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Deutschland profitiert vom Euro

Euro-Kritiker vergessen oft: Deutschland hat die gemeinsame Währung bislang mehr genützt als geschadet.

Euro Münze, Foto: alles-schlumpf/ flickr.com (CC BY-NC-SA 20)

Laut einer Studie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) profitiert Deutschland von der gemeinsamen europäischen Währung. In den letzten Jahren hat der Euro Deutschland einen Wohlstandsgewinn von 50 bis 60 Milliarden ermöglicht. "Um diesen Betrag wäre die wirtschaftliche Leistung weniger gestiegen, wenn wir die D-Mark gehabt hätten", sagte der KfW Chefvolkswirt Norbert Irsch, der Frankfurter Rundschau. 

In der KfW-Studie rechneten Experten die Wirtschaftsentwicklung mit und ohne Euro durch. Fazit: der Euro nutzt Deutschland. Beispielsweise wird die Gemeinschaftswährung weniger aufgewertet als die D-Mark, das kam vor allem der Exportwirtschaft zugute. Auch die zu zahlenden Zinsen wären weitaus höher gewesen, wären sie von der Bundesbank allein mit Blick auf die wirtschaftliche Situation festgelegt worden.

Irsch spricht sich außerdem klar für die Umsetzung der Euro-Rettungsmaßnahmen aus, trotz hoher Kosten. "Die Euro-Rettung lohnt sich, nicht nur für Deutschland, sondern für jedes einzelne Mitgliedsland der Euro-Zone", so Irsch.

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Fatale ökonomische Folgen

Was würde ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone und die Rückkehr Deutschlands zur D-Mark bedeuten?

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Mehr als eine Währung!

Seit Monaten steckt der Euro in der Krise. Dieser Hintergrundartikel erklärt, wie es zur Krise kam, und warum die Gemeinschaftswährung gerettet werden muss.

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Grüne Schritte für Europa

Die Schaffung einer europäischen Wirtschaftsregierung wäre ein nachhaltiger und grüner Weg aus Europas Krise.

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Wege aus der Schuldenfalle

Damit Griechenland und der Euro stabilisiert werden können, ist eine sanfte Umschuldung notwendig.

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Die sieben Sünden

Die Bundesregierung vergibt die Chance, die Wirtschaft jetzt ökologisch und sozial auzurichten

Kommentare

Heinz
09-11-11 20:39
Der Artikel ist - Verzeihung! - zum Kotzen. Der Euro hat die krassen Ungleichgewichte in Europa verschärft, weil er die Geldpolitik vereinheitlicht hat, und jetzt soll noch die Fiskalpolitiker vereinheitlicht werden, sodass die Nationen keiene Chance zur aktiven Konjunkturpolitik haben. Wer hat denn das zweitgeringste Durchschnittswirtschaftswachstum in der Euro Zone und das niedrigste seiner Geschichte, im vergangenen Jahrzehnt, dem Jahrzehnt des Euros? Deutschland!
Carmen
05-10-11 18:58
Ja geil, steht der Artikel immer noch da. Sowas brauchen wir nicht, das ist Quatsch und niemand glaubt uns die Worthülsen des BDI. Damit wird den Piraten das Feld bereitet.
Klaus
14-09-11 16:32
Die KFW Studie ist eine politische Gefälligkeitsstudie. Auch zu DM Zeiten hatte Deutschland hohe Exportüberschüsse, der Exportanteil in die EU ist seit der € Einführung übrigens nicht gestiegen. Aber zu DM Zeiten hatten wir sicheres Geld. Wäre die DM theoretisch höher bewertet als der € dann hätte das zwar Exportnachteile im Sinne geringerer Exporterlöse, aber Importvorteile. Das hat die KfW verschwiegen. Und diese Importvorteile (Heizöl, Benzin z.B) kämen den Bürgern direkt zum Vorteil. Aber zu DM Zeiten bekam Deutschland die Export-Erlöse in einer Währung, die nicht in Form von Rettungsschirmen subentioniert werden mußte. Und das Sparvermögen der vielen Kleinsparer in Form von Geldvermögen ist unsicherer den je. Deutschland als Ganzes ist nicht Gewinner sondern auch Verlierer des €. Ich frage mich mehr und mehr welche Interessen die Grünen eigentlich vertreten.
Stefan
12-09-11 20:40
Der Euro hat uns also 60 Mio. eingebracht.....dann können wir ja ruhig 200 Mio. ausgeben um ihn zu retten.
Klaus Hirmer
09-09-11 22:35
Bitte keine Illusionen verbreiten, sondern sich grundlich darüber informieren. Wem hat der Euro wirklich Vorteile gebracht?
Thanthalas
09-09-11 13:10
50 - 60 Mrd nur? na dann sind wir wenn die Nehmerländer nicht zurückzahlen können ja bald dick im Minus. Dann hat sich das schnell negiert.
Also liebe Grünen haltet mal den Ball flach.
strickteuchdochnstrick
09-09-11 06:58
Ich hoffe, ihr seid trotz eurer Liebe zum Euro gegen den
ESM-Vertrag, mit dem eine Behörde installiert wird, die von den EU-Staaten unbegrenzt Geld abziehen darf und deren
restliche Souveränität endgültig abschafft.
Jens
09-09-11 01:12
Der Euro hat Deutschland in dieser Weise sehr geschadet, und Deutschland schadet dem Euro ebenso:
Die Europartner werden durch die Lohndumpingpolitik durch den so unfairen Export wirtschaftlich überfordert,
sie müssen wegem ihm Schulden aufnehmen,
der Euro gerät in Gefahr,
durch den so geschwächten Euro hat "Deutschland" bessere Exportchancen auf dem Weltmarkt als mit der DM, was die ungesunden Strukturen verhärtet,
Die ArbeitnehmerInnen haben seit 2 Jahrzehnten kaum Lohnsteigerungen, sondern meist Lohnsenkungen. Danke!
Die Fokussierung auf den Export würgt die Binnennachfrage und das Wachstum ab.
Deswegen wurden wir vom ganzen Norden und Nordwesten im BIP pro Kopf überholt...
Und es fehlt an einem zukunftsfähigen Sozialstaat.
Die einzigen Ernst zu nehmenden Euro Staaten sind Finnland und die Niederlande. Der Rest ist im Prinzip wie Griechenland.
Ich wünsche mir von meiner Partei, in Zukunft der Realität auch in diesem Gebiet zu folgen. Die Reparatur der Sozioökonomie dürfte nur 50 bis 75 Jahre in Anspruch nehmen, Atommüll strahlt ein paar hunderttausend Jahre. Für Grüne somit leicht zu akzeptieren oder man landet in der Medienfalle und erzählt nur Unfug wie im obigen Artikel.
Profitieren vom Euro tuen nämlich nur die Exportunternehmer und die Anteilseigner. Nicht Deutschland und ganz gewiss nicht unsere Zukunft. Wehe dem Land, welches einen starken Exportsektor besitzt. Das Land mit dem größten Niedergang in Skandinavien ist deswegen auch Schweden.

Durch den Euro wird allerdings die Wechselkurspekulation eingedämmtt. Das ist der einzige Vorteil.
nobody
08-09-11 16:48
Die Sprache der Grünen driftet so langsam in die der CDU ab - schade. Wer eine andere Globalisierung möchte wird schnell zum Globalisierungsgegner abgestempelt und wer an der Art der "Eure-Rettung" seine Zweifel hat wird als Euro-Kritiker oder gar -Gegner bezeichnet. Die Probleme mit dem Euro sind prinzipieller Natur und sie lassen sich nicht durch die angedachten "Rettungsmaßnahmen" lösen. Werdet eurer Rolle als Oposition gerecht, legt den Finger in die Wunde, zeigt die Risiken und Alternativen auf - aber hört auf jeden nachdenkenden Menschen zu verunglimpfen.
Gast
08-09-11 14:48
Der Artikel sagt nicht wie der Euro zu 50 - 60 Milliarden "Wohlstandsgewinn" beigetragen hat. Sieht aus wie Propaganda für den Euro mit wenig Inhalt
Kommentar

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