Unsere Gedanken sind bei den Opfern

Mit Entsetzen und Trauer verfolgen wir die Tragödie in Japan. Unsere Gedanken sind bei den Opfern des Tsunamis, des Erdbebens und der darauf folgenden atomaren Katastrophe. Noch immer ist das Ausmaß der Schäden am Atomkraftwerk Fukushima nicht abzusehen. Als gesichert gilt inzwischen dass es in mehreren Reaktoren zu einer Kernschmelze gekommen ist. Die japanische Regierung spricht von einer „nie dagewesenen Katastrophe“.

Claudia Roth und Cem Özdemir erklärten am Wochenende:

„Wir sind bestürzt und entsetzt über die furchtbare Tragödie in Japan. Die Nachrichten und Bilder von dieser schrecklichen Naturkatastrophe können wir kaum fassen. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern und den vielen Menschen in höchster Not. Deutschland und die EU sind jetzt gefordert, Japan zur Seite zu stehen und schnell mit allen erdenklichen Mitteln zu helfen.

Die Nachrichten zum Zustand des AKW Fukushima machen uns große Sorgen. Offenbar droht den Japanerinnen und Japanern nach der furchtbaren Naturkatastrophe jetzt auch noch ein atomarer GAU. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Japan, wir denken auch an die Rettungskräfte in unmittelbarer Nähe zum Reaktor, die unter Einsatz ihrer Gesundheit und womöglich ihres Lebens gegen die Katastrophe ankämpfen.

Hier bahnt sich offensichtlich eine Katastrophe von unfassbaren Ausmaßen an. Die Kernschmelze hat womöglich schon stattgefunden oder ist im Gange. Offenbar steht eine Freisetzung von Radioaktivität in großem Ausmaß bevor.

Nach dem Erdbeben sind viele Wohnungen in Japan undicht, Fensterscheiben zerbrochen. Das bedeutet, dass die Bevölkerung sich nur schwer gegen radioaktiven Fallout wird schützen können.

Die Informationspolitik der japanischen Behörden ist desaströs. Sie müssen jetzt schleunigst alle Fakten zum Zustand des AKW Fukushima auf den Tisch legen und sofort alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung einleiten. Die Jahrhundert-Naturkatastrophe in Japan hat alle Regeln außer Kraft gesetzt. Aber der drohende GAU im AKW Fukushima zeigt, dass Atomkraft selbst in einem für alle Eventualitäten gewappneten High-Tech-Land wie Japan eine von Menschen nicht beherrschbare hochgefährliche Risikotechnologie ist. Vorschnell und unüberlegt sind die Beteuerungen von Umweltminister Röttgen, den Menschen in Deutschland drohe selbst bei einem GAU in Japan keinerlei Gefahr und seine unhaltbare Behauptung, die Atomkraftwerke in Deutschland seien sicher.“


Spenden

Wir rufen zu Spenden für die Opfer der Katastrophe auf. Spendenmöglichkeiten gibt es unter anderem bei der Aktion Deutschland Hilft und beim Deutschen Roten Kreuz (DRK)

 

Beteiligt Euch an Mahnwachen

Wir unterstützen außerdem die bundesweiten Mahnwachen, zu denen die Anti-Atom-Initiative .ausgestrahlt aufruft. Diese Mahnwachen sollen am Montag den 21.3. von 18 Uhr bis 18.30 Uhr in möglichst vielen Orten auf zentralen Plätzen zusammenzukommen. Genaue Informationen über bereits geplante Mahnwachen findet ihr hier. Eine Karte seht ihr auch hier unten auf der Seite.

Als Zeichen dieser Anteilnahme schlagen wir euch vor, Euch ein schlichtes weiße Band um das Handgelenk zu binden, denn Weiß ist in Japan traditionell die Farbe der Trauer.

 

Weitere Informationen der Bundestagsfraktion

Japan vor nuklearer Katastrophe

Die Risiken alter Siedewasserreaktoren (PDF)

Der atomare Mega-Standort Fukushima (PDF)

Was ist eine Kernschmelze? (PDF)


Aktuelle Infos zur Situation in Japan:

REUTERS NEWS auf Twitter (Englisch)

 

Bundesweit finden am 21. März Mahnwachen von 18 bis 18.30 Uhr statt


Anti-Atom-Mahnwachen am Montag, 21.3. auf einer größeren Karte anzeigen

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.

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140.000 Menschen mahnen

An bundesweit mehr als 720 Orten setzten Atomkraftgegner gestern ein deutliches Zeichen.

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Gedenken und mahnen

Japan sieht sich der größten Katastrophe seit dem zweiten Weltkrieg gegenüber. Die Folgen müssen auch hier zu einem Umdenken führen.

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Gedenken an Fukushima

Tausende erinnern deutschlandweit an die Katastrophe vor einem Jahr und protestieren gegen Atomkraft.

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Aussteigen statt aussitzen

Am 26. März finden in Deutschland parallele Großdemos in Berlin, Hamburg, Köln und München gegen Atomkraft und für eine nachhaltige Energiepolitik statt.

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Stärkt Japans Anti-AKW-Bewegung

Mit einer Petition sollen 10 Millionen Stimmen gesammelt und so der Ausstieg aus der Atomkraft in Japan erreicht werden.

Kommentare

Henrik
12-03-11 16:05
Super-GAU, nicht nur GAU. Den GAU haben wir bereits, einen Super-GAU gilt es zu verhindern.
Thorsten
12-03-11 14:47
Unsere Gedanken sind bei den Menschen und den Tieren in Japan, wäre cleverer gewesen in der Formulierung, da die Tiere ebenso wie die Kinder, Katastrophen in ihrer jungen heilen Weltanschauung mit einem völligen Unverständnis gegenüberstehen und diese nicht verstehen können. Aus diesem Grund ist übrigens die Tiermißhandlung der Kindesmißhandlung gleichzustellen in der Schwere des kriminellen Verbrechens. Daher müssen Tierversuche grundsätzlich verboten werden ebenso wie Menschenversuche grundsätzlich verboten sind. Bei Folter kann es keine Kompromisse durch eine verlogene Evaluation geben. Kein Mensch will gefoltert werden, ebenso keine Tiere.

Die Hoffnung der meisten Wissenschaftler ist es, mit ihren Wissenschaften die Natur zu beherrschen, was im Gegensatz zu der Idee der Evolution der Menschheit steht, durch Wissenschaften innerhalb der Natur, ein besseres Leben in einem harmonischen Ganzen führen zu können.
Da der Wissenschaftler aufgrund seiner Erfindungen meint, mächtiger zu sein, als der Kosmos, in dem er selbst lebt, begehen die meisten Menschen den Irrtum, ihre Erfindungen innerhalb der Natur, mit Macht über die Natur zu verwechseln, und meinen dann, das ihre Wissenschaften dem Zweck dienen, ihre Gegenwart zu beherrschen.
Natürlich ist dieses Denken totaler Unsinn, da in der Konsequenz, wenn Menschen die Natur beherrschen würden, daraus Totalitarismus für die herrschenden Menschen selbst entstehen würde, weil dann ja die Menschen innerhalb einer von Wissenschaften beherrschten Natur, Opfer der Wissenschaften werden würden. Diese Opfer wären viel schlimmer, als Opfer von Naturkatastrophen zu werden, weil die Wissenschaften mit Ihren Erkenntnissen, die Menschen beherrschen würden und nicht die Menschen die Wissenschaften. Ein gutes Beipiel dafür, was geschieht, wenn Menschen Opfer ihrer Erkenntnisse werden ist der 2te Weltkrieg, der ein Krieg der Wissenschaften war, bei dem die besten Erkenntnisse der Chemie und der Physik dazu benutzt wurden die besten Bomben zu bauen um mit den besten Erkenntnissen der Wissenschaften, die meisten Lebewesen zu töten. Zum Glück hatten die Nazis die Atombombe nicht vor den Amerikanern und Russen bauen können, sonst wäre Hiroshima und Nagasaki wohl auch in Amerika und Europa zu Realität geworden. Was soll dabei herauskommen, wenn Menschen, die nicht fähig sind ohne Krieg zu leben, und noch nicht einmal Folter abschaffen können, auch noch Herrscher über die Natur werden. Da kann am Ende nur Weltkrieg dabei herauskommen. Das will ich nicht.
Mir ist lieber, wenn die Wissenschaften Fehler haben, dann
kann ich Nachts wenigsten in Frieden und Demokratie in meiner geliebten Natur schlafen, ohne Angst zu haben, das kranke Nutznießer der Wissenschaften Bomben bauen, um Krieg gegen mich zu führen.
12-03-11 14:34
Auf zu Demos in der kommenden Woche für den sofortigen Ausstieg aus der Kernkraft. Wollen wir unsere Sicherheit weiter den unfähigen Geldgeiern überlassen ??
Ralf
12-03-11 14:05
Habe mich ja schon gewundert wie es lange es dauert bis sie wie wieder gegen die regierung schießen.

tut mir leid aber man kann es langsam nicht mehr hören, das die gruenen immer auf personen herum hacken. irgenwie wird dann langsam auch lächerlich
Martina
12-03-11 13:47
Und wann demonstrieren wir in Berlin und gerne auch anderswo in der Republik gegen Atomkraft?
F-104
12-03-11 13:27
Das wird wohl das Ende der Schwarz-Gelben Regierung sein und Zeit für die Kernschmelze der beiden Parteien und deren Auswirkungen. Bitte direkt eine halbjährige Ausreise zu den Atomkraftwerken nach Japan organisieren für Merkel, Röttgen und Konsorten, damit sie sich die Auswirkungen ihrer Politik ansehen können. Auf dem Krisengipfel heute abend geht es wahrscheinlich nicht um Japan, sondern um ihren Eigenen.
Frank
12-03-11 12:54
Achtung Sarkasmus!
Toll nun doch eine Kernschmelze in Japan. Nach dem langen Winter in Japan wird un edlich mal schön warm dort.
Und überhaupt Kernkraftwerke sind immer noch sicher. Tschernobyl ist nur so schlimm ausgegangen, weil dort ein brennbares Kühlmittel eingesetzt wurde. Und auch in Japan ist es ein altes Kraftwerk. Bei Modernen Kraftwerken geht das ja gar nicht. So wie bei uns, da sind die Kraft werke nur Jahrzehnte alt und abgängig. ALso wo soll da eine Gefahr sein. Und mal im Ernst: Sowas wie in Japan kann in Brockdorf und Brunsbüttel gar nicht passieren, denn das Gebäude der Kraftwerke wird wegen Baufälligkeit schon einstürzen, bevor der Reaktor kaputt geht. Na dann: Guten Strom!
Jochen
12-03-11 12:47
"Die Titanik ist unsinkbar!"
"Unsere Renten sind sicher!"
"Die AKWs in Japan sind gegen Erdbeben gesichert!"
"Bei uns könnte so etwas NIE passieren!"

.....
Petroland
12-03-11 12:25
Kann man eigentlich noch zynischer sein als zu behaupten, wie der "Umweltzerstörungsminister" Röttgen das gerade getan hat, für Deutschland gehe keine Gefahr durch den GAU in Japan aus?? Und die deutschen Hilfskräfte, die jetzt nach Japan müssen? Und die ganzen Länder, die näher an Japan liegen? Pech gehabt? Die Strahlung wird sich über kurz oder lang, unabhängig von der augenblicklich "günstigen" Wetterlage in Japan, über den gesamten Globus verteilen, wie das bei allen Katastrophen der Fall war.

Wann kapieren die Unions- und FDP-Politiker endlich, dass die Atomkraft unbeherrschbar ist? Bedarf es noch weiterer GAUs, bis es bei denen klingelt? Deutschland liegt zwar nicht in einem extrem gefährdeten Erdbebengebiet, aber es gibt auch noch andere Gefahren. Können diese bornierten Politiker ausschliessen, dass Terroristen Atomkraftwerke angreifen, sei es per Flugzeug wie in New York oder sogar durch Atomwaffen (Iran !!!)?? Es heisst immer nur, unsere AKWs seien sicher. Das haben wir bei der Rente auch immer von der CDU gehört!! Nichts ist sicher, und schon gar nicht die Atomenergie, ganz zu schweigen von dem ungelösten Problem des Atommülls. Wo lagert eigentlich Japan diesen Müll? In unterirdischen Lagern in einem extrem gefährdeten Erdbebengebiet?? Was für ein Alptraum!!

Wenn die Energie aus anderen Quellen nicht mehr ausreicht, dann müssen wir alle halt wieder etwas bescheidener leben!

Bleibt nur zu hoffen, dass die deutschen Wähler jetzt aufwachen und sich bei den bevorstehenden Wahlen so verhalten, dass Atomenergie keine Zukunft mehr hat. Bitte kämpft weiter dafür!!
Thomas
12-03-11 12:21
...also ich finde es eine schande, wie die grünen jetzt mit der katastrophe in japan wahlkampfmachen. ja, man sollte auch aufgrund solcher ereignisse noch einmal über den ausstieg vom ausstieg diskutieren. ja, prinzipiell beeinflusst eine solche katastrophe auch unsere sicherheitsüberlegungen hier. aber es ist erbärmlich, jetzt den umweltminister anzugreifen und aus dem leid der menschen politischen profit schlagen zu wollen. wieder einmal ein grund, die grünen nicht zu wählen.
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