Entsetzen und Mitgefühl

Zu den Terroranschlägen in Norwegen erklären Claudia Roth und Cem Özdemir, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Norwegen

Wir sind fassungslos und voller Trauer angesichts dieses feigen und menschenverachtenden Verbrechens. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind in diesen Stunden bei den Opfern, ihren Angehörigen und auch bei allen Menschen in Norwegen.

Wie hasserfüllt muss ein Mensch sein, um offenbar alleine solch grausame Taten zu verüben und unschuldige Menschen zu ermorden? Dass der Täter offenbar der rechtsextremen Szene entstammt, zeigt einmal mehr, wie gefährlich rassistische und fremdenfeindliche Ideologien sind. Wir düfen ihnen keinen Fußbreit Raum in unseren offenen Gesellschaften lassen. Das gilt für Norwegen genauso wie für Deutschland.

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Das Problem benennen

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Unsere Gedanken sind bei den Opfern

In Japan droht die nukleare Katastrophe. Wir beteiligen uns aus Solidarität an den bundesweiten Mahnwachen.

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Wir trauern um Sepp Daxenberger

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Kommentare

Matthias
30-07-11 13:00
Ich frage mich jedesmal: Von voher kommt ihr Killertypen an die Waffen ran. Verschärt endlich diese Waffengesetze!!!
Und schafft endlich diese realanmutendn Ballerspielen ab.
Jörg
29-07-11 19:48
Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl sind in diesen Stunden ebenfalls bei den Opfern, ihren Angehörigen und auch bei allen Menschen in Norwegen.
Frank K.
27-07-11 20:00
http://www.vg.no/nyheter/innenriks/oslobomben/lenke.php

hier kann man mit unterzeichnen gegen gewalt. Innerhalb einer Stunde waren es cay. 20.000 Unterschriften, davon ca. 2.500 aus Deutschland.
Frank
27-07-11 09:50
Für mich gibt es zwei Dinge, die wir aus dem schrecklichen Ereignis in Norwegen nicht zum ersten mal lernen können und sollten:
1. Der Attentäter sah zu seinem militanten Vorgehen keine zivile Alternative. Das System der westlichen Demokratien, die ohne Frage auch welche sind, ist durch den repräsentativen Aufbau zu weit von den tatsächlichen Bedürfnissen und Anliegen des Einzelnen entfernt. Der Einzelne, unabhängig von kranken oder ernstzunehmenden Vorstellungen, fühlt sich nicht mehr ernstgenommen. Es ist Aufgabe der politisch Verantwortlichen unsere Demokratien weiter zu entwickeln und mehr direkte Beteiligungen zu wagen.
2. Die sehr wohl begründete Kritik an den Fundamentalisten, die den Islam für ihre politischen Ziele ebenso missbrauchen, wie es westliche Politiker zuweilen bis heute mit dem Christentum tun, muss selbstkritisch hinterfragt werden. Reicht es, dem Muslimen ihre Fehler vorzurechnen oder sollten wir nicht viel stärker auf politischer und aber auch ziviler Ebene die vorhandenen demokratischen Prozesse in so vielen muslimisch geprägten Staaten unterstützen? Wo bleibt die Vision für einen multireligiösen und zugleich demokratischen Mittelmehrraum, für den sich derzeit die Tür um einen so deutlichen Spalt geöffnet hat? Unsere Außenpolitik ist derzeit leider nicht nur ohne diese Vision, sondern sogar völlig konzeptlos. Aber auch wir Grünen sollten uns selbstkritisch befragen, was wir noch verbessern können. Oft habe ich von Aufrufen gelesen, Tankstellen mit lybischem Öl zu boykottieren. Das ist nicht verkehrt, aber nie las ich den Aufruf, Tunesien und Ägypten durch unseren verstärkten Urlaub in diesen Ländern wirtschaftlich wieder mit auf die Beine zu helfen.
GlobalSozialGrün
25-07-11 22:07
Die Frage, wie hasserfüllt ein Mensch sein muss, um ein solches furchtbares Attentat zu begehen, ist schwer zu beantworten. Eine andere Frage hat sich jedoch damit beantwortet: was geschieht, wenn eine "neue Rechte" in Europa mit Fremden- und Islamfeindlichkeit, Hass auf alles "linke" und kruden Verschwörungstheorien grenzenlos Propaganda betreiben kann? Ob FPÖ, Pro-Bewegung oder PVV in den Niederlanden, ob evangelikale und radikalkatholische Sektierergruppen, die Betreiber von hetzerischen Internetpräsenzen oder bestimmte Buchautoren und ihre Verlage in Deutschland und anderswo - sie alle tragen Mitschuld an diesem Massaker.

Eine offene Gesellschaft muss sich hiergegen verteidigen dürfen. Die Schläge gegen diese Kreise müssen dementsprechend hart sein. So etwas darf nie wieder geschehen.
Kai
25-07-11 11:26
Wieso werden solche Taten immer mit 'feige' bezeichnet um etwas Negatives auszudrücken? Egal ob feige oder nicht feige, wenn so eine Tat ausgeführt wird, sind beide Fälle schlecht. Feige an sich ist vielleicht keine glänzende Eigenschaft, dennoch aber auch nichts total schlechtes - mir manchmal lieber als rumgeprolle.
Soviel zum Politsprech.
Nils
23-07-11 21:17
"Wir düfen ihnen keinen Fußbreit Raum in unseren offenen Gesellschaften lassen."

Welche Maßnahmen schlagen die Grünen denn vor, um dieses Ziel zu erreichen?
Sven
23-07-11 19:36
"offenbar" ist keine Feststellung, sondern eine Vermutung. Es wird geschrieben das der Täter ein Anhänger von Winston Churchill, Max Manus (einem norwegischem Widerstandskämpfer gegen die deutschen Besatzer im zweiten Weltkrieg), sowie ein Sympathisant der "Freimaurer" war. Letztere vertragen sich aber absolut nicht mit einem "rechtsradikalem" Weltbild, bzw stehen dem eher gegenüber.
Desöfteren liest man zu solchen Meldungen "angeblich", wahrscheinlich, möglicherweise, vermutlich". Das hat aber nichts mit Journalismus zu tun und schon gar nicht mit wirklichen Fakten, sondern sind erstmal nur Spekulationen. Die Hintergründe und Motive sind ja noch schwammig. Wie so alles und die Frage warum?
h.g.
23-07-11 16:49
Dass dieses Verbrechenverurteilenswert ist, darüber gibt es
wohl bei keinem aufrechten Demokraten Zweifel. Soweit teile ich den grössten Teil der o.e. Erklärung.
Dass der Täter allein gehandelt hat ist allerdings bislang ebenso sicher, wie die Annahme, dass dieser aus der rechtsextremen Szene stammt. Hier würde ich erst einmal die Ermittlungen abwarten, oder wissen die beide Vorsitzenden der Grüne schon mehr ? Voreiligen Bewertungen sind in der Regel weinig hilfreich. Egal wer es war, es ist auf jeden Fall aufs schärfste zu verurteilen. Es wäre aber wünschenswert, wenn die beiden o.g. Vorsitzenden ebenso reagieren, wenn Gewalttäter der linken Szene oder islamistischen Gruppen mit Gerwalttaten auf sich aufmerksam machen. Hier habe ich bei Euch in der Vergangenheit erhebliche Defizite festgestellt. Da zudem in Eurer Hompage bei Themen A-Z zu Recht der Rechtsextremismus erwähnt wird, aber Linksextremimus und Islamismus nicht aufgeführt werden kommt der interessierte Leser doch gewaltig ins Grübeln.
Gewalttaten müssen von wem auch immer begangen ohne wenn und aber verurteilt werden !!!
Kritiker
23-07-11 16:44
Ich finde es widerwärtig, wie diese schreckliche Tat hier gleich wieder politisch instrumentalisiert wird. Auch wenn der Attentäter sich im Internet u.a. mit Islamkritik hervorgetan hat, weiß man noch nichts über die genauen Motive. Schließlich hat er auch keine Moschee in die Luft gesprengt, sondern (vermutlich vorwiegend norwegisch-stämmige) Kinder und Erwachsene niedergemetzelt. Was er damit erreichen wollte, weiß wahrscheinlich nur er selbst.
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