Fleischeslust
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Beharrlichkeit & Opposition, Irgendwie Neutral & Guido! Daniel Bochow hat die Motive der grünen WUMS-Kampagne auf die anderen Parteien übertragen. Wir haben ihn gefragt, warum





Ein Link wanderte Anfang dieser Woche durch die Mailverteiler: Da hat sich ein Blogger viel Arbeit gemacht und unsere WUMS-Kampagne komplett umgestaltet. Aus eigenem Antrieb und ohne von irgendwem beauftragt worden zu sein.
Wir haben uns so gefreut, dass wir Daniel Bochow um ein kurzes Interview gebeten haben. Sein Weblog spreewelle.de findest Du übrigens hier.
WWW.GRUENE.DE: Warum setzt sich ein berufstätiger Mensch vor den Rechner und entwirft Wahlplakate. Hast Du zu viel Zeit?
Daniel Bochhow: Meine beruflichen Schwerpunkte sind Medien und Werbung – deshalb bin ich zwangsläufig viel in der Blogosphäre unterwegs und betreibe auch ein eigenes Blog. Ganz nebenbei bin ich ein politisch interessierter Bürger. Aktionen wie die WUMS-Remixe gehen also nicht von meiner Zeit ab, sondern gehören dazu.
Deine Plakatmotive sind ein Rundumschlag durch die Parteienlandschaft. Magst Du WUMS nun - oder nicht?
Ich mag die Grünen. Dass ein bisschen WUMS im Sinne von Aufmerksamkeitserregung gut ist, steht außer Frage. Allerdings bin ich kein Freund von Akronymen. Die etwas holperige Auflösung kann man lustig finden - sie ist wohl auch so gedacht.
Allerdings klingt es ein wenig so, als ob man sich ganz schön verbiegen musste, damit es WUMS macht. Gerade W wie Wirtschaft ist bisher nicht unbedingt mit den Grünen verbunden - sondern eher Kind der Zeit. Ginge es ganz puristisch um Authentizität, müsste der Slogan auch UUUMF heißen (Umwelt, Umwelt, Umwelt, Mitbestimmung, Frieden).
Im Vergleich zu den Plakaten der SPD gefällt mir, dass die Grünen sich mit sich selbst beschäftigen und nicht mit den Vorurteilen gegenüber den anderen Parteien. Noch lieber wäre mir eine Kampagne, welche die konkreten Themen in den Vordergrund rückt und damit greifbar wird.
Tun die WUMS-Plakate das nicht?
Klar, die einzelnen Motive der Kampagne gehen die Themen an. Aber vor allem steht da dieses kräftige WUMS. Und das ist mir in der Auflösung dann ein bisschen zu banal ("menschlich" sind wir alle, selbst die Linke) und stiehlt der Richtigkeit einiger Thesen (Datenschutz, Genmais) den Fokus.
Stell Dir vor, alle Wähler in Europa müssten Dir zwei Minuten lang zuhören - und zwar nur Dir. Was würdest Du ihnen sagen? Und wie?
Geht wählen! Wägt ab, wofür Ihr steht, beschäftigt Euch mit den zentralen Fragen der bevorstehenden Wahl und schaut dann, welche Partei Eure Meinung am besten vertritt.
Und versteht die Kampagnen eher als generellen Aufruf, zur Wahl zu gehen. Aber versprecht Euch nicht, politische Wegweisung von Plakaten zu erhalten. Da macht es zwar häufig WUMS – aber nicht immer gleich Aha. Ihr müsst schon ein bisschen näher kommen.
Die restlichen 90 Sekunden würde ich dafür nutzen, die Leute zu befragen, worum es bei der Europawahl geht und welchen Einfluss diese auf ihr persönliches Leben hat. Danach würde das Umfragenmaterial den Partien zugänglich machen und sie bitten, die Ergebnisse in ihre Kampagne einfließen zu lassen. So ganz hat nämlich immer noch nicht jeder verstanden, was Europa da eigentlich macht.