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Eine Hand wirft einen Brief in einen gelben Briefkasten.
Wer am Wahltag verhindert ist, kann schon jetzt per Briefwahl seine Stimme abgeben – an jedem Ort der Welt. Wir erklären, wie das geht und was Ihr dabei beachten müsst. Foto: © Getty / deepblue4you

Briefwahl jetzt! So gehts.

Ihr wollt bei der Bundestagswahl am 24. September Eure Stimme abgeben – seid aber leider verhindert oder außer Landes? Don't panic! Ihr müsst weder die Reise verschieben noch aufs Wählen verzichten. Jetzt einfach BRIEFWAHL beantragen und wählen, wann und wo Ihr wollt!

Die Möglichkeit zur Briefwahl ist allen Wahlberechtigten freigestellt. Es steht Euch dabei offen, bis kurz vor der Wahl auf die Alternative per Post zurückzugreifen - wie immer gilt jedoch: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Deshalb: Beantragt rechtzeitig Eure Briefwahlunterlagen bei Eurer Gemeinde und stellt sicher, dass Eure Stimme zählt!

Die Briefwahlunterlagen könnt ihr ganz einfach schriftlich oder mündlich bei der Gemeinde beantragen. Viele Gemeinden bieten mittlerweile auch einen Online-Service an. Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen könnt Ihr anschließend einfach in den Briefkasten werfen oder direkt bei der Gemeinde abgegeben.

Alle Informationen zur Briefwahl findet Ihr auch auf den Seiten des Bundeswahlleiters!

1. Kann ich per Briefwahl wählen?

Alle Wahlberechtigten, die in ein Wählerverzeichnis eingetragen sind, können ihr Wahlrecht durch Briefwahl ausüben. Ihr müsst nur bei der Gemeinde Eures Hauptwohnsitzes einen Wahlschein beantragen. Seit den Europa- und Bundestagswahlen 2009 ist es auch nicht mehr erforderlich, einen speziellen Grund anzugeben.

Wann darf ich als Deutsche*r im Ausland wählen?

Auch wer nicht mehr in Deutschland gemeldet ist, kann Briefwahlunterlagen beantragen, muss sich aber vorher in das Wählerverzeichnis der letzten Heimatgemeinde in Deutschland eintragen lassen. Den notwendigen Antrag dafür findet Ihr hier.

Dauerhaft im Ausland lebende volljährige Deutsche sind wahlberechtigt, wenn sie,

- entweder nach Vollendung des 14. Lebensjahres mindestens drei Monate ununterbrochen in der Bundesrepublik Deutschland gelebt hat und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurück liegt,

- oder aus anderen Gründen persönlich und unmittelbar Vertrautheit mit den politischen Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland erworben hat und von ihnen betroffen ist (Wer fällt darunter?).

Alle Infos zur Wahl im Ausland ohne gemeldeten Wohnsitz in Deutschland findet ihr hier.

Wie beantrage ich die Briefwahl aus dem Ausland?

Zunächst ist eine Anforderung der Briefwahlunterlagen per Post direkt bei den Gemeinden notwendig. Bei vielen Gemeinden ist das auch per E-Mail möglich. Ein Vordruck für eine solche Anforderung befindet sich bereits auf der Wahlbenachrichtigung. Die Unterlagen können jedoch ebenfalls unter Angabe von Familienname, Vorname, Geburtsdatum und Wohnanschrift selbst angefordert werden. Im Anschluss wird der Wahlbrief dann zugesandt.

Beachtet dabei auf jeden Fall eine ausreichende Frankierung und den längeren Postweg (rechtzeitig absenden!).

 

 

2. Wann & wo kann ich den Briefwahlantrag stellen?

Wahlberechtigte, die per Briefwahl wählen wollen, sollten den Antrag auf Wahlschein und Briefwahlunterlagen so frühzeitig wie möglich bei der Gemeinde ihres Hauptwohnortes stellen. Ihr müsst hierzu nicht den Erhalt der Wahlbenachrichtigung abwarten.

Briefwahlunterlagen können bis zum Freitag vor der Wahl bis 18.00 Uhr beantragt werden, also bei der Bundestagswahl 2017 bis zum 22. September 2017.

In bestimmten Ausnahmefällen können Wahlschein und Briefwahlunterlagen auch noch am Wahltag bis 15.00 Uhr beantragt werden, beispielsweise wenn bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung der Wahlraum nicht oder nur unter nicht zumutbaren Schwierigkeiten aufgesucht werden kann.

Die Ausgabe der Briefwahlunterlagen erfolgt erst nach endgültiger Zulassung der Wahlvorschläge und dem Druck der Stimmzettel. Da jeder selbst dafür verantwortlich ist, dass der Wahlbrief bis zum Wahlsonntag um 18 Uhr bei der zuständigen Stelle eingeht, sollte er deutschlandweit spätestens drei Werktage vor dem Wahlsonntag versendet werden. Alternativ ist es auch möglich, den Umschlag direkt bei der zuständigen Stelle abzugeben.

Briefwahl-Antrag per E-Mail

Die Unterlagen für die Briefwahl können formlos per E-Mail bei vielen Wahlämtern angefordert werden. Es ist nicht notwendig, die Wahlbenachrichtigungskarte für die Briefwahl abzuwarten. Folgende Informationen werden dafür benötigt:

    Name

    Vorname(n)

    Geburtsdatum

    Straße und Hausnummer (gemeldet)

    Postleitzahl und Ort (gemeldet

Online-Beantragung der Wahlunterlagen

Immer mehr Städte und Gemeinden bieten einen Online-Service für die Beantragung der Briefwahl an. Auf der Seite des grünen Ortsverbands Washington D.C. sind die diversen Online-Angebote zusammengestellt.

Wählen aus dem Ausland: Eintrag ins Wahlverzeichnis

So geht der unbedingt erforderliche Eintrag ins Wählerverzeichnis am schnellsten:

- Das Antragsformular könnt Ihr hier herunterladen.

- Antragsformular ausfüllen und an die zuständige Gemeindebehörde schicken (Welche Gemeinde ist zuständig?).

- Briefwahl beantragen (siehe oben).

- Der Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis muss spätestens am 21. Tag vor der Wahl - für die Bundestagswahl 2017 ist das der 3. September 2017 - bei der zuständigen Gemeinde in Deutschland eingehen.

3. Welche Unterlagen benötige ich?

Auf Antrag erhaltet Ihr folgende Unterlagen übersandt oder direkt ausgehändigt:

  • ein Wahlschein;
  • ein amtlicher Stimmzettel;
  • ein amtlicher Stimmzettelumschlag (blau);
  • ein amtlicher Wahlbriefumschlag (rot), auf dem die vollständige Anschrift angegeben ist, an die der Wahlbrief übersandt werden muss;
  • ein ausführliches Merkblatt für die Briefwahl, das alle wichtigen Hinweise enthält und die Briefwahl durch anschauliche Bilder erläutert.

4. Was genau muss ich tun?

  • Stimmzettel persönlich ankreuzen.
  • Stimmzettel in den blauen Stimmzettelumschlag legen und zukleben.
  • "Versicherung an Eides statt zur Briefwahl" auf dem Wahlschein mit Ort, Datum und Unterschrift versehen.
  • Wahlschein zusammen mit dem blauen Stimmzettelumschlag in den roten Wahlbriefumschlag stecken.
  • Roten Wahlbriefumschlag zukleben, unfrankiert (außerhalb der Bundesrepublik Deutschland: frankiert) in die Post geben oder bei der auf dem Umschlag angegebenen Stelle direkt abgeben.

5. Wann muss ich meinen Wahlbrief absenden?

Ihr solltet darauf achten, den Wahlbrief unbedingt rechtzeitig mit der Post abzusenden oder direkt bei der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Stelle abzugeben. Der Wahlbrief muss bei der zuständigen Stelle spätestens am Wahlsonntag, den 24. September bis 18.00 Uhr vorliegen, da die Wahl um 18.00 Uhr endet und ab diesem Zeitpunkt mit der Auszählung der Stimmen begonnen wird.

Per Post solltet ihr den Wahlbrief in Deutschland also spätestens am dritten Werktag vor der Wahl abschicken, um sicher zu gehen, dass eure Wahlentscheidung rechtzeitig bei der zuständigen Stelle ankommt. Ideal ist es natürlich, die Unterlagen so früh wie möglich nach Erhalt loszuschicken oder abzugeben. Holt ihr die Papiere persönlich ab, so ist auch eine Stimmabgabe direkt an Ort und Stelle in der Gemeindebehörde möglich.

6. Wichtige Daten auf einen Blick

13. August 2017: Letzte Eintragung in das Wählerverzeichnis

22. September 2017, 18:00 Uhr: Letztmögliche Beantragung eines Wahlscheins

24. September 2017, 18:00 Uhr: Letztmöglicher Eingang des Wahlbriefs

Hier findet ihr alle Fristen und förmlichen Termine zur Bundestagswahl 2017.

Ablauf der Briefwahl in Form eines Comics
Briefwahl ist ganz einfach. So geht's. Foto: gruene.de (CC BY 3.0)