Der Protest lebt - und wie!

Das Wendland kann auf einen der erfolgreichsten Castor-Proteste aller Zeiten zurückblicken. Über 20.000 Menschen demonstrierten am Samstag in Dannenberg. Tausende friedliche Blockierer sorgten von Mittwoch bis Montag dafür, dass der Transport so lange aufgehalten wurde wie noch nie. Mehr als 120 Stunden fuhr der Zug von La Hague bis nach Gorleben. Mit Sitzblockaden auf Straßen und Schienen und friedlichen Spontanblockaden widersetzen sich die Demonstrantinnen und Demonstranten der strahlenden Fracht. Die Botschaft: Der Atomausstieg ist erst dann geschafft, wenn die Endlagerfrage gelöst und das letzte AKW abgeschaltet ist. Und: Solange Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) in Gorleben keinen Baustopp ausruft, sondern weiter Fakten schafft, glauben wir nicht an eine ergebnisoffene Endlagersuche.

  • 08.02.2012
    Über 20.000 Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich am Samstag zur Großkundgebung in Dannenberg.
     
  • 08.02.2012
    Die grüne Landesvorsitzende aus Niedersachsen Anja Piel und Martina Lammers vom Kreisverband Lüchow-Dannenberg unterstützten die Groß-Demonstration.
     
  • 08.02.2012
    Die Menschen protestierten friedlich gegen Gorleben als Endlager für Atommüll. Auch die Grünen halten den Salzstock für "geologisch ungeeignet und politisch verbrannt".
     
  • 08.02.2012
    Am Sonntag Mittag ließen sich mehrere hundert Demonstrantinnen und Demonstranten auf den Gleisen in Hitzacker nieder, um den Castor-Transport zu blockieren. Auch viele Mitglieder der GRÜNEN JUGEND blockierten bis in die frühen Morgenstunden mit und gaben erst auf, als die Polizei die Sitzblockade räumte (im Bild ganz rechts: Bundesvorstandssprecherin Sina Doughan).
     
  • 08.02.2012
    Viele Blockiererinnen und Blockierer versuchten sich mit Musik bei Laune zu halten.
     
  • 08.02.2012
    Etliche Demonstranten verliehen ihrem Protest mit ungewöhnlichen Outfits Ausdruck.
     
  • 08.02.2012
    Die wöchentliche Bundesvorstandssitzung der Grünen fand aus Solidarität mit der Protest-Bewegung in der Bauernstube Trebel nahe Gorleben statt. (im Bild v.l.n.r. Bundesvorstandsmitglied Malte Spitz, Bundesvorsitzende Claudia Roth, Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke, Bundesvorstandsmitglied Astrid Rothe-Beinlich)
     
  • 08.02.2012
    Mit einer Straßenblockade versuchten die Atomkraftgegner auf den letzten Metern den Castor-Transport am Weiterkommen zu hindern.
     
  • 08.02.2012
    Auch Blockierer brauchen mal eine Pause.
     
  • 08.02.2012
    Der Widerstand gegen den Atommüll-Transport wird von Jung und Alt getragen.
     
  • 08.02.2012
    In einem Strohlager versuchen sich diese Demonstrantinnen warm zu halten.
     
  • 08.02.2012
    Als die Polizei nach dreimaliger Aufforderung begann das Lager zu räumen, mischte sich ein Clown unter die Beamten.
     
  • 08.02.2012
    Steffi Lemke, die politische Bundesgeschäftsführerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der Sitzblockade in Gorleben.
     
  • 08.02.2012
    Karl Bär von der GRÜNEN JUGEND war am Vortag noch Teil des Präsidiums auf der BDK und ließ sich hier ganz entspannt wegtragen.
     
  • 08.02.2012
    Am frühen Abend begann die Polizei mit der Räumung der Blockade. Hier wird Steffi Lemke von der Polizei zum Gehen aufgefordert.
     
  • 08.02.2012
    Dieser Blockierer hätte gute Haltungsnoten verdient.
     
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Auf Nimmerwiedersehen, scheiß Atomkraft!

Wieder gingen 160.000 Menschen in 21 Städten für ein Ende der Atomkraft auf die Straße. Dieses starke Zeichen kann Schwarz-Gelb nicht ignorieren.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Sitzblockade_225.jpg

Erfolgreiche Blockaden und Rekordverzögerung

92 Stunden benötigte der Transport mit den elf Atommüllbehältern ins Zwischenlager Gorleben. Ein voller Erfolg der Anti-Atom-Bewegung.

Grün stellt sich quer

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will keine Atomkraft mehr. Das haben nicht zuletzt die kilometerlangen Proteste der Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel und die für Schwarz-Gelb desaströse Wahl in NRW gezeigt. Trotzdem bahnt sich ein heißer Herbst an und die Anti-Atom-Bewegung muss am 18. September 2010 in Berlin zeigen, dass der Ausstieg aus dem Atomausstieg keine Option ist.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Demozug_Dannenberg225x130_01.jpg

Gorleben stoppen

Im November ist es wieder soweit, der nächste Castor rollt nach Gorleben!

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Kiel grüßt das Wendland

Grüne Delegierte erklären ihre Solidarität mit den Anti-Castor-Protesten im Wendland.

Kommentare

Renate
14-03-12 21:09
10.03.2012 Fessenheim Kundgebung 14 00h wo waren die Bündnis90/die Grünen habe keinen von Euch gesehen, aber wenn man an den Trögen angelangt ist hat man das Ziel erreicht, siehe S21. FDP macht es vor was den Grünen bevorsteht. Wir sind das Volk und 90% daran solltet Ihr Grünen auch denken.
Lutz
10-01-12 11:58
.... was sagt denn der Jürgen T. zu dem Artikel und dem Taten Eurer Anhänger?

Ich schäme mich aufrichtig, weil ich vor Jahren einmal eine Stimme an diese Partei hier verschwendet habe!!!!
Rainer
01-12-11 20:42
Wenn ich mich recht entsinne hat der Herr Trittin zu seiner Zeit als Umweltminsiter dazu aufgerufen, die Transporte doch möglichst ungehindert durch zu lassen. Schließlich sei das ja deutscher Atommüll, den müsse man ja auch zurücknehmen. Komisch,dass das anders aussieht, wenn man in der Opposition ist. Und wieso hat der Her Trittin die Frage des Endlagers als Minister nicht gelöst ? Irgendwie haben so einige hier nur ein Kurzzeitgedächtnis oder partielle Gedächtnislücken - Schönen Abend noch .
Redaktion gruene.de
01-12-11 11:24
Wir haben allen Grund weiter wachsam zu sein und zu protestieren: Zwar hat die Bundesregierung nach Fukushima den Atomausstieg für das Jahr 2022 beschlossen und kürzlich auch angekündigt, unserer Forderung nach einer ergebnisoffenen Entlagersuche nachzukommen. Den Ankündigungen folgen bisher aber keine Taten, im Gegenteil: Der Bundeshaushalt für das kommende Jahr sieht Ausgaben in Höhe von 73 Millionen Euro für die Weitererkundung des Salzstocks Gorleben vor, aber lediglich 3 Millionen Euro für alternative Endlagerstandorte vor. Eine erstaunliche Differenz!
(Quelle: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/castortransport/endlager125.html).

Diese Planung entzieht der Ankündigung von Bundesumweltminister Röttgen,
die Endlagersuche ergebnisoffen gestalten zu wollen, jede
Glaubwürdigkeit. Vielmehr läßt sie den Schluss zu, dass Gorleben als
Endlager zementiert werden soll. Vor dem Hintergrund von Strahlenproblemen und des fragwürdigen und intransparenten Umgangs damit seitens der verantwortlichen Stellen, darf
es keine Zustimmung für die Einlagerung weitere CASTOR-Behälter ins Zwischenlager Gorleben geben. Die Proteste tausender friedlicher Demonstranten im Wendland sind also notwendig und unterstützenswert. Gewalt von jeglicher Seite veurteilen wir hingegen! Wir setzen uns weiterhin für einen sofortigen Baustopp in Gorleben ein. Stattdessen brauchen wir endlich eine wirklich ergebnisoffen Suche nach dem bestmöglichen Endlagerstandort für den strahlenden Atommüll.
Frank
30-11-11 20:18
Danke Gundula, bin zwar kein grüner aber es gibt wenigstens noch verantwortungsvolle denkende Menschen die für die Grünen sind.
@ Andre was die grüne Parteispitze macht ist m.E. keine grüne, nachhaltige und verantwortungsvolle Politik.
Diese alte Clique in dieser Parteiführung(leitung) hat nix mehr mit dem zu tun , wo die Wurzeln sind!!!!
Frau Roth , Herr Trittin, Frau Künast,Frau Höhn und Frau Hermenau machen Sie endlich Platz für wirkliche Grüne, sie WAREN das mal.
GSD
30-11-11 11:30
In Gedanken war ich immer bei Euch.
Vielen Dank an alle, die unserer "demokratischen Staatsmacht" die Stirn geboten haben.
Andre
30-11-11 00:04
Man muss sich mal die Komentare hier in den Foren durchlesen, da fragt man sich doch eigentlich ob es ausser der Parteispitze überhaupt noch Anhänger für die grüne Politik gibt.
Leider hat dies zur Konsequenz, dass das Bewusstsein irgendwann einmal umschlägt und sich überhaupt keiner für einen vernünftigen Umgang mit der Umwelt interessiert. Ich bin auch ein Befürworter für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt aber.... ich bin auch ein Befürworter der Kernenergie. Viellecht sollte man hier einfach mal einen vernünftigen Konsens finden und nicht nur auf Wählerstimmen spekulieren.
Gundula
29-11-11 20:09
ich würde mir als Grüne massiv wünschen, wenn sich Grüne von den "Waffen" unfriedlicher Demonstranten distanzieren würde. Auch hier erwarte ich Flagge!
Dennis
29-11-11 19:08
Unglaublich wie leicht sich sowas veranstalten lässt wenn man selbst nicht die kosten dafür tragen muss. Ich bin mal ganz stark dafür das die 33mio, die dieser Transport wegen euch gekostet hat, auf jeden anwesenden dieser sinnlosen Aktion aufgeteilt wird.
Nur weil ihr euch auf schienen setzt und die wege belagert hat keiner was davon.
Der Atommüll muss weg, so oder so. Ob ihr nun da sitzt oder nicht ist ehrlich gesagt irrelevant.
Unglaublich wie wenig gedanken ihr euch um die Konsequenzen dieser Aktion gemacht habt, lächerlich euer Verein.
Frank
29-11-11 18:48
und ich Glaube nicht an Eure demokratische Legimität!!!
Kein Wort der Trauer über die verletzten Beamten, über die Sachbeschädigungen und den ökologischen Schaden der dort angerichtet wurde (z.B. brennende Autoreifen). Wo war und ist Eure Aufforderung Zivilcourage zu zeigen gegen diese gewaltsamen Proteste? Ihr fordert diese nur bei Themen ein die Euch passen und verliert somit jede Glaubwürdigkeit.
Schämt Euch! Ihr seit NICHT wählbar.
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