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Ein weiß-grünes Elektroauto steht auf einem extra gekennzeichneten Parkplatz und ist mittels eines Stromkabel mit einer Elektroladestation verbunden.
Wir wollen eine grüne Verkehrswende einleiten, um saubere, abgasfreie, schnelle und zuverlässige Mobilität für alle zu erreichen. Dafür wollen wir ab 2030 keine neuen Verbrennungsmotoren mehr zulassen! Foto: © iStock/Adamo Di Loreto

Wir sorgen für saubere, bezahlbare und bequeme Mobilität

Die meisten Menschen wollen, dass sich etwas ändert beim Verkehr. Sie wollen mobil sein, ohne Klimagase, Lärm, Dreck und Stau zu erzeugen. Deshalb wollen wir es allen so einfach wie möglich machen, ihr Ziel schnell, zuverlässig und bequem, klima- und umweltfreundlich zu erreichen. Dazu brauchen wir eine Verkehrswende. Denn klimafreundlich können wir uns nur fortbewegen, wenn wir aufhören dabei Erdöl zu verbrennen. In Zukunft fahren wir mit erneuerbaren Energien, sauber und abgasfrei mit emissionsfreien Autos, Bus, Bahn und Fahrrad durch lebenswerte Städte.

Stinkende Stop-and-Go Karawanen aus Blech, Plastik, Gummi und Öl, riesige Smog-Wolken über europäischen und asiatischen Metropolen, zugestellte Innenstädte, giftige Atemluft, viele Verkehrstote und massenhaft Klimagase - so geht es nicht weiter. Der Weg, den unsere modernen Gesellschaften eingeschlagen haben um die Menschen fortzubewegen, ist an ein Ende gekommen. Weltweit denkt und steuert man um, langsam aber stetig.

Carsharing, Radverkehr, E-Mobilität, öffentlicher Nahverkehr sind im Aufwind. Von Paderborn bis Peking denken Bürger, Bürgerinnen und Bürgermeister über moderne Mobilität nach, über neue Kombinationen aus Auto, Fahrrad, Bus und Bahn. Hunderttausende von Pendlerinnen und Pendlern würden umsteigen, wenn sie andere Möglichkeiten hätten. Diese wollen wir ihnen eröffnen. Wir fördern umweltfreundliche Autos, geben mehr Geld für Bahn und öffentlichen Nahverkehr aus und stärken den Radverkehr. So erreichen wir auch unser Ziel von einem klimaneutralen Verkehr. Hier gibt es viel zu tun, denn heute fährt der Verkehr beim Klimaschutz hinterher. Er trägt derzeit 18 Prozent zu den deutschen Treibhausgasemissionen bei. Tendenz steigend. Die Klimaschutzziele des Pariser Abkommens werden wir verfehlen, wenn wir im Verkehr den Durst nach Öl nicht beenden und den Energiebedarf nicht deutlich vermindern.

Wir wollen in ein dichtes und modernes Bahnnetz investieren, in sichere und schnelle Wege für Radfahrerinnen und Radfahrer, in leise und saubere Autos und in Ladepunkte für E-Fahrzeuge um die Ecke. Wir wollen mehr Raum zum Spielen und Flanieren in unseren Städten, bessere Luft zum Atmen. Und dass jeder ruhig schlafen kann.

Und wir wollen eine gute Zukunft für die deutsche Automobilindustrie. Es ist absehbar, dass fossile Motoren durch Klimaschutz und Luftreinhaltung in den nächsten Jahrzehnten von den Straßen der Welt verschwinden. Wir wollen, dass sich die deutsche Automobilwirtschaft rechtzeitig auf den Motorwechsel einstellt und mit alternativen Antrieben und neuen Dienstleistungen im Bereich moderne Mobilität wettbewerbsfähig bleibt.

Wenn wir die Autoindustrie grün machen, wenn wir das in Deutschland schaffen, einer hochentwickelten Industriegesellschaft mit einer Schlüsselbranche Autoindustrie, dann können wir eine weltweite Dynamik für grüne Mobilität mit antreiben. Nach wie vor fahren heute fast alle Autos und LKW mit fossilen Verbrennungsmotoren. Neben den Klimagasen stoßen sie zudem viele Schadstoffe aus, wie Stickoxide und Feinstaub, und sorgen so für giftige Luft in unseren Städten. 

Schon gewusst?

Das haben wir vor: So erreichen wir die Verkehrswende

  1. Ab 2030 keine neuen Verbrennungsmotoren mehr! Wir sorgen dafür, dass Deutschland vorangeht und das Jahr 2030 als Zeitpunkt festlegt, ab dem nur noch emissionsfreie Autos neu zugelassen werden. Für diejenigen, die dann noch ein Diesel- oder Benzinfahrzeug besitzen, ändert sich dadurch nichts. Bis dahin sind die steuerlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen für eine emissionsfreie Mobilität zu schaffen. Um Elektroautos in Fahrt zu bringen, werden wir ein Bonus-Malus-System in die Kfz-Steuer einbauen, um einen klaren Kaufanreiz zu schaffen. Zudem werden wir die Steuerprivilegien für Diesel und für dicke Dienstwagen abbauen. Um die Luftqualität in den Kommunen zu verbessern, setzen wir uns für die Einführung blauer Umweltzonen ein. Wir fordern die Hersteller dazu auf, Diesel-Pkw so nachzurüsten, dass sie die europäischen Umweltvorgaben im Straßenbetrieb einhalten.
  2. Wir wollen das Schienennetz in Deutschland massiv verbessern. Statt einer Vielzahl teurer Straßenbauprojekte bauen wir Fern-, Regional- und Nahverkehr so aus, dass man schnell und bequem umsteigen kann. Deshalb arbeiten wir am „Deutschland-Takt“, einem bundesweit verknüpften Fahrplan, der Fernverkehr und regionalen ÖPNV optimal aufeinander abstimmt. Dann sind lange Wartezeiten auf Anschlüsse Vergangenheit. Jede Region muss ans Bahnsystem angeschlossen sein. Um mehr Güterverkehr auf die Schiene zu bringen, weiten wir die LKW-Maut aus und senken die Gebühren für die Trassennutzung der Bahn.
  3. Wir wollen jährlich eine Milliarde Euro in den öffentlichen Nahverkehr investieren: das Grüne "Zukunftsprogramm Nahverkehr". Mit dem grünen MobilPass wollen wir die Möglichkeit schaffen, deutschlandweit alle Angebote des öffentlichen Verkehrs mit einer einzigen App oder Karte schnell, einfach und bequem zu buchen und zu bezahlen. Auch Car- und Bikesharing sind mit drin. Je einfacher das wird, desto mehr Menschen werden es nutzen.
  4. In Deutschland fahren 50 Millionen Menschen Fahrrad, etwa 11 Millionen davon täglich. Radverkehr vermindert Verkehrsdichte, Abgase und Lärm. Mit dem Rad ist man schnell am Ziel. Wir werden das Engagement des Bundes für den Ausbau des Radverkehrs deutlich verstärken, die Mittel für den Bau von Rad- und Radschnellwegen vervielfachen, die Kombination von Rad und öffentlichem Verkehr verbessern (etwa durch den Bau sicherer Abstellanlagen an Bahnhöfen) und die Verkehrsregeln fahrradfreundlich gestalten. 

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wollen die Grünen Dieselautos verbieten?

Nein, es geht uns GRÜNEN nicht um das Verbot einer bestimmten Technologie oder von Fahrzeugen, die heute unterwegs sind. Mit dem 2030-Ziel wollen wir eine klare industriepolitische Ausrichtung auf Elektroautos und emissionsfreie Mobilität schaffen. Klimaschutz ist eine globale Herausforderung. Ab dem Jahr 2030 werden weltweit Neuwagen mit Benzin- und Dieselantrieb kaum noch eine große Erfolgschance haben. China ist der größte Automobilmarkt der Welt und führt eine feste Absatzquote für Elektroautos ein. Andere Märkte werden folgen. Auf der ganzen Welt arbeiten Städte daran, die Anzahl von Fahrzeuge zu vermindern. Unsere Automobilindustrie bleibt nur dann stark, wenn sie ihre heutige Innovationsführerschaft bei fossilen Verbrennungsmotoren auf alternative Antriebe ausweitet und neue Mobilitätsdienstleistungen entwickelt. Wir GRÜNE treten deswegen dafür ein, die Rahmenbedingungen für den Automobilmarkt anzupassen und Kundinnen und Kunden mehr Verbraucherinformationen zur Verfügung zu stellen. So sollten etwa die CO2-Werte künftig ebenfalls auf der Straße und nicht allein im Labor gemessen werden.

Wie gehen die Grünen mit den Folgen des Diesel-Skandals um?

Die Bundesregierung hat die Luftprobleme in den Innenstädten ignoriert und weggeschaut, als die Automobilindustrie sehenden Auges und zum Teil betrügerisch die PKW-Grenzwerte für Feinstaub, Stickoxide und CO2 weit überschritten hat. Zehntausend Tote im Jahr wegen schlechter Atemluft sind die Konsequenz. Jetzt drohen den Besitzern von Diesel-PKW gerichtlich angeordnete Einfahrverbote in besonders betroffenen Innenstädten. Das wollen wir verhindern. Die Bundesregierung muss endlich die Blaue Plakette für saubere Autos erlassen und dafür sorgen, dass die Automobilindustrie ihre Dieselfahrzeuge so nachrüstet, dass sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechen

Grüner MobilPass – was ist das und wo kann ich den kaufen?

Mit dem MobilPass wollen wir GRÜNE ein Vertriebssystem für ganz Deutschland und für alle Bahnen, Busse, Straßenbahnen, Leihfahrräder und Carsharing-Autos schaffen. Mit einem Pass alles nutzen, buchen und bezahlen! Dazu wollen wir alle an einen Tisch bringen und öffentliche Verkehrsunternehmen fordern und fördern. Der Grüne MobilPass beschreibt unser Ziel für einen attraktiven und zukunftsfähigen öffentlichen Verkehr. Heute ist Deutschland in hunderte Verkehrsverbünde mit unterschiedlichen Tarifsystemen unterteilt. Das macht es oft schwer, auf längeren Wegen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ans Ziel zu kommen. Unsicherheit, ob man die richtige Fahrkarte hat, ob der Fahrscheinautomat funktioniert, ob beim Umsteigen der Anschlusszug erreicht wird – das alles ist Verkehr aus dem letzten Jahrhundert, aber nicht Mobilität der Zukunft..

Radverkehr fördern – kann das unsere Verkehrsprobleme lösen?

Ja, zumindest in den Städten kann das Fahrrad maßgeblich zu sicherem, gesundem, schnellem und umweltfreundlichem Verkehr beitragen. Überall auf der Welt setzen Städte auf mehr Radverkehr und verbessern die Infrastruktur für Radfahrerinnen und Radfahrer. Das Rad ist ein Problemlöser, weil es Platz spart, Abgase vermindert und preisgünstige Infrastrukturentwicklung ermöglicht. Obendrein ist Radverkehr gesund und senkt die volkswirtschaftlichen Kosten im Gesundheitssystem. Deswegen setzen wir GRÜNE uns dafür ein, dem Rad viel größere Priorität in der Verkehrspolitik zu verleihen. Radfahren muss für alle Menschen, vom Sieben- bis zum Siebenundsiebzigjährigen, sicherer werden. Übrigens: Auch für längere Distanzen wird das Rad durch seine Elektrifizierung (Pedelecs) immer attraktiver. Das Fahrrad wird dadurch auch für Pendler interessant. Die Hälfte aller Arbeitswege in Deutschland sind kürzer als 10 Kilometer – und damit ideal fürs Rad.

Wollen Grünen vor allem das Autofahren teurer machen?

Im Gegenteil: Wir wollen, dass klimafreundliche Mobilität für alle bequem und bezahlbar ist. Teuer ist, was wir Umwelt und künftigen Generationen durch unser heutiges Verkehrssystem an Kosten aufbürden. Teuer und sozial ungerecht sind die Subventionen für schwere Luxusdienstwagen und den Dieselkraftstoff. Teuer ist der Bau und Unterhalt von immer mehr Straßen. Richtig ist: Wir GRÜNE wollen ran an ökologisch schädliche Subventionen und Geldverschwendung stoppen. Den Konflikt mit den Parteien und Konzernen, die den Menschen vormachen, im Verkehr könne alles so bleiben wie es ist, scheuen wir nicht. Uns GRÜNEN geht es nicht um mehr Belastungen, sondern um Umsteuern. Wir wollen die Investitionen in klimafreundliche Mobilität deutlich erhöhen, wir wollen Bahn und ÖPNV deutlich verbessern und eine Modernisierungsoffensive auf den Weg bringen. Radverkehr muss überall in Deutschland sicherer werden, dazu brauchen wir gute Radwege, bessere Beschilderung und Radschnellwege. Wir GRÜNE wollen ebenso Car- und E-Lastenradsharing auf der Basis erneuerbarer Energien fördern, den Kauf von Elektroautos unterstützen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur sicherstellen.

Auf hellblauem Hintergrund der Text "Unsere Themen" zwischen zwei Balken, darunter "Von A bis Z - alles auf einen Blick!". Wahlprogramm Grüne. Bundestagswahl.