Atomausstieg

Wir fordern den Ausstieg aus der Atomenergie. Atomkraft ist hochgefährlich, verursacht strahlenden Müll und wird in Zukunft überhaupt nicht mehr benötigt.

Atomkraftwerk, Foto: © Gernot1610/Photocase

Grüne Bewegungen weltweit warnen seit ihrer Gründung vor den Gefahren der Atomenergie. Die nukleare Katastrophe von Fukushima ist eine welthistorische Zäsur in der Energiepolitik. Die Konsequenzen sind klar: Wir müssen so schnell wie möglich aus der Atomenergie aussteigen, schneller auch als im rot-grünen Atomausstieg vorgesehen war.

Dazu bedarf es vor allem eines beschleunigten Ausbaus der Erneuerbaren Energien, Investitionen in Energieeffizienz, Energieeinsparung und Energiespeicher sowie in die Modernisierung der Netze. Es ist unser Ziel, die Energieversorgung in Deutschland schrittweise vollständig auf Erneuerbare Energien aus Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Geothermie umzustellen und die Energieeffizienz deutlich zu steigern.

Die Stromproduktion in Deutschland soll möglichst bereits bis 2030, die Wärmeproduktion bis 2040 komplett auf Erneuerbare Energien umgestellt sein.
Diese grüne Energierevolution ermöglicht uns nicht nur, die Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern, sondern macht auch neue Kohlekraftwerke - den Klimakiller Nr. 1 - überflüssig. Gleichzeitig ermöglicht sie uns, aus der Risikotechnik Atomkraft auszusteigen.

Nicht nur aufgrund der Zwischenfälle und Pannen, auch wegen des zu geringen Schutzes vor Terrorangriffen, müssen die sieben ältesten Atomkraftwerke und das AKW Krümmel abgeschaltet bleiben.

Nach Tschernobyl und Fukushima kann es kein "weiter so" in der Energiepolitik geben. Nicht zuletzt, da die Endlagerfrage für den Atommüll weiter ungelöst ist.

Das mit radioaktiv verseuchter Lauge vollgelaufene Testlager Asse zeigt die ungelösten Probleme und Risiken einer verantwortungslos agierenden Atomwirtschaft. Wir werden nicht zulassen, dass Gorleben zum Endlager erklärt wird, ohne das ergebnisoffen und transparent andere Standorte geprüft wurden. Von den Betreibern der Atomkraftwerke fordern wir, betriebliche Rückstellungen für die Entsorgung und den Rückbau der Reaktoren in einen öffentlich-rechtlichen Fonds zu überführen.

 

Hintergrundinformationen als PDF:

Energiewende in Deutschland – Grün geht voran - Parteitagsbeschluss 2011

Sicherheit ist nicht verhandelbar - Parteitagsbeschluss 2011

Uranabbau ächten, Menschenrechte schützen - Parteitagsbeschluss 2010

Renaissance des Atomwiderstands – Wir sind vorbereitet! - Parteitagsbeschluss 2009

Keine Förderung der russischen Atomwirtschaft und kein
Bau von Atomkraftwerken in Russland mit deutscher Hilfe! - Parteitagsbeschluss 2009

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Dagegen: Atomkraftwerke

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Energie

Wir Grüne sind die Vorreiter für Klimaschutz und nachhaltige Energiepolitik.

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Klimaschutz

Wir Grüne sind die Vorreiter für Klimaschutz und nachhaltige Energiepolitik.

Tschernobyl ist nicht vergessen

Den Atomausstieg vorantreiben. Beschluss des Parteirats zum Tschernobyl-Gedenktag

Dafür: Erneuerbare Energien

Kommentare

25-04-12 16:16
An den Gast:
Wieso wird Kernkraft nicht mehr benötigt. In den Wunschträumen der Grünen vielleicht. Die Grünen bauen einen Popanz mit Halbwahrheiten und Ungenauigkeiten auf.

Was ist an Kernkraft gefährlich?

Antwort:

http://100-gute-gruende.de/index.xhtml
Gast
09-03-12 10:43
Wieso wird Kernkraft nicht mehr benötigt. In den Wunschträumen der Grünen vielleicht. Die Grünen bauen einen Popanz mit Halbwahrheiten und Ungenauigkeiten auf.

Was ist an Kernkraft gefährlich?
Tschernobyl 47 Tote durch Strahlung (Kein ziviler Reaktor)Fukushima 0 Tote durch Strahlung (Uralter Reaktor)

Der "Schutz der Zivilbevölkerung" in Lybien kostete 60.000 Menschen das Leben. Das ist viel gefährlicher.

In Fukushima sind 20.000 Opfer und große Zerstörungen durch eine FLUTWELLE zu beklagen. Es gab zwar eine Kernschmelze in Fukushima aber das ist keine Kettenreaktion. Die Grünen erwecken den Eindruck als säßen wir auf lauter Atombomben. Das ist nicht so. Inzwischen gibt es sogar inhärent sichere KKW.

Atommüll strahlt oft weniger als die natürliche Radioktivität. Entweder zerfällt eine radioaktive Substanz schnell dann stahlt diese kurze Zeit stark aber danach kaum noch
oder eine Substanz zerfällt langsam dann strahlt diese zwar lange aber sehr schwach. Von den Grünen wird beides zusammengewürfelt und ein Märchen von der Endlagerproblematik erfunden. Der Leie hat die Vorstellung, dass stark strahlende Substanzen ewig gelagert werden müssten. Das ist NICHT so.
katze
19-01-12 08:33
viel zu aufgeblasen mach mal facebooksprache
Wolfgang
08-09-11 10:29
Thema: Atommuell Endlager international an einem sicheren Ort

Hallo Kollegen,

allein in Deutschland wurde die Endlagerung von Atommuell in fehlerhafter Weise versucht mit großen Folgekosten (Asse). Es ist davon auszugehen, dass die Problematik international noch größer ist.

Man kann nicht sagen, die Endlagerung ist ein nationales Problem, denn nach Freisetzung verteilt sich der Atommuell innerhalb von Bruchteilen der Halbwertszeit weltweit.
Die Wahrscheinlichkeit einer Freisetzung ist um so größer, je mehr Endlager weltweit eingerichtet werden.

Daher wäre es folgerichtig, den gesamten Atommüll weltweit in ein einziges hochsicheres Lager (ohne Erdbeben, trocken, tief, dicht, geringe Siedlungsdichte) einzubringen und die dort ansässige Bevölkerung sehr gut zu entschädigen für den Wegzug, das es für jeden sicher lebenslang finanziell sehr vorteilhaft ist.

Wir wissen, dass bei verteilter Lagerung die Gefahr der (teilweisen) Freisetzung über die sehr lange Halbwertszeit so groß ist, dass daraus Gefahren für die Menschheit resultieren können. Ist die Radioaktivität erst einmal verteilt, gibt es keinen Weg zurück.

Die Verantwortung ist groß für die künftigen Generationen.

Daher ist es sinnvoll und auch wichtig zur Vermeidung von Fehlinvestitionen, den Atommüll (nicht mehr zu produzieren und den schon vorhandenen nicht mehr verwendbaren Atommüll) international nach geeigneter Aufarbeitung endzulagern an einem möglichst sicheren Ort.

Vielleicht lässt sich in internationalen Fachgremien die Diskussion beeinflussen in die richtige Richtung.

Beste Grüße

Wolfgang Orthuber
Kommentar

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