiedene feministische Themen in unterschiedlichen Formaten zu diskutieren und weiter zu entwickeln.

Grüne Frauenpolitik hat in den letzten 30 Jahren viel erreicht. Doch der Kampf für gleiche Rechte geht weiter! Wir freuen uns auf ein großartiges feministisches Wochenende mit euch!

Ort und Anreise

ver.di Höfe
Goseriede 10
30159 Hannover

Der Veranstaltungsort ist vom Hauptbahnhof Hannover fußläufig innerhalb von 10 Minuten zu erreichen.

Programm

Download Programm-PDF in Farbe und Schwarz-Weiß

Freitag, 7. Oktober 2016 in Hannover

ab 17:00 Uhr: Anreise und Get together

18:30 Uhr: 30 Jahre Grüne Frauenpolitik – das wollen wir feiern!

Wir wollen 30 Jahre Grünes Frauenstatut mit euch feiern und mit tollen Frauen aus Medien, Kultur, Politik und der Musikindustrie zeigen, wie bunt und vielfältig Feminismus ist!

Begrüßung und Empfang

  • Gesine Agena, Mitglied des Bundesvorstands und frauenpolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Moderation

  • Stefanie Lohaus, Missy Magazine

Grußwort der GRÜNEN Niedersachsen

  • Meta Janssen-Kucz, MdL, Landesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen

Laudatio: 30 Jahre Grüne Frauenpolitik

  • Prof. Dr. Gesine Schwan, Politikwissenschaftlerin

Jetzt erst recht: Feministisch voran!

  • Dr. Simone Peter, Bundesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Feministischer Poetry Slam

  • Svenja Gräfen, Poetry Slammerin

5 Visionen für die feministische Zukunft

  • Kübra Gümüşay, Journalistin, Bloggerin und Aktivistin

Lesung: Untenrum frei

  • Magarete Stokowski, Autorin und Journalistin

Meine (queer-)feministischen Visionen für die Zukunft

  • Sookee, Rapperin

Talk zum Frauenstatut: Grüne Frauenpolitik 1986 und heute

  • Claudia Roth, MdB, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags
  • Marieluise Beck, MdB 

21:00 Uhr: Musik und Party mit DJane Charly


Samstag, 8. Oktober 2016 in Hannover

09:00 Uhr: Morgenprogramm

  • Mit Wake-up Yoga und mehr

10:00 Uhr: Feminist Analytics: 6:40 min
Feminismus zwischen Schutz und Selbstbestimmung

  • Dr. Ulrike Lembke: „My body, my rules? §218 und seine Folgen“
  • Mari Günther: „I'm here, I'm queer! Lebenssituation von trans* und queeren Frauen*“
  • Barbara Streidl: „Wir wollen nur, was ihr schon habt! Feminismus und Arbeitsmarkt“
  • Fatuma Musa Afrah: „Teilhabe ist für alle da! Partizipation geflüchteter Frauen“

    • kurze Pause

  • Dr. Antje Schrupp: „Zwischen Schutz und Selbstbestimmung: Prostitution/Sexarbeit“
  • Gizem Adiyaman: „Grenzenlos feministisch! Einwanderungsgesellschaft und Feminismus“
  • Susanne Schütte: „Nein heißt Nein! Gewalt gegen Frauen“
  • Prof. Dr. Ulrike Auga: „Oh Gott, die Feministinnen kommen! Feminismus und Religion“

12:00 – 15:00 Uhr: Mittagessen (parallel zu den Workshops)

ab 12:00 Uhr: Workshops

Hashtag Feminismus – Aktivismus in Social Media

Referentinnen: Helga Hansen und Charlotte Obermeier

Zeige ich nur meinen veganen Bio-Auflauf oder auch den großen Schnitzelteller? In Zeiten des mobilen Internets zeigt das oft verspottete Essensfoto auf Instagram, wie politisch das private ist. Mit Smartphone und Social Media ist Aktivismus nur einen Fingerstreich entfernt. Dabei muss es nicht immer die große Hashtagkampagne sein. Denn Politik fängt schon bei der Frage an, ob und auf welcher Plattform ich mich anmelde. In diesem Tutorial erfährst du, wie du feministisch im Netz unterwegs sein kannst.

Lustvoll NEIN-Sagen

Referent*in: Joris Kern

Bei Joris Kerns Workshops geht es um Sexualität und Einvernehmlichkeit. Es geht darum, die eigenen Grenzen wahrzunehmen, zu akzeptieren und auszuformulieren. In diesem zweistündigen Workshop soll das NEIN-Sagen im Zentrum stehen. Wie spüre ich meine eigenen Grenzen und wie kann ich sie kommunizieren? Grenzen fühlen und wertschätzen, Grenzen setzen, Grenzen von anderen gesetzt bekommen und sie willkommen heißen.

Der Workshop hat spielerische und Gesprächsanteile. Spiele sind körperlich, aber nicht sexuell. Nicht-Mitmachen ist jederzeit willkommen und Teil von Konsens! Der Workshop ist offen für alle Frauen*- , Lesben- und Trans*identitäten.

Sportlich feministisch

Referent*innen: Josefine Paul, MdL, Johanna Forys

Ein Großteil der Strukturen im (deutschen) Vereinssport sind antifeministisch und sexistisch. Dabei kann Sport gerade für junge Frauen Empowerment und Emanzipation bedeuten, gerade wenn sie in einen Verein eingebunden werden. Wie können wir also Strukturen im Sport feministisch gestalten? Vielleicht auch ganz persönlich im eigenen Ortsverband? Wie funktioniert feministischer, hierarchiefreier Sport?

Empowerment: Krav-Maga

Trainerin: Karolin Ridder

Jetzt wird es sportlich: Im halbstündigen Krav-Maga Workshop bekommst du Einblicke in den beliebten Nahkampfsport, der als effektiv und einfach zu erlernen gilt. Wir wollen zeigen: Sport ist Empowerment!

Push-up und Jogginghose

Referent*innen: Kathy Meßmer, Sandra Hildebrand, Kattrin Bauer

Zu dick, zu dünn, zu nackt, zu angezogen – Frauenkörper sind von Interesse. Sie unterliegen strengen Richtlinien. Schlanksein wird in unserer Gesellschaft als Zeichen von Disziplin, Dynamik und damit Erfolg gewertet. Wann darf ich Jogginghose tragen, wann bin ich für den Minirock zu alt, zu dick, zu schwabbelig? Welche Körperhaare dürfen wo wachsen? Und wen interessiert das eigentlich? Auch wenn wir uns von Normen, wie eine Frau wann auszusehen hat unabhängig fühlen, wirken sie dennoch. Via Werbung, Zeitschriften, Gruppendruck. Warum ist auch 2016 das Aussehen ein Kapital oder stimmt das gar nicht mehr? Warum werden Schamlippen verkleinert oder gestrafft? Warum gibt es Bikini-Diäten für Beach-Bodies? Geht der Trend zu mehr Freiheit und Diversität oder weniger? Es gibt viel zu diskutieren!

Revolution now! Die Siebdruck-Werkstatt

Feministische Stencils verschönern unsere Klamotten und sind ein Statement nach draußen. Bringt helle (!) Taschen, T-Shirts, Pullis oder Jacken mit, damit wir unsere Botschaften verewigen können. Die Siebdruck-Werkstatt ist den ganzen Samstag während der Workshopphase aufgebaut.

Gendermania – und zwar sofort!

Referent*innen: Marlene Pfau, Judith Hasselmann, Nyke Slawik

Wann fängt das Demontieren von Geschlechterstereotypen an und wann hört der Genderwahn auf? Anscheinend wittern die Konservatoren* der binären Welt eine leichte Beute und ein lohnenswertes Ziel für Diffamierung. Dabei ist das Infragestellen des Systems patriarchaler Zwänge schon immer ein Teil der Emanzipationsbewegungen gewesen. Jetzt scheint es aber mit Erstarken des Rechtspopulismus auch für Stammtischkommentierung besonders attraktiv zu sein. Warum ist das so und was haben wir dem entgegenzusetzen? Argumente, Deskonstruktion, Trotz, Aggression, gezielte Verwirrung, Humor, subversive Strategien und Kampagnen? Un/doing Gender als großer Spaß oder Überlebensstrategie?

Der Workshop hat Gesprächs-/Inputanteile und einen kreativen Teil. Bei Lust am Spiel und an der Verwandlung, gibt es die Möglichkeit, Fotos von sich selbst und anderen zu machen, die das Fließen innerhalb von Stereotypen und die Bandbreite von Identität, festhalten.

Der AfD keine Bühne bieten – Mit Kopf, Herz und Haltung Rechtspopulist*innen in den Parlamenten entgegentreten

Referent*innen: Marcel Lewandwosky, Judith Rahner, Katja Meier, MdL

Die AfD ist seit den Landtags- und Kommunalwahlen nicht mehr nur in ostdeutschen Parlamenten vertreten, sondern auch in Hamburg, RLP, Baden-Württemberg und Hessen. Und nicht erst jetzt steht fest: Wir haben ein Problem mit parteigewordenem Rechtspopulismus. Die AfD schürt rassistische Ressentiments und versucht mit Sexismus und “Genderwahn“ zu punkten. Im Workshop erfährst Du, welche geschlechterpolitischen Positionen die Partei vertritt, mit welchen Strategien sie in den Parlamenten agiert und wie frau, die Tag für Tag in der Kommune für die demokratische Kultur und ihre Werte streitet, nicht verzagt.

Widernatürlich? Widersprüchlich! Reproduktive Rechte im Kontext von Technologien

Referent*innen: Joey Arand, Susanne Diehr, Alma Weber

Für ihren Film "GebärMütter" haben die beiden Filmemacherinnen Joey Arand und Alma W. Bär in den letzten Monaten viele Interviews geführt rund um Leihmutterschaft: mit Aktivst_innen, Forscher_innen, einer "Leihmutter" - einer gebärenden Mutter, "Bestelleltern" – einem sozialen Elternpaar, mit Moraltheologen, mit einer grünen Politikerin. Was haben sie gehört? Wie haben sich ihre Perspektiven verändert?

Ihr seid eingeladen zu erfahren und zu diskutieren, wie vielschichtig dieses Thema ist und wie wir als Feministinnen diese Diskussion führen können.

Purpleize Culture – Gleichstellung im Kulturbetrieb

Referentinnen: Sookee, Ulle Schauws, MdB

In ihrem Song “Purpleize HipHop” fragt Sookee: “how can one purpleize hiphop / we don’t imitate we intimidate“. Das ist eine Ansage an den männlich dominierten oft homophoben und sexistischen HipHop. Wie können wir solchen frauenverachtenden Bildern etwas entgegen setzen? Und wie sieht es mit der Gleichstellung im Kulturbetrieb aus? Gemeinsam mit Sookee und Ulle Schauws könnt ihr über diese Fragen diskutieren und Pläne für einen besseren Hip-Hop schmieden.

Schnupperkurs Rhetorik

Referentin: Gabriela Schuchalter-Eicke

Ob Vortrag, Diskussionsrunde, Parlament, oder Konferenz: Wir alle kennen die Aufregung, die dünne Stimme, die Sprechangst. Dabei wird alles leichter mit etwas Hintergrundwissen und Übung. Das Rüstzeug für gute Reden wollen wir uns in diesem Workshop gemeinsam anhand eurer eigenen Beiträge erarbeiten.

Lesbisches Leben in Hannvoer

Referentin: Renee Steinhoff

Wie sieht lesbische Sichtbarkeit eigentlich an unserem Tagungsort Hannover aus? An welchen Orten trifft man sich, begegnet sich, organisiert sich? Renee Steinhoff, Sprecherin der LAG Queer der Grünen Niedersachsen wird Hannover mit uns einmal anders entdecken.

Ein-Zwei-Mehr-Eltern – gleiche Rechte für alle Familien

Referentinnen: Katja Dörner, MdB, Marion Lüttig

Die Formen familiären Zusammenlebens in Deutschland werden immer bunter. Immer mehr Kinder wachsen in Regenbogen- und Patchworkfamilien auf. Der Anteil der Verpartnerten oder ohne Trauschein lebenden Eltern wächst stetig. Ein Staat, der allein den Trauschein rechtlich berücksichtigt, wird dieser Pluralität nicht gerecht. Im Workshop betrachten wir insbesondere die Situation von Regenbogen- und Patchworkfamilien, decken Problemfelder auf, stellen GRÜNE Antworten vor, und fragen nach weiteren Formen des familiären Zusammenlebens, die rechtlich abgesichert werden müssten.

Was tun gegen sogenannte Gehsteigberatungen?

Referent*innen: Ricarda Lang u.a.

Abtreibungsgegner*innen werden immer radikaler und versuchen schon seit längerer Zeit mit sogenannten Gehsteigberatungen Frauen daran zu hindern, einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen. Das ist unmenschlich. Gerade in einer solch belastenden Situation ist es wichtig, das Selbstbestimmungsrecht von Frauen zu schützen. In diesem Workshop wollen wir diskutieren und gemeinsam Strategien entwickeln, was gegen die sogenannten Gehsteigberatungen getan werden kann.

Armut von Alleinerziehenden

Referentin: Lisa Paus, MdB, Friederike Schwebler

Die Hälfte aller in Armut lebenden Kinder heute wächst bei Alleinerziehenden auf. Kaum eine gesellschaftliche Gruppe ist so sehr von Prekarisierung bedroht wie die der Alleinerziehenden und dennoch werden kaum Schritte eingeleitet um diese zu schützen. Welche Rolle spielt Diskriminierung dabei, welche Rolle eine ungerechte Mittelverteilung? Und welche Lösungsvorschläge sind von uns Grünen nötig, um dies zu ändern?

Zwischen Schutz und Selbstbestimmung: Prostitution/Sexarbeit

Referent*innen: Dr. Antje Schrupp, Florence Humbert, Sonja Dolinsek

Prostitution oder Sexarbeit? Bereits an diesen beiden Begriffen scheiden sich die feministischen Geister. In diesem Workshop wollen wir einen Blick über die Grenze nach Frankreich werfen und einen Einblick in die dortige Debatte bekommen, die letztlich in den gesetzlichen Regelungen zu einer Freierbestrafung mündeten. Auch in Deutschland reichen die Vorschläge in der Debatte um Prostitution/Sexarbeit von Forderungen nach einem Verbot und einer Bestrafung der Freier, bis hin zu einer vollständigen Legalisierung und dem Ausbau der Rechte der Prostituierten. Für beide Sichtweisen gibt es feministische Argumente. Den Schwerpunkt der Debatte wollen wir aber darauf legen, wie Prostituierte/ Sexarbeiterinnen jenseits eines Verbots, politisch und gesellschaftlich unterstützt werden können, Wir wollen nicht Stigmatisierung, sondern Frauen in ihrer Selbstbestimmung stärken. Dazu gehört auch das Nachdenken darüber, wie geschlechterpolitische Auswirkungen der Prostitution problematisiert werden können, ohne dabei Prostituierte ausschließlich als Opfer zu sehen.

Oh Gott, die Feministinnen kommen: Religion und Feminismus

Referentinnen: Jessi Messinger, Prof. Dr. Ulrike Auga

Gerade wenn es um Religion geht, wird viel und oft über die Befreiung von Frauen diskutiert. Auffällig ist dabei: die lautesten Beiträge kommen selten von Frauen selbst. Wir wollen eine emanzipatorische Debatte, die Betroffene beteiligt! Gemeinsam mit euch wollen wir über Feminismus und Religion nachdenken, über Zusammenspiel und Gegensatz, über Emanzipation innerhalb und außerhalb von Religion und wie wir gemeinsam patriarchalen Strukturen entgegenwirken können.

16:00 Uhr: Auftritt der Acapella-Band Petit Four

16:15 Uhr: Geschlechtergerechtigkeit 2016: Ich kann nicht glauben, dass wir dafür immer noch kämpfen müssen!

  • Katrin Göring-Eckardt, MdB, Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion

16:30 Uhr: Abschlusspodium: Unsere grün-feministischen Visionen für die nächsten 30 Jahre

  • Moderation: Gesine Agena und Ulle Schauws, MdB
  • Anne Wizorek, Autorin und Netzaktivistin
  • Dr. Antje Schrupp, Politikwissenschaftlerin und Autorin
  • Alexandra Pater, frauen-, inter-, trans- und genderpolitische Sprecherin der Grünen Jugend
  • Dr. Emilia Roig, Migrationsforscherin und Aktivistin
  • Katrin Gottschalk, stellvertretende Chefredakteurin der taz

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