FAQs

Wann sind eigentlich die GRÜNEN entstanden? Und weshalb gibt es eine Frauenquote? Die wichtigsten Fragen an BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden hier beantwortet.

Wann und wie sind BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN entstanden?

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind eine junge Partei. Unsere Wurzeln liegen in der Umwelt-, der Friedens-, der Anti-Atom- und der Frauenbewegung der 1970er Jahre, die man zusammenfassend auch Neue Soziale Bewegungen nennt. Es ist uns gelungen, wovon jede Jugend träumt: Die erstarrte Gesellschaft, die wir vorfanden, in Bewegung zu bringen. Wir haben von Anfang an Politik mit Blick auf zukünftige Generationen gemacht. Der außerparlamentarische Protest fand in den Parlamenten kaum Beachtung. Forderungen und Vorschläge wurden von den etablierten Parteien ignoriert. Am 16./17. März 1979 gründeten rund 500 Delegierte aus verschiedenen Initiativen anlässlich der Europawahl das Listenbündnis DIE GRÜNEN, das als „Sonstige politische Vereinigung (SPV)“ zur Wahl antrat. Die Bundespartei DIE GRÜNEN wurde am 12./13. Januar 1980 in Karlsruhe gegründet. Nach der Wende, 1993, haben sich die im Bündnis 90 zusammengeschlossenen Bürgerrechtsbewegungen der ehemaligen DDR und die westdeutschen GRÜNEN zur jetzigen Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vereinigt.

Grüne Chronik

Grundkonsens von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN


Warum heißt ihr eigentlich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN?

Der Name lag für die Parteigründerinnen und -gründer recht nahe. Wie in der ersten Frage schon beschrieben, sind wir nicht zuletzt aus der Umweltbewegung der 70er Jahre entstanden. Grün ist ganz klar die Farbe, die man mit Natur, mit Umwelt, mit Ökologie assoziiert. In Kanada wurde 1971 Greenpeace gegründet – auch hier taucht das „Grün“ bereits im Namen auf. Damit man bei Kommunal- oder Landtagswahlen antreten konnte, bildeten Bürgerinitiativen Ende der 70er grüne Listen. Die Festlegung des Parteinamens DIE GRÜNEN erfolgte dann auf dem Gründungsparteitag.

In der DDR forderten „Demokratie Jetzt“, „Neues Forum“ und die bereits im Januar 1986 gegründete „Initiative Frieden und Menschenrechte“ und auch andere Gruppen einen demokratischen Wandel. Sie trugen entscheidend zum Ende der SED-Herrschaft bei. Zu den ersten freien Volkskammerwahlen im März 1990 schlossen sich diese drei Gruppen zum Bündnis 90 zusammen. Im Spätherbst 1989 gegründete sich auch in der DDR eine Grüne Partei. Am 3. Dezember 1990 schlossen sich DIE GRÜNEN aus Ost- und Westdeutschland zusammen. 1993 erfolgte dann der endgültige Schritt, der zum aktuellen Parteinamen führte: Der Zusammenschluss der GRÜNEN und BÜNDNIS 90.


Wie ist die Partei aufgebaut?

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind keine zentralistische Partei in der von oben vorgeschrieben wird, was an der Basis zu tun ist. Vielmehr haben die Landes-, Kreis- und Ortsverbände einen großen Gestaltungsspielraum für ihre Politik – sie haben sogenannte Programm-, Satzungs-, Finanz- und Personalautonomie. Wir meinen, Parteien können nur dann glaubwürdig für eine demokratische Politik eintreten, wenn auch ihre Strukturen und Entscheidungsprozesse transparent und demokratisch sind. So sind wir z.B. die einzige Partei bei der konsequent die Kreisverbände ganz direkt Delegierte in unser höchstes Entscheidungsgremium, die Bundesdelegiertenkonferenz (BDK), entsenden. Organisiert sind wir in 16 Landesverbänden, 450 Kreisverbänden und 1700 Ortverbänden.

Satzung des Bundesverbandes

Organigramm


Weshalb haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Frauenquote?

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind die erste Partei in Deutschland, die auf die Quote gesetzt hat. Dass bei uns Frauen erfolgreich in der ersten Reihe Politik machen, verdanken wir nicht zuletzt dieser Tatsache. Im grünen Frauenstatut ist festgelegt, dass mindestens die Hälfte aller Ämter und Mandate Frauen zusteht. Bei Wahlen zu Vorständen oder bei der Aufstellung von Listen für Parlamentswahlen werden deshalb die ungerade Plätze von Frauen besetzt - der erste Platz ist also immer einer Frau vorbehalten. Auf diese Weise sind 35 von 68 grünen Bundestagsabgeordneten Frauen, 7 der 14 Europaabgeordneten und 3 der 6 Mitglieder des Bundesvorstandes. Das wirkt sich auch auf unsere Politik aus: Chancengerechtigkeit für Frauen und Männer ist eine unserer zentralen politischen Forderungen und da gibt es noch viel zu tun. Wir wollen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Frauen im Berufsleben gleiche Chancen haben, und auch dafür, dass im Alltagsleben Berufs- und Familienarbeit gerecht zwischen Frauen und Männern aufgeteilt werden kann.

Frauenstatut


Was bedeutet die Trennung von Amt und Mandat?

Vom Grundgedanken her soll die Trennung von Amt und Mandat verhindern, dass sich zuviel Macht auf eine Person konzentriert - wenn dieselbe Person z.B. zugleich ein Parteiamt, ein Abgeordnetenmandat oder gar ein Regierungsamt inne hat. Solche Befürchtungen waren vor allem in der Gründungszeit der Partei vorherrschend. Seit 1980 hat sich unsere Position weiterentwickelt und es ist auch die Trennung von Amt und Mandat modifiziert worden. So entschied eine Urabstimmung unter allen grünen Mitgliedern im Jahr 2003, dass künftig ein Drittel der Mitglieder des Bundesvorstandes zugleich auch ein einfaches Abgeordnetenmandat haben darf. Ausgeschlossen bleibt jedoch auch in Zukunft, dass man gleichzeitig Mitglied im Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Fraktionsvorsitzende/r sein kann oder ein Regierungsamt bekleiden darf.

Satzung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN


Wie ist die Aufgabenverteilung zwischen Partei und Fraktion?

Parteien und Fraktionen sind organisatorisch und auch räumlich getrennt. Eine Partei ist ein Zusammenschluss von Personen mit ähnlichen politischen Überzeugungen. Da es unterschiedliche Interessen in der Gesellschaft gibt, gibt es auch unterschiedliche Parteien. Sie organisieren sich in Parteigliederungen (Bundesverband, Landesverbände, Kreisverbände) und suchen in ihrem jeweiligen Rahmen Lösungen für gesellschaftliche Probleme und beschließen inhaltlichen Positionen. Unser höchstes beschlussfassendes Gremium ist der Bundesparteitag. Die Bundesgeschäftsstelle als Parteizentrale ist Sitz des Bundesvorstandes, Tagungsort für Parteigremien, Ort für Pressekonferenzen und andere Veranstaltungen. Und natürlich Arbeitsort für über 40 MitarbeiterInnen.

Fraktionen dagegen sind Organe des Parlaments, also des Bundestags, Landtags usw. und haben dort auch ihre Arbeitsräume. Sie bestehen aus gewählten Abgeordneten. Um eine Fraktion zu bilden muss der Anteil der Abgeordneten einer Partei bei mindestens 5 Prozent liegen. In einer Fraktion wird die aktuelle parlamentarische Arbeit erledigt. Wie das organisiert ist, erläutert unsere grüne Bundestagsfraktion.


Sind GRÜNE bessere Menschen?

Wir GRÜNE stehen nicht außerhalb der Lebensrealität. Es gibt in unseren Reihen Raucher und Autofahrer. Wir essen manchmal Fast-Food und wir vergessen, unseren PC auszuschalten, obwohl das Energieverschwendung ist. Uns passieren all die kleinen und manchmal großen Nachlässigkeiten, wie jedem anderen auch. Bei allen menschlichen Schwächen eint uns aber eins: Wir finden eine „nach uns die Sintflut“ und „Geiz ist geil“-Mentalität verantwortungslos. Wir brauchen nicht die 300 Meter zum Bäcker mit dem Auto zu fahren. Wir müssen Lebensmittel nicht zu Dumpingpreisen zusammenkaufen, um anschließend einen beträchtlichen Teil vergammeln zu lassen und wegzuschmeißen. Und wir brauchen nicht jedes Jahr zwei neue Handys. Das hat nichts mit Besserwisserei zu tun, sondern mit dem Wunsch und der Verpflichtung nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Mit etwas Nachdenken kann dazu jeder in seinem Alltag einen Beitrag leisten. Politisch setzen wir uns in allen Bereichen für nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen für gesellschaftliche Probleme ein.


Wie finanziert die Partei ihre politische Arbeit?

Grundsätzlich ist die Finanzierung der politischen Parteien im Parteiengesetz geregelt. Sie finanzieren ihre Arbeit aus Eigeneinnahmen (Mitgliedsbeiträge, Beiträge von Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern, Spenden und sonstigen Einnahmen) sowie der staatlichen Grundfinanzierung. Dabei darf der staatliche Zuschuss höchstens so hoch sein wie die Eigeneinnahmen.

Wir hatten z.B. im Jahr 2010 Einnahmen von etwa 31,2 Millionen Euro. Davon waren ca. 13,5 Millionen Beiträge, 4,0 Millionen Spenden, 11,4 Millionen Euro staatliche Mittel und ca. 2,3 Millionen andere Einnahmen. Die staatliche Grundfinanzierung und die Mitgliedsbeiträge verteilen wir nach selbst festgelegten Schlüsseln auf die verschiedenen Ebenen der Partei - Bundesverband, Landes- und Kreisverbände. Lediglich 30 Prozent dieses Geldes bleiben beim Bundesverband.

Die Annahme von Spenden unterliegt ebenfalls den Regelungen im Parteiengesetz. Wir selbst legen strengere Maßstäbe an und haben uns seit 2006 in einem eigenen Spenden-Codex gegeben. Der Bundesverband veröffentlicht außerdem ab Juli 2012 alle Sponsoringverträge für Veranstaltungen (Parteitage).

Parteiengesetz

Spenden-Codex

Wie entsteht ein Wahlprogramm?

Die Erarbeitung eines Wahlprogramms beginnt lange vor dem Wahljahr. Viele Einzelpositionen werden bereits im Vorfeld diskutiert, geklärt oder aktualisiert. Ungefähr ein Jahr vor dem Programmparteitag nimmt eine Schreibgruppe ihre Arbeit auf. Sie verfasst einen ersten Programmentwurf und legt ihn dem Bundesvorstand vor. Dieser berät, bringt Korrekturen an und beschließt dann die Fassung, die der Partei und der Öffentlichkeit präsentiert wird. Zugleich ist dieser Entwurf auch Leitantrag für den Programmparteitag.

Danach beginnt eine breite Debatte in Parteigremien und unter den Mitgliedern. Das Resultat sind zahllose Vorschläge für Ergänzungen, Umformulierungen oder auch Streichungen. Diese werden in der Parteizentrale als Änderungsanträge an den Programmparteitag eingereicht. Auf dem Parteitag werden dann die Anträge befasst; es wird Text eingearbeitet, geändert oder gestrichen und am Ende des Parteitages steht das Programm als Gemeinschaftsprodukt.

Bei der anstehenden Bundestagswahl 2013 wollen wir noch stärker auf Beteiligung unserer Mitglieder setzen. Wir wollen auf Grundlage des verabschiedeten Wahlprogramms im Juni 2013 einen Mitgliederentscheid über die 10 wichtigsten politischen Projekte unserer Partei durchführen. Das ist etwas völlig Neues. Die Diskussionen darum und das Ergebnis werden wir natürlich auch der Öffentlichkeit präsentieren.


Wie haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei vergangenen Wahlen abgeschnitten?

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben seit der Bundestagswahl 2002 bei nahzu allen Wahlen auf Europa-, Bundes-, Landesebene oder bei Kommunalwahlen zulegen können. Der Wandel gelang vor allem durch die Verabschiedung des neuen Grundsatzprogramms „Die Zukunft ist grün“ im März 2002 in Berlin, mit dem wir uns inhaltlich neu aufgestellt haben. Seitdem haben wir unser Programm stetig fortentwickelt.

2009 brechen die Grünen bei den Wahlen mehrere Rekorde. Mit 13,7 Prozent erzielen sie in Hessen das beste Landtagswahlergebnis in einem Flächenland. Mit 12,1 Prozent das beste Europawahlergebnis. Und mit 10,7 Prozent des beste Bundestagswahlergebnis. Auch 2011 setzt sich dieser Trend fort. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ziehen nach 13 Jahren mit 7,1 Prozent wieder in den Landtag in Sachsen-Anhalt ein, erzielen in Rheinland-Pfalz 15,4 Prozent und bilden mit der SPD eine rot-grüne Koalition. Den größten Erfolg schafft die Partei 2011 in Baden-Württemberg. Hier erreichen die Grünen 24,2 Prozent und stellen zum ersten Mal mit Winfried Kretschmann einen Ministerpräsidenten.

Grüne Wahlergebnisse


Wieviele Mitglieder haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN?

In unserer Anfangszeit 1980/81 lag unsere Mitgliederzahl bei gut 9.000, inzwischen hat sie sich mehr als versechsfacht. Mitte 1998 konnten wir unser 50.000stes Mitglied begrüßen. Die Anfangszeit der Regierungsbeteiligung und die für unsere Partei extrem schwierige Debatte um den Kosovokrieg führte zu einem Einbruch bei den Mitgliederzahlen. Seit der Bundestagswahl 2002 gewinnen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wieder kontinuierlich Mitglieder hinzu. 2010 wird der Höchstwert von 51.812 Mitgliedern aus dem Jahr 1998 übertroffen und Ende 2011 sind wir bei über 59.000 Mitgliedern angekommen.

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Wie kann ich bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mitarbeiten?

Der beste Weg ist natürlich einzutreten und sich gemeinsam mit uns für unsere Politik einzusetzen. Aktives politisches Engagement fordert etwas Zeiteinsatz: für Diskussionen, Versammlungen und Wahlkampf. Bringt aber auch viel Spaß, Einblick in politische Strukturen, lange Abende mit Gleichgesinnten und das Gefühl etwas bewegen zu können. Und jeder findet bei uns seine ganz persönliche Form der Unterstützungsmöglichkeiten. Es muss ja nicht immer Plakate kleben, sondern kann auch die Betreuung der Homepage des Kreisverbandes oder Ähnliches sein. Für Menschen bis 27 gibt es die Grüne Jugend, bei der man auch unabhängig Mitglied werden kann. Wer thematische Interessenschwerpunkte oder spezielle Kenntnisse hat, kann in Bundes- oder Landesarbeitsgemeinschaften (BAGen bzw. LAGen) mitarbeiten – das geht auch ohne Parteimitgliedschaft. Und wer gar keine Zeit hat, uns aber dennoch unterstützen will: Politische Arbeit kostet Geld. Auch eine Spende hilft uns natürlich bei der Umsetzung unserer Ziele.

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Wichtige Dokumente über die Finanzen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

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Eine anrüchige Spende

FDP und CSU erhalten Millionen-Spenden. Schatzmeister Dietmar Strehl würde solche Summen ablehnen.

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Hier bist du entscheidend!

Im Juni 2013 werden die Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN über die zehn Schwerpunkte unseres Bundestagswahlprogrammes abstimmen.

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Warum wir mehr Frauen brauchen

Der Frauenanteil ist höher als in anderen Parteien – aber es ist uns zu wenig. Wir wollen echte Parität erreichen.

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Wir sind noch zu wenig Frauen

Am Frauentag startet eine Mitgliederkampagne speziell für Frauen. Astrid Rothe-Beinlich im Interview über Politik machen, Quote und Macht.

Kommentare

Redaktion
10-01-13 11:58
Lieber G. Scheel,

Auf wen beziehen Sie sich konkret? Ulrich Beck ist ein deutscher Soziologe, war aber nie Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
Allgemein lässt sich sagen: Die Grünen gehörten zu den ersten, die den sexuellen Missbrauch von Kindern im Deutschen Bundestag deutlich zur Sprache gebracht haben. Bereits 1984, ein Jahr nachdem Die Grünen erstmals in den Bundestag eingezogen waren, brachte die Fraktion eine Große Anfrage „Sexueller Missbrauch von Kindern“ in den Bundestag ein (Bundestagsdrucksache 10/2389). Niemals hat ein Gremium der grünen Bundespartei einen Beschluss gefasst, der eine Entkriminalisierung von sexuellem Missbrauch von Kindern befürwortete. Immer war es Anliegen der Grünen, Kinder vor sexuellen Missbrauch zu schützen, die Rechte der Kinder zu stärken und Hilfsprojekte für misshandelte und missbrauchte Kinder zu unterstützen.

1997 haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN als erste Fraktion ein Gesamtkonzept zur Verbesserung des Schutzes von Kindern vor sexualisierter Gewalt als Antrag in den Bundestag eingebracht (Bundestagsdrucksache 13/7087). Im Zentrum des Kampfes gegen sexuellen Mißbrauch sollen Maßnahmen der Prävention und des Opferschutzes stehen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern darin unter anderem:

- die Stärkung der Rechte des Kindes
- frühzeitige Intervention zum Schutz von Kindern vor Missbrauch und Gewalt durch Sensibilisierung der Öffentlichkeit, kostenlose Notruftelefone und Beratungsangebote
- richterliche Videovernehmung von kindlichen Opferzeugen bei Missbrauchsfällen schon im Ermittlungsverfahren
- eine gesetzliche Verpflichtung der Strafanstalten zur Bereitstellung ausreichender und qualifizierter Therapieangebote für Sexualstraftäter
- einen eigenständigen Verbrechenstatbestand des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern (§ 176 a StGB), der alle penetrierenden sexuellen Handlungen, sowie das gemeinschaftliche und fortgesetzte Begehren der Tat als Tatbestandsmerkmale umfasst
- den Ausbau der forensischen Psychiatrie
- die Erweiterung der Führungsaufsicht bei schweren Sexualstraftaten auf 10 Jahre
zwingende Sachverständigengutachten bei Aussetzung der Reststrafe

Viele Grüße
Nana Gerritzen
Redaktion gruene.de
G.Scheel
07-01-13 16:10
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe in Erinnerung, dass MDB Ulrich Beck Anfang der 90er Jahre eine Liberalisierung
des sexuellen Umgangs mit Kindern propagierte.
Können Sie das bestätigen?
Wie ist die Position der Grünen derzeit?

Über einen kurzfristige Antwort würde ich mich freuen!

Mit herzlichen Grüßen!

Ihr

G. Scheel
Manuel
18-11-12 08:13
An die Kritiker der Grünen hier. Bei euch werde ich das Gefühl nicht los, daß ihr wegen einer einzelnen Sache enttäuscht seid und beleidigt zu einer Kontroll-Partei für jeden einzelnen für euch wechselt. Das ist ja so, als würde ich meine Seele, bzw. Ego an den Staat ausliefern. Mittlerweile hassen uns alle Europäer für die derzeitige Politik der Deutschen. Aber ihr habt ja den Durchblick. Ist ja ein freies Land durch diese Partei(en) CDU-Merkel(Die Frau war bei der Stasi). Ich lach mich tot. Ihr müßt mal das Gesamtbild betrachten, dann würdet ihr ein anderes Blickfeld haben. Oder wollt ihr weiterhin diskriminiert und kontrolliert werden? All die sozialen, zwischenmenschlichen Errungenschaften wegwerfen. Wenn die CDU-Merkel nach der Wahl immer noch an der Macht sein sollte, appeliere ich an alle freidenkenden normalgebliebenen Deutschen, hier auszuwandern und von einem toleranten Staat aus in den Nachrichten bei einer Partei dabei zuzugucken, wie dieses Land dann zugrunde geht.
Manuel
18-11-12 07:50
Liebe Grünen. Ich will euch für eure Arbeit loben. Und dafür, daß ihr in naher Zukunft, sprich bei der nächsten Bundestags-Wahl diese ekelige Kontrollstaat-Partei(en)-Merkel den garaus macht und zwar endgültig. Ich werde das Gefühl nicht los, daß diese Partei hier in Deutschland den Individualismus zerstören will, damit es in Deutschland nur noch Mitläufer-Zombis gibt. Alle anderen Länder in Europa hassen mittlerweile die Deutschen für ihre überhebliche Kontroll-Politik. Da wäre ja noch ein offensichtlicher Krieg human gegen. Ich habe auch das Gefühl, daß die jetzige Regierung Deutschland vollends an den radikalen Kommunismus verkaufen will (Die leere eines Staates). Tolles, abartiges Zukunftsbild Deutschlands. Ich habe einen Plan für euch, taktisch versiert mit Todesstoß-Garantie. Koaliert mit der SPD (sowieso) und kurz nach den Wahlergebnissen zieht ihr den Joker (die Linken) und alles wird besser und sozialer werden hier in Deutschland. Meine Stimme bekommt ihr plus meiner Werbung für euch. Viel Erfolg! P.S. Ich fühle mich mittlerweile von der jetzigen Regierung(sform) als Individuum bedroht!!!
Dagmar
17-11-12 20:59
Wie kann man die Basis so vor den Kopf stoßen und Claudia Roth dennoch im Amt bestätigen, obwohl 75 % der Mitglieder sie nicht haben wollen? Dann noch mit einem noch besseren Ergebnis als vor 2 Jahren??? So geht es nicht!! Wo bleibt der Kontakt zur Basis? Ihr agiert inzwischen wie die konservativen Parteien - obwohl Basisdemokratie von den Grünen quasi erfunden wurde. Nö, nach Eurer Zustimmung beim Thema Beschneidung, jetzt das noch - meine Stimme bekommt ihr sicher nicht mehr!
Thomas Vogel
22-10-12 19:15
Also wenn ich all die aufgeregten Kommentare hier lese, verfestigt sich mal wieder mein Bild vom Grünen Wähler, der gleich an jeder noch so kleinen Randfragestellung einen Grundsatz fällen will. Und so verzettelt sich das grün-alternative Wählervolk bei diversen Splitterparteien und rennt jeder neuen Bewegung nach, statt die einzig breit aufgestellt und damit (Regierungs)Alltag-taugliche Partei zu unterstützen. Schwarz-Gelb wirds freuen.
Roland K.
12-09-12 12:45
Heute (Karlsruhe genehmigt Rettungsschirm) ist für mich die Demokratie gestorben, aber auch die Grünen, die ich früher gewählt habe.

Die Desinformation der Bürger läuft weiter. Selbst frühere Hoffnungsträger wie die Grünen sind schon von den Bilderberger und der Hochfinanz gekauft:
"(10:51) +++ Grünen-Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin meint, das Urteil habe "klargestellt, dass auch in europäischen Angelegenheiten nichts geht ohne den Bundestag. In diesem Sinne ist es ein schöner Tag gerade für die Parlamentarier - auch in der Opposition."

Ist der Mann wirklich so dumm???

Fakt ist doch: "Die Ratifizierung könne erst abgeschlossen werden, wenn völkerrechtlich sichergestellt sei, dass die Haftungsgrenze Deutschlands von 190 Milliarden Euro nur mit Zustimmung des deutschen Vertreters in den ESM-Gremien geändert werden könne, erklärte Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle.
Zudem müsse Deutschland eine Vertragsauslegung sicherstellen, die gewährleistet, dass trotz der beruflichen Schweigepflicht aller für den ESM tätigen Personen Bundestag und Bundesrat umfassend informiert würden."

1 Person entscheidet, Bundestag und Bundesrat werden nur informiert.

Armes Deutschland. Armer Trittin. Arme Grünen. ADE!
Otto Lilienthal
10-08-12 22:19
Die Grünen berücksichtigen alle, ausser die die JEDEN Tag arbeiten müssen. Schön für die reichen Grundstückeigentümer am BER usw. Sonntagsverkauf geht nicht usw. , verdammt noch mal macht die Flughäfen Sonntags und in der Nacht konsequent zu wenn Ihr die Bündnis90/Grünen seid. Ansonsten könnt Ihr anerkennen, daß viele Leute ihr zubrot auf dem Flughafen oder dabei verdienen.
Winfried Wacker
20-07-12 18:45
So, das wars jetzt. Die Grünen bekommen von mir keine Stimme mehr. Egal, was passiert. Eine Partei, die ausgerechnet die Grundrechte der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, nämlich die der Kinder zur Disposition stellt, nur um sich nicht mit der jüdischen und muslimischen Kirchenlobby anlegen zu müssen, ist meiner Wählerstimme nicht würdig. An den Geschlechtsteilen von Kindern wird in Deutschland höchstens herum geschnitten, wenn es medizinisch notwendig ist. Ich fasse es gar nicht, daß man da überhaupt anderer Meinung sein kann. Ein Schande ist das!
Stefan Balk
20-07-12 14:15
Liebe Grüne,

nach fast 20 Jahren seid ihr für mich durch Eure Zustimmung zur Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen nicht mehr wählbar. Es ist für mich sehr enttäuschend, dass im Namen der Religion die Grundrechte von männlichen Kindern derart mit Füßen getreten werden und die GRÜNEN dies auch noch mittragen. Ihr treibt mich faktisch in die Arme der Piraten oder Freien Wähler.

Viele Grüße aus Baden-Württemberg

Stefan Balk
Kommentar

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