Auf gelbem Hintergrund steht zwischen zwei Balken: "Urwahl: Basis ist Boss" und darunter "Bis zum 1.11. Mitglied werden und mitbestimmen!". Daneben vier hoch gehaltene Arme.
Zwei Jungs mit großen Rucksäcken.
Der freie Zugang zu Bildung ist eine zentrale Gerechtigkeitsfrage. Er darf nicht an der Herkunft, an den Lebensumständen oder am Geldbeutel der Eltern scheitern. Foto: © iStock/Imgorthand

Bildung

Die Grundlage für gleiche Chancen für alle ist Bildung. Deshalb ist der freie Zugang zu Bildung für uns GRÜNE eine zentrale Gerechtigkeitsfrage. Bildung darf weder von der Herkunft noch von den Lebensumständen oder gar dem Geldbeutel der Eltern abhängig sein.

Der freie Zugang zu Bildung ist eine zentrale Gerechtigkeitsfrage. Er darf nicht an der Herkunft, an den Lebensumständen oder am Geldbeutel der Eltern scheitern. Und - Bildung ist auch eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Ein gutes Bildungs- und Wissenschaftssystem ist eine wichtige Voraussetzung für die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen, sowohl im sozialen, im ökologischen als auch im ökonomischen Bereich.

In der Bildungspolitik gibt es, trotz einiger Verbesserungen bei der individuellen Förderung in den letzten Jahren, viel zu tun. Die soziale Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Die Lebensverhältnisse der Menschen driften immer mehr auseinander. Hier stehen Bund und Länder gleichermaßen in der Verantwortung. Wir setzen uns dafür ein:

  • den Zugang zu Bildung endlich chancengerecht und integrativ zu gestalten
  • 7 Prozent des Bruttoinlandproduktes pro Jahr für Bildung zu investieren
  • das Kooperationsverbot in der Bildung aufzuheben.

Frühkindliche Bildung

Schulstudien belegen, dass frühkindliche Bildung für die weitere Entwicklung der Kinder ein entscheidender Vorteil ist. Natürlich geht es bei frühkindlicher Bildung nicht um Lernen im hergebrachten Wortverständnis. Es geht um wichtige Impulse für geistige, moralische, kulturelle, soziale und körperliche Fähigkeiten von Kindern. Bei der zunehmenden Vereinzelung in der Gesellschaft, dem Trend zur Ein-Kind-Familie, der zunehmenden Kinderarmut und dem Verlust von Bewegungsräumen für Kinder entstehen Defizite im sozialen Lernen von Kindern. Hier können gute Krippen und Kindertagesstätten einen wichtigen Beitrag zum Ausgleich leisten. Wir setzen uns für ausreichende und vor allem gute Kitaplätze ein und streben mittel- bis langfristig die Beitragsfreiheit an.

Ganztagsschulen

Schulen sind ein wichtiger sozialer Lebensort. Deshalb sind Ganztagsschulen das Kernstück eines chancengerechten und inklusiven Bildungssystems. Sie bilden den Rahmen für individuelles und kreatives Lernen. Wir wollen Ganztagsschulen bis 2020 flächendeckend ausbauen. Dafür verhandeln wir mit den Ländern über eine Aufhebung des Kooperationsverbots in der Bildung und unterstützen sie mit mindestens 500 Mio. Euro pro Jahr. Wir wollen Schulen, die auch ein sozialer Lebensort sind, in denen alle Kinder auch am Nachmittag miteinander und voneinander lernen, Wissen vertiefen und Neues entdecken können.

Studium und Hochschule

Aufgrund unseres Einsatzes sind die Gebühren für das Erststudium in allen Bundesländern abgeschafft. Aber es gibt noch viel zu tun: Der Anteil der BAföG-Empfänger bei Studierenden aber auch bei Schülerinnen und Schülern muss deutlich gesteigert werden. Zwar hat die Regierung, mit Blick auf die Bundestagswahl 2017, nach sechs Jahren endlich Einkommensgrenzen und die Anspruchssätze erhöht. Das gleicht die Defizite der letzten Jahre aber nicht aus. Offene Hochschulen brauchen Zugangsgerechtigkeit, die auch die gesellschaftliche Vielfalt widerspiegelt. Hochschulen und Studierende brauchen eine zuverlässige und angemessene Finanzierung. Wir wollen ausreichend und gut ausgestattete Hörsäle und Bibliotheken. Wir wollen besser ausgebaute digitale Infrastrukturen und natürlich auch ausreichende Wohnheimplätze für Studentinnen und Studenten.

Lernen im Beruf und lebenslang

Die berufliche Ausbildung muss für alle Auszubildenden zu einem Berufsabschluss führen. Wir wollen die Ausbildung innerhalb der Berufsbilder in Ausbildungsbausteine unterteilen, die aufeinander aufbauen und berufs- und länderübergreifend anerkannt werden. Die Vorteile:

  • mehr Betriebe können sich an der Ausbildung beteiligen
  • mehr Jugendliche finden einen Ausbildungsplatz
  • kein Bildungsschritt bleibt ohne Anschluss

Zudem wollen wir überbetriebliche Ausbildungsstätten als dritten Lernort neben Berufsschule und Betrieb etablieren. Das schafft zusätzliche Ausbildungsplätze, von denen gerade kleine Unternehmen profitieren. Auch die Ausbildungsförderung von Nicht-EU-BürgerInnen soll verbessert werden.

Mit einem Weiterbildungs-BAföG wollen wir außerdem das Lernen in späteren Lebensphasen fördern. Damit erreichen wir diejenigen, die bislang zu wenig von den Angeboten erreicht werden: Ältere Menschen, Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und Geringqualifizierte.

Mehr Informationen

BDK-Beschluss "Qualität in der frühkindlichen Bildung fördern" (2015)

Flyer der grünen Bundestagsfraktion: Beste Unis für alle Studis (2016)

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