Als Text: "Nutzerumfrage. Hilf uns, gruene.de noch besser zu machen!". Daneben ein Block und ein Stift.

Bundesfrauenrat 2015

Auf Einladung von Gesine Agena, Bundesvorstandsmitglied und frauenpolitische Sprecherin, und dem Präsidium des Bundesfrauenrates kamen am Wochenende des 17. und 18. Oktober über 40 delegierte Frauen und verschiedene Gäste aus allen grünen Landesverbänden zum 2. Bundesfrauenrat im Jahr 2015 zusammen. Die Bundesvorsitzende Simone Peter machte bereits in ihrer politischen Rede auf die besondere Situation von geflüchteten Frauen aufmerksam. Diese Thematik war auch Schwerpunkt der folgenden Diskussion.

Frauen und Flucht

Zum Einstieg in diese Thematik erläuterte Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in NRW, die Situation von Geflüchteten Frauen in ihrem Bundesland. Momentan stehe als Hauptaufgabe die Unterbringung der Geflüchteten im Vordergrund. Dabei sei es wichtig, Schutzräume für Frauen in den Unterbringungen zu schaffen, Qualifizierung und Schulung für Beschäftigte und Ehrenamtliche anzubieten und eine Infrastruktur für Trauma-Patientinnen aufzubauen. Für Barbara Steffens ist es wichtig, Frauen- und Flüchtlingsstrukturen zusammen zu bringen.

Nachdem es einen kurzen Überblick über die Situation in den anderen Bundesländern gab, wurde zudem über den Umgang mit unbegleiteten Minderjährigen diskutiert. Zudem wurde herausgestellt, dass Feminismus bzw. Emanzipation nicht als Argument genutzt werden darf, um andere auszugrenzen. Zudem müsse darauf hingewirkt werden, dass keine Konkurrenz zwischen z.B. der Tafel, Frauenhäusern und der Unterstützung von Geflüchteten entstehen darf. Zum Abschluss beschlossen die Delegierten eine Resolution:

Resolution „Geflüchtete Frauen und Mädchen stärken und vor Gewalt schützen“.

Care-Ketten in der Pflege

Ein weiterer thematischer Schwerpunkt waren die Care-Ketten in der Pflege. Thematisiert wurden unter anderem die Arbeitsbedingungen der entsandten Pflegekräfte, das geltende Arbeits- und Sozialrecht sowie auch die konkreten Probleme in den Familien und mit Vermittlungsagenturen. In diesem Bereich gibt es noch viel Aufklärungs- und Informationsbedarf sowohl für die entsandten Pflegekräfte als auch für die Familien, die auf entsandte Pflegekräfte zurückgreifen. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass hier noch viel Klärungs- und Gesprächsbedarf mit verschiedensten Akteur*innen besteht und auch auf dem nächsten Bundesfrauenrat die Diskussion um beste Lösungen weiter gehen soll.

Vorbereitung der Bundesdelegiertenkonferenz, Voten vergabe und Berichte

Der Sonntag startete mit der Vorbereitung der Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) Ende November. Gesine Agena gab einen Überblick über den Ablauf der BDK und erläuterte die Inhalte und politischen Ziele der unterschiedlichen Leitanträge des Bundesvorstandes. Im Fokus standen die Anträge zur grünen Arbeitszeitpolitik und grüner Wirtschaften. Es wurden verschiedene Änderungsanträge diskutiert und beschlossen.

Im Anschluss erhielt Gesine Agena einstimmig das Votum des Bundesfrauenrates für ihre Kandidatur für das Amt der frauenpolitischen Sprecherin.

Es folgten Berichte aus dem Europäischen Parlament durch Terry Reintke, MdEP, aus der Bundestagsfraktion durch Ulle Schauws, MdB und von der GRÜNEN JUGEND durch Larissa Bochmann.

Zum Abschluss wurden neue Delegierte zum Deutschen Frauenrat gewählt.

***** Wir danken allen Delegierten – vor allem den langjährigen Delegierten, die nun ihr Amt abgeben – für einen spannenden und produktiven Bundesfrauenrat. *****

Teile diesen Artikel

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.