Fleischeslust
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Justizministerin Zypris möchte Schwulen und Lesben ein volles Adoptionsrecht geben. Unions-Fraktionschef Volker Kauder tobt stellvertretend für seine Partei. Wir finden, es wird Zeit für ihn, im 21. Jahrhundert anzukommen. Das Zitat der Woche

Schön, die Union darf sich mal wieder empören. CDU und CSU stehen Kopf, weil Justizministerin Brigitte Zypris (SPD) anregte, auch homosexuellen Paaren ein volles Adoptionsrecht einzuräumen.
Die Ministerin beruft sich auf eine Studie, die besagt, dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ebenso gut aufwachsen, wie in Bilderbuchfamilien á la von der Leyen.
Fraktionschef Volker Kauder (CDU) schäumt stellvertretend für den konservativen Teil der Union: „Es geht bei diesem Vorschlag allein um die Selbstverwirklichung der Schwulen und Lesben und nicht um das Wohl der Kinder“, sagte er im Bundestag.
Nun ja. Man darf Herrn Kauder fragen, ob ein Kinderwunsch nicht immer auch Ausdruck des Wunsches der Eltern nach Selbstverwirklichung ist. Oder dienen Kinder im Weltbild der Union allein der Reproduktion? Seid fruchtbar und mehret euch?
Nicht nur Studien, sondern auch der gesunde Menschenverstand sprechen dafür, dass Kinder vor allem ein liebevolles Elternhaus brauchen – das mittelalterliche Familienbild von CDU/CSU ist ihnen herzlich egal.
Die gesellschaftliche Realität hat Kauder & Co. sowieso schon längst überholt: Experten schätzen, dass mehr als 10.000 Kinder in homosexuellen Partnerschaften aufwachsen. Was sagt Kauder ihnen und ihren Eltern? Dass sie allesamt verkorkste Seelen seien und eine Last für die Gesellschaft?
Lieber Herr Kauder, liebe Union: Es geht darum, allen Menschen in unserer Gesellschaft gleiche Rechte zu geben. Ihnen und ihren Kindern nicht länger zuzumuten, sich mit juristischen Hintertüren behelfen zu müssen (wie der Stiefkind-Adoption oder dem sogenannten kleinen Sorgerecht).
Bitte kommen Sie im 21. Jahrhundert an und hören Sie auf, für Ihre politischen Vorstellungen immer wieder das "Kindeswohl" vorzuschieben.