Gesellschaftliche Entwicklungen

Dies ist ein Entwurf für den Abschlusstext zur Arbeit des Zukunftsforums Demokratie von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Er soll die bisherigen Diskussionsergebnisse des Zukunftsforums festhalten, diese einem breiteren Publikum zugänglich machen, und damit eine Debatte in der Partei anstoßen. Auf dem Demokratiekongress am 13. März in Mainz schaffen wir einen Rahmen, diese Debatte breiter zu führen. Auf dieser Seite kann der Text kommentiert werden. Bis zum großen Grünen Zukunftskongress im Juli in Berlin soll der Text laufend überarbeitet werden – ein aktueller Stand wird regelmäßig online gestellt.

Dennoch lässt sich an der beobachtbaren Zunahme von Demokratieverdrossenheit und der Vertrauenskrise der Demokratie nicht herumdeuteln. Sie markieren eine gefährliche Aushöhlung der Demokratie. Ohne die politische Teilhabe eines so großen Anteils von Bürgerinnen und Bürgern kann Demokratie dauerhaft nicht bestehen. Als Erscheinungsformen der Krise der Demokratie stehen sie jedoch nicht im luftleeren Raum. Eine ganze Reihe tiefer liegender gesellschaftlicher Entwicklungen verdeutlichen, wie fundamental die Herausforderungen für die Demokratie gelagert sind: Bei zunehmender sozialer Ungleichheit erleben wir auch einen Verlust an gemeinsamen Räumen und geteilten Lebenswelten und damit einen Verlust an Orten für Demokratie. Zugleich werden gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen zunehmend komplexer, betreffen teilweise einen sehr großen Zeithorizont und erhalten (über)lebenswichtige Dimensionen.

Zunehmende Ungleichheit

Die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich schreitet voran. Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland verfügen mittlerweile über mehr als 60 Prozent des gesamten Nettovermögens, während die unteren 60 Prozent über kein oder nur ein geringes Vermögen verfügen, oder gar verschuldet sind. Jeder Siebte lebt in Deutschland unter der Armutsgrenze – knapp ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren (1). Ob prekäre Beschäftigungsverhältnisse und Niedriglöhne, Bildungschancen, die maßgeblich von der sozialen Herkunft abhängen, oder eine Klassenmedizin, in der eine gleichwertige Gesundheitsversorgung nicht mehr gewährleistet wird – sozialer Zusammenhalt wird zunehmend ausgehöhlt. Und damit auch die Demokratie: denn ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger will, dass vom demokratischen Gemeinwesen ein Abbau sozialer Ungerechtigkeit ausgeht (2).

Die Arbeitswelt wandelt sich grundlegend in der Entwicklung von der Industrie- zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft. Neue Informationstechnologien, Flexibilisierung der Arbeitszeiten und auch die – nicht zuletzt von der Rot-Grünen Regierung seinerzeit stark voran getriebene – Deregulierung der Arbeitsmärkte haben die Arbeitswelt tiefgreifend verändert. Für viele Menschen hat der Druck am Arbeitsplatz zugenommen und oft reicht ein Job allein nicht mehr aus. Zeitarbeit und zunehmend schlechte Arbeitsverhältnisse erweisen sich als Engagementkiller. Auch der steigende Druck im Bildungswesen verringert die Möglichkeiten politischen Engagements - gerade in einem entscheidenden Lebensabschnitt, in dem sich junge Menschen zu aktiven Bürgerinnen und Bürgern entwickeln könnten.

Verlust gemeinsamer Orte für Demokratie

Hinzu kommt der Bedeutungsverlust klassischer Institutionen des Zusammenhalts, wie Kirchen, Sozialverbände und Gewerkschaften, aber auch Parteien. Mitgliederschwund und Passivität von Mitgliedern machen diese Entwicklung greifbar. Insbesondere wirtschaftlich benachteiligte Schichten fallen durch niedrige Mitgliedschaftsquoten in politischen Organisationen auf und sind entsprechend mobilisierungsunfähig und schwach in gesellschaftlichen Konflikten (3).

Besonders in großen Städten erfolgt durch eine zunehmende Kommerzialisierung und eine Vertreibung Schwacher aus dem öffentlichen Raum ein zusätzlicher Verlust an Möglichkeiten kollektiver Erfahrung und gesellschaftlichen Austausches. Dieses Vakuum an erlebbarer Gemeinschaft birgt immer auch die Gefahr in sich, dass Rechtspopulisten versuchen, einen Ersatz in konstruierten Gruppen und auf Kosten von Minderheiten zu schaffen.
Im Zuge der bereichernden und für viele Menschen auch befreienden Pluralisierung der Gesellschaft kommt es zu einer Festigung der Grenzen zwischen Lebenswelten. Besonders anschaulich lässt sich diese Entwicklung im Internet beobachten, anders als das Netz mit seinen großen Chancen durch den dezentralen Charakter des Mediums erhoffen ließe. Häufig findet auch hier Kommunikation zwischen immer Gleicheren statt, Diskussionen laufen parallel auf zerstreuten, voneinander getrennten Aufmerksamkeitsinseln, völlig isoliert von Andersdenkenden und Anderslebenden. Dabei ist keineswegs das Internet schuld – im Gegenteil: es fördert wenn überhaupt Entwicklungen zu Tage, die sich offline in der Gesellschaft vollziehen. Gerade das Internet könnte und sollte dazu genutzt werden, Austausch quer über die Grenzen der Lebenswelten von Bürgerinnen und Bürgern hinweg zu ermöglichen.

Klar ist für uns Grüne: die zunehmende Vielfalt in der Gesellschaft ist bereichernd und befreiend. Die Anerkennung dieser Vielfalt ist Voraussetzung dafür, dass alle Menschen die Chance erhalten, sich individuell zu entfalten und als eigenständige und freie Bürgerinnen und Bürger in das Gemeinwesen einzubringen. Eine Gesellschaft, in der erwartet wird, so zu leben und zu sein wie alle anderen, kann keine freie Gesellschaft sein. Die zentrale Herausforderung ist also, am Ende aus der Vielfalt heraus zu einer gemeinsamen Politik zu finden. Deshalb ist es so wichtig die nötigen gemeinsamen Räume für Demokratie zu schaffen und für demokratischen Zusammenhalt zu sorgen. Erst so schaffen wir auch eine gute Grundlage für demokratischen und konstruktiven Streit.

Zunehmende Komplexität und existenzielle Herausforderungen

Viele haben das Gefühl, die Welt wachse ihnen über den Kopf. Sowohl das politische System als auch die politischen Herausforderungen werden immer komplexer. Eine Zerfaserung von Staatlichkeit und Mehrebenen-Verflechtung sorgen dafür dass Politik selbst kaum noch zu durchschauen ist und Verantwortlichkeiten verwischen. Ist nun die EU zuständig oder die Bundesländer? Oder beide? Und entscheidet die EU-Kommission, das EU-Parlament oder der Rat? Was entscheiden die Kommunen, von dem was sie umsetzen, und was kommt von Bund und Ländern? Ohne klare Verantwortlichkeiten kann die demokratische Rückkopplung an die Wählerinnen und Wähler nicht funktionieren.

Gleichzeitig werden die Felder, die die Politik zu beackern sucht, immer komplexer: ökonomische Sachverhalte in der globalen Wirtschaft voller gegenseitiger Abhängigkeiten und ein Finanzsystem, in dem viele Akteure selbst nicht mehr verstehen, wie es funktioniert; technologische Entwicklung und deren unüberschaubare Risiken; eine Ausdifferenzierung der Rechtssysteme. Die neue Unübersichtlichkeit spiegelt sich in einer weltanschaulichen Pluralisierung – die zwar auch das Denken befreit, die uns aber auch ein Gefühl der Überforderung mit der Welt vermittelt.
Dies geschieht in einer Zeit, in der nicht nur Klarheit und Entschlossenheit im demokratischen Entscheiden und Handeln geboten wären, sondern auch Schnelligkeit: wie viel Zeit haben wir noch, um den Klimawandel ausreichend aufzuhalten? Wie lange bleibt uns noch, unser Wirtschaften auf eine Zeit knapper Rohstoffverfügbarkeit umzustellen? Wie halten wir den dramatischen Verlust an Artenvielfalt auf? Tickt die Zeitbombe einer nächsten Finanzkrise, wenn wir das Fenster für eine hinreichende Regulierung der internationalen Finanzmärkte nicht nutzen und es uns nicht gelingt, globale Ungleichgewichte abzubauen? Der Demographische Wandel erfordert frühzeitige Weichenstellungen um gesellschaftlichen Zusammenhalt auch in den nächsten Jahrzehnten zu gewährleisten. Und wie lange geht eine Welt voller Atomwaffen und instabiler Regime gut, wenn wir eine nachhaltige Friedenspolitik weiter verschleppen?

(1): Statistisches Bundesamt 2010, DIW 2009 (PDF)
(2): Embacher 2009
(3): WZB 2010 (PDF)

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Kommentare

Gregor
19-05-11 18:59
1./Gesellschaftliche Entwicklung/Zunehmende Komplexität und existenzielle Herausforderungen/3. Absatz:

Zuerst muß da stehen: Wie können Wir Deutschland zur Rechtstaatlichkeit und den Deutschen zu Menschenrechten verhelfen?! („höre“ dazu auch: Claudia Roth beim BPT in Freiburg 2010 ab 12:07 Min.)
06-03-11 14:26
Hallo liebe Grüne,

hier mein Komment:

1) Verlust gemeinsamer Orte für Demokratie???

Hier meint Ihr wohl eher den Verlust gemeinsamer Orte für Kommunikation außer vor der Glotze und dem Internet, nicht wahr? Der von Euch genannte Satz macht so überhaupt keinen Sinn, da es noch nie einen gemeindamen Ort für Demokratie innerhalb eines Staates je gab. Der Ort in dem sich Demokratie abspielt ist im Gegenteil das gesamte Staatswesen an jedem Ort. Eine Ortsfindung ist daher totaler Quatsch. So etwas gibt es nicht.
Die Kommunikation ist deshalb so kommerzialisiert, weil die Politiker es versäumt haben, der Wirtschaft klare Kommerzialisierungsverbote durch Werbung zu erteilen. In unserem Staat wird an jedem erdenkbaren Ort der Versuch unternommen, seinen Bürgern mit Werbung auf den Keks zu gehen. Plakate, Internet, Verkehrsmittel, Verpackung, Radio, Fernsehen, und so weiter und so fort. Wenn man in unserem Staat herumgeht, hat man den Eindruck, man befände sich an einem Ort, in dem der Sinn des Lebens darin besteht, möglichst viele Verbraucher durch Werbung auf den Sack zu gehen und sie damit zu kaufenden Vollidioten zu machen, die den Sinn des Produktes nicht in der Sache, sondern dem Hersteller sehen, der Marke, damit der gläubige Verbraucher als Arbeitnehmer keine Forderungen nach mehr Gehalt stellt, in der Angst, als Markenego mit Forderungen seinen erreichten Lebensstil zu verlieren. Früher betete man in der Kirche zu Gott, heute vor der Werbung zur Marke. Die Politiker gehen mit gutem Beispiel voran, in dem falschen Glauben, durch ein Verbot von Werbungsteilen oder deren Einschränkung, die Volkswirtschaft zu gefährden, was natürlich blanker Unsinn ist, da das Kaufinteresse der Konsumenten ja immer bedarfsorientiert ist, und sich die Waren auch ohne Werbung verkaufen würden, weil man ja etwas kauft um es zu benutzen. Nur sehr reiche Menschen können es sich leisten ohne Bedarf allein aus Prestige zu kaufen, jedoch selbst diese tun es nur selten, weil wer ist schon so dumm sich etwas zu kaufen, was zu Hause in den Schrank gestellt wird. Ergo würde ohne jegliche Werbung unsere Wirtschaft genausogut funktionieren und florieren, wahrscheinlich eher noch besser, weil die genervten Verbraucher, die wegen Kommerzialisierung nicht kaufen, wieder Lust hätten zu kaufen, weil sie mit dem Kauf eines Produktes kein Image erfüllen müßten, mit dem sie sich aufgrund einer schwachsinnigen Werbung nicht identifizieren wollen. Ich jedenfall trage und kaufe zum Beispeil meine Klamotten, weil sie bequem sind und mir gefallen. Der Name der Marke interessiert einen erwachsenen Menschen doch einen Scheiß, und die Wahrheit ist, das die Marketingfredies sich mit ihren verfehlten Theorien viel zu ernst nehmen. Würde man diese Leute nicht so ernst nehmen, würde man auch erkennen wie blödsinnig ein marketingisierter Mensch ist und wie menschenfremd diese Theorien sind. Man würde Erkennen, das letzlich kein Erwachsener eine Marke sein will oder ein Emblem tragen will, sondern eine echte Persönlichkeit, die Dinge kauft des Nutzens und der Schönheit wegen. Die Marke kann ja auf der Verpackung kleben bleiben. Genauer gesagt, brauche ich auch keinen Schuh von Marke XY mit dem Symbol von XY auf meinem Schuh, sondern ich brauche den Schuh von Marke XY mit der Qualität von XY, ohne das Symbol von XY auf meinem Schuh. Dann geht mir die Marke auch nicht auf den Sack, weil ich, wenn ich meinen Schuh anziehe, nicht ständig Marke, Marke Marke lesen muß, und mein Unterbewußtsein vor Lauter Werbung in meinem Schuhschrank, anfängt Depressionen zu bekommen. Streng genommen ist Werbung eine faschistische Tätigkeit, weil sie durch Psychologie den Versuch unternimmt, Menschen zu manipulieren und an seinem erworbenem Eigentum in seiner Privatsphäre durch Markensymbole den Versuch unternimmt, Werbung zu machen, obwohl der Verbraucher dies dem Hersteller nicht erlaubt hat und nie erlauben würde. So hat der Verbraucher in der Regel auch nicht die Möglichkeit die Marke von dem Produkt zu entfernen, ohne das Produkt dadurch kaput zu machen. Ein Auto ohne Markenabzeichen kann man nicht kaufen, ebensowenig einen Schuh, oder andere wichtige Produkte des alltäglichen Bedarfs. So kommt es, das man seine Sachen selbst machen müßte, was heute keiner mehr kann, oder man müßte ein Freak werden, der die Marken abnimmt, damit sie ihm nicht den ganzen Tag zu Hause stören, wodurch die Produkte allerding meist kaput gehen würden. Also muß der Verbraucher zu Hause Werbung auf seinen erworbenen Produkten ertragen und wird letzlich gegen seinen Willen Opfer von Marketingstrategen, die wiederum hinterher ihre psycologischen falschen Theorien bestätigt sehen, weil sie Menschen sehen, die mit Schuhen herumlaufen, auf deren Seiten sich die Symbole der Markenhersteller befinden. Befänden sich keine Symbole auf den Produkten, müßten die Hersteller wohl erkennen, das sie Ihre Marketingausgaben garnicht brauchen und ihre Kunden auch ohne Marketing einkaufen gehen, eben weil sie einfach nur Schuhe benötigen. Ein gutes Beispiel, das es auch ohne Werbung geht, sind die Marken, die durch Tradition auch zu Marken geworden sind, wie zum Beispiel die Marke Zwergenwiese oder Mercedes Benz. Eine gute Idee spricht sich eben herum, dazu Bedarf es keiner Publikation. Warum kannte man zum Beispiel berühmte Persönlichkeiten im Deutschland des 19. Jahrhunderts auch ohne Radio, Fernsehen und Zeitungen? Weil Menschen zum Glück auch ohne Hilfe von Technik sprechen können. Zum Glück. Das gesprochene Wort ist immer noch die stärkste und natürlichste Form der Kommunikation, da kann Werbung und Marketing sich zum Glück in die letze Reihe stellen.

Ich hoffe Ihr überlegt Euch noch einmal ganz genau, wer hier eine Krise hat. Die Bürger sind es jedensfalls nicht, und der demokratische Staat als solcher kann gar keine Krise haben, ebensowenig wie eine juristische Person.
Allenfalls unfähige Politiker, die seit der Auflösung der sozialen Marktwirtschaft in der BRD nicht mehr klar kommen und unfähig sind, Demokratie vorzuleben, um dann nach ihrem eigenen Versagen nach zwei Jahrzehnten, die Bürger für ihr eigenes Versagen verantwortlich zu machen, so wie einst auch schon Diktatoren die Schuld an dem fremden oder Anderen suchten, um nicht erkennen zu müssen, das sie selbst die Heinis sind, die allen nur auf den Sack gehen.
Viele Grüße an die, die sich nur Streiten, anstatt zu regieren und nicht verstehen, das zum demokratischen Handeln drei Dinge gehören:
Kompromis, Verbot und Erlaubnis und deren Umsetzung durch Gesetze, in Wahrung der Freiheit und Interessen der Lebewesen und in der Wahrung des Frieden und der Akzeptanz, das ein Staat nur dann funktionieren kann, wenn seine frei handelnden Bürger die Freiheit nicht als anarchische Freiheit verstehen, in der jeder machen kann was er will, sonder in der demokratische Freiheit bedeutet, sich als Staatsbürger frei auf der grundlage geltenden Rechts zu bewegen und in Einhaltung der bestehdenden Gesetze seine Persönlichkeit zu einem erwachsenen Individuum frei zu verwirklichen, in der Akzeptanz, das in einem völlig frei handelnden Staat die Anarchie herrschen muß und diese die Menschen in den Krieg führen muß. Daher ist die heutige Freiheit häufig eine falsch verstandene kranke anarchische Idee die keines Staatswesens bedarf. So kommt es dann auch, das sich Menschen in der Anarchie verrennen und meinen eine Piratenpartei gründen zu müssen. Nicht jede Generation kann immer wieder von neuem den Krieg erfahren, nur um zu erfahren und zu lernen, das Menschen Gesetze, Frieden, Gerechtigkeit und ein demokratisches Staatswesen braúchen um gemeinsam in Frieden, Kultur zu leben und ein glückliches lusterfülltes kommunikatives Leben mit Liebe zu finden. Daher bedeutet demokratische Freiheit auch die Akzeptanz der Wirtschaft, das Verbote an Lebewesen grundsätzlich zu verbieten sind und dies allein aufgrund der eigenen Friedensinteressen zu akzeptieren sind und ein Verbote der Politik zu respektieren ist und nicht der Verzicht auf wirtschaftliche Folter an Tieren, als Freiheitsberaubung krankhafterweise zu empfinden, aufgrund einer mißratenen geldkrankhaft orientierten Persönlichkeit. Die Wirtschaft und die Menschen müssen insgesamt lernen, das demokratisch handelnde Politiker die Beschlüsse fassen müssen und auch manchmal notwendigerweise verbieten müssen zum Schutze der Lebewesenund im Interesse des Gemeinswesens. Genau aus diesem Grund ist es in unserem Staat eben auch unter Strafvollzugsandrohung richtigerweise verboten, andere Menschen zu foltern, umzubringen, zu mißhandeln oder deren körperliche oder geistige Freiheit einzuschränken.
Echte Freiheit gibt es nur für jedes Individuum allein in der geistigen Freiheit, der Redefreiheit und der körperlichen Freiheit. Diese letzgenannten Freiheiten sind jedoch unantastbar, heilig und nicht zu verändern in einem absolutischstischem Sinne. Da diese echten drei Freiheiten von den Menschen der einzelnen Staaten nicht gelebt werden, müssen wir Menschen in unvollkommenen Verhältnissen auf paradisische Verhältnisse innerhalb unserer Staaten verzichten, weil wirtschaftsverannte nicht auf die Folter der Tiere verzichten wollen. Wir werden so lange unsere verhältnisse nicht besser gestalten können bis die persönlichen Freiheiten aller Lebewesen respektiert werden, rechtsverbindlich sind und von allen Menschen gelebt werden, als ein friedliches Zusammenleben in unserer pluralischen Welt hier auf unserer schönen Erde.
Warum also sollten Menschen in vollkommenheit leben, während gleichzeitig Tiere vor Schmerzen weinen, der Freiheit beraubt sind oder in Massentierhaltungsanlagen der erkenntnis beraubt sind hier auf der Erde zu leben.
Räumt doch ersteinmal Eure Massentierhaltungskz´s weg bevor ihr Euch damit befaßt Eure kranke Vorstellung von Demokratie, Gerechtigkeit und Frieden zu verbessern.

So jetzt sind meine ``Thorsten`` Aufsätze zu Ende, weil ich keine Lust mehr habe, den Rest auch noch zu kommentieren oder zu lesen.
Ich hoffe ich bin euch ein wenig vor die Füße gelaufen und Ihr überlegt Euch noch einmal ganz genau, wer hier eine Krise hat. Das sind wohl eher die Tiere, aufgrund von menschlicher Perversion und Lieblosigkeit ihrer Welt gegenüber. Früher brachte man die Juden in KZ´s und heute sind es die Tiere, die in KZ´s leben müssen, weil Regierungen nicht handeln und da fragt Ihr nach Verbesserung Eurer perversen Verhälntnisse und wollt auch noch die Demokratie in Frage stellen. Ihr habt se doch nicht mehr alle. Ich muß doch sehr bitten, den Kongress am 13. März könnt Ihr Euch an die Haare schmieren. Räumt doch erst einmal auf, so daß der Gestank in den Tierkz´s verschwindet und Ihr lernt Euch in Anstand zu ernähren ohne kaput zu machen und zu foltern.
Thorsten
06-03-11 09:52
Hallo liebe Grüne.

So geht das garnicht.
Hier möchte ich kommentieren:

1) Ihr schreibt: ´´Dennoch lässt sich an der beobachtbaren Zunahme von Demokratieverdrossenheit und der Vertrauenskrise der Demokratie nicht herumdeuteln´´

Sagt mal, war Euer Auto besoffen als Ihr diesen Stuß geschrieben habt ?!
Ihr bringt ja alles durcheinander. Wir haben eine Politikverdrossenheit! Keine Demokratieverdrossenheit.
Langsam wirds peinlich. Wie kann man als Partei in der heutigen Zeit es ueberhaupt wagen, die Demokratie anzuzweifel?! Es gehört zum Selbstverständnis eines jeden Politikers, daß die Demokratie die einzige Staatsform ist, die fähig ist, den Frieden für ihre Bürger zu gewähren. Alle anderen Staatsformen haben und führen immer zum Totalitarismus und unterdrücken die Idee des Mensch seins. Selbstbewußte Demokraten zweifeln die Demokratie grundsätzlich nicht an, weil sie wissen, daß die Nazis, dies nutzen, um ihre von Brecht beschriebene Weltanschauung des Baals und Sandburgenzerstörers über die Menschheit zu bringen, um alles schlecht zu machen, damit sie Krieg führen können und auf dem Rücken der anders Denkenden, Terror zu üben.
Die Krise steht bei den Politikern, nicht bei den Bürgern, weil Ihr Euch nur streitet, anstatt unser funktionsfähiges demokratisches Staatssystem dazu zu nutzen neue gesetze zu verabschieden und Euch durch eine erwachsene Kommunikation parteiübergreifend auf die beste Idee zu einigen. Ihr denkt nur an Wählerstimmen und entscheidet nicht nach der Vernunft als Profi, sondern nach der Angst wähler zu verlieren, daraus kann natürlich nichts werden. Aber das liegt an Euch, nicht an den Bürgern. Wir warten, Ihr streitet. Und jetzt sagt Ihr, wir hätten eine Krise der Demokratie. Ihr seid ja völlig neben der Spur. Die Wahrheit ist doch, daß die deutschen Politiker im Bundestag nicht fähig sind anständige Politker zu werden, weil sie sich nur streiten zu lasten der Bürger. Nach dieser Unfähigkeit zur Kommunikkation hilft bei Euch nur der große Diktator, der Euch sagt was Ihr zu tun und zu lassen habt, sind die Dinge, die zu tun sind, doch so einfach für jeden Laien zu erkennen. Folter an Lebewesen abschaffen, Atomausstieg durchsetzen, Steuerreform verabschieden und Eure Messibude aufräumen, die Ihr mit Gesetzen und Verordnungen seit 1949 aufgebaut habt. Es stinkt aus Berlin, nicht aus dem Land.
Zum Glück ist Deutschland ja nicht von Berlin abhängig.

2) Sprache der Gruenen im Text
Ihr schreibt viel zu kompliziert in der Logik des Satzaufbaus. Bei langen Sätzen muß die Kontinuität bewahrt bleiben, sonst kann man den Text nicht überfliegen und schnell durchlesen, sondern muß studieren, was Ihr überhaupt sagen wollt. Ihr solltet immer daran denken, daß auch Nichtstudierte den Text lesen wollen. Selbst Studierten fällt das Lesen Eurer Texte schwer.

3)Thema: zunehmende Ungleichheit

Auch hier vertauscht Ihr. Die entstandene soziale Ungleichheit gab es in der BRD schon immer. Jedoch habt Ihr es versäumt, Gesetze zu verabschieden, die es ermöglichen die Wirtschaft zu verpflichten die Gehälter der Inflation, den Bedürfnissen der Bürger und ihren bescheidenen Wünschen anzupassen. Statt dessen habt Ihr den Sozialstaat gegen den Willen der Bürger an die Wirtschaft verkauft, durch Verkauf der staatseigenen Firmen und deren Liberalisierung die keiner brauchte. Die real existierende soziale Marktwirtschaft der 60ger, 70ger und 80ger, haben die Parteien des Bundestages zerschlagen und kaput gemacht. Der heutige Mist ist darauf gewachsen. Damals war es für die allermeisten Firmen und Unternehmer selbstverständlich und auch ohne Streit der Gewerkschaften, das Gehälter angepaßt werden, Geld nicht stinkt, und Erfolg belohnt wird und Angestellte auch ohne fragen des Chefs, eine satte Gehaltserhöhung bekommen und Unternehmer ihren Angestellten Geld gönnen. Heute gibt es das nicht mehr wegen Euch regierenden Bundestagspolitikern.
Den Scheiß habt Ihr verbockt, dann löffelt ihn bitte auch selbst aus und werdet endlich kreativ anstatt zu jammern, den Bürgern eine nicht bestehende Demokratieverdrossenheit einzusabbeln und Eure Messibude in Berlin und anderswo nicht aufzuräumen. Geht doch mal in die Stadt und seht wie gut es uns geht und was wir mit unserer schönen BRD aufgebaut haben, wo ist hier bitte eine Krise? Die besteht doch eher in Euren Gedanken, weil Ihr in Berlin nicht klarkommt.
Ich will jedenfalls Demokratie und bin auch nicht verdrossen, im übrigen kenne ich keinen, bei dem es anders wäre. Also wovon redet Ihr da eigentlich? Redet doch lieber mal über Eure Fehler, Euer Versagen in der Vergangenheit als Bundestag, dann erkennt Ihr vielleicht auch, daß Ihr Politiker des Bundestages es wart, die die soziale Marktwirtschaft der BRD Ende der 80ger und in den 90gern kaput entschieden haben und zwar parteiübergreifend.
Die soziale Marktwirtschaft gibt es nicht mehr, das ist der Grund, warum die Ungleicheit wächst. Es ist doch völlig unwichtig davon zu sprechen wieviel ein Reicher verdient. Macht es einen Unterschied, ob dieser 3 Milliarden oder 6 Milliarden verdient? Wohl kaum, dieser kann das Geld eh nicht ausgeben. Es macht aber einen Unterschied, ob jemand 1500 Netto verdient oder 2500 Netto. Von 1500 kann ich nur wie einer armer Spund leben, von 2500 kann ich mir Wünsche erfüllen und werde mit Sicherheit nicht reich, was im übrigen die meisten Bürger nicht als selbsterklärtes Lebensziel haben wollen. Es geht eher um die Dinge des Mensch seins, wie Familie, Lust, Liebe und Kommunikation. Es sollte nicht die Differenz der Gehälter verringert werden, sonder man muß dafür sorgen, das die Menschen, die arbeiten, von ihrem Gehalt in der gegenwärtigen Kultur ihres Landes auch so leben können, daß sie nicht unter ihrem miesen Gehalt leiden müssen und ihre Kultur nicht leben und erleben können wegen Geldmangel. Menschen mit anständigen Gehältern werden dann auch eher den Sinn von Demokratie und Frieden erkennen und sich nicht für Faschismus interessieren, der sie dann später unterdrückt, foltert und umbringt. Aber da 30 Millionen Ostdeutsche in der totalitären Gedankenfaschistokratie der DDR ja unter Androhungung von Knast, Tod und psychischer Gewalt gelernt haben mußten, das das Geld und der Westen schlecht ist, wird es in den nächsten Jahrzehnten in Deutschalnd wohl schwer werden, diesen Irrtum der Ostdeutschen in einem heute bestehenden turbokapitalistischem Wirtschaftssystem durch Berliner Bundestage auszuregieren. Dies kann nur durch eine innerdeutsche Erkenntnis zu seinen politischen Fehlern der 90ger und 10ner geschehen. Deutschland sollte zunächst in seinen Gedanken entnazifiziert werden, um eine positive Sichtweise auf den Sinn des Geldes zu entwickeln, was in Deutschland, aufgrund seiner komplizierten Kultur seit der Romantik des 19ten Jahrhunderts und dem Land der Dichter und Denker grundsätzlich fehlt und nur in der Blüte der BRD in den 60/70/80gern bestehenden sozialen Martkwirtschaft exsistiert hatte, unter der Anwesenheit der Besatzungsmächte der Alliierten und deren freundschaftlichen Beistand an die Deutschen, endlich mit Demokratie zu beginnen, sie zu entwickeln und zu leben. Von daher kam der Rückzug der Alliierten aus Deutschland für die deutsche Kultur wohl zu früh, denn die Deutschen können es nicht ohne fremde äußere Hilfe, aufgrund der Komplexität der deutschen Kulturgeschichte. Holt Euch doch einfach mal Hilfe aus dem Ausland für Demokratie. Dann klappts auch.
Heute gilt in Deutschland und deren Kultur Geiz ist Geil, Geld stinkt, wohlhaben sein ist schlecht, wohlhabend werden erst recht, dem anderen nichts gönnen ist geil, wer von der Hand aus dem Mund lebt ist cool. An der Unfähigkeit die Schönheit und den Sinn der Demokratie und die soziale Marktwirschaft für sich zu entdecken ist natürlich allein das Geld schuld, obwohl dieses doch nur ein blödes Blatt Papier ist, was lediglich die Funktion hat, beim Tauschen von Waren nicht mit Hafer, Kartoffeln oder Schweinen bezahlen zu müssen.
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