Demokratie 2.011

KOMM ZUM GRÜNEN DEMOKRATIEKONGRESS AM 13. MÄRZ IN MAINZ! Zunehmende Bürgerproteste, bis in bürgerliche Schichten hinein, gegen Entscheidungen von Stadt-, Landes- oder Bundesregierungen. Eine vor allem auf kommunaler Ebene sinkende Wahlbeteiligung. Steigende Unzufriedenheit mit dem Funktionieren der Demokratie und einer unverhohlenen Klientelpolitik. Das alles zeigt: Unsere Demokratie steckt in einer ihrer stärksten Vertrauenskrisen.

Nicht nur wählen gehen, sondern eine transparente Beteiligung an politischen Prozessen. Foto: Awaya Legends/Flickr.com (CC BY 2.0)

Bereits auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Rostock im Herbst 2009 haben es sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Aufgabe gemacht, eine Debatte über die Erneuerung der Demokratie zu führen. Diese Debatte ist mit den immer stärker werdenden Bürgerprotesten im Jahr 2010 bedeutender geworden und verlangt von uns grüne Antworten. Dabei geht es um die Frage, wie Menschen stärker in Entscheidungen einbezogen werden können und wie es zu schaffen ist, mehr Teilhabe für alle möglich zu machen.

Im März 2010 haben wir GRÜNE unter der Leitung von Claudia Roth und Sven Giegold das Zukunftsforum Demokratie ins Leben gerufen, das in regelmäßigen Sitzungen tagt und die unterschiedlichen Facetten der Krise der Demokratie beleuchtet und Lösungsansätze sucht.

Auf dem Demokratiekongress am 13. März in Mainz wollen wir nun breiter die ersten Ergebnisse, aktuelle Entwicklungen und die möglichen politischen Konsequenzen debattieren. Bitte mischt Euch ein, in Workshops und Plenumsdebatten, mit Grünen und vielen Gästen!

Wir wissen von vielen Zukunftsdebatten und Zukunftskonferenzen zu demokratierelevanten Themen, die bereits seit längerem auf vielen Ebenen der Partei laufen. Gerne möchten wir Euch auf dem Demokratiekongress Raum bieten, den Zwischenstand Eurer Debatten in Form von Bildern, Postern o.ä. zu präsentieren. Bitte sendet Eure Vorschläge sowie Materialwünsche an demokratie@gruene.de.

Beteiligt Euch jetzt an der Debatte, kommentiert unseren Text und kommt am 13. März nach Mainz zum Grünen Demokratiekongress!


Programmflyer
(pdf)

Veranstaltungsort:

ZDF-Konferenzzentrum 1 (Meistermannhalle)
ZDF-Str. 1
Mainz

Ablauf des Demokratiekongresses

10:00 – 10:10   Begrüßung Landesvorstand Rheinland-Pfalz, Eveline Lemke und Daniel Köbler

10:10 – 10:30   Rede Co-Sprecherin Zukunftsforum Demokratie und Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Claudia Roth

10:30 - 11:00   Keynote Speech: Harald Schumann, Journalist "Der Tagesspiegel", Autor "Der globale Countdown"

Vortrag zum Thema: "Die Entwertung der Parlamente durch wirtschaftliche Macht: Was wir gegen die Aushöhlung der Demokratie tun können."


11:00 - 12:00   Schlaglichter zum Zustand der Demokratie u.a. mit:

  • Christiane Schulzki-Haddouti, Freie Journalistin, Autorin und Bloggerin
  • Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND
  • Ulrike Bürgel, Sprecherin der BAG Behindertenpolitik
  • Thorsten Puttenat alias Putte, Künstler und Aktivist gegen S21, fluegel.tv
  • Ulrich Müller, LobbyControl
  • Prof. Dr. Claudia Neusüß, Gastprofessorin TU Berlin, Genderexpertin
  • Dietmar Muscheid, DGB Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz
  • Musgana Tesfamariam, Mitglied Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration Rheinland-Pfalz (AGARP)
  • Günter Dworek, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD)
  • Layla Al-Zubaidi, Leiterin des Auslandsbüros der Heinrich-Böll-Stiftung in Beirut, Libanon

12:00 – 13:00   Mittagspause

13:00 – 15:00   Workshopphase

Workshop 1

Politische Gerechtigkeit - Demokratische Teilhabe für alle: Welche gesellschaftlichen, sozialen und rechtlichen Bedingungen sind für gleiche Partizipationsmöglichkeiten aller zu erfüllen?

WorkshopleiterInnen: Gesine Agena, Ario Ebrahimpour Mirzaie, Astrid Rothe-Beinlich
Gäste: Prof. Dr. Claudia Neusüß, Musgana Tesfamariam, Helmolt Rademacher (Dipl. Päd., Ausbilder am Studienseminar GHRF Offenbach, Projektleiter: Gewaltprävention und Demokratielernen - Projekt des Hessischen Kultusministeriums)

Workshop 2

Neue Beteiligungsformen und mehr Demokratie: Wie können die Teilhabemöglichkeiten bei politischen Entscheidungsprozessen erhöht werden und was bedeuten die Bürgerproteste des Jahres 2010 für unsere Demokratie?

WorkshopleiterInnen: Ingrid Hönlinger, Gerald Häfner
Gäste: Prof. Dr. Hubert Weiger, Dr. Michael Efler (Mehr Demokratie e.V.), PD Dr. jur. Otmar Jung (FU Berlin), Thorsten Puttenat alias Putte

Workshop 3

Demokratie digital: Welchen Einfluss haben digitale Umbruchprozesse auf Öffentlichkeit, Medien und Demokratie?

Workshopleiter: Malte Spitz und Konstantin von Notz
Gäste: Christiane Schulzki-Haddouti, Tabea Rößner


Workshop 4

Demokratie, Klimawandel, Finanzkrise: Wie lässt sich das Primat der Politik in Zeiten der globalen Ökonomie sichern?

Workshopleiter: Sven Giegold und Harald Schumann


Workshop 5

Lobbyismus, Transparenz, Anti-Korruption: Wieviel Einflussnahme von Außen verträgt die Demokratie und wieviel Transparenz ist möglich?

Workshopleiter: Dietmar Strehl und Volker Beck
Gäste: Jerzy Montag, Marion Stein (Transparency International)


15:00 – 15:30   Kaffeepause

15:30 15.45   Dr. Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußballbundes

15:45 – 16.50   Abschluss-Plenun - Moderation: Co-Sprecher des Zukunftsforum Demokratie und MdEP von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sven Giegold

16:50 – 17:00   DemokratieSlam - mit Tobias Heyel, Stuttgart, und Theresa Hahl, Marburg

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Blog vom Demokratiekongress

Unsere Berichterstattung vom grünen Demokratiekongress in Mainz zum Nachlesen.

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Alle inklusive!

Auf ihrem sozialpolitischen Kongress am 6. und 7. Juli suchen GRÜNE eine Antwort auf diese und weitere Fragen.

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Grüne Demokratieoffensive

Die Menschen in Deutschland drohen, eine Gruppe von Demokratiemüden zu werden. Mit der AG Demokratieoffensive wollen wir nach Wegen aus der Demokratiemüdigkeit suchen.

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Diskutiert mit uns über Demokratie

Beteiligt Euch an der Debatte und kommentiert unseren Text

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Arbeit. Geschlecht. Gerecht.

Wie sieht ein geschlechtergerechter Arbeitsmarkt aus? Grüne Frauen tagen Mitte September in Leipzig auf der Bundesfrauenkonferenz.

Kommentare

Johannes
16-02-11 23:38
Der Verein "Mehr Demokratie e.V." dürfte in diesen Kreisen doch gut bekannt sein.
Weshalb sind keine Vertreter dieses Vereins unter den Sprechern für den Kongress aufgeführt? Ist ihre Meinung bzw. langjährige Erfahrung nicht gefragt?
sauerkreatur
16-02-11 16:22
hehe. der zwanziger als gastredner. was kann der denn zur demokratiedebatte beitragen - ausser vllt von negativbeispielen bei der fifa berichten ;)
Uli
16-02-11 11:00
... Demokratie ist die einzige Staatsform, die Mensch lernen muss.
Wo wird sie gelehrt, gelernt? In den Familien? In den Schulen?
... Der heimliche Lehrplan des ständisch strukturierten deutschen Schulsystems ist eher auf Gehorsam ausgerichtet als auf Mündigkeit.
Wer allerdings voraussetzungslos mehr direkte Demokratie wagt, handelt naiv und darf sich über Hamburger Ergebnisse nicht wundern.
Ob in Hamburg, den USA oder in der Schweiz: Die herrschende Klasse hat kein Interesse die demokratische Teilhabe der politisch gleichgültig Gehaltenen durch demokratische Bildung zu intensivieren.
Die abnehmende Wahlbeteiligung wird mit klammheimlicher Freude hingenommen.
Hajo
14-02-11 16:46
Bei der Demokratieoffensive wünsche ich mir, dass die Teilnehmer mehr miteinander reden können - z.B. im Rahmen eines Open Space mit entsprechend neutraler professioneller Moderation, statt dass jene Personen mit Rang und Namen mal wieder ihre Ansichten verbreiten reden.

Viele Grüße
Hajo
Wilfried
01-02-11 06:49
Deutschland bzw. die Menschen in diesem Staat sind nicht Demokratiemüde. Viele Menschen sind allenfalls enttäuscht, das Politiker uns seit 1948 eine Demokratie mit Abstimmungen und Wahlen versprechen und uns seither zunehmend zu "Stimmvieh" degradieren, deren Stimmen nur "alle Jahre wieder" gefragt sind.
Mensch kann doch sehen das die Beteiligung an Aktionen immer größer wird, wo Mensch sich von Wirtschaft und Politik "verar....t" fühlt.
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