Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
Eine Geschichte über unfaire Ausnahmen, die Schwarz-Gelb der Industrie gewährt. MEHR
Wie wir bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern werden können. MEHR
Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist. MEHR
Alle Infos rund um EU-Fiskalvertrag, ESM und die Position der Grünen. MEHR
Grüne Mitglieder können zehn Projekte für die Bundestagswahl 2013 auswählen. MEHR
Je weniger Stimmen, desto mehr Sitze? Eigentlich sollte es in einer Wahl ja umgekehrt sein. Ist es aber nicht immer. Deswegen wollten wir Grünen das Wahlrecht noch vor Herbst dieses Jahres ändern. Die große Koalition hat aus wahltaktischen Gründen dagegen gestimmt









Wer wählen geht, möchte dass seine favorisierte Partei mehr Sitze im Bundestag erhält. So ist die Logik der Demokratie. Doch unser gegenwärtiges Wahlrecht lässt das nicht immer zu. Unter bestimmten Umständen kann genau das Gegenteil geschehen – wie während der vergangenen Bundestagswahl in Dresden.
Wegen der so genannten Überhangmandate und ihrer komplizierten Auszählung (siehe Galerie oben) hat das Bundesverfassungsgericht das deutsche Wahlgesetz für grundgesetzwidrig erklärt. Und die Bundesregierung aufgefordert, es bis 2011 zu ändern.
Diese Frist ist großzügig bemessen, da die Richter zugleich eine generelle Vereinfachung des viel zu komplizierten Wahlsystems in Deutschland forderten.
Doch was, wenn wir im Herbst eine Regierung haben, die auf Grund eines verfassungswidrigen Wahlgesetzes im Amt ist? Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist relativ hoch: Der Effekt des negativen Stimmgewichts tritt umso häufiger auf, desto mehr Überhangmandate es gibt und Experten rechnen in dieser Wahl mit so vielen Überhangmandaten wie noch nie.
Die Union will das Wahlrecht trotzdem erst nach der Bundestagswahl reformieren. In der vorigen Woche knickte auch die SPD ein.
Dabei haben wir Grünen einen Vorschlag gemacht, der das Problem mit wenigen Sätzen im Gesetzestext lösen würde. Würden die Direktmandate nämlich auf die Zweitstimmen einer Partei im gesamten Bundesgebiet angerechnet und nicht erst auf Landesebene – es würde kaum noch Überhänge geben.
Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck sagte in einer Debatte im Bundestag: „Ein Parlament, das es geschafft hat, in nur drei Tagen ein Finanzmarktstabilisierungsgesetz mit einem Bürgschaftsvolumen von 400 Milliarden Euro durch den Deutschen Bundestag zu bekommen wird wohl die Kraft haben, einen Paragrafen im Bundeswahlgesetz so zu korrigieren, dass er verfassungsgemäß ist.“
Das ist aber nicht so: Am Freitag stimmte der Bundestag mit den Stimmen von Union und SPD gegen den grünen Antrag.
Das dürfte durchaus wahltaktische Gründe haben: Große Parteien wie Union und SPD haben bislang immer am stärksten von Überhangmandaten profitiert. Und in diesem Jahr, sagen Experten, darf sich die CDU auf besonders viele freuen.