Wir dürfen nie vergessen

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gedenken am Holocaust-Gedenktag den Opfern und rufen die Demokraten zur Umsicht auf

Auschwitz

"Vor 65 Jahren wurde Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Das größte deutsche Vernichtungslager bot ein Bild unvorstellbaren Grauens. Wir dürfen nie vergessen, was hier und in vielen anderen KZs geschah und worunter die Überlebenden und die Familien der Opfer bis heute leiden.

Ihnen gehört unsere Solidarität und Unterstützung – gegen alte und neue Nazis und all jene, die Nazismus und Antisemitismus relativieren. Shimon Peres hat in seiner Rede vor dem Bundestag mit bewegenden Worten die Lehre von Auschwitz genannt: Nie wieder Rassismus, nie wieder Verleugnung der Shoah!

Es liegt an uns, diese Lehre im täglichen demokratischen Leben immer wieder neu zu verankern und zu vertiefen – in Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik, in Bildung und Ausbildung. Der Mut und die Zivilcourage vieler Menschen, die sich gegen den Rechtsextremismus engagieren, dürfen nicht enttäuscht, die Einzigartigkeit der Verbrechen der Nazis darf in keiner Weise relativiert werden.

Die Demokraten müssen konsequent an einem Strang ziehen und alten und neuen Nazis zeigen, dass sie in unserer Gesellschaft nicht willkommen sind und rassistische Gewalt und Hetze in keiner Weise toleriert werden."

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Der Extremismusbegriff

Beim Kampf gegen Rechts kann es vorkommen, dass Kritiker eures Engagements Rechtsextremismus mit linker Gewalt und Islamismus in einen Topf werfen. Im folgenden findet ihr eine Erklärung, warum diese Gleichsetzung problematisch ist.

Häufige Demo-Termine der rechten Szene

Rechtsextreme missbrauchen häufig die Jahrestage bestimmter historischer Ereignisse für ihre Veranstaltungen und Demonstrationen. Rund um diese Termine solltet ihr also besonders wachsam sein und gegebenenfalls Gegenveranstaltungen organisieren.

Nazis im Internet

Nicht nur auf der Straße und im öffentlichen Leben ist es wichtig, aktiv gegen rechtsextremistische und menschenfeindliche Ideologien vorzugehen. Auch im Internet dürfen solche Parolen nicht hingenommen werden. Sei es auf Facebook, Youtube, in Foren oder auf eigenen Seiten - gerade im Netz fühlen sich viele Personen ermutigt, ihre Hasstiraden in die Welt zu posaunen. Auch hiergegen könnt ihr etwas unternehmen.

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Nazi-Aufmarsch in Dresden stoppen

Claudia Roth ruft dazu auf, sich den Nazis morgen in Dresden in den Weg zu stellen

Gegendemonstration und Blockade

Die bei Weitem meist verbreitete Reaktion auf eine rechte Demonstration oder Kundgebung und ein sehr effektives und medienwirksames Mittel gegen Rechts ist die Organisation einer Gegendemonstration. Auch hierbei solltet ihr einige wichtige Dinge beachten, um eure Aktion zum Erfolg zu führen.

Kommentare

30 jahre schrottpolitik
05-03-10 12:41
tja deutscher - außer der nazikeule haben die grünen eben herzlich wenig zu bieten ...
deutscher
20-02-10 15:53
es ist in deutschem namen ein grosses verbrechen begangen
worden.aber das ist 60 jahre her. ich kann dieses ewige
mea culpa bei jeder gelegenheit nicht mehr hoeren.
ich war letztens bei einer stadt fuehrung. das erste was
derfuehrer gemacht hat, war,er zeigte uns einen juedischen
friedhof (100 jahre) und erklaerte uns was waehrend des
3.reiches passiert ist. frechheit.
es gab progrome in polen,russland, vor den nazis.
da hoert man nichts von gedenktagen.
stalin ,mao,haben millionen umgebracht.
keine gedenktage. auch nicht von den gruenen .
tuerken, englaender,hollaender,franzosen,portugisen
haben millionen erschlagen,erschossen verhungern lassen
irgendwelche gedenktage? nein! warum nicht?
Julius Jochen Miller
31-01-10 19:41
Sehr geehrter Herr Özdemir,
vor einiger Zeit habe ich eine Fernsehsendung gesehen, in der auch Sie zum Nahostkonflikt Stellung bezogen haben. Den genauen Zusammenhang weiß ich nicht mehr. Ein Satz den Sie sagten, haben Sie mit Ihrer wohltuenden schwäbischen Klarheit formuliert. Sie haben gesagt:
„Wer Israel angreift greift uns an.“
Besser kann man es nicht sagen!
Das Interview, „Meine Staatsraison“, das Sie der Zeit gegeben haben, war sehr gut zu lesen. Sie haben einen klaren Bezug zur Realität, sprechen die Verhältnisse, wie sie sind, deutlich und ohne Gelaber an. Sie heben sich dadurch wohltuend von vielen deutschen Politikern ab.
Der Antisemitismus vieler Jugendlicher mit Migrationshintergrund, der in dem Interview Angesprochen wurde ist m.E. einfach zu erklären. Diese Jugentlichen wachsen in Deutschland auf, dort wo der Antisemitismus die Köpfe der Menschen am schrecklichsten verdorben hat. Ende der 60-ger Anfang der 70-ger Jahre wurde ein Symbol für den Judenhass die Lieblingsbekleidung vieler Deutscher. -Das Palituch.- Die Palituchträger der 70-ger waren vielfach Söhne und Töchter von NSDAP-, SS-und SA- Mitgliedern. Viele dieser früheren Palituchträger sind heute die Lehrer auch der Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Was wundert`s also, dass auch Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Schule zu Antisemiten erzogen werden.
Das Palituch an deutschen Hälsen kann man m.E. als Symbol für den Judenhass der deutschen Nachkriegsgenerationen sehen.
Jeder vernünftige Mensch weiß, die Attraktivität des Palituchs für deutsche Hälse hat nichts mit der Solidarität mit dem palästinensischen Volk zu tun.
Gideon Boess hat es einmal sehr treffend formuliert: „Wenn die Juden einen Teil der Antarktis besetzt hätten, würden sich die Deutschen mit den Pinguinen solidarisieren.“

Schöne Grüße
Julius Jochen Miller
Kommentar

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