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Auf diesem Naturpanorama liegt ein blauer See, eingerahmt von grünen Bäumen zu Füßen einer Berglandschaft.
Wir kämpfen für eine lebenswerte Umwelt, für saubere Luft, unbelastetes Wasser und eine intakte Natur. Foto: © iStock/nolimitpictures

Wir erhalten unsere Natur

Wir Grüne kämpfen für eine lebenswerte Umwelt, für saubere Luft, unbelastetes Wasser und eine intakte Natur. Wir wollen eine Umwelt, die Menschen nicht krank macht und kommenden Generationen eine lebenswerte Welt erhält. Eine vielfältige und intakte Natur ist unsere Lebensgrundlage. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Eingriffe in Umwelt und Natur so gering wie möglich bleiben, Rohstoffe schonend gewonnen, effizient verwendet und im Kreislauf genutzt werden. Eine ökologisch modernisierte Wirtschaft vermeidet Folgekosten und schafft neue Arbeitsplätze.

Der Mensch ist auf sauberes Wasser, gesunde Böden und gute Luft angewiesen. Doch er selbst setzt das aufs Spiel. Emissionen aus Schornsteinen und Auspuffrohren sorgen für Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, lagern sich am Ende im Boden und den Gewässern ab, töten seltene Pflanzen und Tiere und zerstören fruchtbare Böden. Güllefluten, die auf den Feldern ausgebracht werden, verschmutzen unser Trinkwasser, gefährden unsere Gesundheit und werden durch die Flüsse ins Meer getragen. Dort entstehen riesige Zonen ohne Sauerstoff und damit ohne Leben. Dazu kommen Millionen Tonnen Plastik, die jedes Jahr in unseren Ozeanen landen. Das Aussterben tausender Tier- und Pflanzenarten, die Bedrohung der gesamten biologischen Vielfalt, hat unabsehbare Konsequenzen für das ökologische Gleichgewicht unserer Erde.

Beim Artensterben, der Klimakrise oder dem Stickstoffkreislauf haben wir die Belastungsgrenzen unseres Planeten bereits überschritten. Deshalb stellen wir Grüne den Erhalt unserer Lebensgrundlagen seit unserer Gründung von mehr als 35 Jahren als einzige Partei konsequent in den Mittelpunkt und kämpfen für eine lebenswerte Umwelt und eine intakte Natur. Das heißt auch, unsere Art zu wirtschaften und zu konsumieren in Frage zu stellen: Woraus und wie stellen wir unsere Güter her, wie werden sie genutzt und was geschieht danach mit ihnen?

Abfallberge, mehr Plastik in den Gewässern als Lebewesen, Frühlinge ohne Vogelstimmen, Sommer ohne Insekten, umgegrabene und verseuchte Landschaften: All das ist extrem schädlich für unsere Lebensgrundlagen. Deshalb wollen wir den Aufbruch in eine grünere Wirtschaft und Gesellschaft, die den Umwelt- und Naturschutz ernst nimmt.

Schon gewusst?

Das haben wir vor: Für eine gesunde Umwelt und intakte Natur

  1. Umweltverschmutzung durch Plastik eindämmen, Kreislaufwirtschaft fördern: Wir wollen mit Mikroplastik in Kosmetikprodukten Schluss machen und dafür sorgen, dass weltweit mehr Plastik gesammelt und verwertet wird. Dazu streben wir ein internationales Abkommen gegen die Plastikflut in den Meeren an. Wir wollen deutsche Unternehmen unterstützen, umweltfreundliche Technologie auch in anderen Ländern einzusetzen. In Deutschland wollen wir Recyclingziele erhöhen, Sammlung vereinfachen und den Einsatz von Recycling- und umweltschonenden Materialen belohnen. Wir werden ein Wertstoffgesetz auf den Weg bringen, das der Wiederverwendung Vorrang einräumt und die Müllverbrennung zu Dumpingpreisen in Kraft- und Zementwerken beendet. Mit einer Ressourcenabgabe für die Produzenten werden wir eine Kreislaufwirtschaft fördern, die alle Wertstoffe in den Blick nimmt und die Ressourcen schont
  2. Wasser schützen: Um unser Wasser zu schützen steht die Vorsorge an erster Stelle. Wir werden deshalb ambitionierte Schutzstandards für unsere Gewässer festlegen und die Verklappung der Gülle auf den Feldern beenden. Zusätzliche Risiken wollen wir ausschließen. Darum lehnen wir Fracking nachdrücklich ab.
  3. Luft rein halten: Wir werden Industriebetriebe und Kohlekraftwerke verpflichten, den Stand der Technik für die Abgasreinigung einzusetzen. Dafür müssen die Grenzwerte abgesenkt werden, auf Werte wie sie z.B. in den USA gelten. Wir schieben den Tricks und Manipulationen der Autoindustrie einen Riegel vor und werden Verstöße bei den gesundheitsgefährdenden Stickoxid- und Feinstaubausstößen nicht hinnehmen. Wir wollen, dass die betroffenen Autos so schnell wie möglich auf Kosten der Hersteller nachgerüstet werden. Zum Schutz der Menschen wollen wir eine blaue Plakette einführen. Nur so kann es gelingen, die Luft in unseren Städten sauber zu bekommen.
  4. Böden schützen: Unsere Böden sind in Gefahr und brauchen dringend Schutz. Immer mehr landwirtschaftliche und naturnahe Flächen in Deutschland werden zubetoniert. Die Industrialisierung der Landwirtschaft überlastet unsere Böden mit Gülle und Pestiziden, entwässert und verdichtet sie. So können sie ihre wichtige Funktion für einen funktionierenden Naturhaushalt und als Kohlenstoffspeicher nicht erfüllen. Wir wollen, dass künftig nicht mehr Flächen in Anspruch genommen werden, als an anderer Stelle wieder freigelegt werden. So stoppen wir den Flächenfraß. Hektarweise liegen alte Industrieflächen brach, die man noch nutzen kann. So ermöglichen wir wirtschaftliche Entwicklung, ohne dabei grüne Wiesen einzuebnen.
  5. Natur erhalten: Wir wollen unseren Artenreichtum vor der weiteren Plünderung schützen. Der Schutz der biologischen Vielfalt ist ein Querschnittsthema, das in allen Bereichen von Agrar bis zum Zoll eine Rolle spielen muss. Wir brauchen mehr Natur- und Artenschutz an Land und auf dem Meer, für eine Agrarwende weg von industriellen Agrarfabriken und maßlosem Gift auf den Äckern.

Bilanz der Großen Koalition

Die umweltpolitische Bilanz der schwarz-roten Koalition ist desaströs. Umweltministerin Barbara Hendricks hat zwar viel angekündigt, doch am Ende waren es meist nur Wünsche, die gegen die Verkehrs-, Wirtschafts- und Agrarlobby im Kabinett nicht durchgesetzt wurden.

Was bleibt, ist eine ungebremste Wasser- und Umweltverschmutzung, manipulierte Autos mit zu hohen Luftverschmutzungen und Kraftwerke, die noch nicht mal Grenzwerte einhalten müssen, wie in den USA oder China. So setzt sich diese Regierung für weniger strenge Stickoxid-Grenzwerte bei der Braunkohleverstromung ein und will die vorgeschlagene EU-Obergrenze lockern. Die Quote für Mehrweggetränkeverpackungen wollte die schwarz-rote Regierung abschaffen. Gegen den Einwegwahn wurde nichts gemacht. Keinerlei Maßnahmen wurden gegen die Mikroplastikflut in den Gewässern ergriffen.

Die Große Koalition hat es vier Jahre lang verschlafen den Natur- und Artenschutz ernst zu nehmen. Der Artenschwund geht ungebremst weiter. Die eh schon mageren Versprechen im Koalitionsvertrag wurden nicht erfüllt. So ist zum Beispiel beim Meeresschutz keines der Schutzgebiete in der Nord- und Ostsee in dieser Legislatur tatsächlich unter Schutz gestellt worden. Es wird dort weiterhin ungehemmt gefischt und gebaggert. Auch wurde der Wildtierschutz nicht verbessert und der illegale Wildtierhandel nicht eingedämmt. Importe von Wildfängen in die EU sollten grundsätzlich verboten werden und gewerbliche Tierbörsen für exotische Tiere untersagt werden. Passiert ist nicht

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Ist Artenschutz nicht viel zu teuer und behindert Bauprojekte? Stoppen die Grünen wichtige Projekte wegen des Feldhamsters?

Der Natur- und Artenschutz konkurriert mit vielen anderen Ansprüchen an die Nutzung einer Fläche. Immer wieder wird in den Zeitungen von Feldhamstern oder Juchtenkäfern geschrieben, die Bauprojekte verhindern würden. Um unsere Biodiversität, unsere Lebensgrundlage zu sichern, müssen aber Interessen ausgeglichen und Kompromisse gefunden werden. Eine entsprechende gründliche Verträglichkeitsprüfung im Vorfeld lässt spätere Überraschungen verhindern und bringt Planungssicherheit. Wer in die Natur investiert, schützt unsere Lebensgrundlage und schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region.

Ist das Dosenpfand nicht ein riesiges Desaster?

Nein. Ohne Dosenpfand würden Millionen von Dosen und Einwegflaschen in der Gegend herumfliegen, wie es bei uns früher üblich war und wie es heute noch in allen Ländern sichtbar ist, die kein solches Pfandsystem haben. Fast 98 Prozent der Verpackungen kommen nun wieder zurück. Durch das Pfand können Einwegplastikflaschen und Dosen sortenrein gesammelt und recycelt werden. Teilweise werden sie sogar wieder zu Plastik-Flaschen. Das war vor dem Pfand undenkbar. Die Verbrennung von Plastikflaschen gehört, dank Pfand, der Vergangenheit an. Und durch das Pfand wurde die Mehrwegquote beim Bier erhöht und stabilisiert. Dadurch wurden tausende Arbeitsplätze in Deutschland und die Biervielfalt erhalten.

Gesunken sind die Mehrwegquoten bei Mineralwässern und Limonaden. Insbesondere die aggressive Preisgestaltung der Discounter wirkte hier stärker als die Steuerung zur Mehrwegflasche mittels Pflichtpfand. Trotz Verbesserungen in der Ökobilanz bei Einwegflaschen und Dosen gilt auch heute: Mehrweg ist besser für die Umwelt und Arbeitsplätze.

Wollen die Grünen Pfand auf Milchkartons?

Nein, das ist ein Gerücht der Getränkeindustrie. Getränkekartons sind aufgrund ihrer Materialzusammensetzung ökologisch vorteilhaft und auch bisher von der Pfandpflicht befreit. Wir wollen das Pfandsystem vereinfachen und auf alle Einwegplastikgetränkeflaschen und Getränkedosen unabhängig vom Inhalt eine Pfandpflicht einführen.

Wollen die Grünen noch mehr verschiedene Mülltonnen aufstellen!

Nein, wir wollen, dass in Zukunft Plastik zu Plastik in die Tonne kommt. Eine Unterscheidung nach Verpackung und Produkt ist unsinnig. Deshalb wollen wir eine Wertstofftonne. Sie wird die Verpackungssammlung (Gelbe Säcke oder gelbe Tonne) ersetzen.

Wollen die Grünen den Industriestandort Deutschland abschaffen?

Nein, die Vergangenheit lehrt uns, dass ein Festhalten an veralteten Wirtschaftsstrukturen deutlich teurer kommt als ein rechtzeitiger Umbau (siehe Kohlebergbau und Werftindustrie). Wer neue Techniken nicht einsetzt, zahlt unnötig und gefährdet Arbeitsplätze. Allerdings müssen leider oft genug nicht die Verursacher zahlen, sondern die Allgemeinheit - über Gesundheitskosten oder über Kosten von Umweltschäden. Unser Land ist auch deshalb als Industriestandort so erfolgreich, weil in vielen Bereichen Umwelttechnik entwickelt und früh eingesetzt wurde. So liegt der Weltmarktanteil der dieser Produkte "made in Germany" bei 14 Prozent und macht 13 Prozent des BIP aus (Stand 2013).

Auf hellblauem Hintergrund der Text "Unsere Themen" zwischen zwei Balken, darunter "Von A bis Z - alles auf einen Blick!". Wahlprogramm Grüne. Bundestagswahl.