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Text: "Zweitstimme Grün am 24.9.: Für Umwelt und Gerechtigkeit." Daneben ein Kreis mit einem blauen Kreuz drin.

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Unfaire Ausnahmen: Verbraucher bezahlen Industriestrom

Rebecca Harms kritisiert die neue Regelung der Industrieausnahmen bei der EEG-Umlage. Wirtschaftsminister Gabriel und Wettbewerbskommissar Almunia würden Mittelstand und privaten Verbrauchern die Hauptlast der Energiewende aufbürden.

Guten Tag Rebecca, nach der Einigung zwischen Almunia und Gabriel
werden 500 Unternehmen weniger als bisher von der EEG-Umlage befreit.
Entspricht das nicht den grünen Forderungen nach weniger
Industrieprivilegien?


500 sind viel zu wenig. Wir fordern, dass Industrieausnahmen auf die Unternehmen reduziert werden, die diese Hilfe wirklich benötigen. Davon sind wir mit den neuen Leitlinien weit entfernt. Die neuen Regeln können in Deutschland sogar zu höheren Kosten für die Energieverbraucher führen. Sie tragen die Kosten der Energiewende. Dagegen profitiert die Schwerindustrie sogar davon, dass die Börsenstrompreise wegen der erneuerbaren Energien stark gesunken sind. Das ist ungerecht.

Ist es nicht notwendig der deutschen Wirtschaft beim Strompreis
entgegenzukommen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten?


Nur weil die Industrie lauthals über zu hohe Strompreise jammert, heißt das noch lange nicht, dass sie Grund dazu hat. Während die Strompreise für Verbraucher in den letzten Jahren stark angestiegen sind, blieben Industriestrompreise weitgehend stabil. In einigen Nachbarländern stiegen die Strompreise sogar deutlich stärker an als in Deutschland. Dadurch hat sich die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie sogar verbessert.

Inwiefern hätten dann die Verbraucher von einer stärkeren
Einschränkung der Industrieprivilegien profitiert?


Bislang tragen Privatverbraucher und Mittelstand die Hauptlast bei der Bezahlung der Energiewende. Würden die großen Energieverbraucher stärker einbezogen, würde das zu einer deutlich faireren Kostenverteilung führen und die privaten Stromkunden entlasten.