Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
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Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
Eine Geschichte über unfaire Ausnahmen, die Schwarz-Gelb der Industrie gewährt. MEHR
Wie wir bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern werden können. MEHR
Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist. MEHR
Alle Infos rund um EU-Fiskalvertrag, ESM und die Position der Grünen. MEHR
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Bereits 1987 hatten die Italiener nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl per Volksentscheid den Ausstieg des Landes aus der Atomenergie gewählt. Im Jahr 2005 beschloss die Mitte-Rechts-Regierung Berlusconis trotzdem den Neubau von vier Atomkraftwerken. Dies konnte durch das erfolgreiche Referendum nun verhindert werden.

Mit einer Mehrheit von über 90 Prozent sprachen sich die Wähler deutlich gegen das Wiedereinstiegsgesetz von Berlusconi aus. Zwei Wochen nach dem Debakel bei den Kommunal- und Regionalwahlen verlor Silvio Berlusconi damit eine weitere Abstimmung. Italien setzte ein Zeichen gegen die Nutzung der Atomenergie sowie gegen die Privatisierung der Wasserwerke und gegen den Schutz ihres Regierungschefs vor Strafverfolgung. Besonders wichtig war die Wahlbeteiligung von über 50 Prozent. Dieses für eine gültige Volksabstimmung erforderliche Quorum wurde in Italien seit 1995 nicht mehr erreicht.
Das erfolgreiche Referendum ist ein eindeutiges atompolitisches Signal für Europa. Eine Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten nutzt die Atomkraft nicht oder hat bereits den Ausstieg aus der Hochrisikotechnologie beschlossen.
"Jetzt müssen wir uns gemeinsam an den Umbau machen - und zwar mit einem klaren Ziel: Ein kompletter Umstieg auf Erneuerbare Energien, mehr Energieeffizienz, Klimaschutz und ein klares Nein zur Kohle" so Rebecca Harms, die Fraktionsvorsitzende der Grünen Europafraktion.
Claudia Roth ruft die internationale Anti-AKW-Bewegung auf, weiter Druck aufzubauen: "Wir brauchen nicht nur einzelne atomkraftfreie Zonen, sondern ein atomkraftfreies Europa. Die internationale Anti-AKW-Bewegung muss weiter Druck aufbauen für den europa- und weltweiten Ausstieg aus der Atomkraft." Auch Ministerpräsident Erdogan in der Türkei habe nun die Chance, aus den Fehlern Berlusconis und Merkels zu lernen und den Bau von Atomkraftwerken in seinem erdbebengefährdeten Land aufzugeben.
Wo in Europa Atomkraftwerke stehen und was die einzelnen Länder mit ihrem Atommüll machen, zeigt die Webseite "Das Atommüll-Rätsel". Dort ist auch eine Studie über den unterschiedlichen Umgang der Mitgliedstaaten mit Atommüll zu finden.