Auf Nimmerwiedersehen, scheiß Atomkraft!

In 21 Städten demonstrierten am 28. Mai rund 160.000 Menschen für das endgültige Aus der Atomkraft. Gut drei Wochen vor Ende des Atom-Moratoriums machten die Bürgerinnen und Bürger unmissverständlich klar, dass sie einen defintiven Atomausstieg ohne Hintertür wollen. An diesem Samstag wurde außerdem bekannt, dass die Ethikkommission einen Atomausstieg binnen zehn Jahren empfiehlt, aber auch einen schnelleres Ende der Atomkraft für möglich hält, wenn die erneuerbaren Energien konsequent ausgebaut werden. Was Schwarz-Gelb daraus macht, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

  • 08.02.2012
    In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover demonstrierten rund 12.000 Menschen für das Ende der Atomkraft.
     
  • 08.02.2012
    In München gingen 25.000 Atomkraftgegner auf die Straße.
     
  • 08.02.2012
    Im bayrischen Fürth protestierten rund 8.000 Menschen.
     
  • 08.02.2012
    In Mainz gaben 2.500 Menschen der schwarz-gelben Koalition einen guten Rat für die anstehenden Gespräche über den Atomaustieg: Schluss jetzt!
     
  • 08.02.2012
    3.200 Bürgerinnen und Bürger protestierten in Dresden.
     
  • 08.02.2012
    In Ulm gehen 5.000 Atomkraftgegner auf die Straße (Foto: Konstantinos Kontzinos)
     
  • 08.02.2012
    10.000 Menschen gingen in Freiburg auf die Straße.
     
  • 08.02.2012
    In Landshut waren es 8.000 Atomkraftgegner.
     
  • 08.02.2012
    In Münster demonstrierten 7.000 Menschen für einen konsequenten Atomausstieg.
     
  • 08.02.2012
    In Erfurt gingen 2000 Menschen für einen echten Atomausstieg auf die Straße.
     
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Der Protest lebt - und wie!

Tausende Demonstranten und Blockierer hielten den Castortransport nach Gorleben länger auf als je zuvor. Impressionen aus dem Wendland.

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Atomkraft: Schluss!

In 21 Städten gibt es am 28. Mai gleichzeitig Großdemonstrationen gegen den Atomkurs der Bundesregierung. Zeig auch Du der Bundesregierung, dass Atomkraft keine Zukunft hat.

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25 Jahre Restrisiko sind genug

120.000 Menschen gehen für den Ausstieg aus der Atomenergie auf die Straße. Ein weiterer Höhepunkt einer starken Anti-AKW-Bewegung.

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Im Angesicht der Katastrophe

60.000 Menschen demonstrieren gegen Atomkraft, während sich in Japan die Lage an dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima zuspitzt.

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Üben für die Menschenkette

In 53 Städten demonstrierten rund 8000 Menschen gegen den Ausstieg aus dem Atomausstieg und bereiteten sich auf die Menschenkette vor.

Kommentare

Thomas
31-10-12 13:20
Ok, der Bericht ist alt, aber ich habe ihn per Zufall über Google gefunden. 160.000 Demonstranten sollen also ein Zeichen dafür sein dass "die Bürgerinnen und Bürger unmissverständlich [klar] machen....". Das soll ja dann wohl heissen "alle" Bürgerinnen und Bürger. Es waren aber bei gerundet 83 Mio. Erinwohner (oder so...) nur 0,19% aller Bürgerinnen und Bürger, die dieses kund taten. Weit weg davon, für alle Bürger zu sprechen.....
atheistengott
08-06-11 17:48
Auf Nimmerwiedersehen, scheiß Atomkraft!
das ist mal wieder typisches grünen-niveau


@ Martin, 30-05-11 11:24
die beste satire seit langem!
Georg
01-06-11 18:33
Ich bin auch für den Ausstieg aus der Atomkraft aber warum wird der Import von Strom aus Kohle und Atomkraft nicht sofort gestopt? Es dürften keine neuen Gas- Öl- und Kohlekraftwerke mehr gebaut werden um die Kohlendioxidbelastungen nicht weiter zu erhöhen.
In der Woche vor der Landtagswahl in BW befürwortet Bärbel Höhn im TV den Bau von Pumpspeicherwerken, vor Ort
war das eine Wahlkampfthema der Grünen die Verhinderung des geplanten PSW Atdorf.Solche Aktionen verunsichern das Volk und lassen gewisse Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Partei aufkommen. Statt die Castor Transporte zu blockieren könnte man sicher die Resourcen für eine gemeinsame Endlagersuche verwenden. Wenn dann unsere erneuerbare Energieen ausreichen kann auch das letzte AKW in Deutschland abgestellt werden. Schnellschlüsse, fanatische und extremistische Aktionen haben auf die Dauer noch nie etwas gebracht.
abc
30-05-11 12:52
ist ja interessant

hab überhaupt nicht mitgekriegt, dass es mal wieder Anti-Atomkraft-Demonstrationen gibt.
Man lernt eben nie aus...
Martin
30-05-11 11:24
Ich bin gegen Atomkraft, Kohlekraftwerke, Gas und Öl. Nur so kann man Umweltziele erreichen. Wie das geht ? Zunächst müssten Hersteller von nicht ökologisch / ökonomisch vertretbaren Produkten "platt" gemacht werden. Darunter zählen unter anderem BMW, Porsche, Mercedes und teilweise VW und Audi. Dies würde zwar einerseits zu einer Erhöhungen von Arbeitslosen führen, andererseits würden diese (Arbeitslosen) auch weniger Energie verbrauchen. Dann müssten nicht energiegerechte Häuser entweder saniert oder falls dies dem Eigentümer nicht möglich ist, abgerissen werden. Weiterhin wären gezielte Energiesparmassnahmen durch Tempolimits, Autofreie Wochenenden und steuerbare blackouts in Wohngegenden machbar. Leider erscheint dies beim rot-grünen Ausstiegsmodell, der letzte Meiler hätte bis 2025 laufen können, bei Laufzeitverlängerung bis 2040 nicht möglich. Konsequenter sind hier die Linken, die alle Meiler bis 2013 vom Netz nehmen würden und auch eine Verstaatlichung der Versorger fordern.
Christoph
29-05-11 14:33
Ich bin gegen Atomkraft. Dazu brauche ich aber keine niveaulosen Kraftausdrücke wie „scheiß Atomkraft“. Ich bezweifle stark, dass sich die politische Mitte von solch einer Formulierung, die eher zu Extremisten passt, begeistern lässt.
Miró
29-05-11 12:32
Mit bedauern musste ich immer wieder feststellen, wie wenig Menschen sich doch für solch wichtige Themen begeistern können und auseinander setzten wollen. Ich hatte das Gefühl, der Mensch ist und bleibt dumm. Dinge werden erst in die Hand genommen und geändert, wenns VIEL zu spät ist!

Doch die Demo in Bonn hat mir gezeigt, es gibt doch helle Köpfe hier in Deutschland, die Gefahren erkennen und vorbeugen wollen!
Ohne solche Menschen hätten wir wohl immer noch die Mauer.
Danke an euch/ uns!

Es muss Menschen geben, die über ihren Tellerand hinausschauen können und nicht in jeder Veränderung eine Bedrohung sehen! Es muss Menschen geben, die den Mut haben, aus der Konservativität und Einfältigkeit auszubrechen um gutes zu bewirken!

Weiter so! Ohne Menschen wie wir hätte der Mensch sich längst selbst zerstört! Verhindern wir, dass er weiterhin sein eigener Feind ist!

Atomkraft gehört abgeschafft! Jegliche Diskussion über die Nutzung ist kriminell und Gefährdet das eigene Volk! Atomenergie ist nicht nutzbar! Sie ist nicht lagerbar! Sie ist gefährlich und kann innerhalb kürzester Zeit tausende Leben zerstören!

Wählt Politiker die anderer Überzeugung sind ab! Überzeugt eure Mitmenschen immer wieder!

Wir für eine bessere Welt! Seid nicht egoistisch und lebt nicht nur in den Tag!

Denkt an unsere Kinder!
Helmut Krüger
29-05-11 10:53
Liebe politischen Freunde, verstanden im weitestgehenden Sinne, liebe Gleichgesinnte in Sachen Atomkraft,

als Mensch, der 1977 in Brokdorf am Bauzaun stand und seit 1980 den Wendenpass besitzt, der solange gilt, wie sein Inhaber noch lächeln kann, nahm ich an der Demonstration im nahen Berlin NICHT teil.

Warum?

Um es zugespitzt zu sagen, halte ich überhaupt nichts davon, gegen die Regierung zu demonstrieren, gegen die CDU - diese elende Partei, die jahrzehntelang und länger als die anderen Parteien am Fossil der Atomkraft festhielt - anders: Wir könnten und hätten sogar unsere Freude ausdrücken können über den geänderten Kurs.

Ganz im Ernst und trotz der Tatsache, dass der Schwenk zu mehr als 50 % Taktik besteht.

Das verstehe und verstünde ich unter Betreiben einer uns lebenswichtigen Angelegenheit und unter Hintenanstellen parteipolitischer Profilierung. Gegen die meisten Parteien in Frankreich, gegen die Parteien in Polen oder Italien sind die deutschen Konservativen, was die Atomkraft angeht, noch ein Geschenk des Himmels.

Wir müssen ja nicht vor Dankbarkeit auf Knien rutschen, doch die Tatsache, dass überhaupt und jetzt wirklich dauerhaft ausgestiegen wird, sollte die Ausstiegsfristen - bezogen auf zwei, drei Jahre - wirklich zweitrangig sein lassen. Dies im Vergleich auch zur Verschobenheit von Maßstäben.

Gewiss ist es so, dass die klassische im Unterschied zur theoretischen Wahrscheinlichkeit nicht danach fragt, ob sie jetzt zutage tritt oder in 100 Jahren, alle Berechnungen im Zweifelsfall für die Katz sind und es folglich darum geht, möglich unverzüglich das Risiko auf Null zu schrauben ...

... doch wenn ich weiß, dass auch nach Abschalten der Atomkraft das Potenzial noch Jahrzehnte weiter wirkt bis zum vollständigen Abbau des Reaktors, wenn ich weiß, dass im polnischen Gryfino, keine 100 Kilometer Luftlinie von Berlin, dass in Leibstadt und Fessenheim noch Atommeiler stehen und die dortigen Regierungen sehr im Gegensatz zu der unsrigen - ja ich sage es so - gar nicht daran denken, die Meiler vom Netz zu nehmen ...

... wie wichtig wäre parteiübergreifende Einigkeit, jetzt endlich, wo sie faktisch da ist und wie luxuriös ist der proklamierte Zwiespalt?
Björn
29-05-11 10:07
Aber ich finde mehrere Faktoren sehr erheiternd wenn ich daran denke:

1. Wir schalten unsere Atommeiler ab aber an unseren Grenzen zu zum Beispiel Frankreich oder Polen stehen direkt Atommeiler die uns genauso gefährlich werden. Die Atomare Strahlung interessiert sich nicht für Ländergrenzen.

2. Unsere Stromproduktion ist nicht Hoch genug um unser Land zu versorgen das heißt wir werden vom Exporteur zum Importeur von Elektrizität. Das blöde ist nur den Strom den wir kaufen der ist Atomstrom. Somit freuen ich die anderen Ländern das wir die Meiler runterfahren, dann können wir schön kräftig bei denen einkaufen.

3. Der Strompreis wird steigen. Egal wie günstig die Unternehmen den Strom kaufen für uns wird es so oder so eine Preiserhöhung geben. Das ist doch ein super Anlass für Elektrizitätsunternehmen. Und bitte als würde der Strompreis wieder sinken wenn wir alle auf Ökostrom umgestellt sind und wir unseren Bedarf wieder decken können. Das sind alles Privatfirmen, d.h. sie wollen den größtmöglichen Gewinn erzielen, da wird doch keiner Preisnachlass geben. Man sehe sich doch das Benzin an.
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