Atomkraft: Schluss jetzt!

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will keine Atomkraft mehr. Das haben nicht zuletzt die kilometerlangen Proteste der Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel und die für Schwarz-Gelb desaströse Wahl in NRW gezeigt. Trotzdem bahnt sich ein heißer Herbst an und die Anti-Atom-Bewegung muss am 18. September 2010 in Berlin zeigen, dass der Ausstieg aus dem Atomausstieg keine Option ist.

Demonstriere gegen Merkels schmutzigen Atom-Deal! Kein Ausstieg aus dem Ausstieg! 18. September 2010 in Berlin! Infos, Route und praktische Hinweise findest Du auf dieser Seite.

 

„Atomkraft: Schluss jetzt!“ – Großdemonstration mit Umzingelung in Berlin

Die schwarz-gelbe Koalition hat sich auf eine Laufzeitverlängerung geeinigt, die dazu führen kann, dass deutsche AKW bis 2050 laufen. Selbst die ältestesten, hochgradig störanfälligen Schrottmeiler sollen acht Jahre länger laufen. Damit haben Merkel, Westerwelle, Röttgen und Seehofer unsere Zukunft an die Atomlobby verkauft. Die Konsequenz dieser Entscheidung wäre: Längere Risiken, mehr giftiger Müll und eine Investitionsblockade bei den erneuerbaren Energien. Die Anti-Atom-Bewegung wird dagegen aufstehen, um Merkel, Westerwelle und Co zu zeigen, dass es mit ihr keinen Ausstieg aus dem Atomaustieg geben wird.

Deswegen werden wir gemeinsam mit einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen am 18. September 2010 ab 12.15 Uhr in der Hauptstadt auf die Straße gehen und das Regierungsviertel umzingeln. Die Bundesregierung soll unseren Protest genau zu jenem Zeitpunkt hautnah zu spüren bekommen, wenn sie das neue Atomgesetz in den Bundestag einbringen wird.

Sei vorbereitet und sage den Termin weiter

Was solltest Du mitbringen? Personalausweis, Notgroschen, je nach Witterung Sonnencreme oder Regencape, feste Schuhe, Thermoskanne und Proviant, Handy, evtl. Kamera und Trillerpfeifen, Rasseln, Tröten oder ähnliche Krachmacher - und nach Möglichkeit auch eine Sitzunterlage, da während der Umzingelung eine symbolische Sitzblockade geplant ist! Wir freuen uns außerdem, wenn Du ein grünes T-Shirt oder eine grüne Jacke o.ä. trägst.

Alles weitere findest Du in der grünen Demofibel.

Sag's weiter! Erzähl‘ in Deinem Freundes- und Bekanntenkreis, dass am 18. September jeder in Berlin auf der Straße gehen muss, der Schwarz-Gelb ein deutliches Signal übermitteln will. Wir alle wollen das Ende der Atomenergie und gemeinsam werden wir das schaffen.

Mit unserer Argumentationshilfe "Atompolitik – Wir kämpfen bis zum Ausstieg!" (PDF) hast Du immer die richtigen Worte in der Hinterhand.

Oder Du verteilst unser Flugblatt: SCHMUTZIGER DEAL: MERKEL VERKAUFT UNS AN ATOMLOBBY - Macht mit beim Protest! Komm zur Demo am 18. September nach Berlin! Aufruf zum "Heißen Herbst"! (PDF)

 

Treffpunkt und Route

Die Demo startet 12.15 Uhr mit einer Auftaktkundgebung, ab 13 Uhr setzt sich der Zug in Bewegung.

Ort: Auftakt- und Abschlusskundgebung finden am George-Washington-Platz vor dem Hauptbahnhof (Südseite) statt.

Ursprünglich sollte die Demo auf der Reichstagswiese, Platz der Republik, starten. Dafür wurde den Veranstaltern die Genehmigung verweigert.  

Der grüne Treffpunkt wird ebenfalls auf dem George-Washington-Platz vor dem Hauptbahnhof (Südseite) sein.

Den jeweils aktuellen Ablaufplan der Demo findet ihr hier.

So kommst Du zur Anti-Atomdemo nach Berlin

Es fahren drei Sonderzüge nach Berlin:

Sonderzug West: Koblenz - Lützel - Bonn Hbf - Köln Hbf - Wuppertal Hbf - Dortmund Hbf - HammBf - Bielefeld Hbf - Berlin Hbf

Sonderzug Süd: Basel Badischer Bahnhof - Freiburg Hbf - Karlsruhe Hbf - Heidelberg Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt Süd - Berlin Hbf

Sonderzug Nord: Lüneburg - Uelzen - Salzwedel - Berlin Hbf

Mehr Infos zu den Sonderzügen.

Achtung: Wegen einer Sperrung des Leipziger Hauptbahnhofes drohen vielfache Verspätungen. Mehr Infos hier.

Für alle gilt: Fahrt so früh wie möglich los! Aufgrund des erwarteten großen Andrangs kann sowohl die Anreise als auch der Weg zum Treffpunkt länger dauern als erwartet!

Die Busbörse ist geschlossen.

Informiert bleiben

Schau immer mal wieder auf unser Webseite vorbei und informiere Dich über den genauen Ablauf der Demonstration und Umzingelung.

Wenn Du Fragen, Anregungen oder Vorschläge hast, kannst Du uns gerne eine Email schicken: anti-atom (at) gruene.de

Alle praktischen Infos der Veranstalter findest du hier

http://www.anti-atom-demo.de/

 

 

Gemeinsamer Aufruf der Initiative "Atomkraft: Schluss jetzt!"

Wir sagen: Schluss jetzt!

Wir widersetzen uns dieser unverantwortlichen Atompolitik! Wir dulden es nicht, weiter den Risiken von schweren Atomunfällen ausgesetzt zu sein. Dass die Atommüllberge weiter in die Höhe wachsen, für deren Lagerung es weltweit keine Lösung gibt. Dass der Weiterbetrieb der Atomreaktoren den Weg in eine klimaverträgliche Zukunft mit Erneuerbaren Energien verbaut. Wir haben es satt, mit dem Ausstieg auf den Sankt Nimmerleinstag vertröstet zu werden. Wir wollen die Atomkraftwerke abschalten – und zwar jetzt!

Gorleben stoppen!

Wir widersetzen uns auch einer unverantwortlichen Entsorgungspolitik für den tödlichen Strahlenmüll. Gorleben wurde aus politischen Gründen und nicht auf Grund geologischer Eignung als Endlagerstandort gewählt. Das Vorbild für Gorleben – das absaufende und vom Einsturz bedrohte Atommülllager Asse II – zeigt, dass von den Sicherheitsbeteuerungen nichts zu halten ist. Gorleben kommt als Atommülllager nicht in Frage!

Jetzt müssen wir dran bleiben!

Unser Widerstand zeigt Wirkung: Die Bundesregierung ist mit ihren Atomplänen in der Defensive und uneins. Sie spürt den Druck, der von einer neu erstarkten Anti-Atom-Bewegung ausgeht und von einer breiten Mehrheit in der Gesellschaft getragen wird.

Am 18. September wollen wir mit zehntausenden Menschen in Berlin auf die Straße gehen und das Regierungsviertel umzingeln! Damit läuten wir einen heißen Herbst ein, der im November in den vielfältigen Protesten gegen den Castor-Transport nach Gorleben gipfelt.

Kommt am 18. September nach Berlin und demonstriert für den Ausstieg! Atomkraftwerke jetzt abschalten - Gorleben stoppen!

Auf der Webseite der Initiative „Atomkraft: Schluss jetzt!” können Privatpersonen und Organisationen den Aufruf unterzeichen und damit die Aktion unterstützen.

Meine Kampagne

Registrier Dich jetzt für MEINE KAMPAGNE und kämpfe mit uns gegen Atomkraft.

 

So sahen unsere Atomproteste am 24. April aus

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/menschenkette_2011_neckarwestheim_225.JPG

Aussteigen statt aussitzen

Am 26. März finden in Deutschland parallele Großdemos in Berlin, Hamburg, Köln und München gegen Atomkraft und für eine nachhaltige Energiepolitik statt.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/deutsche-bank-225_03.jpg

Banken in die Schranken!

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen den von Attac, Campact und vielen weiteren Organisationen am 12. November organisierten Aktionstag.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Demozug_Dannenberg225x130_01.jpg

Gorleben stoppen

Im November ist es wieder soweit, der nächste Castor rollt nach Gorleben!

KettenreAktion: Atomkraft abschalten!

Unter dem Motto „KettenreAktion“ findet am 24. April die große Anti-Atom-Menschenkette zwischen den Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel statt – zwei Tage vor dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986.

Infos zum Ablauf der Demo

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will keine Atomkraft mehr. Das haben nicht zuletzt die kilometerlangen Proteste der Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel und die für Schwarz-Gelb desaströse Wahl in NRW gezeigt. Trotzdem bahnt sich ein heißer Herbst an und die Anti-Atom-Bewegung muss am 18. September 2010 in Berlin zeigen, dass der Ausstieg aus dem Atomausstieg keine Option ist.

Kommentare

multifux
22-09-10 16:26
@klaus maus:
also dass man die grünen und deren art, politik
zu machen nicht unbedingt mögen
muss ist schon klar! aber dass man sie deswegen
gleich "kaputt" machen soll ist schon hart
formuliert! ihre 10% sollten sie schon behalten.
damit die spd nicht zu viele stimmen hat!
Klaus Maus
21-09-10 18:50
Das ist der Gipfel der gegenseitigen Abhängigkeiten/ Kumpanei/ Korruption und gleichzeitig das Ende der Demokratie!!

Es ist nun an der Zeit für zivilen Ungehorsam und Zeit für eine Wiederauflage des "Bullenjogging in Frankfurt" Also steht auf und macht kaputt, was euch kaputt macht!

Klaus Maus
NEWS
18-09-10 17:21
es gibt heute eine schlechte und zwei GUTE nachrichten:

zuerst die schlechte:
100.000 menschen verplempern gerade sinnlos ihre kostbare
zeit in berlin - das sind 0,12% der deutschen bevölkerung

nun die zwei guten:
1.
bei den 0,12% funktioneren die lebenserhaltenden maßnahmen
(atmung, herzschlag) automatisch. sonst wäre deren überleben
mangels intelligenz gefährdet.

2.
81.900.000 menschen (das sind immerhin 99,88% der deutschen
bevölkerung) machen gerade etwas sinnvolles und benutzen
ihren kopf dafür, wofür er da ist - nämlich zum denken!!!
Rainer Zschögner
18-09-10 12:58
Die Zeit ist reif:
Der Anfang ist gemacht, jetzt muß Deutschland Ost und West endlich gemeinsam handeln, gemeinsam gegen Schwarz Gelb, gemeinsam gegen Atomkraftverlängerung, gemeinsam gegen Lügen, Schönrechnerei und Volksverdummung.
Wir können zusammen die Regierung packen, die sind doch nur unsere Vertreter. Wer uns nicht vertritt, hat das Recht auf den Titel Volksvertreter verwirkt. Wir müssen Alle, aber auch wirklich Alle laut werden, wenn man im Guten nichts hört, muß man laut werden. Zeigen wir jetzt endlich wer in Deutschland das Volk ist.
Rainer Zschögner
18-09-10 12:51
Schluß mit Laufzeitverlängerung, Schluß mit Schwarz Gelb.
Schwarz Gelb hat fertig, diese Regierung muß weg, die regieren nur in die eigenen bzw. Lobbyisten Taschen.
Ich sage Merkel raus, 5 Jahre Merkel reich, die merkelts doch nicht mehr.
Diese Regierung ist nicht nur blind, sondern auch taub. Sie hören und sehn nichts weiter als Ihre eigene Gurkentruppe.
Zwingt Merkel zum Rücktritt, jetzt !!!!!!!!
multifux
18-09-10 10:14
@brigitte merzeder:
das mir ihr persönliches schicksal sehr leid tut,
ist keine frage! und ich hoffe natürlich, dass
sie mit ihrer krankheit so gut es geht leben können.
aber natürlich würde mich auch interressieren, was
tschernobyl mit den deutschen kkw's und der
energieversorgung von deutschland zu tun hat?
Brigitte Merzeder
17-09-10 17:38
Sorry, es sind zwei Tippfehler vor lauter Aufregung drin: es muss heißen: "...nicht auf die Straße begeben kann".
Brigitte Merzeder
17-09-10 17:29
Gerade heute habe ich einen Fernsehfilm auf Phoenix über Uranabbau in Niger angeschaut - mir wurde schlecht! Ich selbst war 1986 von den Wolken von Tschernobyl in Baden-Württemberg betroffen auf meinem gerade neu erworbenen Grundstück. 9 Jahre später habe ich meine erste Krebserkrankung hinter mich gebracht, weitere 10 Jahre später wurde ich als Palliativfall bezeichnet! Nun ist das auch schon wieder 5 Jahre her, aber mein Horror vor Strahlenbelastung ist immens! Man muss bedenken, dass die Krebszellen etwa 10 bis 15 Jahre benötigen, sich im Körper völlig auszubreiten. Jetzt - mit 62 Jahren als Frührentnerin mit 100 %iger Schwerbehinderung - konstatiere ich, dass noch immer und ausschließlich "Geld die Welt regiert"! Ich habe die Schnauze voll, vor allem, weil ich mich persönlich nicht auf der Straße begebenn kann, um dem Wahnsinn persönlich entgegen zu treten!
Friedrich Heinz
16-09-10 09:15
@PIT
bevor man sich äußert sollte man doch wenigsten Grundsätze der Fakten kennen. Neben der Richtigstellung bei der Aufbereitung möchte ich nun dein zweites Arguemnt der Solarzellen wegfakten. 1. Solarzellen auf Siliziumbasis enhalten zumindestens nichts giftiges und können richtig gut recycelt bzw. sogar wiedervrewertet werden. 2. Dünnschichtsolarzellen enthalten zwar geringe Mengen an Cadmium diese sind aber in einer festen gebunden Form (Cadmiumtellurid)und auch dieses wird nach Abbau wiederverwendet. Der Ausstoss an Cadmuim (welches übrigens als Nebenprodukt bei der Zinkverhüttung gweonnen wird)bei der Herstellung ist nach den Dossiers der EU aber auch der französischen und deutschen Regierung fast nicht nachweisbar und liegt deutlich unter denen von Kläranlagen oder aber Kohlekraftwerken. Und nicht zu vergessen auch Atomkraft dürfen ja laut ihren Genehmiungen Radionukleotide durch Abwasser oder Abluft in die Umgebung freisetzen. Info:
http://re.jrc.ec.europa.eu/refsys/pdf/Report%20Summary-peer%20review.pdf
Lukas
08-09-10 21:46
@PIT
Die 95% des Mülls sind zwar Uran, von verbrauchten Brennelementen aus zivilen Reaktoren können jedoch nur 10% nach der Wiederaufarbeitung wiederverwendet werden. Die restlichen 90% sind und bleiben für ein paar Jahrhunderte strahlender Müll.

Ausserdem fallen bei der Wiederaufarbeitung giftige Gase wie 85Kr und kontaminiertes Wasser an, die beide aufgrund technischer Limitierungen in die Umwelt geleitet werden. Ausserdem müssen alle Teile der Anlagen, die mit radioaktiven Elementen in Berührung kommen ebenfalls als Giftmüll entsorgt werden. Schon schade, dass das bei uns verboten ist.

Aus alten Brennelementen hergestellte Brennstäbe sind zudem teurer als solche aus "neuem" Uran. Aber das kann man ja auch als Preissteigerung an die Verbraucher weitergeben.

Wenn wir alle giftigen Substanzen aus unserer Wirtschaft entfernen wollten wäre ein Leben wir wir es führen nicht möglich, die meisten Giftstoffe kann man jedoch sehr gut kontrollieren. Bei radioaktivem Müll jedoch hilft nur tief verbuddeln und hoffen, dass nichts passiert.

Vielleicht ließen sich auch effizientere Solarzellen aus weniger giftigem Matrial herstellen. Dafür müsste jedoch mehr Geld in die Forschung gesteckt werden.
Die Stromkonzerne werden jetzt jedoch viel Geld mit der Kernkraft verdienen und die Solarzellen, die sie mit dem Geld erforschen werden sie auch noch in 25 Jahren los. Somit haben sie keinen Grund den Ausbau der Konkurrenztechnologie schnell voranzutreiben. Und wer könnte ihnen das bei dieser Gesetzeslage vorwerfen?
Kommentar

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