Als Text: "Nutzerumfrage. Hilf uns, gruene.de noch besser zu machen!". Daneben ein Block und ein Stift.
Drei Kinder schauen fröhlich es einem Zug.
Foto: © Erik Marquardt

Mit einem Lächeln

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Flüchtlingen zu helfen. Es können Kleider gespendet werden, Fahrräder und Geld. Lehrer unterrichten Deutsch, Ärzte geben extra Sprechstunden. Hunderttausende Freiwillige helfen Flüchtlingen bei der Ankunft und Integration in Deutschland. Viele der Helferinnen und Helfer sind GRÜNE. Einer von ihnen ist Klaus.

Sprache ist alles. Viele der Menschen, die in diesen Monaten zu uns kommen, flüchten vor Krieg, Hunger und Verfolgung. Hier sind sie vor diesen Gefahren in Sicherheit. Doch was kommt dann? Wer hier bleiben, arbeiten und in Sicherheit leben möchte, der kommt um die deutsche Sprache nicht herum. Anspruch auf einen Sprachkurs hat aber erst, wer seinen Asylantrag genehmigt bekommen hat. Doch das dauert oft Monate. Zum Glück gibt es Menschen wie Klaus. Klaus unterrichtet Flüchtlinge, die noch nicht erfolgreich Asyl beantragen konnten.

Ein inneres Glücksgefühl

Er macht das ehrenamtlich und mit großem Zeitaufwand. Geld gibt’s also keins. Dafür aber ein inneres Glücksgefühl und tiefe Befriedigung, schreibt Klaus. Die Klassenräume verlässt er nach jeder Unterrichtsstunde mit einem Lächeln auf den Lippen. Er weiß, dass er Menschen, die ein schweres Schicksal hatten, die ihr Land und ihre Freunde verlassen mussten, den Neuanfang hier zumindest ein bisschen erleichtert hat.

Die Frage, ob es auch schon Probleme gegeben hat, verneint er. Obwohl seine Schüler aus unterschiedlichen Ländern kommen. Aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Obwohl Männer und Frauen dabei sind, kam es noch zu keinen Konflikten. Im Gegenteil: Wenn ein armenischer Christ und eine jemenitische Muslima sich im Unterricht auf Deutsch SMS schicken, dann ist das eine große Freude.

"Man muss nur wollen"

Hilfe wird immer noch in ganz Deutschland gebraucht. Obwohl die Behörden auf Hochtouren arbeiten, kommen sie kaum hinterher. Zu wenig Personal, zu viel Bürokratie. Die deutsche Bürokratie ist es auch, die Klaus manchmal hinderlich erscheint. Als ALG 2-Empfänger wäre er eigentlich verpflichtet selber Seminare zu besuchen und sich in bezahlte Beschäftigung zu begeben. Er unterrichtet lieber selbst. Gern würde Klaus sogar noch mehr helfen. Allen, die darüber nachdenken, selber aktiv zu werden, rät er: „Nicht lang fragen – einfach machen! Hilfe wird an vielen Orten benötigt und irgendein passendes Talent hat jeder. Man muss nur wollen.“

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