Mr. Rich, übernehmen Sie Verantwortung!

Beim weltweiten Aktionstag am 15. Oktober geht es gerade auch um die europäische Schuldenkrise, ihre Folgen und notwendige Konsequenzen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen diese Proteste. Wir fordern ein vereintes, demokratisches und solidarisches Europa, in dem die entfesselten Finanzmärkte an die Leine gelegt werden. Die dringende Einführung einer Finanztransaktionssteuer und die angemessene Beteiligung privater Gläubiger wie gerade der Banken sind unsere zentralen Forderungen.

Am 15. Oktober wird es weltweite Proteste für mehr Demokratie geben. Foto: stvkowisbg/Flickr.com (CC BY 2.0)

Die europäische Integration ist eine einzigartige historische Erfolgsgeschichte. Sie wird durch eine unverantwortliche, national orientierte Wirtschaftpolitik der Mitgliedsländer und die Macht entfesselter Finanzmärkte gefährdet, die den Staaten Bedingungen diktieren. Es geht heute auch darum, dass das Primat der Politik und unserer demokratischen Institutionen zurückgewonnen wird.

Gerade Deutschland profitiert von der Europäischen Union – unser Wohlstand wäre ohne die europäische Integration nicht vorstellbar. Dabei darf auch nicht vergessen werden, dass die Schulden der einen die Vermögen und Gewinne der anderen sind. Niemand kann sich jetzt aus der Verantwortung stehlen, weder Staaten noch Banken oder die Finanzmärkte. In der Krise jetzt zusammenzustehen, ist das solidarische Gebot der Stunde.

Vorbild sind die Proteste des arabischen Frühlings

Es geht aber auch darum, dass die Bewältigung der Krise durch unzureichende Maßnahmen nicht bloß wieder zur Ouvertüre für die nächste Krise wird, sondern endlich Lehren gezogen werden und gerade auch jene ihren Beitrag leisten, die in den letzten Jahren von deregulierten Märkten am meisten profitiert haben. Eines ist dazu zwingende Voraussetzung: Eine Absage an das Prinzip, dass Gewinne nur wenigen zugutekommen, Verluste aber von der Allgemeinheit getragen werden sollen. Deshalb dürfen auch Banken nicht wiederum gerettet werden, ohne dass zuerst die privaten Eigentümer in Haftung genommen werden und umfassende demokratische Kontrolle über die unterstützen Institute hergestellt wird.

Seit mehreren Wochen hat die Bewegung "Occupy Wall Street" ein Lager vor der US-Börse aufgeschlagen, seit Monaten demonstrieren die Menschen gegen die Macht von Spekulanten und die zunehmende soziale Ungleichheit in Spanien und Griechenland. Sie nehmen sich die Proteste des Arabischen Frühlings und gerade auch die Demonstranten auf dem Tahrir Platz in Kairo zum Vorbild. Wie ein Lauffeuer hat sich dieses Aufstehen für mehr Demokratie, für eine echte Demokratie weltweit verbreitet. Auch in Israel, Griechenland, Chile oder nun in Deutschland: die Bürgerinnen und Bürger stehen endlich global auf für mehr soziale Gerechtigkeit.

Orte, Aktionen und Themen der weltweiten Proteste am 15. Oktober gibt es auf den Websiten: United For Globalchange und Echte Demokratie Jetzt

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Es wächst eine globale Bewegung

Hunderttausende gingen am letzten Samstag für eine strikte Kontrolle der Finanzmärkte auf die Straße. Sven Giegold war dabei. Ein Interview.

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Eine soziale und ökologische Wirtschaft

Der BDK-Antrag des grünen Bundesvorstands schlägt konkrete Schritte zur Umsetzung des Grünen New Deal vor.

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Banken in die Schranken!

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen den von Attac, Campact und vielen weiteren Organisationen am 12. November organisierten Aktionstag.

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"Gemeinsame Wirtschaftspolitik fehlt"

Ist der Euro noch zu retten? Sven Giegold über Spekulanten, Populisten und die Konstruktionsfehler der Europäischen Währungsunion.

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Blog vom Demokratiekongress

Unsere Berichterstattung vom grünen Demokratiekongress in Mainz zum Nachlesen.

Kommentare

ali
19-10-11 16:15
..."Sie wird durch eine unverantwortliche, national orientierte Wirtschaftpolitik der Mitgliedsländer und die Macht entfesselter Finanzmärkte gefährdet,"...wer hat denn die entfesselten finanzmärkte erst ermöglicht. waren es nicht die grünen und roten, als sie an der regierung waren? der oberökonom fischer ohne schulabschluß und sein oberindianer schröder.jetzt das elend beklagen, dass ihr selbst mit angerichtet habt. schlicht lächerlich. ..."Es geht heute auch darum, dass das Primat der Politik und unserer demokratischen Institutionen zurückgewonnen wird."... als die grünen mit an der regierung waren hätten sie die möglichkeit gehabt etwas bürgerfreundliches zu gestalten. leider fehlanzeige. jetzt darüber zu lamentieren und die schuld bei den anderen zu suchen ist zu billig. die grünen sind überflüssig wie ein kropf. immer wenn sie an der regierung waren stiegen die abgaben und steuern. immer nur dagegen zu sein ist immer einfach. in regierungsverantwortung haben sie noch nie beweisen können, dass sie etwas sinnvolles zuwege gebracht haben. eine schwätzer und "dem volk nach dem munde reden partei." schlicht überflüssig. weder eine friedenspartei, noch ökonomisch vertretbare positionen. diese partei dient nachweislich lediglich als sprungbrett für ein pöstchen in der wirtschaft nach absolvierter karriere und überbordwerfen sämtlicher früher zur schau getragener überzeugungen. (siehe fischer u.a...). glaubwürdigkeit sieht anders aus.
Blanker Populismus
17-10-11 07:52
Ungebildete und bestenfalls durchschnittlich intelligente Politiker machen immer wieder den Fehler, zu denken, dass Volk wäre so dämlich, wie sie selber.
Eilfertig wird jetzt versucht, sich von den "bösen Banken" abzusetzen. Es gibt allerdings noch genug Leute die nicht vergessen, haben, dass die von Deutscher Bank und Allianz gesponserten grüne Schickimicki-Partei immer dabei war, wenn es darum, das Geld von unten nach oben zu verteilen.
Wenn ihr jetzt also einfach mal so tut, als wären die Forderungen der Linken Eure eigenen, glauben Euch das vielleicht ein paar geistig Behinderte.

Dass die Grünen eine bessere Werbeagentur haben als die FDP, ändert nichts daran, dass sie genauso überflüssig sind.
a.h.
16-10-11 20:22
Na toll, da geht das Volk ( ein Teil ) auf die Straße und demonstriert gegen eine schon längst überfällige Sache ( Banken) . Und plötzlich solidarisieren sich alle Parteien.
Stehen wider Wahlen an, oder weshalb dieser Gedankenwandel ? CDU,SPD,FDP und Grüne zeigen sich mal wieder schön populistisch. Diese Heuchelei ist eine Unverschämtheit.
Logik und Sachverstand liegt ja nicht vor. Nach den nächsten Wahlen bleibt von diesem Wandel und Protest aller Parteien eh nichts mehr übrig.
Hier geht es nur um Machterhalt für die nächsten Wahlen . Aber ich weiß, dass ich bei der nächsten Wahl nicht wählen werde. Die Politik und ihre Politiker sind mir mittlerweile zu verlogen und korrupt.
Politiker sind schon lange keine Vertreten des Volkes mehr .
GSD
16-10-11 17:31
Wir müssen nur das ganze Finanzgebahren weltweit besser beaufsichtigen. Vernünftige Gesetze gibt es zuhauf.
In die Aufsichtsräte gehören nur unabhängige Fachleute. Diese soll man auch für Ihre qualifizierte Aufsicht gut bezahlen. Also raus mit korupten Politikern und Gewerkschaftern!!!
Jens
16-10-11 14:28
Ich finde es toll, dass die Grünen jetzt A sagen!
Denn wer A sagt, muss auch B sagen:)

B bedeutet Steuern und Abgaben nach dänischem Vorbild, ca 200 - 300 Mrd Steuern pro Jahr mehr als heute. Damit könnte auch Deutschland seine Schulden abbauen, ein wettbewerbsfähiges, weil gerechteres Bildungssystem finanzieren, umfassende Kinderbetreuung realisieren, mehr bessere Arbeitsstellen im öffentlichen Sektor schaffen, die als Vorbild für den privaten Sektor dienen und und und.

Und mit den höheren Einnahmen würde die Spekulation an den Finanzmärkten eingeschränkt, da dann das Geld für sinnvolle Dinge Verwendung fände.

Der Weg zu zukunftsweisender sozialer Gerechtigkeit sollte den Grünen die Möglichkeit eröffnen, sich positiv vom konservativ-neoliberalen schwarzrotgelben Einheitsbrei abzuheben und in allen Bereichen als konstruktive Kraft wahrgenommen zu werden. Letztendlich kann eine ökologisch nachhaltige Gesellschaft sachlogisch nur als arrogantes Klientelprojekt für den Mittelstand nicht bestehen. Politisch drückt sich das an der Etablierung der Linken und Piraten, und dem entgegengesetzt dem Niedergang der SPD, aus.

Kleiner Spass zum Abschluss:
Willst Du Deutschland oben sehen, musst Du die Statistik drehn´
Udo
16-10-11 09:02
Wenn es eine deutsche Partei gibt, die absolut nichts bei den Protesten der Occupyy-Bewegung zu suchen hat, dann sind das jawohl die von der Deutschen Bank gesponserten Grünen Kriegstreiber!

Obwohl, es natürlich nachvollziehbar ist, dass die Grünen gerne so tun wollen, als wären sie keine Krisenvorbereiter.

Nur glaubt das außerhalb der grünen Mitglieder kein Schwein.

Die Grünen sind imperialistische Kriegspartei!
DSie Grünen sind Deregulierungspartiei!
Die Grünen sind Privatisierungspartei!
Die Grünen sind Rentenkürzungspartei!
Die Grünen sind Hartz IV-Partei!

Ergo, die Grünen sind teil der deutschen
Unterdrückungs-Oligarchie und Menschenfeinde!
Hans
16-10-11 01:51
EIN BREITER BUND FUER WORLD-WEITE DEMO.CRATY IM KAMPF

GEGEN DE FINANCE-HAIE UND IHRE LAKAIEN !

PRIMA, DAS AUCH DE GRUENEN HEIR ACTIV SIND !

MAN SOLTE IM DEUTSHE & EURO - CETR.UM IN

FRANK.FURT AM MAIN DE WIDERSTAND VER.STAERKEN !


ALL THE BEST !
DenktNach
15-10-11 19:46
Da merkt man mal, wie wenig Ihr Euch überhaupt damit auseinandersetzt. Das hat mit dem arabischen Frühling null zu tun, höchstens zeitlich.

Ihr solltet Euch in Grund und Boden schämen, jetzt auf den Zug aufspringen zu wollen, denn die Bewegung geht auch gegen Euch, die etablierten Parteien!

Und vielen Dank nochmal für:
- Hartz IV
- Die Riester- Rente
- Die Euroaufweichung
- Den Afghanistaneinsatz
- Die Finanzmarktderegulierung
miriam
15-10-11 19:23
Wer hat im Bundestag jüngst den "Rettungsschirmen" zugestimmt? Ihr seid doch selbst auf der Seite des Kapitals. Habt ihr das noch nicht bemerkt?!
Wollt ihr nicht auch dem EFSF zustimmen, deren Mitgliedern vollkommene Immunität zugesichert wird, die niemandem Rechenschaft schuldig sind und die aber gleichzeitig uneingeschränkte Klagerechte haben?
Adrian
14-10-11 13:02
Wann wacht Ihr endlich auf!! Auch für die Grünen ist es jetzt höchste Zeit klar Stellung zu beziehen und klare Ansagen zu dem Thema zu machen. Wo ist die linke Partei der Gerechtigkeit geblieben,es ist entäuschend zu sehen wie Ihr den Piraten das Klientel der Jungwähler überlasst!!!Stellt wieder deutlich heraus warum wir euch noch wählen sollen!!
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