Erfolgreiche Blockaden und Rekordverzögerung

Bevor der Castortransport überhaupt Deutschland erreichte, weil Atomkraftgegner den Zug in Frankreich gestoppt hatten, demonstrierten 50.000 Menschen bei Gorleben gegen das Atommüllendlager im Wendland. Am Ende benötigte der Atommüll 92 Stunden bis ins Zwischenlager - ein neuer Rekord.

  • 01.01.1970
    Bereits am 5. November besuchte der Bundesvorstand (von links nach rechts: Malte Spitz, Astrid Rothe-Beinlich, Steffi Lemke, Claudia Roth und Cem Özdemir) von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN das Gorleben-Archiv und nahm anschließend an einer Mahnwache in Lüchow teil.
     
  • 01.01.1970
    Einen Tag später machten sich 600 Trecker auf den Weg zur Demo.
     
  • 01.01.1970
    Auch die Bundesvorsitzenden Claudia Roth, ...
     
  • 01.01.1970
    ... und Cem Özdemir ...
     
  • 14.02.2012
    sowie die Europafraktionsvorsitzende Rebecca Harms und der Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Jürgen Trittin, wurden von der bäuerlichen Notgemeinschaft chauffiert.
     
  • 01.01.1970
    Bela B von "Die Ärzte" und Charlotte Roche setzten sich ebenfalls ans Steuer eines Treckers, um gegen die Castortransporte zu demonstrieren.
     
  • 01.01.1970
    Auf dem Demogelände fanden sich nach und nach 50.000 Menschen ein ...
     
  • 01.01.1970
    ... und protestierten lautstark gegen das Atommüllendlager in Gorleben.
     
  • 01.01.1970
    Das Wetter entschied sich für einen deutlichen Kommentar: Wofür brauchen wir Atomstrom, wenn die Sonne so wunderbar scheint?
     
  • 01.01.1970
    An diesem Tag zeigte sich wieder ein breiter, friedlicher Protest gegen die schwarz-gelbe Atompolitik.
     
  • 01.01.1970
    Die Bevölkerung will kein durchgepeitschtes Gesetz für eine Laufzeitverlängerung der Atomkraft, die immer noch mehr Atommüll produziert.
     
  • 01.01.1970
    Atomkraft? Das ist doch Banane!
     
  • 01.01.1970
    Die Sitzblockade bei Harlingen mit rund 5.000 Demonstranten hielt 20 Stunden, ...
     
  • 01.01.1970
    ... bevor die ausdauernden Castorgegner später in Gewahrsam genommen wurden.
     
  • 14.02.2012
    Auch die Blockade auf der Zufahrtstraße zum Zwischenlager in Gorleben stand seit Sonntagmorgen. Dort übernachteten rund 1.500 Demonstranten und hielten am Montag weiterhin die Stellung.
     
  • 01.01.1970
    In den frühen Morgenstunden des 9. November wurden die letzten Demonstranten vor dem Zwischenlager in Gorleben von der Straße entfernt. Auch die politische Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke, Bundesvorstandsmitglied Malte Spitz und Grüne Jugend Sprecherin Gesine Agena wurden von der Straße getragen. Der Castortransport benötigte am Ende 92 Stunden - so lange wie nie zuvor.
     
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Bescherung für die Energiekonzerne

Während Schwarz-Gelb die Laufzeitverlängerung durch den Bundestag peitschte, wurde draußen demonstriert - und drinnen widersprochen.

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Im Angesicht der Katastrophe

60.000 Menschen demonstrieren gegen Atomkraft, während sich in Japan die Lage an dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima zuspitzt.

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Mehr Grün

Der Länderrat 2010 in Köln setzt ein starkes Signal für die Wahl am 9. Mai in NRW: Mehr Grün - Damit sich was ändert.

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Grüne wählen Parteiführung neu

Starke Ergebnisse und spannende Kampfkandidaturen: In Freiburg wurde der Bundesvorstand im Amt bestätigt.

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Randnotizen

Was abseits der großen Bühne geschah

Kommentare

Sven
09-11-10 11:23
Ich frage mich warum die Polizei nicht viel härter gegen diese "Verbrecher" auf den Schienen vorgegangen ist? Wenn ich mich als Atomkraftgegner auf die Schienen setze und daran festbinde muss ich damit rechnen das der Zug mal weiter fährt - warum wurde das nicht gemacht? wenn ich gerade bei der Pressekonferenz von den "Machern" der Anti Atomkraft Kampange höre das dies ja im Interesse der vielen 100.000 Menschen wäre bekomme ich Wut.

Das einzigste was die Grünen & Ökos können ist meckern, aber hat schon mal einer eine Lösung von diesen Blümchenspielern gehört?

Macht Ökostorm zum Preis von Atomstrom, ohne das die Leute von Windkrafträdern krank gemacht werden usw. und schon ist es in Ordnung.

Keine der Polizisten, der Familienväter / Mütter kann etwas dafür - und ist nicht eurer Spielball das man "meckert" wenn einen die Polizei wegschafft.

Sagt doch dieser Knaller von "Dagegen" das die Polizei unverhältnismäßig gewesen sei.... - euchen hätten die mit Schlagstöclen, Gummigeschossen und einigem mehr "wegschaffen" müssen....

Aber he, können die Grünen ja gleich wieder meckern (obwohl dies der Atommüll aus der Zeit Rot / Grün ist...) das der Transport mehr als 50 Mio. Euro gekostet hat ..... - ihr Knaller, der war wegen euch so teuer... meine Steuern.....
Michael
09-11-10 10:51
Wenn ich mich recht entsinne, war Herr Trettin, der jetzt die Bundesregierung zur Lösung der Endlagefrage antreibt, viele Jahre als Ministe genau für diese Frage zuständig. Was hat er denn konkret für die Lösung dieses Problems unternommen?

Und wenn Deutschland nach der von den Grünen vorgesehenen baldigen Abschaltung der Kernkraftwerke einen großen Teil seines Strombedarfs importieren soll, wie will man sicherstellen, daß dabei nicht Atomstrom importiert wird?

Oder hält man tatsächlich französische AKW für sicherer als die deutschen?
09-11-10 09:59
Liebe Grüne,

welch aufgebrachte Leute schreiben denn auf eurer Seite im Blog? Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg.

Martin Siebenpfeiffer
Helmut
08-11-10 21:04
wohl wahr, alle Parteien sondern besonders in diesen Zeiten Partei-Rhetorik ab. Sämtliche Äusserungen sind an den politischen Gegner gerichtet, eher weniger an "den Wähler", bei dem fast nur noch ungreifbares Gelaber ankommt. Aber mal ehrlich, ausser den Grünen könnte ich nur die Piratenpartei wählen.
Die konservative Klientel hat sich ja längst entschieden, nur noch den "ich sags mal ganz einfach"-Brei von Seehofer & Co. für gut zu befinden. Da findet ja nicht mal mehr intellektuelle Kritik und Reflexion statt.

Tatsache ist: Atommüll verbuddeln und vergessen ist nicht.
Mehrfach habe ich gehört und stimme immer mehr zu: Oberflächen-nah bis oberirdisch lagern! Und zwar da, wo der Müll entsteht! Ja, liebe Süddeutsche (ich bin Bayer), da müssten wir dann doch mal Stellung beziehen, vielleicht vorher sogar nachdenken, und könnten nicht mehr alles unseren Volksführern überlassen!
Frauke
08-11-10 20:36
Diese Blockade ist so sinnlos und hat mit politischen Entscheidung wenig zu tun!Ich frage mich seit ein paar Tagen warum die Entsorgung blockiert wird, nach Aussagen von Greenpeace sollen die Castoren so strahlen wie Tschernobyl...macht weiter, dann braucht ihr keine Weihnachtsbeleuchtung sondern könnt Euch als leuchtender Weihnachtsmann in den Garten stellen!Aber schützt bitte alle Polizisten! Räumt bitte Euren Dreck weg und denkt an die Kosten die ihr verursacht habt! Diese Demo hat nichts mit Atomausstieg zu tun, sondern mit Entsorgung! Auch nach einem Ausstieg wird noch viele Jahre Atommüll anfallen der entsorgt werden muss.
Frank Seidel
08-11-10 19:52
Trittin hat heute mal wieder gesagt, die "Gesellschaft sei gegen Atomkraft"! Hört, hört, Herr "Gott" spricht schon für dir gesamte Gesellschaft. Woher eigentlich dieses Mass an nun nennen wir es ruhig Überheblichkeit oder zumindest Anmaßung. Schaut man Umfragen von Greenpeace an ist die Mehrheit dagegen, bei der neuesten Umfrage von Infratest/Dimap sieht das dann schon ganz anders aus. Aber das sind Umfragen, also zum gut Teil Theorie. Fakt ist, beim damaligen Atomausstiegzenario von Rot/Grün haben Union und FDP bei einer bürgerlichen Mehrheit dies wieder zu kippen. Und auch vor der letzten Bundestagswahl haben sie kein Geheimniss daraus gemacht das es mit einer CDU/CSU/FDP Regierung einen Ausstieg aus dem Ausstieg geben wird. Und siehe da, sie erhielten die Mehrheit!
Ne, es geht nach dem alten Strickmuster, wir sind die Guten und weil wir die Guten sind haben wir recht.
Uli Anhofer
08-11-10 19:46
Es ist so dermaßen heuchlerisch und populistisch, was Jürgen Trittin in den verschiedenen Interviews abzieht. In seiner Zeit als Bundesumweltminister sollte man den Castor ohne Blockaden durchziehn lassen. Alternativen hat Herr Trittin doch auch nicht gesucht. Grün - Hauptsache gegen alles. Der Auftritt von Frau Roth war peinlich.
tom
08-11-10 19:11
Na, wer von Euch hat denn das Video mit Eurem sympathischen Jürgen entfernt, der, als er selbst am Regieren war, sich gegen eine Teilnahme der linksgrünen an Castordemonstrationen aussprach? Ihr seid die Heuchler der Nation. Das Beste wäre, Rot-Grün, oder Grün-Rot gewinnt die nächste Wahl. Dann werden wir erstens sehen, was Ihr umsetzt und zweitens, wie sich Wirtschaft und Ausland einer so ökodiktatorischen Führung gegenüber verhalten. Vielleicht hat es der deutsche Wähler dann einfach nicht anders verdient!
nicht alles gold was glänzt
08-11-10 17:32
Jeder zweite auf der Veranstaltung hat doch kein Plan um was es da überhaupt geht. Wie bei Suttgart 21 . Das nutzen die Grünen mal wieder schamlos aus. Mann muss nur sich einmal ein paar Reportagen anschauen wo Menschen interviewt werden. Die Interviewten ziehen sich schnell ihr Pulli hoch, dass sie nicht erkannt werden und geben genau das oben genannte zu.. Traurig.. Aber auch schon bei S21 waren Randalierer unter den friedlichen Demonstranten. Die wurden selbstverständlich als S21-Gegner mitgezählt.. Naja hauptsache mal gegen alles sein nicht - purer Poplusimus. Die Grünen würden niemals etwas besser machen wenn sie an der Macht wären. Bestes Beispiel dafür ist doch Freiburg wo alle angestrebten Ziele des OBs sowas von verfehlt worden sind.Und vielen meiner Vorredner wie Michael kann ich nur zu 100% zustimmen !
MfG
Michael
08-11-10 16:30
Ich verfolge den Transport seitdem er losgefahren ist. Alle Demonstranten nennen sich "Umweltbewusst" und verantwortungsvoll. Leider sprechen die Bilder der zurück gelassenen Lager und Aktionsorte andere Worte. Abfall und Müll der Demonstranten.Unzählige Fahrzeuge der Anreisenden. Bus und Bahn sind Tabu. Ähnliche Bilder findet man in Stuttgart und anderen Schauplätzen. Schade, dass das Umweltbewusstsein hier schon aufhört. Auch kleine Schritte sind Schritte in Richtung Umweltbewusstsein. Wahrscheinlich ist dies alles nur Politik und Stimmenfang da es sich gut verkaufen lässt. Finde ich schade, vor allem von der Partei hätte ich mehr Umweltbewusstsein erwartet.
Kommentar

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