Endspurt für die Schulreform

Der Endspurt für den Volksentscheid über die Hamburger Schulreform läuft. Am Sonntag werden die Hamburgerinnen und Hamburger ihre Stimme abgeben.

Rund 400.000 Bürgerinnen und Bürger haben bereits per Briefwahl ihre Stimme abgegeben. Laut einer Umfrage liegen die Schulreformgegner leicht vorn, aber die Stimmung in der Bevölkerung bewegt sich in den letzten Wochen immer weiter in Richtung Zustimmung zur Reform.

Ziel der Hamburger Schulreform ist nicht nur die Einführung von Primar- und Stadtteilschulen, sondern auch die Verkleinerung der Klassen und damit zusammenhängend eine neue Lernkultur mit individualisiertem Unterricht. Flächendeckend soll es ein Angebot an Ganztagsschulen geben. Es werden zusätzlich Lehrerinnen und Lehrer eingestellt, auch eine gezielte Fortbildung ist Teil der Reform.

Schon im Vorfeld schrieb Christa Goetsch, Bildungssenatorin in Hamburg, in einem Gastbeitrag für gruene.de: „Hamburg steht deshalb nun eine Erfahrung bevor, für die es noch kein Beispiel gibt. Eine ganze Stadtgesellschaft entscheidet über die künftige Schulstruktur. Die unvermeidliche Polarisierung wird für alle zu einer hanseatischen Reifeprüfung. Aber sie birgt auch die Chance einer breiten, endgültigen Legitimation für das längere gemeinsame Lernen.“

„Ich vertraue auf die Durchschlagskraft der Argumente“, sagt Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Es gehe bei der Schulreform nicht nur um Strukturen und längeres gemeinsames Lernen, sondern auch um die Verbesserung der Unterrichtsqualität, kleinere Klassen, individuelle Förderung, mehr Lehrerinnen und Lehrer und eine bessere Fortbildung. „Das verbessert nicht nur die Chancen eines Arbeiterkindes, es nützt auch dem Kind eines Anwalts“, so Cem Özdemir.

Das Ergebnis des Volksentscheids wird am 18. Juli gegen 23 Uhr erwartet.


Die Orakel-Krake Raul hat sich auf jeden Fall schon entschieden:

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Jamaika-Koalition an FDP gescheitert

Ministerpräsidentin will mit der SPD eine große Koalition bilden. Cem Özdemir: GRÜNE waren kein einfacher, aber verlässlicher Partner.

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Wahlkampf in Gummistiefeln

Cem Özdemir unterwegs für ein grünes Mecklenburg-Vorpommern.

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Cem Özdemir

Cem Özdemir ist seit 2008 GRÜNER Bundesvorsitzender.

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Niemand darf ausgegrenzt werden

Wie muss Parteinahme für die Schwächeren unserer Gesellschaft aussehen?

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Neue CEMpions für Stuttgart!

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Kommentare

So sieht "Bildung" in Hamburg aus
24-07-10 22:01
Bleibt es dabei, dass das Sitzenbleiben abgeschafft wird?

Ja, so ist es im gültigen Schulgesetz geregelt und diese Regelung ist vom Volksentscheid nicht betroffen. Es gilt das Prinzip „Fördern statt wiederholen“.

Den ganzen Dünnschiss gibt es unter
http://www.schulreform.hamburg.de/
Gorres
21-07-10 22:11
Die Krake war nicht echt, deswegen war die Vorhersage falsch.
Kuno
21-07-10 12:41
Tja, Freunde, das war's dann wohl.
Eure Arroganz hat euch auch nicht weitergeholfen.
Wie sagt man so schön: Hochmut kommt vor dem Fall.
Bravo, Hamburg!
18-07-10 18:14
Was hat die Gemeinschaftsschule mit Sozialismus zu tun? Oder ist Finnland jetzt sozialistisch?

Hier wird echt alles, versucht um eine Schulreform zu behindern.
Christian Larisch
18-07-10 11:30
Sicherlich muss sich bei der Bildung etwas ändern, das Elternhaus sollte nicht entscheiden, ob ein Kind später studieren darf oder nicht- es ist aber Realität und wird es wohl auch bleiben. Man kann nur versuchen Strukturen und Systeme so zu verändern, dass sie einen Anspruch auf Gerechtigkeit erheben. Das die Kinder 5 Jahre zusammen bleiben und neben einer Gemeinschaftsschule noch ein Gymnasium steht, so wie im Saarland gedacht (natürlich, weil man auf konservative Kräfte Rücksicht nehmen muss- ich war immer gegen diese komische Konstruktion mit der FDP und CDU zusammen) hilft der Sache nicht. Das man den Stadtteil berücksichtigt, also das Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler, das ja prägend ist für die Entwicklung der Kinder, ist eine erfolgsversprechende Sache- so sieht es auch die Wissenschaft. Ich wünsche HH viel Glück- der Rücktritt scheint nun für große Volksparteien der Weg zu sein- hilft aber in der Sache nicht!
Christian Larisch, Sulingen- bald Hannover
Julian H.
18-07-10 06:21
Wir brauchen keine sozialistischen Einheitsschulen oder sog. "Primarschulen" sondern Schulvielfalt und ein leistungsfähiges Bildungssystem - das kommt allen Schülern zu Gute. Die (bildungs-)politischen Forderungen der Grünen dagegen sind von vorgestern, realitätsfern und unpragmatisch. Daher kann man der Bürgerinitiative in Hamburg nur viel Erfolg wünschen.
Hamburg wählt die Zukunft
17-07-10 12:30
Ich finde die Idee mit der Plastik-Krake gar nicht so schlecht. Ist einmal etwas anderes.

Die Schulreform ist etwas dringend Notwendiges. Dass sich nun die hamburgerische Landesregierung einem Volksentscheid stellen muss, belebt den demokratischen Prozess. Die Regierung ist gefordert, das Reformpaket so gut wie möglich zu vertreten und leidenschaftlich dafür zu sein. Eine Regierung muss bereit sein, ihre Entscheidungen zu begründen und auch leidenschaftlich dahinter stehen.

Ebenso ist es gut, dass keine echte Krake dafür herhalten musste, wie bei der Fußball-WM. Das arme Ding aus Oberhausen kann ein ja nur leid tun.
Tierschutz
17-07-10 00:59
Was bin ich froh, dass ihr nicht den armen Paul dafür ausgenutzt habt. Die Plastik-Krake macht doch auch was her :)

Ich hoffe eure Reform kommt durch. Wenn nicht müsst ihr es weiter versuchen und zwar etwas langasmer. Nach und nach. Die Konservativen Menschen in diesem Land sind stärker als man manchmal glauben will. Da tut man eben alles um sein Kind vom Pöbel wegzuhalten.
Ich selber habe durch eine gesamtschule trotz Hauptschulempfehlung mein Abitur machen können und studiere heute Philosophie und Kusntgeschichte. Und ich habe zudem noch migrationshintergrund. Ihr seht, es braucht dringend solche Schulreformen, die alle Menschen mitnehmen.

Und nicht so einen Mist wie die Budnesregierung derzeit veranstaltet, wo durch abschnüren der Geldleistungen für ärmere Menschen die geburtenfreudigkeit unterbunden werden soll.

Nein. Jedes Kind ist wertvoll und jedes Kind verdient gute Bildung. Das geht nur wenn sich die Kinder unterscheidlicher Herkunft abstammung und Lebensweisen begegnen und gemeincahftlich lernen.

Im Übrigen sollte auch der Frontaluntericht ein Ende haben! Man muss als Politike rmehr mit Pädagogen zusammenarbeiten.

Ich fiebere auf jedenfall mit euch obwohl ich in Köln wohne :)

Liebe Grüße
Kommentar

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