Hundert Prozent Zukunft statt Atomkraft

Nach einer umfangreichen Debatte über Energiewandel, Netzausbau und die gefährliche Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke haben die Delegierten mit großer Mehrheit das Grüne Energiekonzept beschlossen.

  • 01.01.1970
    Die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, sagte in ihrer Rede zum Energie-Antrag: "Wir verbinden Klimaschutz mit technologischer Innovation und schaffen damit neue Jobs. Bei uns profitiert nicht nur das Klima, es profitieren die Stadtwerke, es profitieren mittelständische Unternehmen."
     
  • 01.01.1970
    Reinhard Loske, Umweltsenator in Bremen, erklärte, wie wichtig der Ausbau der Stromnetze für die Energiewende ist: "Die Netzfrage ist ein Lackmustest für unser Konzept '100 Prozent erneuerbare Energie'. Dafür müssen wir die Bürger einbinden. Augen zu und durch geht nicht mehr."
     
  • 01.01.1970
    Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender im Bundestag, sagte: "Energiepolitik braucht einen verlässlichen politischen Rahmen, diesen wird es nur mit den Grünen geben. Wir werden dafür sorgen, dass Schwarz-Gelb keine Rolle rückwärts in der Energieversorgung durchbringen kann."
     
  • 01.01.1970
    Auch Ingrid Nestle, MdB aus dem Kreisverband Flensburg, betonte die Bedeutung des Netzausbaus: "Lasst uns gemeinsam für einen dezentralen Ausbau der Erneuerbaren kämpfen."
     
  • 01.01.1970
    Der Pionier der Anti-AKW-Bewegung Walter Mossmann erinnerte die Delegierten an den erfolgreichen Protest gegen den Bau eines Atomkraftwerkes im benachbarten Wyhl.
     
  • 01.01.1970
    Martina Lammers, Kreisvorsitzende in Lüchow-Danneberg, bedankte sich in ihrer emotionalen Rede für die große Unterstützung bei den Castorprotesten.
     
  • 01.01.1970
    Der Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht sprach in seinem Beitrag auch über das Castorwochenende im Wendland: "Die Atomlobby will auf dem Rücken der Polizistinnen, auf dem Rücken der Steuerzahler, auf dem Rücken der Mehrheit, auf dem Rücken unserer Zukunft die wahren Kosten ihrer Politik verschleiern."
     
  • 01.01.1970
    Gesine Agena, Bundessprecherin der Grünen Jugend, erinnerte sich ebenfalls an die Proteste im Wendland: "Wir wollen eine Demokratie in der man auch demonstrieren darf, eine Demokratie in der man auch blockieren darf. Wir nutzen unser Recht auf Widerstand, aber dieser Widerstand ist eben friedlich."
     
  • 01.01.1970
    Professor Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, sprach in seinem Gastbeitrag über die Möglichkeiten der Photovoltaik.
     
  • 01.01.1970
    Winfried Hermann, verkehrspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, sprach über die Bedeutung der Elektromobilität in der Energiedebatte: "Wir fahren in die Zukunft nur mit Erneuerbaren."
     
  • 01.01.1970
    Sylvia Kotting-Uhl, atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, machte noch einmal klar, was die Laufzeitverlängerung für die Energiewende bedeutet: "Wir erleben schon heute, dass Windkraftwerke abgeschaltet werden müssen, weil der Strom aus Atomkraftwerken die Netze verstopft. Atomkraftwerke können nicht schnell genug hoch und wieder herunter gefahren werden."
     
  • 01.01.1970
    Zum Abschluss der Debatte sagte die stellvertretene Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn: "Die Atomkraft ist eine Dinosauriertechnologie. Sie hat von Angela Merkel jetzt noch mal ordentlich zu fressen bekommen, aber die Atomkraftwerke werden aussterben!" (Fotos: Ingo Kuzia)
     
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Ja zum schnellen Atomausstieg

Dem Atomausstieg bis 2022 soll zugestimmt werden, aber die Grünen werden alles daran zu setzen, das letzte AKW deutlich vor 2022 abzuschalten.

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Mehr Grün

Der Länderrat 2010 in Köln setzt ein starkes Signal für die Wahl am 9. Mai in NRW: Mehr Grün - Damit sich was ändert.

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Im Angesicht der Katastrophe

60.000 Menschen demonstrieren gegen Atomkraft, während sich in Japan die Lage an dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima zuspitzt.

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Demokratie braucht starke Kommunen!

Im angenommenen Beschluss heißt es: Für mehr Gerechtigkeit, Demokratie, Teilhabe, Ökologie und ein selbstbestimmtes Leben.

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Bescherung für die Energiekonzerne

Während Schwarz-Gelb die Laufzeitverlängerung durch den Bundestag peitschte, wurde draußen demonstriert - und drinnen widersprochen.

Kommentare

Ich bin doch nicht blöd
15-02-11 10:40
Ein "Konzept" wäre technisch und wirtschaftlich umsetzbar. Es wurde aber ein Wunschtraum beschlossen und kein Konzept.
Ein Wunschtraum voller Milchmädchenrechnungen mit fatalen Folgen für uns alle.

WIR WOLLEN EUREN QUATSCH NICHT auch wenn ihr ihn schön in grünes Umweltschutzpapier einwickelt, damit niemand merkt was wirklich dahinter steckt.
Westerwälder
22-11-10 00:34
Welch löblicher und schöner Gedanke, Strom und Wärme zu 100% aus erneuerbaren Energien... nur leider gibts das dann auch nur bei Sonnenschein, Wind, während Ebbe und Flut, den Rest der Zeit schauen wir halt dumm aus der Wäsche...
Warum? Speichermöglichkeiten wie das Walchensee/Kochelseekraftwerk gibts halt leider nicht viele und um die Energien so zu speichern dass sie immer dann verfügbar sind wenn sie gebraucht werden - für ganz Deutschland+Stromexporte wohlgemerkt - ja was dann? Alles in Wasserform in die Alpen pumpen damit die Österreicher und Schweizer auch mal nen Strand haben zumindest halbtags? So viele und so große und so leistungsfähige Akkus gibts dummerweise nicht...
Also bei Bedarf dann Strom teuer importieren aus Frankreich oder Russland zB, denn die schalten ihre Atomkraftwerke sicherlich nicht aus, naja immerhin ein paar Kilometer mehr Distanz zum möglichen Störfall...
Energiesparen klar, ein Wohnhaus zum Passivenergiehaus
zu machen kostet ja auch nur ungefähr nochmal so viel wie das Haus selber und da leuchtet nachts auch kein Licht von alleine...
Wie leider so oft bei Politikern ALLER Parteien: Selbstsicheres Auftreten bei völliger (technischer) Ahnungslosigkeit...
Und letztenendes auch wie es "Dahlener" auch schon sagte: Wer soll das alles bezahlen...?
Manfred Pönisch
21-11-10 18:51
Atomkraft wäre noch ok wenn der Afall nicht wäre!
Ich bin für Solar, man sollte sich in Usbekistan informieren zum Solar- Aufbau, der Mangel ist Usbekistan, das ist von uns 7300 Kilometer entfernt.
Ich bin der Meinung es wäre eine Überlegung wert.
M. Pönisch.Eichenstr. 11
91590 Bruckberg
dahlener
21-11-10 18:23
und wer bezahlt das alls ?
Kommentar

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