Erneuerbare verdrängen Atom

Sonne, Wind und Wasser avancieren zu wichtigen Stromerzeugern und könnten bald klimaschädliche Energiequellen ablösen.

Wind- und Solarenergiegewinnung, Foto: bby/flickr.com (CC BY-NC 2.0)

Laut Angaben des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft lag im letzten Jahr der Anteil der Erneuerbaren Energien beim Stromverbrauch bei rund 20 Prozent. Damit haben die Erneuerbaren die Atomenergie (17,7 Prozent) überrundet und nehmen jetzt hinter der Braunkohle (24,6 Prozent) den zweiten Platz im Energiemix ein. Die wichtigste Energiequelle für den Ökostrom bleibt die Windkraft mit 7,6 Prozent, gefolgt von Biomasse und Sonnenenergie mit jeweils 5,2 und 3,2 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Ökostrom-Anteil im Energiemix bei 16,4 Prozent.

Technisch gesehen könnte schon heute mehr Strom durch Erneuerbare Energien erzeugt werden – abhängig ist dies jedoch von den gegebenen politischen Rahmenbedingungen. Es darf keine Sonderregelungen für Kohlekraftwerke geben, und das Erneuerbaren-Energien-Gesetz sowie der Atomausstieg müssen konsequent umgesetzt werden.

Der steigende Anteil Erneuerbarer Energien in der Stromversorgung zeigt, dass die von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN geforderte Energiewende möglich ist und das Ziel, bis 2020 die Hälfte der Stromversorgung aus Sonne, Wind und Wasser zu gewinnen, erreicht werden kann. Die Entwicklung verdeutlicht zudem, dass unsere zentrale Forderung, die komplette Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern bis 2050 zu erlangen, machbar ist.

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Zehn Argumente für Solarstrom

Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist.

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Unbequeme Wahrheiten

Das Bundesumweltministerium versuchte, eine Studie zur zukünftigen Energieversorgung zurückzuhalten. Das Papier lässt das Energiekonzept von Schwarz-Gelb alt aussehen.

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Was kostet Strom?

Die Diskussion um den Strompreis ist voll entbrannt. Viele Zahlen schwirren umher. Eine Studie hilft jetzt bei der Versachlichung.

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Macht uns die Sonne arm?

Wird die Solarförderung zur unverhältnismäßigen Belastung für die Stromkunden? Ein Interview mit Hans-Josef Fell.

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Technisch und ökologisch machbar

Wind, Wasser, Sonne und Biomasse können bis spätestens 2050 den gesamten Energiebedarf Deutschlands und Europas decken.

Kommentare

EBM
17-08-12 22:57
während der Finanzkrise wird keiner unserer europäischen Nachbarn auch nur im Geringsten daran denken seine Wirtschaft mit zusätzlichen Kosten belasten. Ansonsten gibts es Umweltschutz wie in den 5 neuen Bundesländern durch simplen Wegfall der Industrie. In Deutschland ist diese Diskussion, vor allem von den Grünen, viel zu ideologisch und zu wenig pragmatisch geführt. Das EEG ohne Ausbau der Infrastruktur, wie es die Grünen proklamieren, ist reine Steuerverschwendung. Zuerst das Ei und dann die Henne!? Wir werden nach einem Ausstieg aus der Atomenergie auch nicht sicherer Leben, weil Frankreich Schweiz und Tcheschien jetzt erst recht ihre Atomenergie ausbauen, da es sich lohnt die Schwerindustrie in Deutschland damit zu beliefern. Die Grünen vernichten einfach nur Areitsplätze. Schon vor der Kürzung der Solarförderung wurde jedes dritte chinesische Solarpanel nach Deutschland exportiert.
Echter Umweltschutz ist mittlerweile auch bei den Grünen nur noch Nebensache. Das sieht man am Thema Landwirtschaft. Es wird Überproduktion, Agrartransportwahnsinn und Wasserverschwendung(in den Trockengebieten Frankreichs und Spaniens) mit deutschen Steuergeldern subventioniert. Landwirtschaft ist der Umweltzerstörer Nummer 1 in Deutschland und maßgeblich für die Verschmutzung von Flüssen, Bodenerrosion und Artensterben verantwortlich. Aber als Landschaftspflege getarnt schauen selbst die Grünen weg.
Gast
15-06-12 15:58
An Stuart,

1. wie häufig ein Argument vorkommt und wer es vorbringt, sagt nichts über seine Richtigkeit aus.

2. Bitte nicht nur Nennleistung und Laborwerte zählen.

3. Netzausbaumaßnahmen, Netzsteuerungmaßnahmen (Gaskraftwerke), erzwungener Teillastbetrieb der konventionellen Kraftwerke bitte berücksichtigen

4. Die Menge ist nicht das einzige Problem sondern auch die Diskrepanz zwischen Bedarfszeitpunkt und Erzeugungszeitpunkt und die fehlende Dauerhaftigkeit (nicht grundlastfähig).

5. Wenn es so ertragreich ist, warum muss man es dann subventionieren? (In den Herstellungskosten stecken nur Arbeit und Energie)
Karl
19-04-12 17:44
Und welche Firmen werden die so genannte Energiewende stemmen?
Die meisten sind am Ende und kein grüner Politiker macht irgendwas während CDU und FPD ihr Klientel bedienen. Wie grün sind die Grünen? Und was soll dieser positive Artikel- Lesen Sie keine Zeitung - die gesamte EE-Industrie bricht gerade zusammen und alle schauen weg.
Stuart
02-04-12 23:59
<"Erneuerbare" verdrängen gar nichts weil für ihren Aufbau mehr Energie aufgewendet werden muss als jemals dabei herauskommt. Eine energetische Fehlinvestition sozusagen.>

Da haben wir's wieder. Ein irrsinniges Argument, das sowohl bei Gegner der Erneuerbaren Energie als auch bei Gegner der Atomkraft erstaunlich oft vorkommt. In beiden Fällen absoluter Schwachsinn und tausendfach widerlegt. Die investierte Energie ist bei PV-Anlagen in 1-4 Jahren wieder eingeholt, bei der Kernenergie brauchts etwas länger.
Gast
02-04-12 13:55
Auch die Arbeitsplätze sind bald futsch, trotz gigantischer Subventionen.

Wiwo 2.4.2012
"Zukunftstechnik wird zur Pleitebranche
Abschreibungen, Verluste, Insolvenz - Strom aus erneuerbarem Energien wird für Mittelständler und Konzerne zum Minusgeschäft. Jetzt steht der Solarkonzern Q-Cells vor dem Aus und auch der Windanlagenbauer Nordex muss in seinem Geschäftsbericht für 2011 hohe Verluste verzeichnen."
Foreigner
20-03-12 19:34
Cem Özdemir: „Die Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen wurde zur Denkfabrik!"
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/cem-oezdemir-die-bundestagsfraktion-von-buendnis90die-gruenen-wurde-zur-denkfabrik/

Read and enjoy it. Viel Spass !

Dagegen ist der Faktor Energiedichte den Fraktionsmitgliedern wegen ihrer physik- und technologiefernen Berufe vermutlich kaum bekannt. Denken ohne Wissen gibt kein realistisches Resultat, deshalb hier die Kennwerte: Je Kilogramm gewinnt man aus Holz oder Braunkohle 3 kWh, aus Steinkohle 8 kWh, aus Öl 11 kWh, aus Gas 12 kWh und aus aufbereitetem Uran-Kernbrennstoff 350.000 kWh. Die außerordentlich große Energiedichte der Kernkraft disqualifiziert die Erneuerbaren, deren Ergiebigkeit noch sehr viel kleiner ist als die des Holzes
16-03-12 11:23
"Erneuerbare" verdrängen gar nichts weil für ihren Aufbau mehr Energie aufgewendet werden muss als jemals dabei herauskommt. Eine energetische Fehlinvestition sozusagen.

Alles was die Grünen wollen reduziert und verteuert die Versorgung der Bevölkerung und drängt den Menschen zurück.
Der Mensch wird zum Störfaktor deklariert und die Zivilisation verteufelt. Insbesondere Deutschland soll scheinbar regelrecht heruntergewirtschaftet werden unter dem Vorwand des Schutzes von irgendetwas. Wer da mitmacht braucht sich hinterher nicht beschweren...

Energiewende = Reduzierung und Verteuerung von Strom
Bioenergie = Reduzierung der landwirtschaftlichen Nutzfläche
Ächtung von Kunststoffen = Reduzierung der Materialmenge
Tierschutz = Reduzierung der Eier-, Milch und Fleischmenge
CO2 Besteuerung = Reduzierung der gesamten Güterproduktion
Familienpolitik = Reduzierung der Kinderanzahl
Euro Rettung = Entwertung des Geldes
Migration = Aushöhlung des Sozialsystems / Lohndumping
usw. usw.
Foreigner
02-03-12 19:51
It is a big unfortunate for Germany political leadership that decision of shutting down nuclear plants was made by people who have had no technical clue about the basics of power generation, grid stability and the following consequences. There is evident lack of basic technical, engineering, economical and legal expertise within the circles of political decision makers. The so called “ethic commission’ did not have any power generation experts or electrical engineers who could have presented the implications of shutting down the baseload plants.
Michal
24-02-12 12:31
Bitte keine Energie aus Biomasse mehr! Es ist gar nicht umweltfreundlich wenn große, subventionierte Monokulturen von Mais entstehen, nur um in den Offen zu landen. Es ist auch pervers, mit Lebensmitteln zu heizen, wenn woanders Hunger herrscht.
Also nennen wir es nicht Öko-Strom.
Christopher Wagner
08-02-12 14:30
Liebe Leute von den Grünen, die neueste Wahlumfrage deprimiert mich Grüne nur noch 13% und 38 Prozent nun für die Union und mit den 3% FDP jetzt 41% für schwarzgelb, und rotgrün nur noch 40% mit der SPD ist es auch mit 27% auch nach unten gegangen. Und meine Sorge wegen der Linkspartei immernoch so stark, werden im Saarland die Grünen nicht mitregieren können, Ist für die Grünen wirklich ohne die FDP nach Jamaika auch schwarz-grün vorstellbar??? Oder eher rot-grün oder rot-rot-grün???? Mit freundlichen Grüßen Christopher Wagner. Im Moment habe ich das Gefühl, dass mit einer großen Koalition nach der Bundestagswahl zu rechnen ist, warum ist es mit den Grünen wieder nach unten gegangen?? ich hoffe, dass Kretschmann in B-W nicht an Vertrauen eingebüßt hat, nachdem er leider in punkto S21 nachgeben muß, weil ja die Mehrheit bei der Volksabstimmung dafür stimmte?? Weiß man hier wie es damit steht mit Kretschmann?? Mit freundlichen Grüßen Christopher Wagner
Kommentar

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