Text: "Der September wird Grün. Unterstütze die grünen Wahlkämpfe", daneben ein schwarzer Kreis mit einem grünen Kreuz drüber.
Eine Collage grüner Plakate und ähnlichem.
Foto: © gruene.de (CC BY 3.0)

„It's easy to be green“

Mit dem passenden Rahmen kommen unsere Botschaften bei den Bürgerinnen und Bürgern an. Ein einheitliches Erscheinungsbild schärft das visuelle Profil unserer Partei und macht uns als Absender unverwechselbar – ob vor Ort im Kommunalwahlkampf oder bei bundesweiten Kampagnen und Aktionen. Im Interview mit gruene.de erklärt Robert Heinrich, Leiter der grünen Öffentlichkeitsarbeit, warum das neue Corporate Design für die Partei ein großer Schritt nach vorne ist.

Lieber Robert, die GRÜNEN bekommen ein neues „Corporate Design“. Was ist das eigentlich genau?

Es ist das gemeinsame Erscheinungsbild unserer Partei, der visuelle Rahmen für unsere Plakate, Flyer, Websites oder Facebook-Bilder. Konkret geht es um Logo, Schriften, Farbtöne, Gestaltungselemente und eine konsistente Bildsprache. Sie ergeben gemeinsam das grüne Design.

Warum braucht die Partei so etwas überhaupt?

Porträtfoto eines Mannes.
Robert Heinrich ist Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Foto: © gruene.de (CC BY 3.0)

Jede Bürgerin und jeder Bürger in Deutschland wird täglich mit mehreren tausend Werbebotschaften konfrontiert. Wer da im öffentlichen Raum wieder erkannt und wahrgenommen werden will, der muss in seinem Erscheinungsbild klar und einheitlich sein. Die Bürgerinnen und Bürger müssen sofort erkennen: Dieses Plakat ist von den GRÜNEN und nur von den GRÜNEN. Im Idealfall erkennen sie das Design sogar ohne Logo wieder.

Die nächste Bundestagswahl ist erst 2017. Warum gibt es schon jetzt ein neues Design?

Die Menschen müssen es ja kennen lernen, um es wieder zu erkennen. Wir führen unser neues Design jetzt ein, damit wir mit einem einheitlichen Erscheinungsbild in die Superwahljahre 2016 und 2017 reingehen können, wenn insgesamt acht Landtagswahlkämpfe und eine Bundestagswahl anstehen.

Wie gefällt Dir denn das Ergebnis?

Das neue Corporate Design hat vier große Stärken: Es ist erstens enorm plakativ und prägnant – da geht man nicht einfach dran vorbei. Zweitens ist es unheimlich flexibel. Die Partei hat die Möglichkeit im neuen Design sehr verschiedene Kampagnen zu machen, vom seriösen Regierungswahlkampf bis zum angriffslustigen Oppositionswahlkampf, vom OB-Wahlkampf bis zur Kreistagskampagne. Unser Design ist modular aufgebaut und wird trotzdem durch sehr starke, wieder erkennbare Elemente zusammen gehalten. Die dritte Stärke ist, dass es für die Partei sehr leicht anwendbar ist, so dass auch grafisch nicht so erfahrene Leute damit arbeiten können. Und viertens verwenden wir zum ersten Mal ausschließlich kostenlose Open Source-Schriften.

Warum sollten grüne Orts- und Kreisverbände das neue Corporate Design anwenden und welche Kosten sind damit verbunden?

Wir wollen bei der Vermittlung unserer Inhalte plakativ sein, klare Kante zeigen, Entschlossenheit ausstrahlen und wiedererkannt werden. All das leistet dieses Design. Wir stellen der Partei einen kompletten Baukasten zur Verfügung. Der besteht aus einem Handbuch, in dem ganz genau aufgeschrieben ist, wie das Design auf die verschiedenen Medien angewendet wird. Außerdem gibt es Vorlagen, damit die Grafikerin und der Grafiker vor Ort möglichst wenig Arbeit haben. Damit gehen wir einen großen Schritt nach vorne und ermöglichen es der Partei, vor Ort noch kreativer und plakativer zu arbeiten. Oder, um es frei nach Kermit, dem Frosch, zu sagen: „Now it's easy to be green“.

Muss denn jetzt von einem Tag auf den anderen alles umgestellt werden?

Die Einführung eines neuen Corporate Designs braucht Zeit, und wir haben großes Verständnis dafür, dass Kreisverbände nicht von einem Tag auf den anderen alle alten Materialien entsorgen. Es muss auch nichts weggeschmissen werden. Briefbögen, Flyer oder Visitenkarten werden dann ersetzt, wenn sie vergriffen sind. Besonders langlebige Produkte wie Sonnenschirme haben wir bewusst erstmal nicht verändert, denn da sehe ich zum Teil noch Exemplare aus den 80ern. Bei aktuellen Aktionsmaterialien wie Demobannern oder Plakaten hingegen freuen wir uns über schnellen „Umtausch“.

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