Grün stellt sich quer

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will keine Atomkraft mehr. Das haben nicht zuletzt die kilometerlangen Proteste der Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel und die für Schwarz-Gelb desaströse Wahl in NRW gezeigt. Trotzdem bahnt sich ein heißer Herbst an und die Anti-Atom-Bewegung muss am 18. September 2010 in Berlin zeigen, dass der Ausstieg aus dem Atomausstieg keine Option ist.

Beim Castortransport im Wendland im November 2010 protestieren wir im breiten Bündnis gegen die schwarz-gelben Atompläne: Gegen eine AKW-Laufzeitverlängerung, die nicht nur unser Sicherheitsrisiko um Jahrzehnte verlängert, sondern auch den hochradioaktiven Atommüll um 4000 Tonnen vermehrt. Wir wollen einen Protest organisieren, an den sich Schwarz-Gelb und der Atomlobby noch lange erinnern werden. Deshalb rufen wir als Bundesvorstand nicht nur zur Großdemonstration am 6.11. in Dannenberg auf, sondern unterstützen auch den Aktionskonsens von x-tausendmalquer, dem Castor-Transport mit einer großen gewaltfreien Sitzblockade den Weg zu versperren. Wir freuen uns, wenn möglichst viele von Euch diesen Aufruf unterzeichnen und an der Blockade im Wendland teilnehmen.

Aktionskonsens von x-tausendmalquer

Wir werden dem nächsten Castor-Transport mit einer großen gewaltfreien Sitzblockade den Weg versperren. Wir wollen andere Menschen mit unserem Handeln dazu motivieren, Verantwortung nicht zu delegieren, sondern sich eigenverantwortlich für den Ausstieg aus der Atomenergie einzusetzen.

Unsere Sitzblockade ist ein Akt des Zivilen Ungehorsams. Gesetze und Vorschriften, die nur den reibungslosen Ablauf der Castor-Transporte schützen, werden wir nicht beachten. Wir werden die Straße nicht freiwillig verlassen, weil wir in Anbetracht des atomaren Restrisikos und der ungelösten Entsorgungsfrage unsere Aktion als legitim und notwendig erachten. Bei polizeilichen Räumungen werden wir besonnen und ohne Gewalt handeln. Durch mögliche Demonstrationsverbote und juristische Verfolgung lassen wir uns nicht abschrecken.

Wir streiten für das Leben und eine lebenswerte Zukunft. Daran orientiert sich auch unser Handeln. Wir werden keine Menschen verletzen. Unser Anliegen ist es, allen Menschen mit Aufrichtigkeit, Respekt und Gesprächsbereitschaft zu begegnen.

Die Polizei ist nicht unser Gegner, deshalb versuchen wir in unserem Verhalten zum Ausdruck zu bringen, dass wir die einzelnen PolizistInnen als Menschen achten, auch wenn wir ihr Handeln kritisieren.

Auch in unserer Zusammenarbeit versuchen wir, hierarchiefreie Strukturen zur Anwendung zu bringen, d.h. wir werden nicht nach dem Mehrheitsprinzip, sondern nach dem Konsensprinzip entscheiden und uns untereinander so weit wie möglich absprechen. Wir werden uns bemühen, die Situation während unserer Aktion überschaubar zu gestalten, damit alle Beteiligten gute Bedingungen für aktives, selbstbestimmtes Handeln haben. Wir werden uns gewaltfrei und entschlossen dem Castor in den Weg setzen.

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Aufruf nach Gorleben

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will keine Atomkraft mehr. Das haben nicht zuletzt die kilometerlangen Proteste der Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel und die für Schwarz-Gelb desaströse Wahl in NRW gezeigt. Trotzdem bahnt sich ein heißer Herbst an und die Anti-Atom-Bewegung muss am 18. September 2010 in Berlin zeigen, dass der Ausstieg aus dem Atomausstieg keine Option ist.

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Gorleben stoppen

Im November ist es wieder soweit, der nächste Castor rollt nach Gorleben!

Atomkraft: Schluss jetzt!

Die Anti-Atom-Bewegung muss am 18. September 2010 in Berlin zeigen, dass der Ausstieg aus dem Atomausstieg keine Option ist.

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Kiel grüßt das Wendland

Grüne Delegierte erklären ihre Solidarität mit den Anti-Castor-Protesten im Wendland.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Demozug_Dannenberg225x130.jpg

Der Protest lebt - und wie!

Tausende Demonstranten und Blockierer hielten den Castortransport nach Gorleben länger auf als je zuvor. Impressionen aus dem Wendland.

Kommentare

Rudolf Schmitz
01-11-10 08:30
Mein Bruder war Polizist. Er wurde in den 80`ern u.a. als Azubi in Wackersdorf verheizt. Schon damals erzählte er, dass es den Polizeieinheiten z.T. einen gewissen Spaß bereite auf friedliche Demonstranten einzuprügeln. Das ist leider die Wahrheit. Wir wollen nur hoffen das die Polizei u.a. auch aus Stuttgart gelernt hat und ihre Knüppel stecken läßt und sich nicht zum Werkzeug Anti-Demokratischer Entwicklungen in der BRD machen läßt.
Jörg Eilers
30-10-10 12:07
Es ist wie im Krieg, nur wer bereit ist auch Opfer zuzulassen hat die Chance auf den Sieg. Es ist wie das besteigen der 8000er . Wer es versucht riskiert alles. Auch die bemannte Mondfahrt pflastern Leichen. Aber der unterschied zum Krieg ist, bei Bergbesteigungen und bei der Mondfahrt setzen sich nur die Beteiligten selbst diesem Risiko aus. Im Krieg, und auch in der Atomkraft hingegen nimmt man billigend das Opfer vieler in Kauf. Siehe auch Tschernobyl als Beweis. Und dies alles aus Gier , Gier nach Rohstoffen, Gier nach Macht und Gier nach Reichtum. Mit Logik hat unsere Energiepolitik schon lange nichts mehr zu tun.
Winfried Schildbach
30-10-10 10:06
Wir leben z.Zt. in einer furchtbaren kapitalistischen Diktatur. Viele "Saubermaenner der Politik" hofieren die Konzerne, ja sie schanzen Ihnen sogar Millionenauftraege zu.
Doch nich uneigennuetzig. Ihre eigenen Gehaelter fuer die kommenden Jahre sind da schon eingerechnet!
Namen gibt es genug. Erst wieder ein juengstes Beispiel.
Genau so wird es mit der Atom Lobby geschehen.
Darum sage ich Hallo Gruene beschuetzt nicht nur die Umwelt,
sondern auch die Demokratie, die Menschen und die Ehrlichkeit in der Politik gegenueber dem belogenen Volk. AUF DIE STRASSEN DEUTSCHES VOLK !!!!!
Gewaltfreie Gewaltblockade
23-10-10 14:10
Blockieren ist eine Form von Gewalt, der blockierde wird physisch daran gehindert sich zu bewegen.
Robert Heinrich
20-10-10 23:54
Joschka Fischer ist ein fester und wichtiger Teil der Grünen Geschichte - mit all seinen Verdiensten und Fehlern. Als solcher kommt er hier zu Wort, wie viele andere auch. Wir bitten das zu respektieren. Robert Heinrich, für die Redaktion
Friedrich Bode
20-10-10 16:51
Ich verstehe immer noch nicht, warum das Konterfei Fischer in der mobilen Kopfzeile auftaucht.
Lieber Sven, lies doch mal die Seiten 94 bis 136 in dem Buch "Das waren die Grünen" von Jutta Dittfurth. Es ist für mich als einem der ersten Grünen und Mitbegründer dieser bewegung nicht erträglich, dass die Grünen sich immer noch auf einen Hasadeur berufen, der für den Tod vieler menschen verantwortlich ist. Denk bitte an die Hufeisenlüge Scharpings und Fischers. Du machts Dich, lieber Sven, selber unglaubwürdig, wenn Du nicht einen ungeschminkten Blick auf die Maulwürfe der Grünen Bewegung wirfst.

Mit
besten Grüßen
Friedrich
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