Aussteigen statt aussitzen

In Berlin, Hamburg, Köln und München gehen wir am 26. März gegen Atomkraft auf die Straße.

Menschenkette zwischen Stuttgart und AKW Neckarwestheim, 12.3.2011, Foto: gruene.de

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima hat gezeigt, dass die Atomtechnik nicht beherrschbar ist. Aber die Bundesregierung zieht nicht die Konsequenzen daraus. Frau Merkel hat jetzt zwar verkündet, sieben Atomkraftwerke für drei Monate zur Überprüfung vom Netz zu nehmen. Das aber heißt nichts anderes als Aussitzen! Schwarz-Gelb versucht, sich über die Zeit bis zur Landtagswahl am 27. März zu retten.

Dagegen protestieren wir: Wir fordern die sofortige und endgültige Stilllegung der sieben ältestesten Atomkraftwerke und des Pannenreaktors Krümmel, die Verschärfung der Sicherheitsauflagen und die Rücknahme der Laufzeitverlängerung.

Bei den Mahnwachen am 14. März kamen an 450 Orten rund 110.000 Menschen zusammen. Am 21. März fanden sich an über 700 Orten rund 140.000 Menschen zu erneuten Mahnwachen zusammen

 

In Berlin, Hamburg, Köln und weiteren Städten werden wir deswegen am 26. März mit einem breiten Bündnis auf die Straße gehen und noch einmal deutlich unseren Protest gegen Atomkraft zeigen.

In allen vier Städten wird es an den jeweiligen Treffpunkten grüne Materialausgaben und Infostände geben, wo Ihr euch mit grünen Ballons, Fahnen und Informationsmaterial ausstatten könnt. Diese erkennt Ihr jeweils an den grünen Pavillons sowie den vielen grünen Luftballons. Hier nochmal die wichtigsten Infos für die Demos.


Um 14.15 Uhr soll es parallel auf allen Demonstrationen eine Schweigeminute geben.

 

Demo in Berlin

Treffpunkt ist ab 11 Uhr am Potsdamer Platz. Grüner Treffpunkt mit Materialausgabe am Potsdamer Platz (Ecke Potsdamer Straße/Ebertstraße)

Um 12 Uhr wird sich die Demonstration in Bewegung setzen.

Demoroute: Potsdamer Straße – Reichpietschufer – Von-der-Heydt-Straße – Klingenhöferstraße – Hofjägerstraße – Großer Stern – Straße des 17. Juni

Die Abschlusskundgebung wird um 14 Uhr auf der Straße des 17. Juni/Yitzhak-Rabin-Straße sein.

Für musikalische Unterstützung sorgen die Kleingeldprinzessin, Mono&Nikitaman und Wir sind Helden.

 

Demo in Hamburg

11.30 Uhr - Treffen Dammtor/ Mittelweg. Dort ist auch der Grüne Treffpunkt und die Materialausgabe.

Abmarsch der Demonstration um 12 Uhr.

Demoroute: Mittelweg, Alsterglacis, Lombardsbrücke, Glockengießerwall,
Steintorwall, Mönckebergstraße, Rathausmarkt

14 Uhr - Rathausmarkt - Großkundgebung mit Livemusik und mehr.

Für musikalische und künstlerische Unterstützung sorgen Rantanplan,
Alma Hoppe und die Sterne

 

Demo und Kundgebung in Köln

11 Uhr: Treffpunkt und Kundgebung am Neumarkt. Grüner Treffpunkt mit Materialausgabe und Kundgebung am Neumarkt.

11.30 Uhr: Grüner Treffpunkt mit Materialausgabe und Kundgebung am Ottoplatz.

12 Uhr: Start des Sternmarschs zur Deutzer Werft (Grüner Infostand)

Anschließend Kundgebung an der Deutzer Werft

13-14 Uhr: Vorprogramm

14-16 Uhr: Hauptkundgebung

Für musikalische Unterstützung sorgen: Klee, Klaus der Geiger und Orchester, Wolf Maahn, Wilfried Schmickler (Kabarett)

Kundgebung in München

Ab 13 Uhr: Vorprogramm auf dem Odeonsplatz. Dort ist auch der Grüne Treffpunkt mit Materialausgabe.

14 Uhr: Beginn der Kundgebung auf dem Odeonsplatz

Für musikalische Unterstützung sorgen: Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra, The Notwist, Azhar Kamal, Sambagruppe "Münchner Ruhestörung", Urban Priol


Hier findet Ihr den Flyer des Anti-Atom-Bündnisses (PDF).


Weitere Informationen zu den Demos und den Aufruf des Demobündnisses findest du hier.


Eine große Demonstration gibt es auch in Kaiserslautern von 11 bis 12.30 Uhr. Die Demoroute ist in der Innenstadt, die Abschlusskundgebung findet vor dem Rathaus statt.

Wie kannst Du die Anti-Atom-Demos unterstützen?

Wenn Du schon einen Account in MEINE KAMPAGNE hast, kannst Du Dich hier direkt anmelden.

Du bist noch nicht registriert, aber willst ein deutliches Signal gegen Atomkraft und gegen den Ausstieg aus dem Ausstieg setzen? Du willst andere Menschen für die Anti-Atom-Demos mobilisieren? Du willst alle Informationen exklusiv erhalten? Dann melde Dich jetzt in MEINE KAMPAGNE für die Anti-Atom-Demos an und Du erhältst von uns alle wichtigen Informationen!

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Fukushima mahnt

Zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Japan sind bundesweit zahlreiche Proteste gegen Atomkraft geplant.

Infos zum Ablauf der Demo

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will keine Atomkraft mehr. Das haben nicht zuletzt die kilometerlangen Proteste der Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel und die für Schwarz-Gelb desaströse Wahl in NRW gezeigt. Trotzdem bahnt sich ein heißer Herbst an und die Anti-Atom-Bewegung muss am 18. September 2010 in Berlin zeigen, dass der Ausstieg aus dem Atomausstieg keine Option ist.

Atomausstieg in die Hand nehmen!

Große Menschenkette am 12. März zwischen Stuttgart und dem AKW Neckarwestheim.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Demozug_Dannenberg225x130_01.jpg

Gorleben stoppen

Im November ist es wieder soweit, der nächste Castor rollt nach Gorleben!

Atomkraft: Schluss jetzt!

Die Anti-Atom-Bewegung muss am 18. September 2010 in Berlin zeigen, dass der Ausstieg aus dem Atomausstieg keine Option ist.

Kommentare

Jupp
17-03-11 20:42
Ich habe in mehreren Sendungen zum Thema Atomenergie oder im Fall des neuen Stuttgarter Bahnhofs 21 gemerkt, es geht den Grünen nicht um die Sache sondern vorrangig darum, die nächste Wahl zu gewinnen. Sie verbreiten Bundesweit Panik vor Atomkraftwerken. Ich lebe auch in der Nähe eines AKW, und mit ihren Aussagen wächst die Angst auch in unserer Bevölkerung. Allerdings ändert das nichts an unserer Situation, denn das AKW steht in Frankreich rund 20km von unserer Landesgrenze entfernt. Die französische Regierung wird für unsere Bedenken nur ein müdes Lächeln übrig haben.

Wenn es nicht um Politik geht, warum informieren sie den Bürger denn nicht, auf was sie alles verzichten müssten, wenn morgen Weltweit alle AKW abgeschaltet würden.

Die Bürger sind sich bewusst, dass AKW ein Restrisiko haben. Ihr politisches Handeln ist fragwürdig und bedauerlich. Sie machen keine Realpolitik sondern es handelt sich um Polemik.
Heike
17-03-11 13:47
Die Beschimpfung der anders und unbequemer Denkenden als Spinner oder Weltverbesserer ist einfacher als wirkliche Argumente dafür zu bringen, die sie selbst nicht wirklich haben.
In einem Interview sagte letztens ein angesehener Prof. der Psychologie er mache sich wesentlich mehr Sorgen um die, die sich für "normal" halten als um die, die von der Gesellschaft für Spinner gehalten werden.
Wenn Atomkraft-Anhänger als "normal" gelten, kann ich dem von ganzem Herzen nur zustimmen.
Lasst euch nicht durch das Moratorium und das 3-monatige Abschalten mundtot machen, geht weiterhin auf die Straße, solange noch 1 Atomkraftwerk arbeitet.
Olaf
17-03-11 10:25
Möchte mich Susanne anschließen, vergeßt Nürnberg nicht.
Susanne
17-03-11 08:36
Wie wär´s denn am 26. 03. für Süddeutschland mal mit einer Großdemonstration in Nürnberg, der bayerischen Umwelthauptstadt?
Jürgen
16-03-11 20:50
Seit Bestehen der Grünen hatten CDU/CSU und FDP immer wieder und wieder betont, dass die Grünen, die von Kommunisten gesteuerten "Spinner" sind, gegen Atom, Aufrüstung und einfach gegen alles.

Nach alledem fällt doch jedem auf, ebenso wie einst Albert Einstein, geboren im Ländle Baden-Württemberg ein "Spinner" war bei den Mächtigen damals und dazu noch ein Pazifist und daher später sogar ins Ausland fliehen musste.

Was sagt uns das:

Wir hoffen, die Grünen bleiben und weisen weiterhin darauf hin, wer wirklich spinnt!!!
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