Praktische Tipps für den Kampf gegen Nazis

Dieser Ratgeber soll euch Hilfe, Anregungen und Unterstützung im aktiven Kampf gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sein. Hier bekommt ihr konkrete Tipps, was ihr den Strategien der Neonazis entgegensetzen, wie ihr rechte Veranstaltungen und Demonstrationen entgegenwirken und an welche Stellen ihr euch für Unterstützung wenden könnt.

Hakenkreuz im Müll. Foto: Wallstalking/Flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

http://195.34.191.129/?id=761Rechtsextreme melden vermehrt Demonstrationen an oder halten Mahnwachen ab. Immer wieder stellen sich GRÜNE dagegen und wirken aktiv mit, zivilen Widerstand gegen Rechtsextreme zu organisieren und eine Gegenöffentlichkeit herzustellen. Nur der offensive Umgang mit diesem Thema und eine aktive Begleitung in den Kommunen können die Ausbreitung von rechtsextremistischem Gedankengut verhindern und den Rechtsextremen das politische Leben schwer machen. Eine funktionierende Zivilgesellschaft und die Zivilcourage jeder und jedes Einzelnen sind bei der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus gefragt. Helft mit! Mischt euch ein!

Auch wenn die NPD derzeit in einem eher desolaten Zustand ist, ihr "Kampf um die Köpfe, Kampf um die Straße und Kampf um die Parlamente" geht, vor allem nach der Fusion mit der DVU weiter. Sie will Präsenz zeigen und vor Ort aktiv sein. Wie die schrecklichen Neonazi-Morde und das Versagen von Staatsanwaltschaft und Ermittlungsbehörden bei deren Aufklärung zeigen, ist rechtes Gedankengut und rechtsextreme Gewalt immer noch eine große Bedrohung für unsere Demokratie. Deshalb ist eine erneute Debatte über ein NPD-Verbot dringend notwendig.

Neben der rechtsextremen NPD und vielen verschiedenen Kameradschaften drängen derzeit auch immer mehr islamophobe Gruppen und Pro-Parteien in die Öffentlichkeit und hetzen ungeniert gegen Migrantinnen und Migranten oder Menschen anderer Glaubenszugehörigkeit. Zwar muss im Kampf gegen den Rechtsextremismus nach wie vor das Hauptaugenmerk auf der NPD liegen, aber natürlich muss auch gegen menschenfeindliches Verhalten anderer Gruppen vorgegangen werden. Die Vorschläge auf den folgenden Seiten können auch bei solchen Gruppen angewandt werden.

Was tun, wenn‘s brennt?

Die NPD, die Republikaner, eine ProPartei oder eine freie Kameradschaft hat eine Demonstration bei euch angemeldet und ihr wollt dagegen etwas unternehmen. Welche Handlungsmöglichkeiten stehen euch offen?

Ihr könnt...

... versuchen, den öffentlichen Raum mit einer Veranstaltung zu besetzen, bevor die Rechten ihre Demonstration angemeldet haben, oder die Stadt bzw. die zuständige Gemeinde darin zu bestärken, die Demonstration zu verbieten.

> siehe Verhinderung einer rechten Demonstration.

... eine Gegendemonstration anmelden und hier als GRÜNE oder zusammen mit anderen Bündnispartnern eure Ablehnung gegen die rechte Demonstration zum Ausdruck bringen. Außerdem könnt ihr die Demonstration der Rechtsextremisten "kritisch begleiten", sie ironisieren oder als letztes Mittel auch schlicht ignorieren.

> siehe Gegendemonstration und Blockaden.

+++ Aktuell: Kommt am 13. bzw. 18. Februar 2012 zur Großdemonstration "Dresden nazifrei" und helft, den Nazi-Aufmarsch zu blockieren! +++

 

Die Demofibel im Überblick

1. Praktische Tipps für den Kampf gegen Nazis

2. Verhinderung einer rechten Demonstration

3. Gegendemonstration und Blockade

4. Was ihr nicht vergessen solltet bei Aktionen gegen Rechts

5. Nazis im Internet

6. Umgang mit der "Wortergreifungsstrategie" der NPD

7. Der Extremismusbegriff

8. Welche Bündnispartner ihr ansprechen könnt

9. Fakten zum Verbot einer Demonstration

10. Wann die häufigsten Demo-Termine der rechten Szene sind

11. Wo ihr mehr Infos bekommt: Linksammlung

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.

Verhinderung einer rechten Demonstration

Der erste Gedanke, wenn man von einer geplanten rechten Demonstration erfährt, ist meist, dass es am Besten wäre, wenn die Rechtsextremen erst gar nicht aufmarschieren. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Ihr könnt versuchen, die Demonstration entweder ganz zu verbieten oder den öffentlichen Raum besetzen, wo die Demonstration stattfinden soll.

Nicht vergessen bei Aktionen gegen Rechts

Um einen größeren Effekt und auch eine Sichtbarkeit von Grüner Politik vor Ort zu erreichen, solltet ihr einige Dinge nicht vergessen:

Nazis im Internet

Nicht nur auf der Straße und im öffentlichen Leben ist es wichtig, aktiv gegen rechtsextremistische und menschenfeindliche Ideologien vorzugehen. Auch im Internet dürfen solche Parolen nicht hingenommen werden. Sei es auf Facebook, Youtube, in Foren oder auf eigenen Seiten - gerade im Netz fühlen sich viele Personen ermutigt, ihre Hasstiraden in die Welt zu posaunen. Auch hiergegen könnt ihr etwas unternehmen.

Gegendemonstration und Blockade

Die bei Weitem meist verbreitete Reaktion auf eine rechte Demonstration oder Kundgebung und ein sehr effektives und medienwirksames Mittel gegen Rechts ist die Organisation einer Gegendemonstration. Auch hierbei solltet ihr einige wichtige Dinge beachten, um eure Aktion zum Erfolg zu führen.

Nützliche Links

Eine Sammlung nützlicher Links rund um das Thema Rechtsextremismus.

Kommentare

Heiko
25-04-12 10:05
is ja geil
Heiner
21-03-12 23:04
Ich finde es ehrlich das ihr wenigstens

"Kampf gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" sagt,
Deutsche als Opfer also garnicht erst erwähnt.

Bei "Kampf gegen Rassismus" haben manche Deutsche noch die Illusion auch Deutschenhass wäre "Rassismus".

Dabei ist "Rassismus" doch nur ein Codewort für "Deutsche".
Martina
19-03-12 09:33
gibt es bei Euch auch Tpps, wie man mit radikalen Islamisten umgeht. Gerade ich als Frau habe häufig Angst, in der U-Bahn wird man von Moslems angepöbelt, senkt man den Blick oder wendet sich ab, wird es noch schlimmer. Man muß froh sein, wenn man nicht vergewaltigt oder vor die U-Bahn geschubst wird. (alles schon mehrfach geschehen.) Also, was tun?
19-03-12 08:16
Der nächste Totalitarismus kommt nicht in der Uniform einer Ideologie daher, er kommt im fließenden Gewand der Bemutterung unserer beiden Supper-Nannys Tante Claudia und Papa Renate.
Mike
19-03-12 07:38
Es ist echt traurig wie tief Ihr Grünen gesunken seid. Wenn Euch eine Meinung nicht passt muss sie verboten werden. Toll. Aber solch faschistoides Handeln wie Ihr es betreibt wird Euch nicht weiterbringen. Wenn man kein Profil und keine eigenen Ideen hat beschmeißt man einfach andere mit Dreck und ruft "Hexe, Hexe, Hexe, ..." oder in der Neuzeit "Nazi, Nazi, Nazi, ..." nicht wahr? Mehr habt Ihr leider nicht drauf. Ihr wart mal pro, doch jetzt seid ihr nur noch anti. Anti hier. Und anti dort. Ihr werdet schon sehen was Ihr davon habt!
Martin
18-03-12 17:19
Jede Art von Extremismus ist gefährlich - Rechtsextremismus, Linksextremismus, Islamismus, Antisemitismus und Öko-Terrorismus (siehe Castor)gehören leider immer noch zu Deutschland. Die Wahrheit und der gesunde Menschenverstand liegen wie immer in der Mitte. Deutschland ist dank der Industrie reich geworden und leistet sich nun auch die Grünen.
Paulchen
18-03-12 14:45
Rechts=Rechtsextrem=Nazi. Tja das alte Spiel. Dass euch ihr nicht schämt. Wer Grün wählt trägt aktiv dazu bei, die halbe Bevölkerung auszugrenzen und zu kriminalisieren und unterstützt diese beim schamlosen Ausnutzen von Morden für die eigene politische Agenda und beim Schüren von Angst und Hass unter der deutschen Bevölkerung.
Gerd
18-03-12 10:12
Bei den Grünen dient der vermeintliche Kampf gegen Nazis doch nur dazu, von den eigenen antidemokratischen und faschistoiden Tendenzen abzulenken. Ich braucht die NPD, damit ihr auf sie zeigen könnt.
Michael
01-03-12 04:06
Es sind nicht die NAZIS die mir derzeit Kopfschmerzen bereiten. Sondern jene die im Deckmantel der demokratischen Strukturen faschistische Politik betreiben. Und dazu gehört Bevormundung und Entrechtung der Bürger.
Aktuell das Beispiel in NRW, wo eine Grüne-Ministerin geradezu den Tabakkonsum und somit den weiteren Tot von hunderttausenden Menschen propagiert. Die Tabaklobby ist ja bei Grün bekanntlich sehr begehrt.
Da werden Lügen uber die E-Zigaretten verbreitet, unseriöse Medienberichte erstellt. Unzählige Menschen konnten sich bereits duch die E-Zigarette von der Tabaksucht befreien. Auch Ich!! Und wenn es auch den Grünen nicht passt,.. es geht mit gesundheitlich viel besser!! Ohh weh ein potentieller Krebstoter weniger,.. ich hoffe sie kommen darüber hinweg.
Die Gefahr sind nicht die Nazis von gestern, sondern die Faschos und Schreibtischmörder von heute..
Thanthalas
22-02-12 10:16
@Stefan: Sie haben eine merkwürddige Ansicht von Demokratie und Meinungsfreiheit.
Kommentar

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