Wege aus der Schuldenfalle

Das nächste Rettungspaket für Griechenland steht an. Die Unterstützung des Mittelmeerstaates ist notwendig, damit das Land wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen kann. Kurzfristig ist dafür eine sanfte Umschuldung unter Beteiligung der Gläubiger notwendig. Um den Euro-Raum aber langfristig zu stabilisieren, braucht Europa endlich eine gemeinsame Wirtschaftsregierung.

Euro-Münze, Foto: Alles-schlumpf/Flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

Es liegt im ureigensten Interesse Deutschlands, in dieser Krise entschlossen Wege zu einem starken Europa zu gehen, denn unser Land ist der größte Nutznießer der Europäischen Union“, sagt Grünen-Vorsitzender Cem Özdemir. Je länger an dieser Stelle gezögert würde, desto höher würden die Kosten für die öffentliche Hand. Unter einem Bankrott der angeschlagenen EU-Staaten hätten gerade auch in Deutschland Staat, Banken, Unternehmen sowie die Anlegerinnen und Anleger als Gläubiger eines großen Teils der Schulden in den Krisenländern massiv zu leiden. 

Die GRÜNEN wollen deshalb unter anderem darauf hinwirken, dass auch die privaten Investoren und Gläubiger mit eingebunden werden, um die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nicht mehr als nötig zu belasten. Dies beschreibt der Bundesvorstand in einem Antrag für die außerordentliche Bundesdelegiertenkonferenz in Berlin, wo neben dem Atomausstieg auch über die Zukunft Europas diskutiert werden wird.

Eine sanfte Umschuldung Griechenlands ist notwendig und machbar, heißt es in dem Antrag. Die Gläubiger würden dabei auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten, dafür jedoch vom Risiko eines späteren harten Schuldenschnitts befreit werden: Den Kreditgebern wird das Angebot gemacht, ihre ausstehenden Forderungen gegen neue Anleihen mit niedrigeren Zinssätzen und längeren Laufzeiten einzutauschen, die dafür mit Garantien der EU-Staaten ausgestattet sind und somit eine größere Auszahlungssicherheit besitzen. Griechenland könnte auch seine Staatsanleihen zu den gegenwärtig niedrigen Marktkursen von den Gläubigern zurückkaufen. Hierfür könnte der europäische Rettungsfonds (EFSF) Kredite zum Rückkauf von Staatsanleihen an Euro-Staaten vergeben.

Vorsorgefonds für Bankenkrisen

Diese Krise ist nach wie vor auch eine Bankenkrise. Zu einer soliden und solidarischen europäischen Wirtschaftspolitik gehört daher auch ein Europäischer Bankenrettungsfonds, mit dem die finanzielle Ansteckungsgefahr zwischen in Not geratenen Banken und Staaten verringert werden könnte. Letzlich hat die derzeitige Krise gezeigt: Die Eurozone braucht eine Europäische Wirtschaftsregierung, um die Haushaltspolitik der Mitgliedsstaaten besser zu koordinieren, Ungleichgewichten und Fehlentwicklungen vorzubeugen und als gemeinsamer Wirtschaftsraum insgesamt wettbewerbsfähiger zu werden.

Wir unterstützen auch die immer lauter werdenden Forderungen, eine unabhängige europäische Ratingagentur zu gründen, die ein Gegenge­wicht zu den drei Monopolisten am Markt bildet.

Wir GRÜNE sind darüber hinaus für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, die Banken effektiv an den Kosten der Krise beteiligt. Eine Finanztransaktionssteuer, wie sie das Europäische Parlament am 8. März 2011 mit großer Mehrheit beschlossen hat, bringt zusätzlich einen regulativen Effekt für die Finanzindustrie mit sich: Sie macht kurzfristige Spekulation weniger rentabel und fördert dadurch nachhaltige Investitionen. Diese Steuer stärkt die eigenen Einnahmen der EU und schafft dringend notwendige Spielräume für Zukunftsinvestitionen in Bildung, Forschung, Armutsbekämpfung oder erneuerbare Energien.

Die Vorschläge von IWF, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission hingegen führen zu einer übertriebenen Konzentration auf Ausgabenkürzungen im griechischen Staatshaushalt. Alleiniges Sparen und Kürzen würde die griechische Rezession aber weiter verschärfen und den Abstieg in der Schuldenspirale beschleunigen. Maßnahmen um die staatlichen Einnahmen zu stärken und gleichzeitig die Kosten der Krise besser zu verteilen, fehlen bisher weitestgehend.

Diese Gesetzesvorschläge zur Reform der Eurozone gefährden den sozialen Zusammenhalt und die ökologische Modernisierung unserer Gesellschaft. Unter dem Deckmantel einer vermeintlich verantwortungsvollen Haushaltspolitik stellen Konservative und Liberale die europäische Solidarität in Frage", kritisiert Sven Giegold, Sprecher der Grünen Europafraktion im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments. Die wirtschaftliche Krise könne sich auch zu einer politischen Krise ausweiten und die europäische Integration gefährden. Sven Giegold initiierte zusammen mit dem sozialdemokratischen Europaabgeordneten Udo Bullmann einen fraktionsübergreifenden Aufruf gegen einen Rückfall in Zeiten nationaler Egoismen und für eine andere, eine nachhaltige Wirtschafts- und Finanzpolitik inklusive der Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Zu den Unterzeichnern des Anliegens gehören Daniel Cohn-Bendit, Rebecca Harms, Sigmar Gabriel, Claudia Roth, und Jürgen Trittin.

Griechenland nicht kaputtsparen!

Sparmaßnahmen in Griechenland sind notwendig und inbesondere die überdimensionierten Rüstungsausgaben sollten mindestens auf den Durchschnitt der europäischen Nato-Länder abgesenkt werden. Sparprogramme mit harten Einschnitten können aber auch ökonomisch kontraproduktiv sein und sie belasten in erster Linie wirtschaftlich schwache Haushalte. Wir halten Kürzungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und bei der Armutsbekämpfung für genauso wenig zielführend wie Mehrwertsteuererhöhungen ohne sozialen Ausgleich. So droht eine ganze Generation junger Menschen den unausgeglichenen Sparmaßnahmen zum Opfer zu fallen. Eine europäische Steuerpolitik sowie eine effektivere Bekämpfung der Steuerhinterziehung könnte helfen, den Menschen mit mittleren und niedrigeren Einkommen nicht die Hauptlast der Krise aufzubürden.

„Ökonomie beginnt mit Investitionen. Deswegen gilt derselbe alte Grundsatz, der auch für unsere Haushaltskonsolidierung gilt: Du musst sparen und investieren, umso mehr für die Rettung Griechenlands,“ so Fritz Kuhn in einer Rede im Bundestag. Die Krisenländer brauchen einen Green New Deal mit Investitionen in Erneuerbare Energien, Energie- und moderne Telekommunikationsinfrastruktur, nachhaltigen Tourismus und ökologische Landwirtschaft. Alle aktuellen Krisenländer bieten gute natürliche Voraussetzungen für die Erzeugung von regenerativer Energie, ebenso wie für eine nachhaltige Tourismusbranche. Wir setzen uns dafür ein, dass die Finanzierung des Green New Deals für die Krisenländer durch Euro-Projekt-Anleihen sowie den EU-Strukturfonds gesichert sind.

Auch Euro-Bonds könnten helfen, betroffene Länder vor einem massiven und schnellen Liquiditätsabzug zu schützen und die ökologische Transformation der EU zu finanzieren. Euro-Bonds sind Kredite, die von den EU-Ländern gemeinsam aufgenommen werden. Die europäische Staatengemeinschaft ist kreditwürdiger als die meisten Einzelstaaten und kann sich daher Geld zu günstigeren Zinssätzen leihen. Für das überdurchschnittlich wirtschaftsstarke Deutschland steigen damit zwar die Zinsen etwas, mittelfristig profitiert Deutschland jedoch, da beispielsweise die Kosten für Rettungschirme sinken.

Die Wege, die wir jetzt beschreiten müssen, werden Kosten mit sich bringen; aber es lohnt sich, diese Kosten zu tragen. Die Alternativen sowie ein Hinauszögern der Umschuldung wären viel teurer.

Lest mehr im Beschluss der ausserordentlichen Bundesdelegiertenkonferenz vom 25. Juni 2011: "Die Krise gemeinsam überwinden. Das Europäische Projekt nicht aufs Spiel setzen"

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Alle für alle!

Für Griechenland wurden Milliardenpakete aus Steuergeldern geschnürt. Wie auch private Gläubiger und Vermögen am Kampf gegen die Eurokrise beteiligt werden können.

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Endlich ein europäischer Weg

Cem Özdemir im Interview: Über seine Eindrücke vor Ort in Griechenland und Wege aus der Euro-Krise.

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Grüne Schritte für Europa

Die Schaffung einer europäischen Wirtschaftsregierung wäre ein nachhaltiger und grüner Weg aus Europas Krise.

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Ohne Green New Deal keine Eurorettung

Die Euro-Krisenländer müssen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern vermindern, sagt Sven Giegold. Ein Gastbeitrag.

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Gemeinsam gegen die Eurokrise

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD legen zusammen mit dem Ökonomen Peter Bofinger ein Thesenpapier zu Ursachen und Lösungen der Eurokrise vor.

Kommentare

kiba
26-06-12 07:57
Die Zustimmung zum ESM ist Prinzip Hoffnung - und die konsequente Fortführung des Navigierens in dichtem Nebel.

Die Spekulation / Wetten gegen D sind schon im Gange. D kann bei bestem Willen keine derart große Summe stemmen und dafür haften. Deshalb werden auch für D die Refinanzierungszinsen steigen, womöglich auf 5%.

Ist das Übernehmen fremder Schulden noch möglich, wenn alle europäischen Länder hohe Refinanzierungszinsen zahlen?

Macht da ein ESM noch Sinn?

Das funktioniert doch nicht. Ist das nicht Konkursverschleppung zu Lasten der Bürger?
kiba
25-06-12 14:54
Die ECB kommt ja den spanischen Banken entgegen in dem die Anforderungen an Hypotheken-Verbriefung gelockert werden.

So können spanische Banken durch Verbriefung / Mortgage Backed Securities (MBS) ihre notleidenden Kredite wieder gesund rechnen. Vielleicht ist ja die Hypo-Real bald Käufer?

Es geht also nicht nur in den USA weiter mit der Verbriefung. Keiner macht was, seit 2008.
Aber vom großen Europa träumen.
rainer t.
17-02-12 11:19
Stgt. Zeitung 17.2.12 S.4 Interview mit H.Trittidie
Lieber H.Trittin,
die Griechen sind hoffungslos überschuldet.Die Rückzahlung der griechischen Schulden selbst bei einem Zinssatz der Ihnen oder mir bei meiner Hausbank berechnet wird ist unmöglich.
Die bedauernswerte griechische Volk muß sich bei Ihren politischen Repräsentanten für die Schuldenmisere und bei den "Geldverleihern" bedanken.Von der Schummelei (Betrug) beim Beitritt zur € Zone will ich nicht weiter reden.
Für diese Misere weigere ich mich zu zahlen, weil die wahren Schuldigen "Geldverleiher" nur teilweise oder garnicht zur Kasse gebeten werden(Schuldenschnitt).
Es ist doch verständlich wenn vor einer gewaltigen neuen Kreditauszahlung von den Geberländern verlangt wird, unwiderrufliche Maßnahmen gesetzlich zu beschließen die eine "Wende" in Griechenland beweirken.Dazu gehört vielmehr als "nur" die in aller Munde befindlichen Sparmaßnahmen.Die sind sicherlich ausgeschöpft, reformiert und zwar vonGrund auf gehört das gsanzer Verwaltungssystem.
Daher unterstütze ich die Position von H.Schäuble, denn auf diesem Sektor hat sich in Griechenland wenig bewegt.
Diese Gesichtspunkte kommen bei Ihnen H. Trittin u. den Grünen insgesamt kaum zum Ausdruck.
Mit freundlichem Gruß
Rainer Th.
Wolf
04-09-11 09:34
Die Vorschläge der Grünen im Hinblick auf die Schuldenkrise sind von Naivität und mangelndem ökonomischen Verstand geprägt. Für mich sind die Grünen ab sofort passee.
Jochen
17-08-11 16:41
Man sollte von vornerein viel mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit legen. Das Problem ist, dass sich Länder mit Importüberschüssen nämlich Geld aus dem Ausland leihen müssen, also indirekt das Geld, dass Exportnationen mehr einnehmen als ins Ausland ausgeben. Die Schwierigkeit dahinter ist aber das gleiche wie bei einem einzelwirtschaftlichen Schuldner-Gläubiger Prinzip. Wenn ein Land immer nur Geld leiht und nicht auch mal netto Geld abwirft, dann muss man sich nicht wundern, wenn das Geld dann langfristig keine Rendite abwerfen kann. Deshlab gab es dort ja auch so einen Hang zu Risikogescäften wie mit Immobilien. Dort war das Geld noch scheinbar am besten angelegt. Investitionen in internationale Wettbewerbs-Unternehmen lohnen sich ja nicht, wenn durch eine beliebige Lohnpolitik der verschiedenen Euro-Staaten einige Länder unschlagbare Vorteile auf dem Gebiet haben. Dann wird die neue Fabrik in Griechenland und Spanien bald schon wieder Pleite gehen. So lassen wir unsere eigenen Konsumenten Pleite gehen.

Wir müssen lernen, dass Wettbewerbfähigkeit eben ein relatives Konzept ist. Wenn ein anderer keine Wettbewerbsfähigkeit abgeben will, dann kann niemand anderes wettbewerbsfähiger werden. Entweder alle Nationen der Welt haben eine ausgeglichene Export-/Importbilanz oder eben nicht. Wenn einige Länder immer nur importieren, dann wird eine neue Krise dabei herumkommen wo abermals der Staat eingreifen muss. Deshlab brauchen wir in Deutschland endlich mal einen langfristigen Plan für kräftige Lohnerhöhungen, die wir wegen des noch nicht akuten, aber sich langfristig andeutenden Fachkräftemangels sowieso nötig haben. Es ist ebenfalls in keiner weise so, dass Deutschland durch den Export mehr Arbeit geschaffen hat. Selbst in den guten Jahren 2005-2008, waren wir nie stärker im Beschäftigungsaufbau als andere europäische Nationen, wir haben nur am meisten getrickst, um aus der gleichen Menge Arbeit mehr Arbeitsplätze zu machen. Und bevor wir uns die EU kaputtsparen, sollten wir lieber mal die Globalisierungsängste nicht größer machen als sie sind und die Binnenachfrage anschieben.

Durch Investitionen alleine verkauft sich jedenfalls kein Gut, deshalb gehören zur Wettbewerbsfhigkeit immer Kosten im Verhältnis zur Leistung. Nicht ohne Grund sind wegen der unterschiedlichen Lohnkosten die Industrien in vielen Ländern teilweise ausgetrocknet. Durch unsere Lohnvorteile haben wir die Industrie dieser Länder verdrängt und sie wie gesagt dazu animiert sinnlose Immobilien zu bauen. Deshalb muss es vor allem über einen Ausgleich der Lohnkosten laufen.

Wenn man etwas für die Binnenachfrage tut, dann wäre das übrigens auch eine vernünftige Lösung, wie man die Privatwirtschaft insgesamt in Schwung bringt. Läuft die Privatwirtschaft, dann kann es sich der Staat auch leisten zu sparen.

Andere Probleme mit Banken und Schulden müssen dann durch Regulierung verhindert werden, damit wir bald ein Bankensystem haben, dass Sachinvestoren unterstützt, statt sich abhängige Schuldner zu ihren eigenen gunsten zu schaffen.
Klaus
09-08-11 16:49
Ich war Anfang Juli auf einer Grünen-Tagung im Bundestag zu dem Thema. Die Inkompetenz der Grünen zu dem Thema war wirklich beänstigend. Allen voran der ehemalige Parteivorsitzende Bütighofer (oder so ähnlich heißt er). Der spielte den ganzen Tag v.a. auf seinen Handy rum und sagte am Schluß nur Mist. Auch für die Grünen gilt wie für alle Politiker, sie können einfach nicht zugegeben das sie keine Ahnung haben. Die gemachten Vorschläge mit sanfter Umschuldung etc. sind Unsinn. Zahlen muß das der deutsche Steuerzahler. Griechenland muß das Problem selbst lösen und zwar mit Zwangsanleihen auf griechische Hypotheken etc. Dann würde man die heranziehen die das Problem maßgeblich verursacht haben. Nämlich korrupte griechische Geschäftleute und Politiker. Euro-Bonds ist so ein typischer grüner und roter Unsinn. Das sind Negativ-Anreize und belohnt nur die die nicht sparen.

"Vorsorgefonds für Banken" und "Transaktionssteuer" gehen auch am Kern des Problems vorbei. Was schädlich ist für die Wirtschaft muß man untersagen und nicht besteuern. Systemrelevante Banken muß man so klein machen das sie nicht mehr systemrelevant sein können. Die Macht der Banken muß man zugunsten der Realwirtschaft einschränken.

Es ist wie es ist. Die Grünen haben keine Ahnung von Wirtschaft und Geld und deshalb kann auch der ökologische Umbau der Gesellschaft mit den Grünen nicht gelingen.

Fairerweise lasse ich aber nicht unerwähnt das die anderen Parteien genauso unfähig sind. Deshalb braucht Deutschland eine Bürgerbewegung jenseits der Parteien.
Gruß
Klaus
Frank
09-08-11 09:24
In diesen Äußerungen zur Schuldenkrise wird nur gesagt, das auf unser Land und damit auf den deutschen Steuerzahler zukommt. Es wird nichts darüber gesagt, welche Maßnahmen geplant sind, um zu kontrollieren, ob die Griechen, Iren etc. wirklich sparen. Nein, stattdessen wird eben einfach der Geldhahn aufgedreht. "Wir haben es ja!"
Meines Erachtens wäre es besser, dass diese Länder ihre alten Währungen wieder einführen.
Was mich am meisten erstaunt und mir auch Angst macht, ist die Tatsache, dass die Parteien - auch die Grünen- kaum auf die Ängste und Fragen ihrer Wähler eingehen. Die Parteien haben den Kontakt zur Basis verloren.
Andreas
09-08-11 00:15
1. Aufklärung der Menschen über das Wesen des Teilreserve-Prinzips als Grundverbrechen unseres Währungssystems und als die wahre Profitquelle des privaten Bankenkartells.

2. Abschaffung der Zentralbanken.

3. Freier Markt für Währungen, so wie es sich eben auf dem Markt ergibt. KEINERLEI "Rettung" für wen auch immer. Scheitern gehört wie im Leben eines Jeden von uns dazu.

4. Solange die Menschen nicht verstehen, dass Zentralbanken eine Erfindung der Banken sind, um ihre auf dem Teilreserveprinzip bestehendes Geschäftsmodell durch beliebig ausdehnbare Liquidität abzusichern und eben nicht der volkswirtschaftlichen Entwicklung oder dem Arbeitsmarkt dienen, wird sich nichts ändern. Von Politikern egal welcher Farbe kann man nichts erwarten außer Kosmetik, weil sie das Währungssystem selbst nicht verstanden haben, instinktiv aber merken, dass sie davon profitieren.
Juncker
05-08-11 08:39
Eine widerstrebende Merkel in Europa und eine Tea-Party, die in den USA skrupellos pokert. Es scheint als wären die Politiker mit verantwortlich für den weltweiten Börsensturz. Naja, das Klima wird es ihnen danken ;)
Wolfgang
18-07-11 10:01
Hallo,

wenn J. Trittin jetzt sogenannte Eurobonds fordert, will er doch offensichtlich den ganz großen Finanzausgleich zwischen dem Zentrum Europas und der sog. Peripherie, vor allem im Süden. Die Verleugnung nationaler Interessen mag sich ethisch gut anhören; sie wird aber höchst einseitig bleiben. Jede andere Annahme wäre naiv. Eines ist aber ganz gewiss: Sympathien für die Grünen werden bei solchen Forderungen in bürgerlichen Kreisen massenweise verlorengehen...
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