20 Fakten über Atomkraft

Atomkraft ist weder günstig noch sicher. Wir haben zwanzig Fakten zum Weitervebreiten gesammelt

Atomkraft ist weder effizient noch nachhaltig oder gar sicher. Wir haben 20 Fakten zum Weiterverbreiten gesammelt:

1. Alle drei Tage kommt es zu einem sicherheitsrelevanten Ereignis in einem deutschen Atomkraftwerk.

Seit 1975 sind alle Betreiber von Atomkraftwerken verpflichtet Zwischenfälle in ihren  Anlagen an die Aufsichtsbehörden zu melden. Seit 1991 gilt dies auch für Forschungsreaktoren. Inzwischen müssen auch nukleare Ver- und Entsorgungsbetriebe Zwischenfälle melden. Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht monatlich einen Bericht über diese meldepflichtigen Ereignisse. 2009 gab es in Deutschland in allen kerntechnischen Anlagen insgesamt 134 meldepflichtige Vorfälle. Alle Ereignisse werden nach der „Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse“ (INES) zwischen null und sieben eingestuft. Wobei sieben für den nuklearen GAU, wie 1986 in Tschernobyl, steht. Die kritischsten Störfälle in deutschen Atomkraftwerken gab es 1998 in Unterweser und zwei 2001 in Philippsburg. Sie wurden auf der INES-Skala mit zwei eingestuft. 

2. Ein Atomkraftwerk ist umso unsicherer, je länger es in Betrieb ist.

Jeder kennt das: ein betagtes Elektrogerät gibt den Geist auf, ein altes Haus bekommt Risse und der Putz bröckelt. Atomkraftwerken geht es da nicht anders. Die werden zwar regelmäßig gewartet, sind aber auch ganz anderen Belastungen ausgesetzt und ungleich komplexer als ein MP3-Player. Isolierungen von Elektrokabeln werden spröde, Rohrleitungen erodieren, mechanische Teile verschleißen und Schmiermittel verharzen. Solcherlei Alterungsprozesse haben schon zu diversen Störfällen in Atomkraftwerken geführt. Wie etwa der Transformatorbrand im AKW Krümmel 2007. Neben den Alterungsprozessen sind die Meiler auch nicht mehr auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik. Dies betrifft vor allem die Sicherheitstechnik, wie Brandschutz und Notstromversorgung. 

3. Atomkraftwerke sind nicht gegen Flugzeugabstürze geschützt. 

Als Biblis gebaut wurde, hatte niemand damit gerechnet, dass jemand mal ein Flugzeug als Bombe benutzen würde. Seit dem 11. September 2001 wissen wir, dass es Menschen gibt, die zu allem bereit sind. Seitdem schwebt eine mal mehr, mal weniger konkrete Terrorgefahr wie ein Damoklesschwert über uns. Was, wenn sich terroristische Gruppen ein Atomkraftwerk als Ziel aussuchen? Fakt ist: die Sicherheitsbehälter vieler deutscher Atomkraftwerke würden nicht einmal dem Absturz eines Kleinflugzeugs standhalten. Von einem Passagierflugzeug oder einem Raketenangriff ganz zu schweigen. Ein solcher Angriff würde unweigerlich zur Kernschmelze führen. Die freigesetzte Strahlung wäre für die Bevölkerung im weiten Umkreis des Atomkraftwerks tödlich. Nicht auszumalen, was so etwas für die Rhein-Main-Neckar-Region in unmittelbarer Nähe von Biblis bedeuten würde. 

4. Ein Atomkraftwerk hat keinen Not-Aus.

Viele Atomkraftwerke verfügen zwar über eine Schnellabschaltung, das Wort „schnell“ ist aber irreführend. Auch nachdem die Kettenreaktion gestoppt wurde, produzieren die Brennstäbe weiter Hitze, die sogenannte Nachzerfallswärme. Die Temperatur steigt ohne Kühlung um 20 bis 60°C pro Minute. Fällt die Kühlung aus, etwa weil die Stromversorgung unterbrochen ist, ist der Reaktor nur noch schwer zu beherrschen, und es kann zu einer Kernschmelze kommen. Die Temperatur und der Druck im Reaktor steigen so stark an, dass über ein Ventil Dampf abgelassen werden muss. Dieser enthält radioaktive Stoffe. Zudem besteht die Gefahr einer Wasserstoffexplosion, die die Lage am havarierten Reaktor weiter verschlimmert. Die Ereignisse im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 zeigen, dass auch mit modernster Technik die Reaktoren im Ernstfall nicht mehr zu kontrollieren sind. Mehr Infos...

5. Ein Super-GAU in einem hiesigen Atomkraftwerk hätte noch schlimmere Folgen als Tschernobyl.

Die Folgen eines Reaktorunfalls in Deutschland wären schlimmer als in Tschernobyl. Ein Szenario: das Atomkraftwerk Biblis. Anders als Tschernobyl ist Biblis kein Graphit-Reaktor. Die Strahlung würde nicht durch ein extrem heißes Graphitfeuer in hohe Atmosphärenschichten transportiert, sondern im direkten Umkreis niedergehen. Deutschland ist heute viel dichter besiedelt als die Gegend um Tschernobyl 1986. Biblis steht am Rande des Rhein-Main und Rhein-Neckar Gebiets. Insgesamt wären ca. 15 Millionen Menschen von einer Umsiedlung betroffen und würden ihre Heimat und Arbeit verlieren. Ein großer Teil unseres Landes wäre auf unabsehbare Zeit weder bewohn- noch passierbar. Der finanzielle Schaden wird auf 2,5 bis 5,5 Billionen Euro geschätzt. Die sozialen und politischen Folgen wären überhaupt nicht abzuschätzen. 

6. Kinder haben ein erhöhtes Krebsrisiko, wenn in ihrer Nähe ein Atomkraftwerk steht.

Radioaktivität und Krebs sind ein unzertrennliches Paar. Es hat eine Weile gedauert, bis sich dieser Zusammenhang den Menschen erschloss. Immer wieder gab es Berichte, dass sich im Umkreis von Atomkraftwerken die Krebsfälle häufen. Mainzer Wissenschaftler haben 2007 den Zusammenhang zwischen Blutkrebs bei Kindern und der Nähe von Atomkraftwerken nachgewiesen. 2010 hat sich eine italienische Studie ebenfalls mit dem steigenden Krebsrisiko in der Umgebung von Atomkraftwerken beschäftigt. Auch sie hat gezeigt, dass im Umkreis von Atomkraftwerken das Krebsrisiko signifikant höher ist. 

7. Eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken verhindert Investitionen und Forschung bei den Erneuerbaren Energien. 

Atomkraftwerke sind unheimlich träge. Ihnen fehlt die notwendige Flexibilität, um die schwankende Leistung von Solar- und Windenergie auszugleichen. So laufen heute schon bei starkem Wind viele Windräder im Leerlauf. Bleiben die Reaktoren noch länger am Netz, fehlt der Anreiz, weiter in erneuerbare Energien zu investieren. Da zu viel Atom- und Kohlestrom im Netz ist, laufen Wind-, Wasser- und Sonnenwirte Gefahr, ihren Strom nicht los zu werden. Je länger die Atomkraftwerke Strom produzieren, desto schwieriger wird es, Geld für die notwendigen Investitionen in Speicher- und Transporttechnik aufzubringen. Die Atomkraftwerke werden so zu Bremsklötzen beim Umbau unserer Energieversorgung. Mehr Infos...

8. Von den längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke profitieren nur die Energiekonzerne.

Sinken durch die Verlängerung der Atomlaufzeiten die Strompreise? Das Öko-Institut in Darmstadt hat mal nachgerechnet. Kurze Antwort: nein! Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern konnten sie keinen Zusammenhang zwischen dem Anteil an Atomenergie an der Stromversorgung und dem Strompreisniveau feststellen. Der Strompreis in Deutschland entwickelte sich unabhängig von den Stillstandszeiten der Atomkraftwerke. Vielmehr bedeuten die Laufzeitverlängerungen, dass Investitionen in erneuerbare Energien zurückgehen. Wir wären also länger von fossilen Brennstoffen und dem Import von Uran abhängig. Deren Preise werden in Zukunft noch stärker steigen. Daher ist langfristig bei einer Laufzeitverlängerung mit einem Anstieg der Strompreise zu rechen. Den Atomkonzernen spült die Laufzeitverlängerung für jedes AKW täglich eine Millionen Euro in die Kassen.  

9. Neue Atomkraftwerke rechnen sich nicht. 

Für Investoren ist die wichtigste Frage: bringt meine Anlage Rendite? Diese Frage stellten sich Analysten der Citigroup in Bezug auf Investitionen bei Atomkraftwerken. Anlass der Analyse war der Plan der britischen Regierung, neue Kernkraftwerke zu bauen. Das Ergebnis der Finanzfachleute der Citigroup ist eindeutig. Hier sollte nicht investiert werden. Weil: 1. Die Atomtechnologie so kontrovers ist, dass mit zeitlichen und finanziellem Mehraufwand bei der Planung gerechnet werden muss. 2. Sind die erwarteten Baukosten mit 5,6 Milliarden Euro zu hoch. 3. Die Grenzkosten für eine MWh Strom eines Atomkraftwerks sind zu hoch. 4. Atomkraftwerke sind sehr anfällig für Ausfälle. Ein halbes Jahr Stillstand würde etwa 100 Millionen Euro kosten. 5. Die hohen Entsorgungskosten. Fazit: wenn das Atomkraftwerk nicht massiv beim Bau, der Stromabnahme und Entsorgung staatlich subventioniert wird, ist eine Investition nicht sinnvoll. 

10. Die Atombranche kassiert Milliardensubventionen. 

Jede Kilowattstunde Atomstrom wird mit etwa vier Cent subventioniert. Bei den Erneuerbaren Energien beträgt die Subvention nur zwei Cent. Vier Cent, das klingt ja nicht viel. Wenn aber bedacht wird, wie viel Strom deutsche Meiler seit ihrer Inbetriebnahme produziert haben, kommt eine beachtliche Summe zusammen. Da die Meiler längst abgeschrieben sind, klingelt es mit jeder produzierten Kilowattstunde in der Kasse der Betreiber. Bisher hat der Staat 204 Milliarden Euro Steuergeld in die Atomwirtschaft gesteckt. Und es kommen weitere Kosten auf uns zu. Die Entsorgung der Brennstoffe und die Rückholung des Atommülls aus der maroden Asse. Es wird mit weiteren Kosten für den Staat von 100 Milliarden Euro gerechnet. 
Atomkraftwerksbetreiber müssen nur eine Haftpflichtversicherung über 2,5 Milliarden Euro nachweisen. Darüber hinaus haftet der Betreiber mit seinem gesamten Kapital. EnBW, E.on, RWE und Vattenfall verfügen zusammen über 40 Milliarden Euro Kapital. Diese Summe würde bei weitem nicht ausreichen, um die durch einen GAU entstehenden Schäden zu decken. Für alle Schäden, die darüber hinausgehen, haftet der Staat und damit der Steuerzahler. Die Prämien für eine Haftpflichtversicherung, die die geschätzte Schadenssumme von 2,5 bis 5,5 Billionen Euro abdecken würde, wären so teuer, dass sich der Betrieb von Atomkraftwerken nicht mehr rentieren würde. Das Einspringen des Staates im Schadensfall sorgt dafür, dass die Kraftwerksbetreiber diese Versicherungen nicht abschließen müssen. Diese Haftungsgarantie des Staates ist eine implizite Subvention.

11. Atommüll stellt noch für eine Million Jahre eine strahlende Gefahr dar. 

Von einer heute eingelagerten Tonne Plutonium sind nach 240.000 Jahren (zehn Halbwertszeiten) noch ein Kilogramm übrig. Schon wenige Milligramm Plutonium sind tödlich. Das Plutonium stellt also noch für viele hunderttausend Jahre eine tödliche Gefahr dar. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Gesellschaft über einen Zeitraum von einer Millionen Jahre ein Endlager betreiben und bewachen kann, daher muss das Endlager für mindestens eine Million Jahre sicher und endgültig versiegelt sein. Das Auswahlverfahren für ein mögliches Endlager muss höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügen.  Jeder Fehler bei der Endlagersuche wäre daher fatal, da eine Rückholung der Abfälle in diesem Szenario nicht möglich wäre. 

12. Bis heute gibt es kein sicheres Endlager für hochradioaktiven Müll aus Atomkraftwerken. 

Bis jetzt gibt es lediglich Zwischenlager. So steht der hoch radioaktive Müll teilweise unter freiem Himmel. Die Deutschen lagern ihren Atommüll in Hallen beim umstrittenen Salzstock Gorleben zwischen und die Niederländer suchen vorerst gar nicht nach einer Lösung. In Finnland wird zwar derzeit ein Endlager ins Granitgestein gebohrt, doch auch hier ist die Gefahr eines Wassereinbruchs nicht auszuschließen. Ein Endlager müsste den Atommüll für mindestens 1.000.000 Jahre sicher einschließen. Über 200.000 Tonnen hochradioaktiven Mülls warten bis jetzt auf ein sicheres Endlager. Mit jedem Jahr Laufzeit kommen aus den 17 deutschen Reaktoren rund 400 Tonnen Atommüll dazu. Auf der ganzen Welt sind derzeit insgesamt über 400 Reaktoren in Betrieb. Mehr Infos...

13. Auch im Salzstock Gorleben gibt es Wasser. 

Nicht nur in der Asse, auch im Salzstock Gorleben droht Gefahr durch Salzlauge. Es ist schon lange bekannt, dass sich im Salzgestein Flüssigkeitsblasen mit Salzlauge befinden. Dabei handelt es sich, anders als in der Asse nicht um eindringendes Wasser aus dem Deckgestein, sondern um sogenanntes fossiles Wasser, dass seit 250 Millionen Jahren im Salzgestein eingeschlossen ist. Trotzdem würde auch dieses eindringende Wasser die Behälter beschädigen, radioaktive Stoffe ausspülen, und es käme zu chemischen Reaktionen, bei denen Wasserstoff freigesetzt würde. Kritiker sehen auch einen Schwachpunkt in der sogenannten Gorlebenrinne. Sie ist eine Verschiebung im Deckgestein die während der letzten Eiszeit entstanden ist. 

14. Auch die Castor-Behälter, in denen der Atommüll transportiert wird, geben radioaktive Strahlung ab.

Beim Castortransport im November 2008 von der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague in das Zwischenlager Gorleben fanden neben den offiziellen Messungen, Messungen im Auftrag von Greenpeace statt. Die Messungen fanden in einer Entfernung von 14 Metern vom Castorbehälter entfernt statt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Neutronenstrahlung um den Faktor 500 gegenüber der natürlichen Strahlung erhöht war. Diese Werte liegen zwar noch unter den Grenzwerten, die Gutachter merkten aber an, dass die Grenzwerte nicht unumstritten sind. Es wurde zudem festgestellt, dass die Strahlenbelastung sich gegenüber dem Transport von 2005 erhöht hat. 

15. Das Versuchsendlager Asse säuft schon nach 20 Jahren ab und die Sanierung wird mit Steuergeldern bezahlt. 

Die Asse ist marode und der denkbar schlechteste Ort, um radioaktiven und giftigen Müll zu lagern. In den 1960er und 70er Jahren entsorgte die Atomindustrie unter dem Deckmantel der Forschung billig ihren Müll in der Asse. Sie ließen ihre abgebrannten Brennstäbe von der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe wiederaufbereiteten. Während die aufgearbeiteten Brennstäbe wieder in die AKW kamen, war das abgespaltene Plutonium nun Forschungsmüll. Jetzt müssen die mindestens 126.000 Fässer geborgen werden. Dabei weiß niemand so genau, was in den Fässern schlummert. Die Asse ist ständig von einem massiven Wassereinbruch bedroht. Schon jetzt sickern täglich zwölf Kubikmeter Wasser in das Bergwerk. Und das Wasser wird zu einer massiven Bedrohung. Es besteht die Gefahr, dass radioaktive und giftige Stoffe ausgespült werden und so ins Grundwasser gelangen. Die Feuchtigkeit bedroht die Stabilität der Kammern. Korrosion und Zersetzungsvorgänge werden beschleunigt, und es entstehen explosive Gase wie Wasserstoff und Methan.Nun muss die Asse saniert werden. Für die Asse zahlen die Atomkonzerne 1,9 Millionen Euro, während die Sanierung wahrscheinlich 2 bis 4 Milliarden Euro kosten wird. An der Stilllegung von Morsleben haben sich die Atomkonzerne mit 85 Millionen Euro beteiligt. Die tatsächlichen Kosten lagen jedoch bei 2,3 Milliarden Euro. Die Differenz wurde aus dem Steuersäckel beglichen. Der Steuerzahler muss also für die Altlasten der Atomindustrie gerade stehen. 

16. Die reichhaltigen und gut zugänglichen Uranvorräte werden schon in wenigen Jahrzehnten zur Neige gehen.

2009 wurden weltweit 50.500 Tonnen Uran abgebaut. Der Bedarf lag gleichzeitig bei 65.000 Tonnen. Das Defizit kann derzeit noch mit Lagerbeständen und ausgeschlachteten Atomwaffen gedeckt werden. Wiederaufbereitete Brennstäbe decken gerade mal vier Prozent des Bedarfs. Der „Peak-Uran“ war schon in den 1980er Jahren mit einer Förderleistung von 70.000 Tonnen erreicht. Eine Mine in Kanada, die zehn Prozent der welweiten Förderleistung brachte, ist nach einem Felssturz und Wassereinbruch geschlossen. Länder wie Deutschland, Frankreich und auch bald die USA sind vollkommen von Importen abhängig. Mit dem steigenden Uranpreis werden immer unrentablere Vorkommen ausgebeutet. Dadurch steigen die jetzt schon enormen Folgekosten für Mensch und Umwelt durch Strahlenbelastung und Naturverbrauch. Vor allem in Entwicklungsländern wird Uran ohne Rücksicht auf Mensch und Natur abgebaut. Mehr Infos...

17. Beim Uranabbau in ärmeren Ländern werden die Menschenrechte mit Füßen getreten.

Neben Gold und Diamanten schlummern auch Uranerze im afrikanischen Boden. Der französische Atomkonzern Areva baut seit über 40 Jahren in Arlit (Niger) Uran ab. Im Firmenvideo präsentiert Areva eine heile Welt. Die Mine sorge für Arbeit und Wohlstand und die Sicherheitsstandards entsprächen denen in Europa und den USA. Umweltschützer, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten vor Ort bewerten die Lage jedoch völlig anders. Sie sprechen von ungenügendem Schutz der Arbeiter und von einem unverantwortlichen Umgang mit der Umwelt. Der radioaktive Schutt wird unter freiem Himmel gelagert und durch den Wind weit in der Umgebung verbreitet. Die Strahlung belastet so Gewässer, Böden, Tiere und Pflanzen und gefährdet damit die Lebensgrundlagen der Bevölkerung. Vom Reichtum der Bodenschätze kommt bei der Bevölkerung nichts an, die Schürfrechte werden über ihre Köpfe hinweg vergeben. 

18. Strom aus Atomkraftwerken ist keineswegs zuverlässig. 

„Wo soll der Öko-Strom herkommen, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht?“ Mit diesem Mantra der Versorgungssicherheit argumentieren Atombefürworter immer wieder gegen erneuerbare Energien. Doch auch Atomstrom ist nicht unabhängig vom Wetter. Die meisten deutschen Meiler kühlen ihre Reaktoren mit Flusswasser. Das heizt die Flüsse auf. In langen Wärmeperioden kann so die Temperatur in den Flüssen stark ansteigen. Dies führt zu einem Sauerstoffmangel im Wasser, und das Gewässer droht umzukippen. Bei einem Grenzwert von 28°C dürfen die Atomkraftwerke kein Kühlwasser mehr in die Flüsse leiten und müssen demzufolge abgeschaltet werden. Auch die komplizierte, gefährliche und dadurch anfällige Technologie in den Atomkraftwerken führt immer wieder dazu, dass Atomkraftwerke keinen Strom produzieren. 

19. Eine Verlängerung von Laufzeiten ist verfassungswidrig.

Die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke ist verfassungswidrig. So ist jedenfalls die Meinung einiger Verfassungsrechtler. BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN, die SPD und Umweltverbände klagen daher auch vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Atomgesetz der schwarz-gelben Regierung. Sie sehen die Schutzpflicht des Staates nach Art. 2 Abs. 2 und Art. 14 Abs. 1 GG verletzt. Zudem sind die Länder von einer Laufzeitverlängerung direkt betroffen, so dass das Atomgesetz im Bundesrat zustimmungspflichtig gewesen wäre. Die Bundesregierung hat das Gesetz ohne Zustimmung des Bundesrats durchgeboxt. Mehr Infos...

20. Atomkraft ist nicht klimaneutral.

Gerne führen Atomkraftlobbyisten das Argument vom „Klimaschützer Atomkraft“ ins Feld. Das ist nur auf den ersten Blick plausibel. Richtig ist: Bei der Produktion von Atomstrom wird deutlich weniger CO2 ausgestoßen als bei Kohlestrom. Aber: Der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken verhindert, dass erneuerbare Energien ausgebaut und wirklich saubere Techniken genutzt werden. Atomstrom verstopft die Netze und verhindert den Ausbau der Erneuerbaren. Eine Laufzeitverlängerung behindert auch dringend notwendige Investitionen in klimafreundlichere Energien. Schon jetzt reduzieren Stadtwerke Investitionen in hocheffiziente Kraftwerke, und der Aufbau von Offshore-Windanlagen steht still. Außerdem: Müssten zusätzlich 1000 Atommeiler gebaut werden, um weltweit relevant den CO2-Ausstoß zu senken. Dafür sind weder das nötige Uran noch die finanziellen Mittel vorhanden, geschweige denn von einer Endlagerlösung für den abgebrannten Kernbrennstoff. Letztendlich: Auch Atomenergie produziert CO2, nämlich beim Uranabbau und Transport. Diesen Posten kalkulieren die Atomkonzerne nicht mit in ihre CO2 Bilanzen ein. Um das Uranoxid aus dem Erz zu lösen werden Millionen Liter Wasser und Schwefelsäure benötigt. Die Rückstände verdunsten unter freiem Himmel und zurück bleibt ein hochgiftiger Schlamm.

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Heute: Defekte Brennstäbe

Vattenfall musste weitere Pannen zugeben. Grüne Demonstranten forderten die endgültige Abschaltung von Krümmel!

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Atomausstieg

Unsere Position zum Thema Atomausstieg.

Tschernobyl ist nicht vergessen

Den Atomausstieg vorantreiben. Beschluss des Parteirats zum Tschernobyl-Gedenktag

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Stromlücke durch Atomstrom

Frankreich muss Unmengen an Strom importieren. Ein Interview mit Rebecca Harms

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Der Atomkraft geht der Brennstoff aus

Astrid Schneider über die Knappheit der weltweiten Uranvorkommen, die Importabhängigkeit Deutschlands und die Gefahren des schnellen Brüters.

Kommentare

123
25-06-11 08:00
Bei den Grünen ist es schon ein ernstzunehmender Vorfall wenn der Wasserhahn tropft.
Fass an den Kopf
18-06-11 13:10
Pure Angstmacherei. Hoffentlich wissen die Oköschlappen, dass es nach der Abschaltung der 8 KKW keine Castoren zum Abtransport der angebrannten Kernstäbe gibt. Das Genehmigungsverfahren dauert Jahre. Sprich die Brennstäbe bleiben im KKW.

Und übrigens terroristische Angriffe beschränken sich sicher nicht nur auf deutsche KKW, die Sicherungsmechanismen haben. Französische KKW haben keine Sicherungsmaßnahmen. Aber wahrscheinlich erlassen die Ökoschlappen ein Gesetzt, das Radioaktivität eine Überfluggenehmigung braucht.

Aber wir importieren lieber Strom aus F, CZ, PL und der CH der vorwiegend nuklearer Natur ist. Gut das EVUs wie EDF keine Steuern in Deutschland bezahlen und wir den Strom teuer bezahlen müssen. Von Mitte März bis Ende Mai 2011 mit 7. Mio EUR.

Dazu kommen noch 8 Mio. t. CO2 zusätzlich.

Herzlichen Glückwunsch - das ist wirklich eine deutsche Vorbildfunktion.
Achim
23-05-11 17:15
@Valentin

Ich habe mir gerade die entsprechende Wikipedia Seite angeschaut (Stromerzeugung).

Wenn man Informationen aus dem Zusammenhang reißt und viele Informationen weglässt könnte man deine Haltung verstehen.

Ich bezweifle aber, dass gerade im Fall der Kernenergie überhaupt irgend jemand eine Aussage machen kann, wieviele Menschen daran sterben. Im Wiki Artikel steht auch ausdrücklich, dass bei Berücksichtigung von Tschernobyl sich für Gesamteuropa ein anderes Bild ergäbe. Das soll eine seriöse Berechnung sein? Einfach die größte Katastrophe weglassen? Wer soll das ernst nehmen?

Ich jedenfalls kann eine Aussage nicht ernst nehmen, die nicht alle Informationen berücksichtigt - das nennt man landläufig auch "Propaganda". Also: Eine seriöse Aussage, wie viele Menschen an was sterben ist schlicht unmöglich, da man sich mit ein bischen gesundem Menschenverstand vorstellen kann, wie viele Informationen dafür benötigt würden - das ist völliger Nonsens. Nur wer an das Weltuntergangsgeschwätz selbsternannter amerikanischer Fernsehprediger glaubt, kann auch das glauben.

Alleine durch den Uranabbau sterben in vielen Ländern nachweislich sehr viele Menschen, das ist sicher. Und man weiß nicht, was in Zukunft noch passieren wird - das Problem ist, dass es ein morgen gibt, nicht nur ein heute. In einer Million Jahren kann alles passieren, das heute produzierte Plutonium wäre wahrscheinlich schon ausreichend um die ganze Menschheit auszurotten wenn es freigesetzt würde.

Also: Wir müssen auf ALLE schädlichen Technologien verzichten inklusive Kohle und Atomstrom. Das ist nachweislich nicht teurer, das kann auch jeder nachlesen. Es gibt keinen Grund, in der Zukunft nicht auf saubere Stromgewinnung zu setzen, die eben nicht tausende von Jahren immense Folgekosten verursacht.

Und warum diese Verengung auf Kohle? Das ist nicht die Zukunft. Bei gleichbleibendem Ausbau der erneuerbaren Energie wird sie in absehbarer Zeit billiger sein als Atom und Kohle. Der Kohlendioxidausstoß wird sukzessive sinken in den nächsten Jahren.

Frankreich hat bald ein riesiges Problem, nämlich dass es irgendwann kein Uran mehr gibt, um ihre Atommeiler zu betreiben. Dann werden wir hier heilfroh sein, dass wir schon längst raus sind aus der Nummer.
Valentin
07-05-11 12:10
@ Wolfgang

Erstmal kritisiere ich das wir in Deutschland mehr CO2 ausstoßen wollen. Lesen sie mal Seite 47 im TORCH Report, sollen wir wirklich wegen vergleichweise weniger Opfer das globale Klima riskieren? Oder Seite 58: Keine mißgebildeten Kinder, weder nach Chernobyl noch nach Hiroshima, steht alles im TORCH Report wird aber nicht transparent gemacht. Ich halte den CO2 Ausstoß in Deutschland nicht für irrelevant, Klimaschutz erfordert eine gemeinsame globale Anstrengung und da dürfen wir unsere Energierisiken nicht so einfach von Brokdorf nach Bangladesh exportieren und sagen die Chinesen seien an allem Schuld. Ich finde da darf es keine Denkverbote geben.

Die Zahlen stammen aus einem Artikel der in "The Lancet" erschienen ist, die sind alles andere als unhaltbar oder lächerlich, das ist heute der Stand der Wissenschaft.

http://www.bigthunderwindpower.ca/files/resources/Electricity_generation_and_health_%28The_Lancet_2007%29.pdf

Mit Todesfällen sind keine Unfälle sondern statistisch kaum nachweisbare Langzeitfolgen durch Feinstaubpartikel, also ganz ähnlich wie bei Fallout. Es gab in Chernobyl weniger akute Unfalltote als in Eschede, das schlimme an Reaktorunglücken sind die Langzeitfolgen und die Evakuierungen. Und wir sollten endlich mal anfangen diese Dinge vernünftig einzuordnen und uns die alternativen Risiken klar machen (hier meine ich mit alternativ die Kohle).
Wolfgang
06-05-11 12:20
Valentin natürlich stoßen wir mehr CO2 aus da wir ja auch weit weniger Atomstrom haben und uns entschieden haben aus dieser Art der STromerzeugung auszusteigen.

Letztendlich ist der Co2 Ausstoß von Deutschland für das Klima vollkommen unrelevant schau dir mal an wieviele Kohlekraftwerke in China stehen und gebaut werden wir haben eine Installierte Leistung von 140twh und brauchen maximal 80twh und davon ist noch lange nicht alles Kohlestrom.

Deine Aussage im bezug auf Tödliche unfälle ist nahezu lächerlich, erstmal wo sterben die Menschen in Deutschland? oder wo anders, zweitens ist nicht erfasst wieviele Afrikaner am abbau von Uran sterben, drittens gibt es die Kohleverstromung schon etwas länger als Atomkraftwerke also irgendwie auch klar das die heutigen Sicherheitsbestimmungen mit dennen im Zeitalter der Industralisierung nicht zu vergleichen sind.

interessante Argumentation aber logischer weiße unhaltbar
Valentin
30-04-11 16:33
Mittlerweile kann sich jeder auf Wikipedia über verschiedene Optionen der Stromerzeugung informieren (Wikipdeia - Stromerzeugung). Im Vergleich zum Atomstaat Frankreich stößt Deutschland bei der Stromerzeugung 10 mal mehr Co2 aus als Frankreich (pro kWh). Strom kostet in Deutschland etwa doppelt so viel wie in Frankreich. Und die Auswirkungen auf die Gesundheit sprechen für Frankreich. Konkret sterben pro TWh fünfhundert mal mehr Menschen bei Kohleverstromung als bei Kernenergie, selbst bei Biomasse sind es noch 90 mal mehr Menschen als bei AKWs. Wacht endlich mal auf. Wir sind im 21, jahrhundert. Euer Atomhaß kostet vielen Menschen das Leben und ist eine Katastrophe für den Klimaschutz.
Peter Panda
30-04-11 09:46
Jetzt muss ich Euch aber auch mal loben! Ich finde es super, dass Ihr den kritischen Kommentar von Iwahn veröffentlicht habt.
Zensur, verbotenerweise mit Steuergelder produzierte fingierte meinungsbildende Radioberichte (http://www.youtube.com/watch?v=LF__pl5Sl5g&feature=watch_response_rev) und gefälschte Nachrichten, verblöden und entmündigen den Bürger immer mehr und verzerren die Wirklichkeit (http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6141622,00.html). Selbst ein "öffentliches" Netzwerk wie facebook, wird Zensiert, was besonders erschreckend ist, da es als amerikanisches Unternehmen, wenig Angst vor der deutschen Regierung haben sollte und kaum Nutzen aus einer Zusammenarbeit haben dürfte. Dieses läßt auf weitreichende Verstrickungen der Regierungen und Geheimdienste schließen, die uns im Glauben lassen, dass Zensur nur einem Chinesischem Studenten begegnet. Selbst erlebtes Beispiel für Zensur auf facebook ist mein Engagement zur Aufklärung und Abschaffung der von der EU eingeführten Todesstrafe. Sobald ich Links zum Thema veröffentliche, sind diese nur noch für mich sichtbar und nur zufällig fiel einem Freund von mir auf, dass ich gar nicht auf einer allgemein zugänglichen facebook-Seite für die Öffentlichkeit zu sehen war! Googelt einfach mal Todesstrafe, EU, Eurogendfor und Ihr werdet aus dem Staunen nicht mehr raus kommen. Ich habe haufenweise Hinweise auf Lügen und Korruption der Politik in zig Dokumentationen und Berichten gesehen und habe immer mehr Angst davor, dass meine Kinder einen Krieg im Innern der BRD/EU erleben werden, denn wenn die unteren Schichten nichts mehr zu verlieren haben und besitzen, dann werden Sie sich blutigst rächen, wie die Geschichte immer und immer wieder gelehrt hat.

Wehret den Anfängen! Verlangt und setzt durch, z.B. die Aberkennung des Zapfenstreiches des Betrüger Gutenberg und untersucht die IKB-Bank Subventionsgeschäfte, die in seine Zeit als Finanzminister fallen, denn wer einmal andere betrügt, der wird dies sicherlich immer wieder machen und gemacht haben. Die Subventionen belaufen sich auf 135 Milliarden €uros, ohne Zinsen und das ist ein Volumen, da würden z.B. in mafiösen Umfeldern etliche Menschen für ermordet werden und krönend erwähnenswert ist, dass die "Kack-Bank" mittlerweile trotzdem pleite ist!!!. Verlangt und setzt durch, den sofortigen Rücktritt des Kinderschänderbeschützers Thomas de Maizière (http://www.youtube.com/watch?v=Rwz_iZika-4). Verlangt und setzt durch, den sofortigen Rücktritt der Kanzlerin, die sich und Gutenberg über dass Gesetz gestellt hat und damit unsere Verfassung mit Füßen getreten hat (http://www.youtube.com/watch?v=uc6V79Vk4D4&feature=player_embedded). Was der Bundestag zum Thema bewiesene, nicht verfassungskonforme Waffenlieferungen an Schurkenstaaten wie z.B. Libyen zu sagen hat, würde mich auch interessieren! Verlangt und setzt durch, dass zur Regulierung öffentlicher Verluste der Vergangenheit und Zukunft, die durch die über 30 Jahre andauernde Lobbyarbeit für die Atomkraftkonzerne entstanden sind, Privatvermögen der Lobbyisten und betroffene Parteivermögen eingesetzt werden (http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/22/0,3672,8230422,00.html). Außerdem, was ist dass für eine Logik??? Wenn ich etwas Produziere und offensichtlich nicht wirtschaftlich arbeite und Zukunftsinvestitionen vergesse, dann kann ich doch nicht Steuergelder oder Preiserhöhungen fordern, wenn ich in der Vergangenheit ungeniert die gewaltigen Gewinne an die Aktionäre mit vollen Händen rausgeschmissen habe anstatt Rücklagen zu bilden für Investitionen. Solche Unternehmen sollten sofort beschlagnahmt werden, damit zukünftige freie Träger, die besser wirtschaften, nicht solch unlautere "Konkurrenz" befürchten müssen bzw auch auf dumme Gedanken kommen... usw usf und und und... Wenn Politik nicht mehr sozial reguliert und ökologisch funktioniert, wie z.B. auch unter Hitler, dann fragt Euch, welche Möglichkeit uns noch bleibt und ob wir überhaupt noch die Zeit haben diese Probleme politisch zu lösen. Befragt in diesem Zusammenhang bitte Euch und Eure Politikkollegen zum Thema, ob und wie es noch möglich sein soll die völlig absurden 2,1 Billionen €uro Staatsverschuldung jemals wieder zu tilgen und wieso wird überhaupt getilgt? Denn die Banken haben niemals eine Gegenleistung geliefert! Oder habe ich es nur nicht mitbekommen, wie Frau Merkel ca 500 Milliarden Neuverschuldung mit einem 40 Tonner LKW von der Bank abgeholt hat? Dieses Geld, wie vorherige Kreditzusagen hat es nie gegeben, denn die Banken haben lediglich fast wertfreie Buchungen getätigt, die den Wert der Dienstleistung eines Buchungsvorganges nicht überschreitet und das Buchgeld keinen Wert hat sieht man z.B. bei der Gründung der Bad Banken, die nichts anderes sind als rückwirkende Planwirtschaft zugunsten Internationaler Oligarchen. Auf Ihr grünen Hoffnungsträger, verblaßt bitte nie wieder im Schatten korrupter Politiker und mafiöser Weltkonzerne, kämpft für den dumm gemachten Bürger, so dass Friede und Sicherheit für Alle wieder oberstes Ziel ist und Zukunft hat. Als Vorbild für überzeugte bürgernahe politische Arbeit empfehle ich den Europa-Abgeordneten Nigel Farage auf Youtube zu studieren (http://www.youtube.com/watch?v=SiXTPdIx4wE&feature=related), der niemals zu vergessen scheint, dass er als Politiker letztlich nur ein Angestellter des Volkes ist und sich mit allen Mitteln für die Masse seiner "Arbeitgeber" mittels einwandfreier Grundsätze einzusetzen hat.
Iwahn
28-04-11 19:46
Die in diesem Forum postenden Atomlobbyisten, die zum Thema Effizienz von Atomkraft geistig stark strahlenden Sondermüll in Schreibform abstrahlen, in dem sie etwas zur Effizienz von Kernbrennstoff absondern, sollen mir bitte die Effizienz von z.B. Fukushima vorrechnen!!! Nebenbei, auch wenn die Halbwertzeit auf 300 Jahre reduziert würde, wären diese 300 Jahre immer noch fatal! Geistige Sprühwurstbloggende Lobbyisten sind zur Zeit in jedem Forum anzutreffen, diese Leute denunzieren andere als Spammer und verdrehen die Wirklichkeit, sie faseln etwas von Grenzwerten und völlige Verdünnung der Gefahrenstoffe. Bei Plutonium gibt es keinen Grenzwert und Partikel im Nanobereich sind bereits fatal für Lebewesen und deren Nachkommen. Diese Partikel sind auch so leicht, um mit dem Wind weltweit verbreitet zu werden, denn in WDR2 wurde Mittags völlig sinnfrei verbreitet, das Plutonium zu schwer sei um mit dem Wind verteilt zu werden!!! Nehmt DU Munition, die weite Teile der Welt verseucht, sie wird aus atomaren Abfall hergestellt, den anscheinend auch kein Kernkraftwerk der 4.Generation haben möchte. Oder??? All Eure Annahmen zur Sicherheit beruhen nur auf spekulativen Berechnungen innerhalb spekulativer Wahrscheinlichkeiten. Statistiken zeigen Möglichkeiten, sind aber keine Garantie dafür, dass der Supergau theoretisch am letzten Tag der Prognose eintritt, sondern es besteht, vom ersten Tag an, ständig die Gefahr, dass der Supergau eintritt! Letztendlich würde ich gerne noch etwas zu den Grünen sagen: Ihr habt meines Erachtens in der Energiepolitik genauso versagt wie alle anderen Parteien auch. Ein Trittin macht noch keinen Sommer und wer nur noch im Anzug erscheint, der entfernt sich von der Basis und wird vollkommen unglaubwürdig. Von eurem Ministerpräsidenten erwarte ich eine Übereinkunft nach deutschem Gesetz und erhofft habe ich mir ein völliges durchgreifen, der den Lobbyisten-Sumpf für alle Zeiten still legt. Schade, auch in der Vergangenheit habt ihr eure Präsenz auf der Weltbühne völlig vertan und brav die Klappe gehalten, denn auch euch ist offensichtlich der Job wichtiger als unsere Umwelt und wir Menschen, die darin friedlich und gesund leben möchten. Warum habt Ihr aufgehört mit allen Mittel für eine gute Zukunft zu kämpfen? Warum haltet ihr euch nicht an eure Parteiprogramme? Warum belügt ihr den Bürger, in dem Ihr euch, genau wie fast alle anderen Parteien auch, die Atomproblematik ganz oben auf die Fahne schreibt??? Sagt den Leuten die Wahrheit: Es dauert Jahrzehnte, bis unsere AKW´s abgebaut sind. - Die Steuerzahler bleiben auf den Kosten der Entsorgung und dem Ausstieg, zu über 90 Prozent sitzen - Es kann keinen echten Ausstieg geben, da es Weltweit kein Endlager gibt. - Es gibt bereits Atomunfälle in Deutschland, bei dem sogar waffenfähiges Material freigesetzt wurde. - Und ja, in diesem Gebiet gibt es mehr Leukämieerkrankungen als üblich, die werden aber sicherlich von den Stromleitungen kommen, wie eine besonders dumpfe Dumpfbacke zur Debatte und zum Vergleich hier im Forum veröffentlichte. Denke nach, ich kann sehr wohl die Hochspannungsleitungen meiner Heimat meiden, wenn aber eine atomare Verseuchung vorliegt, dann kann meine Heimat gar nicht mehr genutzt werden. Norwegen bietet uns seit 30 Jahren komplett sauberen Strom aus Wasserkraft an, der unseren gesamten Energiebedarf decken kann und wir könnten deren Know-How nutzen, um in Zukunft selber sauberen Strom aus Wasserkraft zu produzieren und diesen nach der Amortisationsphase völlig kostenlos der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Die Norweger heizen mit Strom und deren Strom ist schon jetzt, wo wir noch nicht die Folgekosten der Atomkraft mitbezahlen, schon über 30% billiger als Atomstrom.

http://www.swr.de/report/-/id=233454/vv=print/pv=print/nid=233454/did=6770834/mpdid=6960192/949gig/index.html

http://de.indymedia.org/2007/05/176392.shtml

http://www.n-tv.de/politik/Ex-Direktor-von-Tschernobyl-warnt-article3057661.html

http://www.duckhome.de/tb/archives/9014-Atomschaeden-In-Deutschland-rettet-die-Zensur-die-Menschen.html
Jürgen
26-04-11 23:09
@Michael: Ist doch alles völlig wurscht! Im Restrisikofall schlägt die Katastrophe alle Effizienzargumente der Atomlobby
Michael
26-04-11 08:43
Gibt es den Grünen eigentlich nicht zu denken, dass immer mehr Grüne in anderen Ländern den Atomausstieg für einen großen Fehler halten und zugeben man hätte sich in der Debatte verrannt.
Kommentar

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